Freitag, 30. Juni 2017

Ehe für alle - die Macht der Minderheiten

Die Begriffe Liberalität, Toleranz und Freizügigkeit werden von immer mehr Minderheiten massiv missbraucht und gegen unsere Gesellschaftsnormen und tradierten Verhaltensweisen durchgesetzt. Unsere Demokratie ist längst von ganzen Gruppen, die von der Norm abweichen, unterhöhlt. Gerade hat die Abstimmung im Bundestag über die Ehe für alle stattgefunden und es wurde entschieden. Party vor dem Bundestag. Weshalb eigentlich? Weil das alles so schrecklich normal ist?



In der Soziologie gibt es den Satz: Normalität ist eine Frage von Mehrheiten. Ich jedenfalls kenne kein Elternpaar, das sich bei der Geburt des Nachwuchses inständig wünscht, das Kind möge später einmal lesbisch oder schwul werden, weil es schließlich „normal“ sei. Und heute feiern diese von der Norm abweichenden Befürworter homophober Sonderlinge geselligen Polterabend. Ohne Scham und Rücksicht auf das Mehrheitsempfinden dürfen nun diese „anderen“ mit gesetzlicher Rückendeckung ihre Vorlieben nicht nur ausleben, sondern auch noch den Status "Ehepaar" führen.

Man könnte nun die Haltung einnehmen: „Ist mir doch egal“ oder „lasst sie doch“. Doch die Problematik geht viel weiter. Es sind Genderwahn, Minderheiten-Phantasien, Moralschimären und militante Phantasmagorien, die auf allen Ebenen Platz gegriffen haben und mich allmählich auf die Palme bringen. Nur weil etwa 50.000 schwule Männer oder Lesben in Deutschland der Meinung sind, sie müssten 78 Millionen Heterobürger von der Wichtigkeit ihres Anliegens überzeugen, werde ich mich von meinen Werten nicht trennen und schon gar nicht diesem Ehe-Unsinn beistimmen. 

Ob nun wie aus heiterem Himmel in Sachsen ganze Buchbestände aus Büchereien wegen „verpönter“ Begriffe wie „Neger“ oder "Mohr“ entfernt werden, in Kindergärten Kinderlieder wie: „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, oder „zehn kleine Negerlein“ rigoros auf den Index gestellt werden - ganz gleich, auf welcher Bühne der Minorität wir uns befinden, es ist der spezifische Terror, der in seiner Unduldsamkeit und zielgerichteten Aggressivität bereits jenem Faschismus ähnelt, den zu bekämpfen man an anderer Stelle vorgibt. Pseudoliberale Sichtweisen haben sich inzwischen dermaßen etabliert, dass kein Mensch mehr das eigene, meist richtige Moralempfinden als zuverlässig und für richtig hält.

Während Herr Hofreiter am liebsten sofort sämtliche Dieselfahrzeuge stilllegen würde, werden ganze Stadtteile geräumt, weil ein grüner Umweltaktivist eine kleine Population von Gelbbauchunken in seinem Vorgarten entdeckt hat. Ich bin sicher, eine große Mehrheit der Wähler würde sich wünschen, dass sich Anton Hofreiter demnächst bei einem Friseur die Locken kürzen lassen sollte, aber ich bin sicher, er tut‘s einfach nicht, schließlich gehört er zu einer Frisurenminderheit im Bundestag.

Der Druck so genannter freiheitsliebender Normabweichler steigt stetig und hat inzwischen Züge eklatanten Gesinnungsterrors. Und immer wird der Begriff „Diskriminierung“ als Totschlag-Argument zur Durchsetzung eigener Vorstellungen verwendet. Ein geachteter Lübecker, Unternehmer und Uni-Professor, dem die demographische Entwicklung in Deutschland Sorgen bereitet, musste sich unter öffentlichem Druck für seine Wortwahl in einem Interview entschuldigen. Nun, was hatte der gute Mann denn Schreckliches gesagt? Er sprach davon, dass Einwanderer auch Probleme mit sich brächten. Er korrigierte sich mit dem Satz: bestimmte „Flüchtlinge“ seien lediglich „reisefreudige Afrikaner“.

Es sieht so aus, als suchten Interessensgruppen irgendwelcher abstrusen oder traditionsfernen Ideen einem Virus gleich eine Schwachstelle am Mehrheitsorganismus, um dort anzudocken. Sie messen den eigenen Programmen, den eigenen Überzeugungen oder Veranlagungen eine überdimensionale Wichtigkeit bei, um im Anschluss ihren Willen durchzusetzen, notfalls auch mit Beschimpfungen, Diskriminierungen oder böswilligen Unterstellungen. Schließlich will man an die Macht. Das ist zwar individuell verständlich, findet aber von Seiten der Mehrheit kaum Unterstützung, es sei denn, aufgrund geistiger Immunschwäche oder bürgerlicher Feigheit.

