Montag, 24. Oktober 2016

Die einfachen Botschaften unserer Politiker

Es beißt die Maus keinen Faden ab, wer da glaubt, unsere Polit-Elite müsse in ihren Reden ans Volk intellektuelle, plausible und staatstragende Botschaften übermitteln, der irrt. Wer meint, er könne von unseren Politikern – gleich welcher Partei – visionäre Ideen, überzeugende Führungskompetenz und tragfähige Konzepte erwarten, scheint die Mechanismen von Machterwerb und Machterhalt in der Politik nicht begriffen zu haben.



Die Parteistrategen haben eine einfache wie entlarvende Logik. Sie halten das Volk für dämlich und träge. Schlimmer noch, sie halten sie für manipulierbar. Und sie haben recht. Machen wir uns nichts vor, etwa 12% gehören zur Bildungsschicht. Da sie davon ausgehen, dass sich 95% der Menschen überschätzen und glauben, sie verfügten über ein kluges Köpfchen, basieren politische Strategien, ob nun für Wahlen oder Verbleib in Ämtern, auf mathematisch-statistischer Grundlage. Für das Fußvolk reichen Schlagworte, mehr oder weniger witzige Sprüche und substanzlose aber gut klingende Floskeln. Es beißt die Maus keinen Faden ab, aber sie verfehlen nicht die Wirkung. – und darauf kommt es den Mächtigen an.

Die Minderheit von 15% hochgebildeten Menschen haben bei wichtigen politischen Entscheidungen schon wegen der Verteilung auf 5 bis 6 Parteien keine entscheidende Ergebnisrelevanz. Denn bei 60 Millionen Wahlberechtigten fällt deren theoretischer Anteil von ca. 1,2 Millionen möglicher Wähler je Partei kaum ins Gewicht. An dieser Wahrheit kommt niemand vorbei. Und entsprechend dieser soziologischen Binsenweisheit verhält sich auch die Politik, nämlich zutiefst amoralisch, arrogant und überheblich. Doch alles hat seine zwei Seiten: Die stumpfsinnige Dummheit des Wahlvolkes korreliert hoch mit der anmaßenden Ignoranz der politischen Führung – nicht nur in unserem Lande.

Einfache Botschaften braucht die blöde Masse, - so die Wahlkampfstrategen und Werbeagenturen -, damit auch das bei ihr ankommt, was ankommen soll und was in den Parteizentralen und auf der Regierungsbühne für geboten gehalten wird. Freilich, in TV-Interviews oder Talkshows gilt es, mit auswendig gelernten Worthülsen Brain und Sachkunde, Seriosität und Kompetenz vorzuspiegeln – „Bella Figura“ nennen wir Italiener diesen medialen Affentanz, der selbstgefälliger kaum sein kann. 

Hört oder sieht man sich die öffentlichen Auftritte der politischen Schwergewichte an, dreht sich jedem halbwegs gebildeten Menschen angesichts der hohlen und dummdreisten Inhalte der Magen um. Nicht bei der Masse, denn Stammtisch-Rhetorik gehört zum wichtigsten Inventar eines Politikers, denn genau sie ist die Zielgruppe, weil ergebnisrelevant. Nun ja, mehr haben die meisten ohnehin nicht zu bieten. Da kann man bei öffentlichen Auftritten schon mal maximalen Stuss verbreiten, wie die letzten Reden von Merkel, Gabriel, Altmeier oder Steinmeier beweisen. Von Claudia Roth oder dem intellektuellen Überflieger Toni Hofreiter will ich erst gar nicht reden.


Öffentliche Auftritte und Reden der Polit-Verantwortlichen lassen auch Rückschlüsse deren Ethik, Niveau und intellektuellen Ressourcen innerhalb der Karriere-Pyramiden in Parteien zu. Spitzenpolitiker treten auf, als hätten sie den Anspruch auf Allwissenheit mit ihrem Amt gleich mit erworben, was bestenfalls den einfachen Wähler beeindrucken kann. Doch der hat längst begriffen, wie man ihn behandelt. Er hat nämlich ein feineres Gespür, als den Regierenden lieb sein kann.

