Dienstag, 31. Mai 2016

Gauland, die FAZ und die Moral

Die Auflage der FAZ ist in den letzten Jahren um nahezu 30 % geschrumpft. Das mag verschiedene Gründe haben. Doch wenn sich der Leser nicht mehr auf den substantiellen Inhalt und deren Richtigkeit verlassen kann, und man berechtigte Zweifel an der authentischen Wiedergabe von Sachverhalten haben muss, ist jeder erklärende Kommentar obsolet. Dabei ist es völlig gleichgültig, um welches Thema es sich handelt. Ob nun AFD oder Kindererziehung, es geht um Berufsethos, ganz sicher aber um Ehrlichkeit.


Wenn ich davon absehe, welches Ziel die Schreiber der FAZ verfolgten, könnte man schnell auf den überspitzen Gedanken kommen, Schmierfinken der Presse bekämpfen Rassisten in der Politik. Die Pseudo-Moral einer Zeitung verkommt zum bedauernswerten Rettungsversuch von Käuferschichten. Die Frage ist erlaubt: Welche der beiden Seiten darf und kann man noch ernst nehmen? Eine einst seriöse Zeitung verspielt ihre Reputation, wenn deren Redakteure zu Hasardeuren von marktschreierischen und irreführenden Schlagzeilen werden - ein trauriges Faktum. "Cum grano salis", das ist alles, was in diesem Zusammenhang noch bleibt.

Es bleibt ein bitterböser Nachgeschmack. Die Einflussnahme auf Inhalte durch vorsätzliche und bewusste Verfremdung, durch absichtliches Verschweigen von Kontexten oder durch Weglassen erklärender Informationen, um eine vorhersehbare Wirkung beim lesenden Publikum zu erzielen, ist im Falle Gauland nicht nur perfide, es ist auch kriminell. Nicht mehr, nicht weniger. Legen wir den Maßstab an, dass Politiker aufgrund ihres Berufes eine besondere Verantwortung haben, so gilt dieser Maßstab auch für schreibende Journalisten.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Perversion auf höchster Ebene

Welch ein Skandal, welch ein Irrsinn..., welch eine Heuchelei unserer Regierung! Heute in der Presse: Trotz des von der EU beschlossenen Lieferstopps haben zwölf Mitgliedstaaten Waffen und Munition für sechs Milliarden Euro an Ägypten verkauft.
Trotz eines grundsätzlichen Lieferstopps für Munition und Waffen verkaufen nach Angaben von Amnesty International zwölf der 28 EU-Mitgliedstaaten weiter Rüstungsgüter an das nordafrikanische Land. Dazu gehöre auch Deutschland, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch. Berlin habe 2014 Rüstungsexporte im Umfang von 22,7 Millionen Euro genehmigt, darunter vor allem U-Boot-Technologie.


Im Jahr 2015 erlaubte die Bundesregierung laut vorläufigen Zahlen Rüstungsexporte im Umfang von rund 19 Millionen Euro, erklärte Amnesty. Angesichts der andauernden Menschenrechtsverletzungen des ägyptischen Militärs und der Sicherheitskräfte sind weitere Rüstungsexporte aus Deutschland die reinsten Brandbeschleuniger.
Mit solchen Lieferungen leistet man Gewalt, Krieg und Grausamkeiten Vorschub und provoziert überdies die Flucht weiterer Hunderttausender Menschen. Frau Merkel..., denken Sie überhaupt noch...? Denkt irgendjemand in der Regierung? Da wird bedenkenlos gezündelt und echauffiert sich gleichzeitig über Flüchtlingsströme und Schlepper? Mich würde es nicht wundern, wenn unser Finanzminister kostenlos Teddibärchen und Plüschtiere an die Bevölkerung verteilen würde, damit wir sie den Kindern in Idomeni oder andere Läger als Trostpflaster schicken können. Ich nenne das Perversion auf höchster Ebene.
Und der nächste Wahnsinn folgt. Ein drei Milliarden-Deal mit diesem Menschrechts-Anarchisten und Autokraten Erdogan, für den die Deutschen via Steuern bürgen und von deutschen Politikern die türkische Flüchtlings-Regelung als humanitäre Hilfsmaßnahme verkauft wird. Das Ganze findet seinen krankhaften Höhepunkt, indem unsere Polit-Elite mit diesem türkischen Alleinherrscher über Visafreiheiten dabattiert. Die Kurden werden sich freuen. Wäre es nicht so völlig unterirdisch grotesk und dumm, könnte man unsere Politik als gelebte Satire abtun. Nein - für unsere Politiker gibt es keine adäquate Beleidigungen mehr, ohne dabei vulgär zu werden. Sie haben sich inzwischen völlig disqualifiziert...
In den Vorjahren sind zudem immer wieder Zulieferungen für gepanzerte Fahrzeuge genehmigt worden, die auch gegen Demonstranten eingesetzt wurden, teilte die Organisation in Berlin mit. Die Europäische Union hatte einen grundsätzlichen Lieferstopp für Waffen und Munition nach Ägypten beschlossen, nachdem ägyptische Sicherheitskräfte im August 2013 hunderte Demonstranten getötet hatten.
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Samstag, 14. Mai 2016

Wohlfahrtsstaat Deutschland


Jetzt also ist es amtlich. Flüchtlinge, deren Unterbringung, Ernährung, Unterhalt und deren Integration werden unsere Bürger die nächsten drei Jahre 94 Milliarden Euro kosten. Das ist die offizielle -, wahrscheinlich geschönte Darstellung, die man in der Höhe durchaus anzweifeln kann. Der herkömmliche Deutsche wird die Zahl ebenso achselzuckend registrieren wie die Tatsache, dass er im Jahresdurchschnitt ca. 73 Kilo Brot vertilgt.


