Sonntag, 30. April 2017

Außenminister auf Holzwegen

Wieder einmal hat sich Sigmar Gabriel im Ausland wahnsinnig beliebt gemacht. Sein Besuch in Israel glich dem eines Elefanten im berühmten Porzellanladen. Der Vergleich mit Dickhäutern ist aufgrund seiner Leibesfülle ja nicht so weit hergeholt, obwohl jene grauen Schwergewichte sich in der Natur untereinander erheblich sozialer verhalten. Nun ist ja Gabriels politische Vita gekennzeichnet von beidfüßig ausgetretenen Fettnäpfen, mit denen man, wenn man wollte, halb Deutschland zupflastern könnte.


Mit Israel hat er mal wieder einen grandiosen Coup gelandet. SPD-Mann Sigmar Gabriel nahm gewaltigen Anlauf und stieß mit seinem ganzen Gewicht dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu vor den Kopf. Man stelle sich vor, Benjamin Netanjahu würde bei seinem Besuch in Deutschland eine Abordnung der Reichsbürger mit dem Argument treffen wollen, weil er mit „regierungskritischen Gruppen“ reden möchte, bevor er unserer Bundeskanzlerin seine Aufwartung macht. Ich müsste mir glatt an den Kopf greifen vor lauter Fassungslosigkeit. Ob Angela ebenso wütend gewesen wäre? Würde sie den israelischen Regierungschef ausgeladen haben? Man weiß es nicht. Sicher ist, die Presse hätte verbal die gesamte israelische Entourage niedergeknüppelt, der halbe Bundestag wäre Kopf gestanden und die Opposition hätte Zeter und Mordio gerufen haben.

Nun ja, Netanjahu baute dem Sigi sogar noch eine Brücke und bat um ein klärendes Telefonat, machte ihm aber gleichzeitig klar: "Mein Grundsatz ist ganz einfach: Ich empfange keine Diplomaten anderer Länder, die Israel besuchen und sich dabei mit Organisationen treffen, die unsere Soldaten Kriegsverbrecher nennen." Kann ich offen gestanden gut verstehen, auch wenn ich die Siedlungspolitik als nicht besonders friedensbildend empfinde. Schwamm drüber. Siggi dagegen zeigte sich ob der klaren Botschaft aus der israelischen Regierung aufmüpfig wie ein ungezogener Rotzlümmel. Nun ja, da, wo er herkommt, da benimmt man sich halt so.

Gründe für eigene Selbstüberschätzung unseres ach so begnadeten Außenministers finden sich schnell: Ihm fehlen Verhaltensmaßstäbe, Taktgefühl, diplomatisches Geschick und das Fingerspitzengefühl für Befindlichkeiten eines Staates. Er hält sich vermutlich selbst für den Größten. Es fehlte nur noch, dass er mit dem Fuß wutentbrannt eine leere Blechdose in die Ecke gekickt haben würde. Netanjahu allerdings fackelte nicht lange und ließ den dicken Siggi wie einen Rotzbuben auf dem Schulhof stehen und ließ ihm durch den diplomatischen Dienst zeigen, wo der Ausgang ist.

Inzwischen haben sich zwar die Gemüter wieder beruhigt, die unschlagbare Einfalt unseres Außenministers bleibt jedoch in aller Erinnerung. Dass Angela ihm trotzdem zur Seite gestanden hat, wundert mich nicht. Siggi baut Scheiße und Angela steht mit klammheimlicher Schadenfreude voll hinter ihm. Ich habe den Verdacht, dass unsere Kanzlerin den Sigmar mit einem Lob ermutigt, noch mehr Mist zu bauen, schließlich sind ja bald Wahlen.

Tja, und danach ging es gemeinsam nach Malta, denn dort erwartete unsere Delegation die nächste Fettschüssel. Siggi traf Österreichs Außenminister Kurz. Man merkte es sofort, Siggi hatte dazu gelernt. Dieses Mal war er noch schneller, denn er verlor keine Zeit, seinen Kollegen aus Österreich noch dümmlich zu brüskieren, wie kurz zuvor die Israelis. Nur dieses Mal ging es um die Türken und ihren EU-Beitritt.
Wenn man einmal davon absieht, dass Minister Kurz den Siggi intellektuell und mit leichter, linker Hand in seiner Hosentasche verschwinden lassen könnte, ist er ihm überdies rhetorisch so himmelweit überlegen, dass Fremdschämen bei weitem nicht ausreichen würde. Aber das macht dem roten Sigmar nichts aus. Weshalb? Nun ja, dort, wo andere funktionsfähige Synapsen haben, befindet sich bei ihm ein großes, schwarzes Nichts.

Beim Treffen auf Malta forderte Sebastian Kurz ein Ende der Beitrittsverhandlungen mit Ankara. Recht hat er! In der Analyse, dass sich die Türkei mit dem Ergebnis des Verfassungsreferendums noch weiter von den demokratischen Prinzipien der EU entfernt, sind sich die 28 Außenminister einig. Nur Berlins Chefdiplomat Gabriel lehnte die Beendigung der Verhandlungen mit der Türkei kategorisch ab. Weshalb, das liegt klar auf der Hand. Die SPD rechnet in Deutschland mit türkischen Wählerstimmen. Pharisäer sind harmlose Bübchen im Vergleich zu den weich gespülten Parteigenossen...

Und unser aller Sigmar...? Der mag sie halt, die Türken, solange sie ihm nutzen. Ich sehe kommen, dass unsere gesamte Polit-Mischpoke wieder einmal sämtliche verfügbaren Schwänze einzieht, wenn es ernst wird. Vielleicht steht als nächstes die vorsorgliche Verleihung des Friedensnobelpreises für Erdogan auf dem Programm. Schließlich kann man ja nicht wissen, ob Siggi unbeschadet nach Ankara reisen darf, ohne dass man ihn wegen freundschaftlichen Verhaltens mit Israelis auf den Weg dorthin verhaftet.



Freitag, 28. April 2017

Schulz – der Lack ist ab

Bis vor einem Monat wurde Martin Schulz von seiner SPD noch als Messias gefeiert, als Heilsbringer, und viele seiner Anhänger beteten ihn mit unterwürfiger Attitüde an, als würde er in Bälde den deutschen Thron besteigen. Und er? Er gibt sich bescheiden, pflegt sein Image als Saubermann und will dem kleinen Bürger zu mehr Gerechtigkeit verhelfen. In Talkshows, bei Reden und Interviews gibt Martin Schulz sich gerne als einfacher Mann aus dem Volk, spricht am liebsten über „soziale Gerechtigkeit“ und avanciert mit seinem biedermännischen Gehabe allmählich zum Brechmittel.



Doch seit einigen Wochen ist es ruhiger geworden, um den fressgierigen Bücherwurm. Der fein aufgetragene Klarlack um seine Person scheint nicht nur porös geworden zu sein, nein, an manchen Stellen blättert er ab. Jetzt, nachdem ihm das EU-Parlament kurz vor den Bundestagswahlen eine offizielle Rüge wegen fragwürdigem Umgang mit seinem Personal und deren Vergütung erteilt, wird er nicht daran vorbeikommen, sich bei OBI mit rotem Farblack neu einzudecken.