Freitag, 21. Oktober 2016

Gabriel der Politkreisel

Sein Markenzeichen:  "changement of opinion"
Als ob der Abgas-Skandal um VW nicht schon schlimm genug wäre. Fassungslos mussten brave VW-Fahrer zur Kenntnis nehmen, dass ihre Rußschleuder in flotter Gangart nicht nur den Grünen die Tränen in die Augen trieben. Auch der umweltbewusste VW-Diesler, bislang mit öko-geschwellter Brust auf der Landstraße unterwegs, konnte kaum glauben, was die Wolfsburger ihm unter den Hintern geschoben hatten. Als die Wogen sich zumindest in Deutschland allmählich wieder glätteten, war der treue VW-Kunde beinahe so weit anzunehmen, dass der Betrug des Autokonzerns nicht steigerungsfähig sei. Nun wird er eines Besseren belehrt. Monitors Redakteure haben unserem heimischem Maulwurf alle Ehre gemacht.



Wir schreiben das Jahr 2005, als der in Sachen Umwelt völlig kompetenzbefreite Siggi den Umweltminister gab und sich damals im Amt aufführte, als habe er die grüne Farbe fürs Chlorophyll erfunden. Irgendjemand hätte diesem gelernten Lehrer einmal erklären sollen, dass ein pädagogisch erhobener Zeigefinger in einer fremden Nase seine Bedeutung verliert. Mit der Miene des fleischgewordenen Biedermanns wartete er mit kecken Sprüchen auf, wenn es um die Umweltverschmutzung der Autos ging. Na sowas, musste er doch schon damals wissen, dass mit den Abgaswerten der Dieselfahrzeuge von VW etwas nicht stimmen konnte. Davon hatte sogar schon 1998 der niedersächsische SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner, der das Umweltamt vorher leitete. Honi soit qui mal y pense, möchte man da nur sagen, zumal die gesamte Hannoveranische Mischpoke – einschließlich Schröder und Wulff, mit dem VW-Konzern mauschelte.

Sowohl das Kraftfahrbundesamt, als auch der damalige Verkehrsminister ahnten, dass   was nicht sein darf, das nicht sein kann, so verfuhren schon im Jahre 2000 die SPD-Politiker – und ließen VW gewähren. Und nicht nur das. Ganze Vorschriften-Passagen in der Zulassungsverordnung wurden zugunsten VW gestrichen -eine Steilvorlage für die Cheftechniker des Konzerns. 

Der Abgas-Beschiss war längst bekannt, wenngleich noch nicht bewiesen. Was tun sprach Zeus? Sigi wusste Rat, denn er wollte auf der sicheren Seite sein. Ein unabhängiger Gutachter, von der niedersächsischen Regierung benannt und von VW bezahlt, bescheinigte den Dieselmotoren Unbedenklichkeit und man war allseits erleichtert. Besonders in der SPD, obwohl die gemessenen Diesel-Giftstoffe vielerorts um das 10fache der zugelassenen Emissionen übertroffen wurden. Gabriel tauchte ab, das Kraftfahrtbundesamt mauerte, sogar die Grünen hielten die Klappe. Kein Wunder, schließlich ist das Land Niedersachsen mit 20% zweitgrößter Aktionär.

Der Stern von Gabriel hätte schon damals dringend eine Generalpolitur benötigt. Denn nicht nur in seiner Partei, in der er mit wenig schmeichelhaften Attributen bedacht wurde, sondern auch von Seiten der christlichen Ministerkollegen hielt man ihn für disziplin- und konzeptlos, illoyal und ungeduldig. Viele Parteifreunde hätten ihn am liebsten "auf die Vogelschutzinzsel Mellum im Wattenmeer verbannt", räumte Gabriel einmal selbst ein, als er seine Genossen mit Alleingängen und einsamen Entscheidungen verärgerte.


Ob er heute diese Attribute abgelegt hat? Das darf bezweifelt werden. Ich fürchte, da sind noch einige Unangenehme dazu gekommen. Denn jetzt prügelt er auf VW ein, echauffiert sich öffentlich über Winterkorn und Konsorten, mit denen er damals die "Kuh vom Eis holte" und bis vor wenigen Monaten gemeinsam mit ihnen den Cappuccino in der Bundestagskantine geschlürft hat. Oh, Siggi..., mir graust vor dir.

