Samstag, 14. Mai 2016

Wohlfahrtsstaat Deutschland


Jetzt also ist es amtlich. Flüchtlinge, deren Unterbringung, Ernährung, Unterhalt und deren Integration werden unsere Bürger die nächsten drei Jahre 94 Milliarden Euro kosten. Das ist die offizielle -, wahrscheinlich geschönte Darstellung, die man in der Höhe durchaus anzweifeln kann. Der herkömmliche Deutsche wird die Zahl ebenso achselzuckend registrieren wie die Tatsache, dass er im Jahresdurchschnitt ca. 73 Kilo Brot vertilgt.


Damit will ich sagen, dass in den Medien ständig von Milliardensummen die Rede ist und man sich längst daran gewöhnt hat. Der Normalbürger weiß ohnehin nicht, wie viele Nullen vor dem Komma einer Milliarde stehen. Aber wenn er sich die Mühe macht und eine kleine Rechnung aufmacht, wie ich es hier einmal tun möchte, dann kommen gerade den Armen, den Geringverdienern und jenen Rentnern, die kaum über die Runden kommen, die Tränen. Denn solche Rechnungen macht unsere Regierung schon deshalb nicht öffentlich, weil sie sofort zu einer Abwahl der etablierten Parteien führen würde. Es ist offenkundig, dass man einer breiten Gesellschaftsschicht ein menschenwürdiges Dasein vorenthält. Die etablierten Parteien dürfen sich glücklich schätzen, dass man ihnen nicht schon längst ans Leder gegangen ist.

94 Milliarden - also… 94.000.000.000, oh Wunder, werden aus dem Hut gezaubert und können plötzlich finanziert werden. Derzeit sind 8 Millionen Geringverdiener und weitere 4,8 Millionen Hartz IV-Empfänger registriert. Für meine kleine Mathematikaufgabe habe ich 1,3 Millionen Sozialhilfe-Empfänger großzügiger Weise mitgezählt, die als Migranten in Deutschland bereits Sozialunterstützung erhalten.

Dividiert man also 94 Milliarden durch 12,8 Millionen (inclusive Ausländer) und teilt den Betrag durch 36 Monate, dann würde das bedeuten, dass jeder dieser „armen Sozialhilfe-Empfänger“ monatlich 203,98 Euro mehr zum Leben hätte. Das wäre eine humanitäre Leistung für Gesellschaftsschicht ohne Perspektive in unserem Land gewesen. Ich überlasse es dem Leser, welche Schlüsse er daraus ziehen mag. Allerdings frage ich mich, weshalb sich die SPD darüber wundert, dass ihnen plötzlich 20% Wähler fehlen, wenn man angesichts einfacher Arithmetik die Auswirkung solcher Ungerechtigkeiten leicht abschätzen könnte. Diese kollektive Parteiendummheit ist kaum noch zu überbieten.

Um Missverständnisse zu vermeiden, betone ich ausdrücklich, dass ich weder ein Flüchtlingsgegner noch ein Anhänger irgendeiner rechtsradikalen Gruppierung bin. Mich bringt es aber auf die Palme, wenn man Deutsche Wähler für dumm erklärt, und plötzlich mit Beträgen und Kosten hantiert, die man angeblich vorher nicht für die eigenen Bedürftigen im Land hätte aufbringen können. Mir jedenfalls kommen die Tränen, wenn ich bei Lidl oder Aldi hinterm Laden alte Menschen entdecke, die in den Abfällen wühlen...