Ah ja, denke ich mir und stöbere in den Dreckspuren von König Martin. Ich will jetzt genauer wissen, was da los war. Die Rüge des Europaparlaments bezog sich auf das Gebaren, das Schulz als Parlamentspräsident des EU-Parlaments (2012 bis 2017) im Hinblick auf die Bezahlung seiner engsten Mitarbeiter an den Tag legte. Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen Privilegien, die Schulz seinem heutigen Wahlkampfmanager Markus Engels im Jahr 2012 laut Einschätzung der Parlamentsmehrheit zugeschanzt haben soll.

Schulz soll überdies seinen Vertrauten auf „Dauerdienstreise“ geschickt haben. Engels sei in Brüssel angestellt gewesen, habe aber von seinem bisherigen Wohnort Berlin aus seine Aufgaben versehen. Dafür habe er 16 Prozent Auslandszulage zusätzlich zu seinem Grundgehalt bekommen plus Tagesspesen, ohne überhaupt je reisen zu müssen. Ein Handelsreisender in Damenunterwäsche würde wegen vorsätzlichen und dauerhaften Spesenbetruges sofort vor die Tür gesetzt und verklagt werden.

Gemeinheit, protestieren die Genossen. Solcherlei Schmutzkampagnen aus Brüssel sind natürlich vom politischen Gegner lanciert, schallt es aus den roten Ecken. Das alles geschehe nur, um den armen Martin zu diskreditieren. Freundlichere Genossen lenken ab und verweisen auf wichtigere Themen in der Politik. Nordkorea, Trump und die französischen Wahlen, beispielsweise. Sie hätten dieser Tage Vorrang. Na, sowas! Die CDU, die Pegida, die AFD und die Linken sind schuld, wenn der SPD-Vorsitzende mit charismatischer Energie und maximaler Verve in die Kasse greift und ein wenig lockerer mit fremden Geld umgeht, als der gemeine Bürger. Mir scheint, die immer noch euphorisierten roten Parteigenossen hoffen auf das extrem kurze Gedächtnis des wählenden Bürgers.

Eines ist unübersehbar. Schulz, der Bärtige, hat gleich mehrere Problemzonen. Er verwechselt Vorbildfunktion und Integrität mit Habgier und Geltungsdrang. Mit dem Euro nimmt er es nur dann ganz genau, wenn es in seine eigene Tasche fließen soll. Aber sind wir Bürger das nicht schon längst gewöhnt? Man möchte aus purem Humanismus dem roten Buchhändler die Absolution erteilen: ego te absolvo a peccatis tuis (ich spreche dich los von deinen Sünden) – aber ehrlich gesagt – ein paar Rosenkränze zu beten - das wäre mir zu billig.

Deshalb... so leicht kommt er mir nicht aus, dieser biedere Raffzahn. Denn das EU-Parlament rügte weiter, dass Schulz Mitarbeiter für parteipolitische Zwecke eingesetzt habe. Das Parlament weist darauf hin, dass die EU-Beamten mit dem Geld der Steuerzahler bezahlt werden. Es soll nicht dazu dienen, Presse- oder andere Mitarbeiter für die Beförderung nationaler, politischer Interessen eines Präsidenten einzusetzen.

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) erklärte, es wolle dennoch kein Ermittlungsverfahren gegen Schulz einleiten. Na, da hat er ja noch mal Glück gehabt, der Gottgleiche und man fragt sich: Weshalb? Lag es an seinen gottgleichen, überirdischen Fähigkeiten? Kein Parteivorsitzender vor ihm hat es bislang schneller geschafft, sich ins ethisch-moralische Abseits zu stellen, als Martin Schulz. Nun ja, irgendeine Fähigkeit muss man ja haben. Jedoch ist nicht damit zu rechnen, dass er am Pfingsten gen Himmel fährt.

Ich will‘s mal so sagen: All das sieht für Schulz trotzdem nicht gut aus, für den Mann, der angetreten ist, mit dem Thema Gerechtigkeit in den Bundestagswahlkampf zu ziehen. Aber wieder einmal lebt uns ein Mitglied der Polit-Elite vor, auf welche Weise man Steuerzahler am schönsten und effektivsten bescheißen kann, ohne dass es irgendwelche Folgen für ihn hat. Denn zurückbezahlt werden muss nichts. Es wird auch kein Gericht eingeschaltet. Und die deutsche Öffentlichkeit interessiert sich für seine Hinterlassenschaft im Europaparlament sowieso nicht.



Sonntag, 23. April 2017

Das Märchen über unschuldige Einwanderer

Dass Deutschland innerhalb von zwei Jahren etwa 1,5 Millionen Zuwanderer verzeichnet, ist nichts Neues. Doch seit Beginn der Einwanderungs- und Flüchtlingswelle haben Politiker jeder Couleur mit Verve und unverantwortlicher Energie jede Kriminalstatistik, die sich auf unsere „Neubürger“ bezog, gefälscht, geschönt und manipuliert.



Es ist geradezu atemberaubend, mit welcher Unverfrorenheit gestandene Regierungsverantwortliche über TV-Linsen und Mikrofone die Mär hilfsbedürftiger Flüchtlinge verbreiteten. Baron Münchhausen war im Vergleich zu den unverschämten Lügen, die selbst in jüngster Zeit noch Konjunktur haben, ein Ausbund an Wahrhaftigkeit. Wie heißt es allenthalben? Der Bürger soll zu seinem eigenen Schutz nicht verunsichert werden. Aha, denke ich... wie fürsorglich! Wir, also der Deutsche, der darf sicher sein, dass er nur zu seinem Besten betrogen wird.

Welch politischer Sprengstoff die am kommenden Montag veröffentlichten Statistiken bergen, ist nicht absehbar. Man kann nur hoffen, dass den Polit-Parasiten die Zahlenfetzen um die Ohren fliegen. In der internen, polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) findet sich ein Kapitel: "Sonderauswertung der Zuwanderer-Kriminalität."
Um dem zu erwartenden Geschrei krankhaft-verbohrter Gutmenschen vorzubeugen, sei hier ausdrücklich erwähnt, dass die Statistik explizit die "irakische Lehrerin", den "polnischen Installateur", den "italienischen Pizzabäcker" oder den "türkische Änderungsschneider" ausklammert.

Will heißen: es geht nicht um länger hier lebende und arbeitende Ausländer, sondern nur um die spezielle Gruppe der Schutzsuchenden. Laut BKA zählen dazu diejenigen, die mit dem Aufenthaltsstatus Asylbewerber, Duldung, Kontingent-/Bürgerkriegsflüchtling oder unerlaubter Aufenthalt registriert sind. Anerkannte Flüchtlinge, also Ausländer, die in Deutschland schon Asyl nach dem Grundgesetz oder Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention erhalten haben.

Was haben sich ängstliche oder besorgte Bürger von hartnäckig lügenden Polit-Nieten, von Berufs-Samaritern und von applaudierenden Bahnhofs-Empfangskomitees nicht alles anhören müssen, wenn es um Kriminalität, Sicherheitsempfinden oder gar um wütende Pegida-Anhänger ging. Offenkundig lagen sie gar nicht so falsch. Kaum äußerten sich der Bäcker aus Herne, der Mechaniker aus Hanau oder die Verkäuferin aus Gera ausländerfeindlich oder nur ablehnend über Flüchtlinge, wurde sie mit dem Pauschal-Knüppel des Nazis, des Rassisten oder AFD-Populisten niedergeprügelt und diffamiert. Mit im Boot die staatlich gelenkte Medienlandschaft mitsamt den linkslastig-opportunistischen Moderatoren.