Montag, 17. Oktober 2016

Daniel Cohn-Bendit, der verhinderte Kindergärtner

Sieben Talk-Gäste – und das 90 endlose Minuten, Maybrit Illner in einer illustren Gästerunde. Das Spektakel endete im Desaster. Nicht zuletzt auch wegen eines äußerst nervigen Gastes. Daniel Cohn-Bendit. Ständig unterbrach er mit unqualifiziertem Geschwätz die Antworten der Talkgäste, fuhr dazwischen, mischte sich ein und die Runde auf und benahm sich wie ein ungehobelter Bauer. Als knapp 45 Minuten herum waren, platzte ihm die Hutschnur. „Langsam verliere ich die Fassung und die Geduld“, grantelte der Ex-Revoluzzer. Nun wolle er doch mal erzählen, wie das mit dem Brexit in Großbritannien wirklich gelaufen ist. Ausgerechnet er fühlt sich berufen, den Fernsehzuschauern und den Teilnehmern die Welt zu erklären.



Offen gestanden, mich wundern gleich mehrere Tatsachen. Wie, zur Hölle, kommt Frau Illner auf die abstruse Idee, diesen unerträglichen Politclown ein Podium im öffentlich-rechtlichem Sender zu geben? Und wen – verdammt – interessiert es, was der Kerl zu sagen hat? Weshalb mutet man dem TV-Gebührenzahler zu, einen Phrasendrescher mit Hang zur apodiktischen Weltverbesserung in bester Sendezeit vor die Nase zu setzen?

Aber von vorn: Worum ging es eigentlich bei Illner? „Wie wird aus zu viel Wut Politik“, lautete das Thema. Illner, man kann sie mögen oder auch nicht, sie hatte so ihre Schwierigkeiten, eine nicht gerade vom Geist erleuchtete Schafherde zusammenzuhalten, was zugegebenermaßen schon von der Fragestellung der Sendung her kaum möglich war. Die Moderatorin ist bekannt dafür, kompetenz- und schmerzbefreit ihre Gäste mit Fragen zu traktieren, von denen sie selber nicht viel Ahnung hat. Dieses Mal glänzte sie mit dümmlichen Phrasen und wenigstens nicht mit Pseudo-Sachverstand. „Ist jeder Populist automatisch ein Rassist?“ Oder: „Bekämpft man Rechtspopulismus mit Linkspopulismus?“ Sie hätte auch fragen können: „Ist es nachts kälter als draußen.“

Noch dämlicher waren die Antworten des Alt-68ers, der heute meint, man habe damals die Propagierung von Sex zwischen Kindern und Erwachsenen verharmlost. Der begatellisierende Begriff "verharmlost" scheint mir beinahe so schlimm wie eine vollendete Vergewaltigung. Aber zurück zu Illners Talkrunde. Gegen Ende hatte dann natürlich noch einmal Daniel Cohn-Bendit das Wort – mit einer überraschenden Erkenntnis: „Vielleicht ticke ich ja nicht richtig.“ Meiner Meinung nach war dies Cohn-Bendits einzige ehrliche Bemerkung, was die Beschreibung seines Geisteszustandes anbetrifft.

Es mag ja Leute geben, die Daniel Cohn-Bendit mögen, und unverständlicherweise beklatschen. Mir dagegen fällt dazu nur ein, dass man dieses unverträgliche "Radieschen" damals (mit Recht) aus Frankreich wegen staatsfeindlicher Umtriebe rausgeworfen hat. In dem Zusammenhang erinnere ich mich auch an sein literarisches Elaborat aus den 70ern. „Der große Basar“. Wie schreibt er dort? „Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten“ – so Cohn-Bendit in seinem Buch. Seine "Affinität zu Kindern war damals Anlass eines Strafprozesses, aus dem er sich auch mithilfe der gesellschaftspolitischen Großwetterlage unbestraft herausgewunden hat.