Nein, ich bin nicht schwul, und ja, mich ekelt es an, wenn ich mir vorstelle, was zwei Männer im Schlafzimmer miteinander anstellen. Und ja, ich bin weit entfernt davon, das als Normalität zu empfinden. Von mir aus können sie tun und lassen, was sie wollen - nur ich will es nicht wissen. Ebensowenig habe ich das Sendungsbewusstsein, in aller Öffentlichkeit jedermann aufzudrängen, welche sexuellen Vorlieben ich präferiere. Sei es, wie es ist, dieser Form der homophoben Lebensgemeinschaft auch noch einen gesetzlichen Rahmen zu verleihen, empfinde ich als lächerlich, genauso, wie das gerade verabschiedete „Nuttengesetz“. Sie erklären das Tragen eines Präservativs zur gesetzlichen Pflicht. Aha, denke ich mir. Um das zu überprüfen werden wohl die Damen und Herren vom Ordnungsamt flankierend neben dem Bettchen stehen und überwachen, ob das Präservativ auch richtig sitzt.

Die Damen des Gunstgewerbes müssen überdies in Zukunft ihre Berufsbezeichnung im Ausweis eintragen lassen. Das schlägt dem Fass den Boden aus! Die selbe Bundesregierung, die alles Erdenkliche tut, um nicht in den Geruch der Diskriminierung zu geraten, erlässt ein solch diskriminierendes Gesetz. Muss etwa der Bäcker, der Metzger oder der Bankangestellte seinen Beruf im Ausweis eintragen lassen? Ach, ich vergaß, wir reden ja von Minderheiten. Ja, ja, man ist umgeben von Minderheiten und Deppen, die für alles und jedes eine besondere Legitimation benötigen, um möglichst liberal und stromlinienförmig durchs Leben zu kommen.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Der biblische Exodus

Innerhalb von zwei Tagen erreichten mithilfe von so genannten „Rettern“ knapp 9.000 Flüchtlinge Italien. Die Migranten wurden an Bord von 14 Schiffen genommen, sechs davon erreichten bereits Häfen auf Sizilien und in Kalabrien, teilte die italienische Küstenwache mit.



Welche Auswüchse in Palermo inzwischen zu verzeichnen sind, zeigt die Verbrechensstatistik der Sizilianer. Die massive Einmischung afrikanischer Flüchtlinge ins kriminelle Geschäft hat die Mafia mit maximaler Brutalität auf den Plan gerufen. Flüchtlinge, die sich in deren Geschäfte einmischen, werden von Mafiosi wie lästige Karnickel durch die Altstadt gejagt und erschossen oder halb totgeprügelt. Jene Flüchtlinge, die sich ducken, werden in den Häfen abgefangen, in Privatunterkünfte stadtbekannter Mafiosi "eingeknastet" und der Staat mit immensen Überbrückungs- und Versorgungsgelder abgezockt.

39 Euro pro Tag und pro Kopf. Wenn das bei inzwischen 250.000 Flüchtlingen in Italien kein Geschäft ist … Hochgerechnet auf ein Jahr reden wir über 3,5 Milliarden Euro, die durch den Brüsseler Verteilungsschlüssel auch Deutschland eine Menge Geld kostet und zum überwiegenden Teil auf Mafiakonten landet. Wohlgemerkt - zu dem, was unser Finanzminister ohnehin für seine dunkelhäutigen Gäste berappen muss. Bis 2020 sollen es 60 Milliarden Euro sein.

Italienischen Parteien gehen angesichts der massiven Flüchtlingsankünfte auf die Barrikaden. "Wir stehen vor einem biblischen Exodus.“ Die Regierung sollte das nationale Interesse schützen und den Zugang der Schiffe mit Flüchtlingen an Bord zu italienischen Häfen blockieren. Sie sollte den Eingriff des UN-Sicherheitsrates für gemeinsame Strategien fordern, um die Abfahrt von Migranten aus Libyen zu stoppen. Entweder die Regierung handelt sofort, oder sie wird bald politische Folgen zu spüren bekommen", betonte der Fraktionschef der rechtskonservativen Forza Italia im Senat, Paolo Romani.