Spätestens seit der Gewalttat in Freiburg Ende 2016, bei der ein afghanischer Zuwanderer im Asylverfahren eine Studentin vergewaltigte und ermordete, steht diese Gruppe bundesweit besonders im Fokus. Und das, wie sich nun klar belegen lässt, nicht zu Unrecht. Denn die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 52,7 Prozent auf 174.438 gestiegen. Von den sogenannten 682 bekannten Gefährdern in Deutschland will ich erst gar nicht reden. Da darf man schon mal perplex sein, wenn bislang offiziell mit Zahlen von 8 bis 12 Prozent jongliert wurde...

Um einen Vergleich mit der übrigen Bevölkerung zu ermöglichen, sind im bislang geheimen Bericht jene Straftaten, die nur Zuwanderer begehen konnten, etwa die unerlaubte Einreise, bereits herausgerechnet. Vor allem Zuwanderer vom Balkan und aus Nordafrika zeichnen sich durch extrem hohe Deliktzahlen, die in dieser Intensität noch völlig unbekannt waren, ab 2015 besonders aus. Bei diesen Zahlen neige sogar ich zum Pauschalurteil...

Ob das das Ende der Fahnenstange ist, wird von allen der mit der geheimen Erhebung betrauten Spezialisten bezweifelt. "Es gibt keinen Grund zur Entwarnung", sagte gestern Oliver Malchow, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Statistik sei eine "Momentaufnahme". Seriöse Aussagen über Trends seien nur über mehrere Jahre hinweg möglich. Skeptisch reagiert auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). "Wir haben deutlich mehr Einbrüche als vor fünf oder zehn Jahren, sagte gestern GDV-Präsident Alexander Erdland.

Es ist der pure Zynismus, wenn man jetzt feststellen muss, dass all jene Kritiker, Mahner und Gegner aufatmen müssten, weil sie instinktiv mit ihrem subjektiven Gefühl richtiglagen. Denn sie wurden ja von der Politik-Elite mehr als 2 Jahre vorsätzlich beschissen. Doch endlich - man mag‘s kaum glauben -, werden „weitgehend“ objektive Tatsachen auf den Tisch gelegt. Ob die Spitzenpolitiker unseres Landes im letzten Moment jenen Sprengstoff das Zahlenwerk entschärfen wollen, nur um den eigenen Hals zu retten, bleibt abzuwarten… Man darf gespannt sein!



Donnerstag, 20. April 2017

Außenminister im Iraq - It‘s not my cup of tea, Mister Gabriel

Was, bitte soll ich von Moderatoren der Tagesschau und anderen Medien halten, wenn sie im Nebensatz erwähnen, dass unser SPD-Dickerchen Sigmar Gabriel gerade in Sachen „Wiederaufbauhilfe“ im Iraq weilt. Dort beklagt er sich, dass die deutsche 220 Millionen Eurospritze vom irakischen Staat noch nicht abgerufen wurde. Und weshalb erfährt der Bürger in nur beiläufigen Medieninformationen, dass einer der größten Rüstungsunternehmen Deutschlands, nämlich die Rheinmetall, östlich von Ankara eine große Panzerfabrik bauen will?



Braucht Erdogan Leopard-Panzer, um sich vor den Kurden, vor den Journalisten, Lehrern, Uni-Professoren oder vielleicht gar vor Europa zu schützen?

Was in Wahrheit hinter dem Besuch unseres Außenministers steckt, und welche dramatischen Folgen sein Ausflug in das viertgrößte muslimische Land hat, wird von unserer Presse so gut wie totgeschwiegen. Warum? Ist die Zunft der Pressefuzzis dermaßen arrogant, anmaßend und selbstverliebt? Hält sie sich gar für besonders pfiffig? Schlimmer...! Sie halten den Bürger für so borniert, dass sie glauben, man müsse dem deutschen Michel die große Welt mit parteipolitischen Banalitäten erklären. Zum einen weiß der herkömmliche Erdnuss-Flipp-kauende TV-Zuschauer ohnehin nicht, wo der Iraq liegt, zum anderen ist es verdammt weit weg, und zum dritten ist es ihm auch Wurscht. Es gibt weiß Gott Wichtigeres vor unserer Haustür. Jedenfalls will es uns die Presse weißmachen und legt andere Schwerpunkte. Immerhin ist Frauke Petry von der AFD zurückgetreten.

Die gesamte Medienlandschaft hat sich scheinbar wie ein Rudel hungriger Wölfe auf diese spektakuläre Nachricht gestürzt, obwohl das dubiose Journalistenpack von BILD und Konsorten während der letzten 2 Jahre nicht müde wurde, die AFD als radikale und unwichtige Randgruppe zu verteufeln. Weshalb ist dieser scheinheiligen Medienbrut das Rücktrittsthema von Frau Petry auf einmal so wichtig? Ach ja.., stimmt. Mit gezielter Ablenkung glaubt man, dem Bürger die Richtige Sichtweise beibringen zu müssen.

Merkwürdig, denke ich mir. Gewiss, der Rückzug der Parteivorsitzenden Petry ist sicher eine Meldung wert. Mancher Leser wird sich vielleicht fragen: Was hat der Rücktritt von Frau Petry mit dem Iraq zu tun? Hat es…, wenngleich indirekt! Die Meldung wird als bundesweite Nebelkanone verwendet und hochgespielt, um den Bürger vor tiefgreifenden, politischen Sauereien abzulenken. Diese verharmlosenden und bagatellisierenden Nebensätze über Panzerfabriken und Auslandsbesuchen von Siggi, dem Beleibten, demaskieren die gesamte Nachrichtenbranche als zutiefst unethisch, amoralisch und verantwortungslos.

Der Irak wird massiv von Deutschland unterstützt. Waffen, militärische Ausbildung, organisatorische Unterstützung. Die Bundeswehr greift im Kampf gegen die Miliz im Irak mit der technischen Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Armee unter die Arme. Dafür sind 140 deutsche Soldaten in der nordirakischen Kurdenmetropole Erbil stationiert. Die Peschmerga – also die ehemalige Spezialtruppe von Saddam Hussein, sind mit 20 000 Sturmgewehren, 1200 hochmodernen Panzerabwehrraketen, Radarsystemen und schweren Geschützwaffen von der Bundeswehr ausgerüstet worden. Hmm..., denke ich mir wieder. Ist die radikal-islamistische Kurdenpartei PKK in Deutschland nicht verboten? Weiß Gabriel wirklich, was er tut? Oder hatte das Dickerchen Lust auf einen Ausflug in den Orient, da er ja als Parteivorsitzender nicht so viel herumgekommen ist.

Schwamm drüber..., wen interessiert es, ob ein Kurde eine deutsche Schnellfeuerwaffe erhält, wenn er in Bagdad oder Mossul wohnt. Der irakischen Regierung ist das natürlich nicht genug. Ein paar deutsche Qualitäts-Splitterbomben hier und ein paar zertifizierte Tretmienen dort schaden ja nichts und sicher überdies deutsche Arbeitsplätze. Schließlich gilt es, dem IS den Garaus zu machen. Und was dann? Denkt irgendjemand darüber nach, was mit diesen Waffen hinterher geschieht und gegen wen sie eingesetzt werden? Ist ja Quatsch. Deutscher Umsatz ist Wichtiger.