Wenn die Vita dieses widerlichen Päderasten nicht so verdammt abstoßend, verlogen, ja ekelerregend wäre, könnte man seinen zahlreichen, auch unveröffentlichten Zitaten satirisch begegnen, aber in seinem Falle kämpfe ich gegen akuten Brechreiz. Seitenlang schwadroniert dieser unappetitliche Politclown mit seinen pädophilen Ansichten durch die Kapitel seines Machwerkes. Man kommt mit dem Kotzen gar nicht mehr nach. 

Da schreibt dieser Bastard doch wortwörtlich, Zitat: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen.“ Ein paar Seiten weiter findet man folgende Passage: „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme.“ Spätestens nach dieser Publikation hätte man diesen Soziopathen in Knast stecken und den Verlag schließen müssen.

Cohn-Bendit wurde in Frankreich und in Deutschland der „Perversion“ beschuldigt. Daraufhin unterstellte er seinen Kritikern schlicht politische Gegnerschaft. Im Mai 1968 wurde er prominenter Sprecher der Studenten in Paris. Nach seiner Ausweisung aus Frankreich war er im „sozialistischen deutschen Studentenbund (SDS) und der APO aktiv. In den 1970er Jahren gehörte er zur Sponti -Szene in Frankfurt/Main. Was ich schon als junger Mann kaum für möglich hielt, war die Tatsache, dass Menschen wie Bendit Co-Vorsitzender der Grünen Partei und später Mitglied des Europaparlamentes werden konnte. 

Nun ja, nicht erst seit Cohn-Bendit, Sebastian Edathy oder Volker Beck komme ich mehr und mehr zur Überzeugung, dass es in der Politik beinahe schon zur Normalität gehört, mit kiffen, koksen, Zeugnisse fälschen oder mit erfundenen akademischen Titeln Karriere zu machen. Welch ein Gesellschaftsbild…

Sonntag, 16. Oktober 2016

Christian Lindner beleidigt italienische Regierung

Jetzt auch noch dieser Vorfall: Der FDP-Chef Christian Lindner wirft der deutschen Regierung implizit Mafia-Methoden vor und vergleicht die deutschen Behörden mit der Schlampigkeit der Italiener. Das lassen wir uns natürlich nicht gefallen. Immerhin haben wir auch eine Ehre. Prompt erfolgte eine Retourkutsche, weil man in Italien laut einer Statistik zum Ergebnis gekommen ist, dass die deutsche Gründlichkeit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Behörden und Verwaltungen in der Rangreihe noch weit hinter Neapel oder Palermo rangiere. Die hinterlistige Ironie der Italiener scheint Lindner auf die Palme gebracht zu haben. Wie es scheint, dürfen wir mit harten Reaktionen aus Deutschland rechnen. Ab sofort ist Italien nicht mehr der Freund deutscher Politiker. Auch wenn man Wikileaks nicht unbedingt trauen sollte, sicher ist sicher. Seit 5 Uhr 47 wird zurückgestänkert und Affront mit Affront vergolten.




Aus den Schwaden geschichtlicher Endzeitstimmung, und nach den verhassten Jahren wirtschaftlichen Abschwungs, bäumt sich die geknechtete deutsche Seele auf. Sie erinnert sich an vergangene Größe. Italien, Flüchtlinge und Merkel sei Dank! Schlimm genug, dass Italien andauernd von der Sonne verwöhnt wird, die neueste Pisa-Studie ist ein weiterer Schlag in das Gesicht der Absolventen deutscher Hauptschulen. Von unseren syrischen, türkischen, russischen, albanischen und iranischen Migranten wollen wir erst gar nicht reden.

Als wenn das nicht genug wäre, äußerte sich der verjagte Berlusconi kürzlich auf die Frage, wie er zu attraktiven Frauen in der Politik stünde. Die Antwort war klar und deutlich: Er und sein osmanischer Kollege Erdogan sind optischen Genüssen nicht abgeneigt. Angela Merkel gehöre eindeutig nicht dazu. Heiko Maas hat zu dieser ungeheuren Beleidigung noch keine Stellung bezogen. 