Europa lässt Italien jedoch mit dem Problem der Migranten nach wie vor alleine. Die europäischen Staaten halten sich nicht an die vereinbarte Aufnahme von Flüchtlingen - auch Deutschland nicht. Flüchtlingsunterkünfte sind heillos überfüllt. In Lampedusa beispielsweise sind mit zwei Ausnahmen alle Hoteliers in den wirtschaftlichen Ruin geraten, Restaurants geschlossen und Läden verwaist. Kein Wunder, Touristen, die das Geld gebracht haben, lassen sich dort schon lange nicht mehr sehen.

Ähnliche prekäre Situationen haben sich in den Küstenstädten Agrigento, Siracusa, Cefalu und Marsala entwickelt. Mehr und mehr Ferienreisende meiden die Insel. Am Freitagabend verbreitet sich das Gerücht, dass am nächsten Morgen bis zu 1.000 Menschen in Catania, der zweitgrößten Stadt Siziliens, ankommen werden – darunter mehr als 300 Minderjährige. 180.000 sind bisher in diesem Jahr an Land „geschleppt“ worden, viele von ihnen gerettet von deutschen Trawlern. Mit ihnen eine nicht einschätzbare Anzahl von potentiellen Terroristen des IS.

Bisher haben die anderen Staaten gerade mal 5.000 dieser Plätze zugesagt, aber zu zwei Dritteln auch dieses Versprechen nicht eingelöst. Ganze vier Mitarbeiter hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nach Italien geschickt, und einen einzigen Helfer nach Mineo, wo derzeit weitere 6.000 Migranten in Lager eingepfercht sind. Dass Italien extrem belastet ist, bekommen die deutschen Journalisten auch in Rom zu hören, jedoch berichten sie in Deutschland nicht darüber. Das Problem wird weitgehend totgeschwiegen oder bagatellisiert.

Auch das überrascht nicht sonderlich, sind es doch ihre Landsleute, die außerhalb der Drei-Meile-Zone mit den umgebauten Schiffen die Flüchtlinge erwarten. Drei italienische Staatsanwälte ermitteln bereits gegen die sogenannten Lebensretter, die in direktem Funkkontakt mit den Schleppern an der Libyschen Küste stehen und "gute Überfahrt" wünschen, wenn die Luft rein ist. Zynismus pur bei diesen gut getarnten Schleppern, die im Namen der Humanität und der Menschenrechte den Fluchtwilligen suggerieren, dass sie aus dem Mittelmeer gefischt werden, wenn sie denn mit dem Schlauchboot losfahren. Im Anschluss beklagen sie sich über die Belästigungen der libyschen Küstenwache und lassen sich als Lebensretter feiern.

Jahrelang hat es sich Europa zu einfach gemacht, sagt Präfekt Mario Morcone, Chef der Einwanderungsbehörde im Innenministerium. Man hat Italien gar das frühere, italienische Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum“ übelgenommen. Kein Wunder, denn „Mare Nostrum“ war damals ein unverantwortlicher „Pull-Faktor“ und machte das Problem zu einem Italiens. Doch auch durch FRONTEX wurde es nicht besser. Im Gegenteil. Und De Maizière? Er betrachtet die Zusagen an Italien als "nicht prioritär" und schlägt sich klammheimlich seitwärts in die Büsche.

Jetzt will die Europäische Union ein neues System zur Überwachung ihrer Außengrenzen ("Eurosur") einführen. Das EU-Parlament in Straßburg stimmte für die Vernetzung der Informationen, um die illegale Einwanderung und die Tätigkeit krimineller Schlepperbanden einzudämmen. Es geht auch darum, Flüchtlinge in Seenot frühzeitig zu retten, um die Zahl der Todesfälle auf hoher See zu verringern. Aha… frühzeitig retten, also… und dann doch wieder nach Italien bringen? Man wird das Gefühl nicht los, dass bei den Erfindern dieser Worthülsen deren Synapsen mit militanter Konsequenz den Dienst verweigern.

Ich möchte keineswegs missverstanden werden, ich plädiere nicht dafür, in Deutschland weiterhin Wirtschaftsflüchtlinge und zukünftige Sozialhilfe-Empfänger aufzunehmen. Im Gegenteil. Aber Deutschlands Politiker, die mit der Attitüde der Allwissenheit und Unfehlbarkeit so tun, als sei das Problem an Italiens Küste vernachlässigbar, weil weit weg, denen sei gesagt, dass sie den Stein ins Rollen brachten. Nun verhalten sie sich so, als gäbe es die Lawine gar nicht, die sie selber losgetreten haben und möglicherweise ganz Europa unter sich begräbt.