Keine Ahnung, was dieser Herr Gabriel denkt, oder ob sich in seinem Oberstübchen überhaupt etwas regt. Ich bezweifle sogar, dass unser gutgenährter SPD-Genosse einen blassen Schimmer hat, wo genau er sich gerade aufhält und mit wem er es zu tun hat. Peter Scholl-Latour hätte es ihm genau sagen können. Nicht nur, dass die Machtverhältnisse in diesem Vielvölker-Konglomerat mehr als unsicher sind, sondern auch deshalb, weil der IS genau von dort seinen weltweiten Terrorfeldzug startete und organisierte.

Möglich, dass viele einfach gestrickte Leser meines Artikels gar nicht begreifen um was es geht, wenn Gabriel nach seinem Besuch in Bagdad von konstruktiven Gesprächen berichtet. Hier also die vereinfachte Kurzfassung.

Deutschland liefert hochmoderne Waffen für Millionenbeträge an muslimische Peschmerga-Kämpfer, bildet sie aus, damit sie in Syrien alles zusammenbombt, was mehr als ein Bein hat. Jene, die noch zwei davon haben, fliehen übers Mittelmeer nach Europa. Viele von ihnen erreichen Deutschland, natürlich auch IS-Kämpfer. Endlich bei uns angekommen, schüttet Herr Schäuble das Füllhorn von Milliardenbeträgen an jene Flüchtlinge aus, deren Flucht durch die von Deutschland finanzierten Waffenlieferungen an die Peschmerga und ihre muslmanischen Genossen ausgelöst wurde.

Unsere Regierung hat sich selbst ein perfektes „Perpetuum Mobile“ geschaffen. Sie unterstützt nicht nur unsere Rüstungsindustrie, sondern gleichzeitig auch deren Opfer. Um die Perversion auf die Spitze zu treiben, unterhält unser Sozialsystem selbstredend auch die Mörder, die unsere Polit-Elite mit hochintelligenter und strategisch weitsichtiger Politik ins Land geholt haben. Die wiederum zwingen unsere Politiker, die eigenen Sicherheitskräfte und -systeme mit weiteren Milliarden aufzurüsten.

Wie schön..., die Kasse brummt allenthalben. Es soll uns auch nicht auf ein paar traumatisierte Terroristen in Deutschland ankommen. Letztendlich sind sie ja indirekt wieder nützlich. Sie tun etwas für die deutsche Wirtschaft, für die Vollbeschäftigung bei der Polizei und für die Waffenausrüster unserer Sicherheitskräfte...




Dienstag, 18. April 2017

Der Muselmane hat entschieden....

…es ist entschieden, der machtbesessene Muselmane hat das Referendum zu seinen Gunsten entschieden. Nun hat er freie Bahn, insbesondere bei der Verhaftung von unliebsamen Kritikern, Journalisten oder den Militärs, die etwa auf verschwörerische Gedanken kommen. Kann gut sein, dass man in Zukunft sogar als Tourist die Klappe halten muss. Obwohl - so ein Gefängnisurlaub kann ja für manche durchaus seinen Reiz haben. Abenteuer mit Deniz Yücel auf der Gefängnispritsche, mit gelegentlichen Prügelstrafen. Zumindest wird man – was die Vollpension angeht, kaum schlechter verpflegt werden, als bei den Superangeboten in türkischen Drei-Sterne-Hotels an der Amüsiermeile von Side oder Alanya. Da weiß man auch nicht so genau, was da so auf dem Teller liegt.   


        
Nun ja, mir kann‘s ja egal sein, in welche Staatsform Erdogan sein Land verwandelt, zumal ich weder vorhabe, in Bursa, Antalya, noch in sonst einem der türkischen Touristenmetropolen meinen Urlaub zu verbringen. Wer will schon alleine im Speisesaal des Hotels Anadolu Grand sitzen, an menschenleeren Stränden liegen und auf die vielen verwaisten Ausflugsboote starren. Abendliches Schlendern durch die Altstadt würde vermutlich zu einem Hürdenlauf, wenn einem Hundertschaften von Leder-, Teppich- oder Schmuckverkäufer im Nacken sitzen, um getürkte Markenerzeugnisse an den Mann zu bringen.

Fifty-Fifty ist diese Wahl zur unselige Staatsumwandlung zum Präsidialsystem ausgegangen, wie man hört. Erstaunlich allerdings ist die Tatsache, dass sogenannte Deutsch-Türken mit teilweise mehr als 75% für das Referendum ihres neuen Diktators gestimmt haben, obwohl in den drei größten Städten - Istanbul, Ankara und Izmir - das "Nein"-Lager vorn lag. Da fragt man sich unwillkürlich, weshalb? Man könnte es sich leichtmachen und behaupten, dass die Intelligenten in ihrem Land am Bosporus geblieben sind und die geistig weniger Leistungsfähigen den Weg nach Deutschland, Frankreich oder Niederlande gefunden haben.

Irgendwie stößt mir diese merkwürdige Wahlverhalten unangenehm auf, zumal sich nun bei mir die Gewissheit erhärtet, dass wir in Deutschland überwiegend genau jene unangenehmen Vertreter aus dem Land des Kümmels und der Teppichknüpfer aufgenommen haben, die gemeinhin als undemokratisch, radikal, fundamental, rigoros oder extremistisch gelten. Dummerweise bleiben sie uns erhalten und erfreuen sich daran, unsere Demokratie auf ihre ganz eigene Weise zu genießen. Auch hier stellt sich erneut die Frage: weshalb eigentlich, wenn sie doch Autokratie und Unterdrückung, Verhaftungsorgien und Meinungsdiktatur so lieben?

Wenn Herr Cem Özdemir heute Morgen in den Nachrichten zum Besten gab, dass wohl die Integration in Deutschland nicht gelungen sei und wir uns viel stärker um unsere türkischen Gäste hätte bemühen müssen, dann löst eine solch bahnbrechende, wie intellektuell anspruchsvolle Erkenntnis, bei mir fassungsloses Staunen aus. Türken, die teilweise seit mehr als 50 Jahren hier leben, viele sogar mit deutschen Pässen ausgestattet, oder gar hier geboren sind, haben sich hier nicht integriert, weil "WIR" uns nicht gekümmert haben? Man greift sich abermals an den Kopf ob solch einer grünen Geistesleistung. Um wie viel schwieriger und aufwändiger wird es erst, wenn ich an unsere Besucher aus Afrika denke. Aber ich bin guter Hoffnung, die Grünen werden es, wie immer, schon richten.

Wie schon erwähnt, ich bin tolerant und mir ist es schnuppe, was die Türken in ihrem Land tun oder lassen. Es geht mich auch nichts an. Ob sie nun die Todesstrafe einführen oder Journalisten in Zukunft vierteilen wollen, Europa als Feind sehen oder Kamele durch Istanbul treiben wollen, das alles ist nicht meine Sache. Ich befürchte nur, dass in kurzer Zeit an den türkischen Gestanden hoffnungslose Zustände herrschen und sämtliche türkischen Kellner, Handtaschenverkäufer und Teppichhändler wieder bei uns auf der Matte stehen. Und ganz nach dem Mainzer Faschinsslogan wird in Berlin die Frage gestellt: Wolle mer se widder räulosse?