Nun erhebt er sich wieder, der deutsche Adler! Er schwingt sich auf in dunstige Höhen rauchgeschwängerter Kneipenpolitik. Jetzt werden wieder Exempel statuiert. Mobilisierung der Bundeswehr! Politiker und Generäle in Krisensitzungen. Im Mittelpunkt steht eine einzige Frage: Wie schnell können unsere Spezialtruppen mit ihren Transall-Maschinen aus den derzeitigen Kriegsgebieten abgezogen und in Südtirol eingesetzt werden, um mit Luftlandetruppen die dortigen Bunkersysteme nach terroristischen Anhängern der Lega Nord zu durchkämmen.

In Planung – so hört man aus gut informierten Kreisen, sei auch die Dauer-Beschallung des Belagerungsgebietes jenseits von Brixen mit deutscher Marschmusik. Weil man mit erbittertem Widerstand rechnet, prüft man derzeit, ob es gegen die Genfer Konvention verstößt, deutsches Liedgut vor den Ausgängen des Bunkerlabyrinths in sächsisch singen zu lassen. Gezielter Abwurf von Knödeln mit Sauerkraut über der gesamten Po-Ebene ist jedenfalls beschlossene Sache. Sabotagetrupps sollen die Latifundien in der Toskana besetzen, um einen Brückenkopf nach Rom zu bilden. Letzten Verlautbarungen zufolge benötigt die Bundesrepublik bei der nachhaltigen Vernichtung italienischen Parmaschinkens nicht die Zustimmung der Nato. Bedauerlicherweise wurden erste Invasionspläne zurückgestellt, bedingt durch den Mangel an tarnfarbenen Tampons für deutsche Soldatinnen. Trotzdem! Wir sind wieder wer, wir schlagen zurück!

Um den Einsatz deutscher Truppen zu refinanzieren, forderte der Finanzminister die sofortige Besteuerung von Pizza ai funghi und kündigte zusätzlich eine Ramazottigebühr an. Grappa und Campari werden auf den Index gesetzt. Der Verstoß gegen das Ausschankverbot wird als Landesverrat gewertet. Die europäische Nudelkommission plädierte dafür, die Länge der Spaghetti auf maximal 3 cm begrenzen und die Herstellung von Parmesankäse gänzlich zu verbieten.

Inzwischen wurde der Verfassungsschutz angewiesen, italienische Eisdielen als mögliche Orte subversiver Umtriebe zu observieren. Mischehen zwischen Italienern und Deutschen sind per Gesetz ab sofort nicht mehr zulässig. Das auswärtige Amt hat bereits damit begonnen, mit Spezialeinheiten der Marine die italienische Küste von deutschen Touristen und syrischen Eindringlingen zu säubern. Die Vorräte italienischer Weine werden öffentlich -, nach dem Vorbild damaliger Bücherverbrennungen -, im Rahmen nationalistischer Feierstunden in die Kanalgullys geschüttet.

Die Regierung Österreichs wurde ultimativ aufgefordert, deutschen Truppen die Durchmarschrechte einzuräumen, andernfalls würde das Alpenland zwangsweise Bayern angeschlossen. Die populistische Partei des verstorbenen Jörg Haider hat bereits letzte Woche den Zusammenschluss befürwortet und die Kasernen in Kärnten für deutsche Truppen räumen lassen. Begründet hat man diesen Schritt, dass das Maß an Korruption in Österreich längst noch nicht deutsches Niveau erreicht habe und man sich auf diesem Weg Synergie-Effekte erhofft. Auch die Eingliederung Bozens und die Umwandlung in ein Groß-Bayern sind nach letzten Meldungen der Landeshauptstadt längst in Auge gefasst. Stoiber hat sich gestern aus dem Ruhestand zurückgemeldet und in diesem Zusammenhang das Völkerkundemuseum angewiesen, die Krone der Wittelsbacher ans bayerische Staatsministerium zu überstellen, um die termingerechte Anpassung an sein Kopfmaß in Angriff zu nehmen.