Damit will ich sagen, dass in den Medien ständig von Milliardensummen die Rede ist und man sich längst daran gewöhnt hat. Der Normalbürger weiß ohnehin nicht, wie viele Nullen vor dem Komma einer Milliarde stehen. Aber wenn er sich die Mühe macht und eine kleine Rechnung aufmacht, wie ich es hier einmal tun möchte, dann kommen gerade den Armen, den Geringverdienern und jenen Rentnern, die kaum über die Runden kommen, die Tränen. Denn solche Rechnungen macht unsere Regierung schon deshalb nicht öffentlich, weil sie sofort zu einer Abwahl der etablierten Parteien führen würde. Es ist offenkundig, dass man einer breiten Gesellschaftsschicht ein menschenwürdiges Dasein vorenthält. Die etablierten Parteien dürfen sich glücklich schätzen, dass man ihnen nicht schon längst ans Leder gegangen ist.

94 Milliarden - also… 94.000.000.000, oh Wunder, werden aus dem Hut gezaubert und können plötzlich finanziert werden. Derzeit sind 8 Millionen Geringverdiener und weitere 4,8 Millionen Hartz IV-Empfänger registriert. Für meine kleine Mathematikaufgabe habe ich 1,3 Millionen Sozialhilfe-Empfänger großzügiger Weise mitgezählt, die als Migranten in Deutschland bereits Sozialunterstützung erhalten.

Dividiert man also 94 Milliarden durch 12,8 Millionen (inclusive Ausländer) und teilt den Betrag durch 36 Monate, dann würde das bedeuten, dass jeder dieser „armen Sozialhilfe-Empfänger“ monatlich 203,98 Euro mehr zum Leben hätte. Das wäre eine humanitäre Leistung für Gesellschaftsschicht ohne Perspektive in unserem Land gewesen. Ich überlasse es dem Leser, welche Schlüsse er daraus ziehen mag. Allerdings frage ich mich, weshalb sich die SPD darüber wundert, dass ihnen plötzlich 20% Wähler fehlen, wenn man angesichts einfacher Arithmetik die Auswirkung solcher Ungerechtigkeiten leicht abschätzen könnte. Diese kollektive Parteiendummheit ist kaum noch zu überbieten.

Um Missverständnisse zu vermeiden, betone ich ausdrücklich, dass ich weder ein Flüchtlingsgegner noch ein Anhänger irgendeiner rechtsradikalen Gruppierung bin. Mich bringt es aber auf die Palme, wenn man Deutsche Wähler für dumm erklärt, und plötzlich mit Beträgen und Kosten hantiert, die man angeblich vorher nicht für die eigenen Bedürftigen im Land hätte aufbringen können. Mir jedenfalls kommen die Tränen, wenn ich bei Lidl oder Aldi hinterm Laden alte Menschen entdecke, die in den Abfällen wühlen...


Donnerstag, 5. Mai 2016

Chickeria - Schickeria

Der einzig wahre Luxus der Damen der Münchner Schickeria besteht darin, auf Hirn vollständig verzichten zu können. Zum Ausgleich fehlender Denkmasse beschäftigen die blondierten Bohnenstangen einen muskulösen Personal-Trainer und konsultieren auf 20 cm hohen Highheels und in hautengem Stoff-Fähnchen den Food-Instructor, um zu erfahren, wie man in seiner 50-Tausend-Euro-Küche Gewürzgürkchen schneidet oder ein Filetiermesser dem Messerblock entnimmt, ohne sich dabei zu verwunden. 



Gegen Abend nehmen sie mit einem Gläschen Schampus zwei, drei Tartar-Häppchen bei Käfer ein. Abends rotten sie sich auf jedem nur denkbaren Münchner Event zusammen und mischen sich unter die an chronischem Geldmangel leidenden C-Klasse Promis. (Die Drinks sind kostenlos - man ist schließlich wer). 

Irgendwie gleichen sich die blondmähnigen Plappermäulchen - groß gewachsen, schlank, schick, anämisch und deppert - ganz so, als seien sie aus der Produktion bei General Motors vom Fertigungsband gefallen. Beim Stelldichein der Belanglosigkeiten schlägt jedoch die Stunde der gelangweilten Designer-Püppchen. Mit einem Minimum an Vokabular und himmellangen Beinen nehmen sie biedere Langweiler mit Geld, Bauch und Porsche ins Visier, während man die Nichtigkeit des Party-Anlasses als unverzichtbares "Must" einstuft (…weil sie ja selber da sind).

Der ratlose Normalbürger erkennt diese dekadenten Parasiten sofort, weil sie sich beim allabendlichen Zusammentreffen mit enthusiastischem Jauchzen maximalen Entzückens und hinterhältig-süßem Lächeln in die Arme fallen und sich genau zwei Mal gegenseitig busseln - links - rechts. Kaum hat man sich geküsst, beginnt die Konversation. Mit Sätzen wie: "guuut schaust aus..." oder „…i gfrei mi so, dossd a widder do bist…“ bewegen sich die Damen mit gebleachten Zähnen und Haifisch-Lächeln am äußersten Rande ihres intellektuellen Leistungsvermögens. Erschöpft vom eigenen Anspruch wendet man sich dem ultimativen Detox-Drink zu. Im Hintergrund wechseln die "Haiti-Taities" gefährliche Sätze: "Mein Goooott, hast du Nastassias Hintern gesehen? Nicht hinschauen...! Gleich platzen die Nähte ihrer Hosen..."


Nur gut, dass die meisten dieser Hühner unbewaffnet sind.