Allerdings interessiert es mich brennend, was nicht integrierte Türken in unserem Land tun und wie sie sich verhalten, zumal es einzig und alleine ihre Sache ist, alles zu tun, um sich an unser Gesellschaftssystem anzupassen. Denn wir leben weder im Mittelalter, noch ist davon auszugehen, dass Deutsche in naher Zukunft den muslimischen Glauben oder deren Sitten und Gebräuche annehmen wollen. Obwohl, für unsere Regierung möchte ich nicht unbedingt die Hand ins Feuer legen. Vielleicht wird in Zukunft in allen Schulen und Kinderhorten ein Mufti den Koran lehren, der demokratischen Erziehung und der Auswahl wegen.

Ich habe die Schnauze jedenfalls gestrichen voll, mir täglich in den Nachrichten irgendwelche Gräueltaten anzusehen, oder aus Medien tagtäglich geschönte Artikel zu entnehmen, in denen Einzeltäter aus muslimischen Ländern wieder einmal eine Bombe gezündet oder einen Ungläubigen massakriert haben. Ich schlage vielmehr vor, dass Erdogans Liebhaber in ihre gebrauchten BMW einsteigen und mitsamt ihrer Verwandtschaft in ihr Land zurückfahren, ein Land, in dem Milch und Honig fließen…






Dienstag, 11. April 2017

Kein Sex auf Staatskosten....

...so lautet die Überschrift einer Tageszeitung in Bayern! Wie die Deutsche Presseagentur dpa meldete, muss das Sozialamt für mittellose, einsame Ehemänner für Bordellbesuche nicht aufkommen.



Mit diesem Urteil hat das Verwaltungsgericht im bayerischen Ansbach letzte Woche einen entsprechenden Antrag eines 35jährigen Sozialhilfeempfängers, dessen Frau seit einiger Zeit in Thailand lebt, vorerst abgelehnt. Für die Trennung von seiner Ehegefährtin machte der Kläger die Behörden verantwortlich, die sich nicht an den Flugkosten für regelmäßige Besuche beteiligen würden. Um seinen latenten Sexualtrieb zu befriedigen, verlangte der Franke eine Kostenerstattung für monatlich vier Bordellbesuche samt Anfahrtswege, des weiteren die Kostenübernahme für acht Pornofilme, zwei Kontaktmagazine sowie Hilfsmittel zur Selbstbefriedigung.

Die ablehnende, ja geradezu störrische Haltung unserer Sozialämter zeigt eine nie gekannte Dimension sparwütiger Beamter, die natürlichste menschliche Bedürfnisse juristisch abschmettern. Zwar ist dieser ungewöhnliche Fall nicht ohne gewisse Pikanterie, dennoch steht er exemplarisch für die Diskriminierung ganzer Gesellschaftsgruppen. Haben nicht auch »Mittellose« ein Recht auf ein wenig Lust und Liebe? Alle wissen es! Angela Merkel, Claudia Roth und Heiko Maas. Unisono predigen sie seit: Reformen müssen her! In vielen Branchen der Wirtschaft knackt es im Gebälk.

Allenthalben wird geklagt, debattiert, diskutiert und nachgedacht, wie man die Konjunktur beleben könne. Im Falle des nämlichen Sozialfalles hätte man parteiübergreifend beweisen können, wie ernst den Politikern Reformen sind. Und nun verhindern deutsche Sozialämter schon kleinste Ansätze marktbelebender Maßnahmen. Immerhin denken die Grünen darüber nach, unseren Flüchtlingen monatliche Gutscheine für Liebesdienerinnen zukommen zu lassen.

Selbst das freischaffende Gewerbe der Bordsteinschwalben spürt die lahmende Konjunktur. »Sex sells«, lange Zeit Inbegriff jeder Verkaufsmetapher, ist inzwischen durch die Werbung so stark überfrachtet, dass sie kaum noch als Anreiz zum Konsum taugt. Männer, die noch vor wenigen Jahren reichlich Kleingeld in den Taschen hatten, von dem ihre Frauen nichts wussten, haben dem Rotlichtmilieu den Rücken gekehrt und sich dem Internet zugewendet. Grund! Sie sind arbeitslos und müssen ihr freudloses Dasein nun in kahlen Wohnungen fristen.

Der Zusammenhang von Arbeitslosigkeit, unsozialer Gesetzgebung und Diskriminierung alleinlebender Ehemänner liegt auf der Hand und bleibt nicht ohne gesamtgesellschaftliche Folgen. So sind auch die Damen des Gunstgewerbes gezwungen, sich etwas einfallen zu lassen, wollen sie einigermaßen unbeschadet die sich abzeichnende Rezession überstehen. Mit dem sogenannten »Sozialswinger« könnte man unbillige Härten abfedern. Kleinanzeigen wie: „Mona feucht und willig“ oder „Chantal, großes Herz - kleine Titten“ reichen nicht mehr aus, dem Geschäft frischen Wind zu verleihen. Spots heimischer Kosmetikfirmen lassen sich mit ein wenig Pragmatismus leicht in die Horizontale übertragen. »Come in & find out« scheint mir ein passendes Motto zu sein.

Auch das wenig erfolgreiche »Plan & Spar-Paket« der Bundesbahn böte sich an, in der Erotik-Branche mit Erfolg umgesetzt zu werden. Sieben Tage vorher buchen - bei Mona sparen. Man schafft damit solide Planungssicherheit und größere Transparenz hinsichtlich Auslastung und Kundenterminierung. Selbstredend würde eine Stornogebühr von 50 Euro fällig, ginge der Frühbucher statt zur dunkelhaarigen Mona zur blonden Chantal oder zur brünetten Anouschka mit den vollen Brüsten.
»Du kommst als Fremder und gehst als Freund« sind überkommene Werbetexte, auf die kaum noch ein Mann reagiert. »Table-Dance« mit günstigen Bierpreisen sind Ladenhüter, Eroscenter, in denen zugängliche Damen im Fast-Food-Stil zum hastigen Konsum anbieten, zum Lustkiller geworden. Rabattsysteme sind in!

Selbst mein Friseur hat die Zeichen der Zeit erkannt und trägt den immer enger werdenden Brieftaschen Rechnung. Für jeden Haarschnitt gibt es ein Bonuspunkt. Ist ein Heft vollgeklebt, werde ich einmal umsonst gebürstet. Kundenbindung nennt man dieses Marketinginstrument. Mona & Chantal könnten sich auf ähnliche Weise einen festen Kundenstamm sichern, auf den sie auf Dauer bauen könnten. Aber was nützen innovative Vorschläge, wenn sich die Sozialämter quer stellen.

In Anbetracht leerer Kassen und gekürzter Spesenbudgets dürften auch Gruppentarife oder Mengenrabatte kein Tabu sein. Die Lufthansa ist ein ideales Vorbild moderner Kundenwerbung. Ähnlich wie beim Viel-Flieger-Ausweis könnten Mona und Chantal dem »Frequent- Popper« ein »Card-System« anbieten. Beim Besuch der Entspannungsräume wären Serviceleistungen eingeschlossen, die es sonst nur gegen saftigen Aufpreis gäbe. Erlangt ein Dauergast die »Gold-Card«, käme er in den Genuss des »Senator-Service«. Für den devoten »VIP-Klienten« wäre beispielsweise eine Stunde Käfighaltung mit anschließender Auspeitschung oder das Fesseln mit Handschellen am Heizungsrohr als kostenlose Zusatzleistung denkbar.