Die Grünen stehen dem Einmarschgedanken skeptisch gegenüber. Claudia Roth hat angekündigt, die Sumpfgebiete Norditaliens, die schon Hannibal den Fieberschweiß auf die Stirn trieben, aus artenschutzrechtlichen Gründen von der Invasion auszuklammern. Stattdessen kündigte sie an, die Italiener bei importierten Rotweinen aus Apulien mit einem Flaschenpfand in die Knie zu zwingen. Ein Ruck geht durch Deutschland. Jeder kann spüren, wie frischer Wind die Bildzeitungsblätter espig erzittern lässt. Wir erinnern uns vergangener Größe! Deutsche Bischöfe, seit dem Investiturstreit schmählich dem päpstlichen Joch unterworfen, stellen klerikale Stoßtrupps in kardinalrot zusammen und halten sich für die Annektion des Vatikans bereit. Nach unbestätigten Meldungen von Reuters soll es in Mittelitalien erste Explosionen nach dem mobilisierten Genuss deutscher Hülsenfrucht-Gerichte gegeben haben.

Die ausgegebene Parole heißt ab sofort: Man spricht deutsch, wo Ordnung herrscht. Gnade den Azzurri Gott, wenn die deutsche Straßenverkehrsordnung in Neapel und Rom eingeführt wird. Adesso basta! Ich nehme meine Espressomaschine und mein über alles geliebtes Zitronenbäumchen, und schließe mich den Brigaden der Vernunft an. Bis zum letzten Gnoccho al Pomodoro werde ich Widerstand leisten. Bußgeldbescheide aus Deutschland, Punkte in Flensburg und Christian Lindner haben wir Italiener nicht verdient.

Samstag, 15. Oktober 2016

Der grüne Beck und ein bisschen Unwohlsein…

Arabische Predigten sind ein Stück Heimat, so Volker Beck im Interview mit NTV. Nun ja, das ist bis dahin insoweit nachvollziehbar, da auch bei einem weißbierafinen Bayer das Oktoberfest auf der Wiesn ähnliche Gefühle auslöst, besonders, wenn es dazu Brezen und Weißwurscht gibt. Nun fügte Volker, der Crackafine an, Deutsche mögen in ihrem arabisch dominierten Stadtteil arabisch lernen, wenn sie etwas nicht verstehen. Alle Wetter! Sollte es mich aufs Oktoberfest verschlagen, sehe ich mich kaum veranlasst, deshalb die bayerische Sprache zu erlernen, um zu kapieren, was ein Bayer so alles in fröhlicher Runde im Bierzelt verzapft. Solange er mir keinen Bierkrug übers Hirn zieht, verzeihe ich ihm auch die Seppelhose.



Spontan habe ich mich gefragt, was dieser absonderliche Grünenpolitiker wohl gerade wieder geschnupft hat, als er die NTV-Moderatorin in hilfsbedürftigem Deutsch und spektakulärer Grammatik aufklärte. Er verstünde, dass es „ein bisschen Unwohlsein“ in unserer Gesellschaft gäbe, wenn man das Gefühl hätte, man bekäme etwas nicht so richtig mit. Damit meinte er wohl deutsche Bürger, die der türkischen, arabischen oder serbokroatischen Sprache nicht mächtig sind. Schließlich, so fügte er beredt an, gäbe es auch in den USA Chinatowns, oder ganze Stadtteile voller Mexikaner und Puertoricaner, in denen solche Communitys funktionierten. Nun ja, Beck steht schon mit der eigenen Sprache schwer auf Kriegsfuß, da sind arabische Dialekte, türkische Redewendungen und serbische Flüche vergleichsweise ein Klacks. 

Mir wird richtig warm ums Herz. Becks interkulturelle Kompetenz ist in etwa so ausgeprägt wie die eines arabischen Straßenköters in den Armenvierteln von Aleppo. Die laufen dort auch ohne Leine durch die Gegend. War der Kerl schon einmal in den Slums von New York, Chicago oder San Francisco? Hat er jemals einen entspannten Spaziergang durch die Ghettos von Los Angeles, Detroit oder Michigan unternommen? Kein weißer US-Bürger, der alle Tassen im Schrank hat, würde sich jemals in afro-amerikanische Slums oder in die Viertel der Latinos wagen, es sei denn, er hätte eine geladene Schnellfeuerwaffe im Anschlag.

