Dienstag, 1. November 2016

In Ankara ist der Teufel los

Wieder hat die osmanische Staatsmacht, besser gesagt, Herr Erdogan mit seinen Schergen zugeschlagen. Hunderte Journalisten, einschließlich des Chefredakteurs Cumhuryet wurden bei Nacht und Nebel verhaftet, nachdem 3 Nachrichtenagenturen, 18 Fernsehsender, 23 Radioanstalten, 45 Zeitungen, 15 Magazine und 29 Verlage unter staatliches Kuratel genommen, bzw. bereits geschlossen wurden? Aus Deutschland bis heute kaum eine politische Reaktion. Erst auf die gestrige Nachfrage seitens des ZDF äußert sich Frau Merkel: Die Bundesrepublik macht sich Sorgen um die Pressefreiheit der Türkei.



Da denkt sich der deutsche Bundesbürger: Aha! Wie geht das? Sich Sorgen machen um etwas, das es in der Türkei gar nicht mehr gibt? Der normal gestrickte deutsche Demokrat würde jetzt annehmen, dass nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa mit ihrer geballten Ohnmacht dem Teppichhändler aus Ankara die Leviten liest und ein klares Signal setzt. Allen Grund dazu hätten sie, denn die Zahlen der Verhaftungen und aus dem Dienst Suspendierten sprechen für sich. Doch weder Berlin noch in Brüssel oder anderswo rührt sich jemand. Und wenn, dann höchstens ganz, ganz leise.

Bar jeder Emotion und intellektueller Deutung von Demokratie, verfolgt Frau Merkel ihre eigene Sicht der Dinge, weicht konkreten Fragen aus. Psychologen würden konstatieren: Dieser Dame fehlt jede soziale Kompetenz, vor allem für klare kante. Merkels vorgefertigten Stereotypen, die in den Synapsen des Kanzlerinnenhirn sitzen und aufs Stichwort heruntergenudelt werden, rieseln wie leere Erdnuss-Schalen auf Journalisten und Bürger hernieder.

Man müsse im Falle der Einführung der Todesstrafe alle EU-Beitrittsverhandlungen stoppen. Diese brutale Erpressung seitens deutscher Politiker wird den wild gewordenen Türken zutiefst erschüttern. Man braucht als Bürger und Nerven und Langmut, wenn man das automatisierte Sprach-Gestammel unserer Kanzlerin unbeschadet überstehen will. Da hilft nur noch Weihnachtlieder singen, Blockflöte spielen und der Gefahr aus dem osmanischen Reich tapfer ins Tyrannengesicht zu blicken.

Wer sich, wie Merkel, am Rande grammatikalischer Hilflosigkeit entlang hangelt, um sein Volk mit inhaltslosen Metaphern und mit nichtssagenden Worthülsen einzusalben, darf man getrost unterstellen, dass sie auch nicht begreift, was sie allem auf der großen politischen Bühne anrichtet. Der linkisch-hilflose Ductus von Angela Merkel ist allgegenwärtig, seelenlos überdies.

Ja, da kann man sich schon mal Sorgen machen, wenn im Land des Kümmels und der Teppichhändler plötzlich verkündet wird, nun die Einführung der Todesstrafe mit Hochdruck voranzutreiben. Ja, ja, das waren noch Zeiten, als das Ausstellen von Haftbefehlen, Durchsuchungsbeschlüssen oder Abhörgenehmigungen in einem Rechtsstaat, wie sich die Türkei nennt, alleine Richtern bzw. Staatsanwälten vorbehalten war. Nicht von ungefähr bedeutet der Terminus „türken“ im deutschen Sprachgebrauch „betrügen, fälschen oder fingern“.

Welche Konsequenzen also wird Kanzlerin Merkel nun ziehen? Was will sie tun, wenn dieser wildgewordene Despot jäh vergisst, dass er gerade 3 Milliarden Euro aus Deutschland erhalten hat, um sie bei dem Flüchtlingsproblem zu unterstützen?  Ich wills mal so sagen: Wenn eine westliche Regierung mit der Türkei einen Vertrag abschließt, von der sie der Meinung ist, dass er eingehalten würde, dann zeugt das von erstaunlichem Gottvertrauen. Der Türke ist durch seinen jahrhundertelangen Teppichhandel in Basars von Istanbul, Izmir oder Antalya außerordentlich gut trainiert, dem mit Sitten und Gebräuchen unvertrauten Kunden das Fell über die Ohren zu ziehen.


Ich bin sicher, unsere Kanzlerin hat bereits einen geheimen Plan „B“. Ab sofort dürfen türkische Teppiche nicht mehr eingeführt werden. Und wenn das nichts nutzt, wird Frau Merkel zum Äußersten greifen und diesem Despoten androhen, sämtliche deutsche Rentner nach Antalya zu deportieren. Die sind bei uns ohnehin nur eine Belastung. Unsere Versorgungskassen sind leer und der herkömmliche Rentner hat nur noch in Ländern wie der Türkei eine realistische Chance, einigermaßen in Würde zu altern. Die Mieten und Lebenshaltungskosten sollen dort noch günstig sein, wie man hört. Da wird der Türke schon sehen, was er davon hat und Politkerbezüge können wieder leichter finanziert werden.