Der anspruchsvolle Kunde mit hyperaktiver Libido und ausgefallenem Geschmack griffe dagegen zum »Fit for Fun-Arrangement«. Die siebzehn Stellungen des Kamasutra mit partieller »Wellness-Behandlung« oder »Tantra-Massagen« mit finaler Handentspannung sind Ansätze, mit denen man interessante Marktsegmente hinzu gewinnen und Geschäftsfelder erweitern könnte.

Auch bei Autovermietern lassen sich jede Menge Anregungen aufgreifen. Schnäppchenjäger können im Internet unter www.mona&chantal.de preisgünstige Angebote und Termine auswählen. An messe- oder kongressfreien Tagen werden nur geringe Bereitstellungspauschalen fällig. Mit aggressiven Slogans wie »We try it harder« wird dem Sachbearbeiter während seiner Mittagspause ein verlockerndes Preis/Leistungs-Verhältnis geboten. Für den kleinen Quicky zwischendurch, so wird die schnelle Nummer auch für den schmalen Geldbeutel erschwinglich. Will man mehr anlegen, sind Leihsklavin und Andreaskreuz im »Leistungs-Bundle« mit Handschellen, Klistierbehandlung, SM-Gewichten und Gynäkologenstuhl zusätzlich buchbar.

Ähnlich wie in der Automobilbranche, deren Zulieferer aus logistischen Gründen in unmittelbarer Nähe der Fertigungen produzieren, haben sich die Damen inzwischen im Umfeld großer Flughäfen niedergelassen. Dort sind sie auch deutlich besser positioniert. Mit DIN-zertifizierten Angeboten wird dem eiligen Manager – sozusagen »just in time« nicht nur bequemes »Relaxing« schmackhaft gemacht, sondern er kann sich dabei auch auf gleichbleibende Qualität verlassen. »FUCK & FLY« oder »POP & WEG« böten sich als griffige Formeln an. Sie implizieren zügige Abfertigung und bevorzugten Service, die den Aufenthalt bis zum Connecting-Flight freudvoller gestaltet. In Anlehnung an „Miles & More“ könnte man auch die Variante: „zweimal zahlen, dreimal relaxen“ denken. Nun ja, ich bin ehrlich, welcher Mann bringt das schon…!

Gerade in Zeiten großer Verunsicherung bei Konsumenten und Investoren, würde ein positives Signal seitens des Verwaltungsgerichtes Ansbach einen Wirtschaftsimpuls ausgelöst haben, wäre man dem Sozialhilfeempfänger hinsichtlich seiner Grundbedürfnisse entgegengekommen. Ein entsprechendes Kostenübernahme-Konzept, am runden Tisch mit Vertreterinnen des »Gunstgewerbeverbandes (GGV)« und des Sozialministeriums erarbeitet und ratifiziert, hätte möglicherweise zur Folge, dass eine große Anzahl perspektivloser Arbeitsloser neue Motivation durch Lustgewinn würden schöpfen können. »Jetzt vögeln, später zahlen« würde nicht nur – davon bin ich überzeugt -, enormen Zulauf auslösen und die Zufriedenheit einer ganzen Gesellschaftsschicht verbessern, sondern auch zu entspannteren Bewerbungsgesprächen führen und Einstellungschancen erhöhen.

Aber wie steht es eigentlich um unsere Frauen? Haben sie nicht ebensolche Bedürfnisse wie die Männer? Gibt es unter ihnen nicht auch eklatante Sozialfälle? Von Männern verlassen, alleinerziehend, arbeitslos? Wie mir scheint, sind Wirtschaft und Politik auch in diesen Fällen aufgerufen, gangbare Lösungen anzubieten. Männliche Arbeitslose in gutem gesundheitlichem Zustand und solider Vitalität gäbe es genug. Bei ein wenig gutem Willen seitens des Gesetzgebers und vernünftiger Koordination beidseitiger Grundbedürfnisse könnte das Arbeitsamt – kostenredundant -, wie ich meine, mindestens 30% aller männlichen Erwerbslosen unbefriedigten und vernachlässigten Frauen zuführen.

In Frage kämen alle gut gebaute junge Männer im Alter zwischen 28 und 42 Jahren, denen ein 8-stündiger Arbeitstag nicht zumutbar wäre. Stattdessen böte sich an, das Selbstwertgefühl jedes perspektivlosen Menschen dahingehend zu unterstützen, sie regelmäßig in Fitness-Studios mit anschließender Solarbestrahlung zu schicken. Ich befürchte nur, solch wegweisende Ideen, seien sie auch noch so naheliegend, würden wie so oft im Dschungel der Bürokratie sang und klanglos scheitern.

Kehren wir zurück zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt und zur Elite der Gesellschaft, die jene Art Lustbarkeiten nach wie vor von der Steuer absetzt. Sozialverträgliche Vorgehensweisen bedeuten in einem intakten Gesellschaftsgefüge eine sozial gerechte Verteilung. Deshalb machen jetzt Mona & Chantal den Weg frei, vorausgesetzt, das Konto auf der Volksbank ist gedeckt oder das Sozialamt übernimmt die Kosten.


Der dümmliche Franken-Tatort

Der „Tatort“ aus Franken, ein neuerliches, beinahe unerträgliches Propagandastück aus der staatlichen Filmförderung, thematisiert einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft. Der gesellschaftspolitische Auftrag, der mittlerweile in nicht hinterfragter Willfährigkeit beinahe alle Krimis im TV erfasst hat, war nicht nur handwerklich, er war auch inhaltlich und dramaturgisch eine Zumutung. Der Autor Holger Karsten Schmidt bediente in seinem staatlich geförderten Erziehungsstreifen fast alle Klischees, die ihm eingefallen sind. Es fehlte eigentlich nur noch, dass die Schläger-Nazis aus dem Ostteil Deutschlands aus Dresden kommen und PEGIDA-Shirts tragen. Er sollte das Schreiben aufgeben und eine für ihn nützlichere Arbeit annehmen. Er ist eine Schande für alle guten Krimiautoren.


Ich möchte keinen Tatort anschauen, in dem mir der Eindruck vermittelt werden soll, die Verantwortung für alles Schlimme, was den armen Flüchtlingen angetan wird, übernehmen zu müssen. Noch weniger möchte ich mit dem implizit "pädagogisch erhobenen Zeigefinger" umerzogen werden, um Merkels Flüchtlings-Desaster im milden Licht zu sehen. Auch wenn einige inhaltliche Sequenzen stimmen mögen, das zusammengeschusterte Thema mit einem kläglich manipulativen und moralisierenden Anspruch spottete jeder Beschreibung.

In dilettantischer Manier versuchen die Medien mit noch so schlechten Drehbüchern dem Publikum auf dem heimischen Sofa Humanität und Verständnis für die Flüchtlinge zu vermitteln. Plausibilität gleich Null. Von der Undercover-Story bis zum irgendwie ein bisschen rechtsradikalen Brandanschlag - die ganze Geschichte ist konstruiert bis hin zum Kommissar Voss, der sich als „Tschetschene“ ins Lager einschleusen lässt, um dort verdeckt zu ermitteln. Einfach lächerlich und überdies stümperhaft gemacht.