Ein ungeeigneteres Beispiel als ausgerechnet die vor Waffen strotzende USA kann man kaum finden. Nicht einmal die martialisch ausgerüsteten Sheriffs der Großstädte begeben sich mit Freude in das Kellergeschoss ihrer Gesellschaft. Nun ja, schließlich ist Beck migrationspolitischer Sprecher seiner Partei, wenngleich ohne jegliche Grundkenntnisse der arabischen Sprache. Weshalb er trotzdem unseren Bürgern rät, endlich Arabischunterricht zu nehmen, ist mir schleierhaft. Solche belehrenden Ratschläge braucht unser Land dringend.

Aber vielleicht könnte ich Herrn Beck die USA und die Mentalität der Amerikaner ein wenig näherbringen, denn deren nationalistische Gehirnwindungen ticken anders als sich das Herrn Beck vorstellt. Sollte ein Moslem wider Erwarten einen schwer bewaffneten Amerikaner ein wenig verprügeln, handelt es sich um einen terroristischen Angriff auf die nationale Sicherheit der USA. Das ist schlimm. Wenn allerdings der Amerikaner einen unbewaffneten Moslem erschießt, nennt es sich präventive Notwehr. Das ist nicht schlimm, zumal diese Vorgehensweise bei den US-Polizisten sich großer Beliebtheit erfreut. Ich weiß, diese rassistisch-radikale Haltung ließe sich auf Deutschland schwerlich übertragen, es sei denn, Frau Petry würde in die Grüne Partei eintreten und die Genossen dort komplett umschulen. Doch damit ist nicht zu rechnen....

Überhaupt stellt sich die Frage, wer um Himmels Willen hat diesen Beck bei den Grünen reingelassen? Was hat dieser Mann in seinem Leben beruflich nicht alles angefangen ohne irgendetwas Vernünftiges zu beenden. Erst versuchte er sich in Kunstgeschichte, im Anschluss kniff er heftig seine Hinterbacken zusammen und wagte sich an Germanistik. Ging aber auch schief. Jetzt ist er Politiker und radebrecht sich mit abstrusen Thesen und kruden Ideen durch den sozialpolitischen Migranten-Dschungel.

Weshalb man für ein solches Amt keinen ausgebildeten und erfahrenen Soziologen auswählt, erklärt sich ebenso wenig wie die Tatsache, dass Frau Roth Vizepräsidentin des deutschen Bundestages oder der Biologe Anton Hofreiter Mit-Vorsitzender seiner Fraktion ist. Oder etwa doch? Nun ja, immerhin in biologischer Hinsicht sind dort die merkwürdigsten Gattungen menschlicher Spezies zu finden.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Die gnadenlose Claudia Roth

Der grüne Betroffenheitsautomat Claudia Roth hat sich in Dresden mit rhetorischer Feinfühligkeit den erregten Massen gestellt. Auf die „hau ab“ skandierende Menge reagierte sie mit: „Oh Herr, lass Hirn regnen“. Da fragt man sich unwillkürlich: Für wen? Man muss, wie Claudia Roth, hart gesotten sein, sich bei der Phalanx frustrierter Bürger hinter Absperrgittern und Polizeipräsenz mit einem provozierend gehauchten Handkuss zu verabschieden, eine Geste, die wohl die meisten mit einem hochmütigen „ihr könnt mich alle mal…“ gleichsetzen. 



Weiß sie, was sie tut? Ich vermute - nein! Ausgerechnet Frau Roth, die in der Öffentlichkeit für ihre Menschenliebe bekannt sein will, glaubt allen Ernstes, sie könne ihren Beliebtheitsgrad signifikant verbessern, indem sie mit ihren bedauernswerten Fähigkeiten Politik für die Bürger gestalten will. Ihr Selbstbild scheint im reziprok-proportionalen Verhältnis zur Wahrnehmung des Wahlvolkes zu stehen. Wo auch immer sie auftaucht, wird sie zur Zielscheibe von Spott und Häme, die an ihr wie geschmetterte Tennisbälle an der Betonwand abprallen. So geschehen in Dresden bei der Einheitsfeier.