Niemals gäbe es in BRD eine Genehmigung für einen solchen Alleingang. Ohne Antrag der Staatsanwaltschaft und einen darauf abzielenden richterlichen Beschluss ist es nicht möglich, zu einer solch besonderen Maßnahme zu greifen. Der Schwachsinn gipfelt darin, dass der Kommissar nicht einmal ansatzweise TV-Russisch kann, und damit nicht binnen 5 Minuten auffliegt. Die Kommissare bemühen sich vergeblich um den fränkischen Dialekt, die Flüchtlinge in den Heimen sprechen dagegen gutes Deutsch. Wahrscheinlich gilt bei den Sendern die vorherrschende Meinung, dass um 20 Uhr 15 nur unterbelichtetes Volk vor der Mattscheibe sitzt und ihm außer Chips und Bier nichts Anspruchsvolles zugemutet werden kann, außer dumm gestrickte Fast-Food-Unterhaltung.

Wie war doch gleich die Szene in der 45 Minute? Kommissar Voss: „Wissen Sie, welches Strafmaß auf einen Geheimnisverrat zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland steht?“ – „Nein.“ – „Eine Freiheitstrafe nicht unter zehn Jahren. Ich bin Teil einer verdeckten Ermittlung, Sie sind zum Stillschweigen verpflichtet.“ Einen solchen Passus gibt es für Kriminalfälle dieser Art im deutschen Gesetzbuch überhaupt nicht und kann nicht einmal mehr einen Teenager beeindrucken. Oder sollte es sich um einen Spionagefilm gehandelt haben und ich habe es gar nicht bemerkt?

Überhaupt strotzte dieses Machwerk von Ungereimtheiten, nebulösen Handlungen und vollkommen unmöglichen Vorgehensweisen der Kommissarin Ringelhahn. Für unterirdische Indiskretionen oder dümmliche Drohungen gegenüber einen renommierten Anwalt, wie sie der Chefermittlerin locker über die Lippen gingen, würde sie eine Disziplinarstrafe erhalten, die sie so schnell nicht vergessen würde. So stellt sich der kleine Moritz im Redaktionsbüro des ZDF wohl gediegene Krimiunterhaltung vor.

Man schleift und würgt sich die Figuren zurecht, bis sie irgendwie in die konstruierte Handlung passen. Ein weiterer Beleg dafür, wie lieblos die ARD-Redaktionen zum Teil mit den von ihnen betreuten Figuren verfahren. In Anbetracht dieses Schwachsinns fragt man sich ernsthaft, wofür die Redakteure des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eigentlich bezahlt werden.

Freitag, 7. April 2017

Claudia Roth fordert massive Integrations-Initiative

Die zweite Islamkonferenz am 1. April dieses Jahres hat unter Vorsitz von Anton Hofreiter (Grüne) neue Vorschläge für die Integration von Muslimen gemacht - wie jetzt bekannt wurde. Er gab damit aufgrund der Affäre auf der Kölner Domplatte dem Druck der Türkei nach und legte jetzt sein 5-Punkte-Programm vor. Unter dem Motto "Aufeinander zugehen" müssen sich Deutsche Mitbürger auf neue Regeln einstellen – nicht nur während des Karnevals, sondern beispielsweise auch bei Sportveranstaltungen wie Fußball. 



„Mit den neuen Regeln ist der Islam in Deutschland angekommen", freut sich Anton Hofreiter. Konkret werden soll es zu Beginn der Fußball-Bundesliga-Saison. Aus Respekt vor muslimischen Fans und Spielern werden bei den Freitagsspielen zukünftig beide Mannschaften in Richtung Osten spielen. Die Tore stehen zwar nach wie vor an der Stirnseite eines Feldes – jetzt aber nebeneinander. Stadien, die seit Jahrzehnten irrtümlicherweise in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet waren, sollen auf Kosten der Vereine nach muslimischen Vorbild in die richtige Richtung gerückt werden. Die Anschaffung von Gebetsteppichen in den VIP-Logen wird obligatorisch. Tore und Spielstände werden vom Minarett am Spielfeldrand ausgerufen.

Auch von den herkömmlichen Trikots müssen deutsche Fußballer Abschied nehmen. "Es war uns schon lange ein Dorn im Auge, dass die Spieler halbnackt rumlaufen", kritisierte Güllmann Üzmir, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime. Zukünftig sollen sich alle Athleten Bärte wachsen lassen und in geräumigen Kaftan auflaufen, wobei Nicht-Muslime Schlafanzüge im „oriental style“ tragen dürfen. Claudia Roth, Sprecherin und zweite Vorsitzende der Grünen, hierzu: "Die türkische Sunna-Hose“ – eine Art übergroße Beutelhose, der bis zu den Knöcheln reicht, symbolisiere in einer einzigartigen Weise die zügige Herangehensweise an die Idee der Integration – das ist ein großer Schritt nach vorne", erklärte sie engagiert.

Dem Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Güllmann Üzmir, war es vorbehalten, neue Integrationskurse für deutsche Männer zu präsentieren. "Unter dem Motto 'Mein Bart gehört mir" können Ungläub..., äh…, Deutsche lernen, "wie ein richtiger Mann auszusehen hat". In dreimonatigen Kursen sollen geschulte Mullas integrationswilligen deutschen Teilnehmern wichtige Tipps geben. Claudia Roth zeigte sich begeistert.

Erwartungsgemäß gab es Einwände von der CSU-Seite, die durchaus ernst zu nehmen sind. „Heutzutage wird die Burka mehr und mehr zur Planung und Durchführung terroristischer Anschläge getragen“, so der Vorsitzende Seehofer. Sie diene als Möglichkeit, Kalaschnikows oder Sprengbomben zum Einsatz zu bringen. Auch der unauffällige Transport mehrerer Kilo Sprengstoff dürfte mit einer Burka signifikant erleichtert werden. Claudia Roth bezeichnete Seehofers Einwände als rassistisch und führte als weitere Beispiele notwendiger Integrationsbemühungen wegweisenden Ideen auf.

„Auch in der Tierwelt soll der Integrationsgedanke verankert werden“, führte sie weiter aus, „zumal unter den Muslimen die Angst vor Hunden weit verbreitet ist.“ Ab dem 31. Juni sollen alle weiblichen Hunde Kopftücher tragen, um in muslimischen Bevölkerungsschichten Ängste vor bissigen Vierbeinern ein wenig einzudämmen. "Durch die Einführung der Scharia bei renitenten Hundebesitzern beweisen wir unseren Gästen aus dem Süden, dass wir muslimische Gepflogenheiten ernst nehmen", erklärte Sigmar Gabriel während einer Diskussion bei Markus Lanz. Auch Claudia Roth, stellte sich vorbehaltlos hinter die Forderung des SPD-Außenministers, der sich mit dieser Maßnahme einen signifikanten Stimmenzuwachs für die nächste Wahl verspricht: "Auch unsere Hunde müssen endlich in der multikulturellen Gesellschaft ankommen", pflichtete Martin Schulz seinem Parteigenossen bei und forderte eine entsprechende Gesetzesvorlage.

Auch das Problem des in Europa weitverbreiteten Schweinefleischs soll nach Meinung von Jem Özdemir progressiv angegangen werden. In breit angelegten Pflicht-Veranstaltungen sollen Deutsche für die Nöte der Moslems in unserem Land mehr Verständnis füreinander entwickeln. Den Auftakt bilden Seminare zum Thema "Macht Schweinefleisch homosexuell, dumm oder farbenblind?" Weiter will man endlich muslimischen Vorurteilen entgegentreten, wonach der herkömmliche Muslim beim Verzehr von Schweinebauch und Wellfleisch keineswegs zwangsläufig zum Attentäter werden muss. Es gäbe auch Ausnahmen, wie die Statistiken von Infratest belegten.