Längst ist sie mit ihren Auftritten zur fleischgewordenen Provokation mutiert. Und wenn sie etwas zu sagen hat, und das ist eigentlich immer der Fall, bewegt sie sich am Rande des intellektuellen und grammatikalischen Abyssus. Kaum zu glauben, wie diese Claudia mit einem einzigen Satz den Eindruck larmoyanter Aufdringlichkeit und unerträglicher Unzulänglichkeit vermitteln kann, während an ihren Ohren jede Menge Klimbim, an Armgelenken bunte Kettchen und ihren Fingern Talmiklunker blitzen. Schillernde Strähnchen im Haar sollen wohl das Fehlende kompensieren, was Normalgebildete im Umgang mit ihrer Umwelt aufweisen. Und dennoch, mit der Attitüde einer Allwissenden fällt sie über alles her, was nicht ihrem eingeschränkten Weltbild entspricht und ist vermutlich zutiefst davon überzeugt, zur geistigen Elite im Politikgeschäft zu zählen.

Wenn man bedenkt, dass Claudia immerhin von ihren Genossen in das Amt einer Bundestags-Vizepräsidentin gewählt wurde, muss man auch unterstellen, dass jene Parteimitglieder Frau Roth für befähigt halten, eine Führungsposition auszufüllen, also Jemandem, der keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann. Das bringt mich zu der Frage: Auf welchem geistigen Niveau müssen sich Parteimitglieder der Grünen bewegen, um auf die Idee zu kommen, die schillernde Claudia in ihren Führungskader zu wählen? Vor vielen Jahren bemühte sie sich um ein Dramaturgie-Studium, das sie angefangen aber nicht beendet hat, und das nach vier Semestern. Im Anschluss wurde sie Managerin der Kultband „Ton, Steine, Scherben“ aus der Hausbesetzerszene. Kurz darauf legte sie eine Pleite hin und hinterließ einen riesigen Schuldenberg.

Kurzum, diese Dame hat in ihrem Leben das Bildungsniveau der Abschlussklasse einer Hauptschule erreicht und zeigt nun das Verhalten eines schlecht erzogenen Zwergpinschers. Anders ausgedrückt, Frau Roth hatte - ganz nach dem Peters-Prinzip - ihre persönliche Inkompetenz-Stufe bereits im jugendlichen Alter überschritten. Das allerdings motiviert sie ungeheuer, jedes Thema öffentlich aufzugreifen, das sie partout nicht beherrscht.

In den Netzwerken gab es nach ihren Auftritten in Dresden und zuvor in ihren Postings am 3. Dezember Pöbeleien zuhauf. Wie nur ist zu erklären, dass Claudia mit den bunten Strähnen als Bundestagsvizepräsidentin Sprüche wie „Deutschland du mieses Stück Scheiße“ offenbar ganz in Ordnung findet? Bemerkenswert: Sie distanzierte sich bis heute nicht von diesen verbalen Ausfällen. 

Kürzlich sprach Frau Roth in der Sendung „hart aber fair“ bei „Plasberg“ über Bildung, was mich zutiefst erschütterte. Sie fuhrwerkte mit Fachbegriffen durch die Sendung, deren Sinn sie nicht ansatzweise versteht und nötigte arglose Fernsehzuschauer zum Fremdschämen. Ich räume gerne ein, dass es Leute gibt, die auch ohne Bildung über eine bemerkenswerte Intelligenz verfügen. Die jedoch kann man bei Frau Roth vollständig ausschließen. Und wie formulierte Frau Roth so schön vor dem wütenden Mob in Dresden? "In Teilen unseres Landes kippt gerade etwas weg“. Ich befürchte, Claudia hat schon vor Jahren ihre Synapsen weggekippt.

das Geschäft der Polit-Bastarde

Angesichts der Tatsache, dass eine verkrachte Existenz mit einem komplett verhunzten Lebenslauf normalerweise in unserem Land innerhalb kürzester Zeit in Hartz IV landen würde, muss man sich ihr Jahreseinkommen von nahezu 100.000 Euro auf der Zunge zergehen lassen. Mit einer vergleichbaren Vita würde man auf dem freien Arbeitsmarkt kaum mehr als monatlich 1.500 Euro erzielen. So aber sitzt sie im deutschen Bundestag, quält ihre Mitmenschen und wird später eine Rente von etwas über 7.000 Euro einstreichen. Fazit: Frau Roth sollte fürs Feiern geeignetere Anlässe aussuchen und nicht ausgerechnet einen Ort, an dem sie nicht wohlgelitten ist.