Die ernst zu nehmende Hypothese eines Professors aus Heidelberg steht ebenfalls im Raum und wird gerade erforscht. Seiner kritischen Frage: “Macht Burka tragen blöd?”, soll wissenschaftlich nachgegangen werden. Claudia Roth allerding bestreitet die Notwendigkeit vehement. Sie habe gemeinsam mit Anton Hofreiter einen Selbstversuch über mehr als zwei Wochen durchgeführt und beim Tragen einer Burka keinerlei negative Auswirkungen feststellen können.

Spezielle Arabischkurse für deutsche Bürger sollen nach Auskunft aus Regierungskreisen geplant sein. Allerdings dürfen Homosexuelle nicht an solchen Veranstaltungen teilnehmen, um das Aggressionspotential zu senken. Aber auch in Deutschland ansässige Muslime sollen in Schnellkursen intensiv geschult werden", so Güllmann Üzmir. Beim Sprachkurs "Isch mach disch Krankenhaus" können einheimische Muslime wertvolle Lernerfolge erzielen, während es bei Integrations-Seminaren für junge Männer darum geht, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Hier wurden eigens konzipierte Lerninhalte evaluiert. „Meine Schwester ist mein Eigentum", eine Integrations-Initiative, um die Jungfräulichkeit aller weiblichen Familienmitglieder nachhaltig, aufopferungsvoll und kompetent vor deutschen Männern zu verteidigen.

Claudia Roth meint hierzu: "Jungfrauen hatten in deutschen Märchen schon immer einen hohen Stellenwert – diese Tradition wollen wir aktiv erneuern und fortführen, schließlich bin auch ich immer noch Jungfrau", lässt sie Klaus Klever in einem Interview wissen. “Ich habe mich stets von Männern ferngehalten“, so Roth weiter. Sie lege schon seit langer Zeit Wert darauf, ihre sexuelle Abstinenz erst dann aufzugeben, wenn sie einen Partner fände. Anderenfalls würde sie ihre Jungfräulichkeit weiterhin knallhart verteidigen.

Doch auch unseren Moslems wird einiges abverlangt werden. Ein zweimonatiger Kurs mit dem Titel: "So steinige ich meine Frau in Deutschland nicht " soll bundesweit eingeführt werden. Allen Migranten wird in spielerisch-freundlicher Atmosphäre deutlich gemacht, dass derartige Sanktionen hierzulande unüblich und teilweise auch nicht gerne gesehen werden. Baden-Württemberg und Bayern wollen als erste Bundesländer eine Vorreiterrolle einnehmen, Regionen, in denen beispielsweise das Köpfen missliebiger Ehefrauen verpönt ist. In gemeinsamen deutsch-arabischen Seminaren lernen die Teilnehmer, wie man deutsche Qualitäts-Pflastersteine je nach religiöser, moralischer oder persönlicher Verfehlung nach Größe und Gewicht auswählt.

Dabei spielen gendergerechte Richtlinien eine überragende Rolle, die sich bei den Grünen allerdings noch im Entwurfsstadium befinden. Die Sprecherin der Grünen, Claudia Roth: "Ich war schließlich mal Managerin der Band 'Tod, Steine, Sterben...'", verteidigte sie den umstrittenen Gesetzentwurf. Sie sei schließlich prädestiniert, sich in Zukunft exemplarisch für ungewöhnliche Lernziele auch für Deutsche Bürger einzusetzen.


Dienstag, 4. April 2017

Schäuble gegen deutsche Inzucht

Manchen politischen Themen kann man nur noch mit beißender Ironie oder mit ätzendem Sarkasmus begegnen. So auch gestern wieder. Wolfgang Schäuble gab ein Interview in Sachen Migration.



"Afrika wird unser neues Problem sein", so sein Interview im ZDF. „Wir müssen diese Aufgabe annehmen“, so führte er weiter aus. Wie jetzt - denke ich mir. Wollen wir ab sofort sämtliche afrikanischen Länder in ein Großdeutsches Reich umwandeln und die Kolonialherrschaft wieder einführen? Bevor ich mich rechtzeitig von diesem tiefgründigen Satz erholen konnte und mir eine Handvoll Erdnüsse gönnte, versetzte mir der Minister im Rollstuhl via Bildschirm den nächsten Tiefschlag. „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputtmachen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“

Offen gestanden, mir stockte der Atem. ...Uns...? Bin ich etwa auch damit gemeint gewesen? Oder war das nur eine Empfehlung, dass sich die deutsche Frau ab sofort liebevoll unseren Besuchern aus Afrika zuwenden und viele kleine Mischlinge produzieren soll? Wollte mich gar ein deutscher Minister dazu auffordern, mir in einem der zahlreichen Sammellager ein paar schnucklige Mädels auszusuchen, um sie zwecks freudvoller Vermehrung mit nach Hause zu holen? Fragen über Fragen. Unwahrscheinlich, dass mich Herr Schäuble bei meinen Bemühungen, Deutschland vor der Inzucht zu retten, aktiv unterstützt. Aber das kennt man ja…

Wenn ich bislang noch der Annahme war, dass in der Politikspitze unseres Landes wenigstens Wolfgang Schäuble noch Herr seiner Sinne wäre, revidiere ich meine Meinung auf das Schärfste. Und während ich versuchte, meine Schnappatmung in den Griff zu bekommen, setzte unser Finanzminister noch einen drauf. „Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt. Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen! Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!“

Aha…, denke ich, türkische Frauen und innovatorisches Potenzial also. Ich will wirklich niemanden diskriminieren. Immerhin darf ich angesichts mancher bis zur Unkenntlichkeit vermummter Damen mit fragmentarischen Sprachkenntnissen gewisse Zweifel äußern. Es mögen ja in Deutschland durchaus türkische Frauen mit großem körperlichen Vorzügen leben. Im Kontext zu Schäubles Aussage hinsichtlich latenter Inzuchtgefahr jedoch, muss ich mir überlegen, ob ich in Zukunft lustvolle Kopulationen mit schlanken, vollbusigen Blondinen vermeide, weil ich möglicherweise im Liebestaumel ein blödes oder gar degeneriertes Kind zeuge. Arisch aber blöd, das brächte uns auch nicht weiter.

Zum Glück konnte ich den ZDF-Stream mit dem Interview noch einmal von vorne anschauen, weil ich für einen kurzen Augenblick gedacht habe, meine Synapsen hätten mich jäh im Stich gelassen. Aber nein – dieser Kerl im Rollstuhl wiederholte, was ich gerade gehört habe. Was soll ich sagen...: Ich habe mich schweigend und völlig in mich gekehrt meinen Erdnussflips zugewendet. Kann ja sein, dass ich versehentlich das falsche Kraut geraucht habe und das Interview mit Wolfgang nur ein böser Traum war. Andererseits könnte ich Schäubles Traum mit gut gebauten und glutäugigen Mädels aus Marokko, Tunesien oder Eritrea verstehen, zumal er im Plenum des Bundestages andauernd neben Angela Merkel sitzen muss. Bei dem Anblick kann man schon mal durchdrehen...

Eines ist jedoch klar: Entlarvender könnte die Politik derzeit nicht sein. Die Vorstellung, es sei Aufgabe der Politik, die rassische Durchmischung einer Nation zu steuern, ist nichts Anderes als totalitär - genauso totalitär, wie die Alleinentscheidung unserer Kanzlerin, die Schleusentore für Refugees sperrangelweit zu öffnen.