Dienstag, 27. Juni 2017

SPD-Wahlprogramm – Zeit für Martin Schulz

… so steht es auf dem Transparent "hinter" dem Rednerpult zu lesen, "auf" dem Pult dagegen: Zeit für mehr Gerechtigkeit! Zugegeben, dieser Mobilisierungsappell irritiert mich. Soll diese Botschaft etwa suggerieren: Schulz der Gerechte? Mein Magen revoltiert. Und weshalb, heiliger Bimbam, sollte ich mit Martin Schulz Zeit verbringen, wenn er im Vergleich zu Kim Kardashian erheblich weniger zu bieten hat. Ich gebe zu, der Anblick von Kim mitsamt ihrem riesigen Hinterteil hätte mich zumindest dazu bewogen, auf andere Gedanken zu kommen. Stattdessen überließ er dem Ex-Kanzler Schröder die Einführungsrede, ausgerechnet jenem Mann, der mit seiner Agenda 2010 für den sozialen Kahlschlag verantwortlich war.



Und wer diesem Buchhändler und seinem zugegebenermaßen hitzigen Vortrag genau zugehört hat, wurde das Gefühl nicht los, dass der Deutsche Wähler und Bürger gar nicht gemeint war. Der Begriff „Deutsch“ kam in seiner Rede gar nicht vor. Ausländer und Flüchtlinge umso öfter. Und "die Menschen da draußen". Klingt nach "weit weg", nach „undefinierbarer Masse“, nach „Mittelmeer und Schlauchboot“ und "sehr bedürftig". Da muss er sich etwas einfallen lassen, wenn er sie "retten will", all diese Menschen da draußen. Schwamm drüber, dachte ich mir, Wahlkampf ist halt anstrengend, um mit Frau Merkels Worten zu glänzen.

Stattdessen donnerten markige Worte durch die Halle, mit denen er die neuen Wohltaten der SPD anpries. Vorzugsweise alleinstehende Mütter, Menschen mit Behinderung und Rentner unter dem Existenzminimum sollen an den Segnungen des Kanzlers Schulz teilhaben, indem er im gleichen Atemzug verkündet: Deutschland geht es gut. Die innere Logik ist unschlagbar, angesichts der unablässig zitierten armen Rentner und mittellosen Müttern.

Und dann legt er los, mit hanebüchenen Ankündigungen. Als Kanzler, so versprach er, werde er innerhalb der ersten 100 Tage gleichen Lohn für gleiche Arbeit durchsetzen. Da dürfen wir Wähler sehr gespannt sein, wie er das wahr machen will. Ins Detail ist Martin Schulz bei seiner Bewerbungsrede zum Kanzlerkandidaten nicht gegangen, das war ihm dann doch zu haarig. Die Richtung aber hat er klargemacht: Sozialdemokratie pur! Was genau diese ungetrübte Sozialdemokratie sein soll, ist mir schon deshalb nicht klar, weil doch dieser Buchhändler schon mit seiner Absahnerei bei den Tagegeldern im Europa-Parlament ordentlich im Trüben fischte. Aber wer weiß, vielleicht hat dieser Martin seine ganz eigene Sichtweise von Gerechtigkeit und empfand es als ungerecht, sich auch noch persönlich in die Brüsseler Anwesenheitsliste eintragen zu müssen.

Wie begann einer seiner ersten Sätze? „Ich bin das fünfte Kind einfacher und sehr anständiger Leute.“ Entsprechend hirnleer waren auch seine Ankündigungen. Die Liste der Bevölkerungsgruppen, denen Schulz etwas geben will, ist nahezu unendlich. Profitieren sollen fast alle – von Kita-Kindern über die „hart arbeitende Mitte“ bis hin zu „den Alten, die ihr ganzes Leben lang gerackert haben“, darüber hinaus Auszubildende, Studenten und Familien. Nur ledige Fabrikbesitzer, minderjährige Millionen-Erben und Terroristen gehen leer aus oder wurden nicht erwähnt. Als er dann sein Jackett auszog, stockte mir der Atem und ich hoffte, dass er wenigstens seine Hose anbehalten würde.

Im Mittelpunkt seiner hemdsärmeligen Beglückungsrede standen Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte, die er in Zukunft reicher machen will. Und dann der Paukenschlag: Er will die Rente sicher machen. Wie genau, das verrät er bei all seinen Ankündigungen nicht. Dafür mutiert der Terminus „Steuersenkung“ zum Schimpfwort, zumal Seehofer diesen Begriff ganz nach dem Motto bereits im Munde führte: Wir könnten dem Steuerzahler ja Puderzucker in den Arsch blasen – wir nehmen aber Würfelzucker. Wenn schon süß, dann wenigstens schmerzhaft.

„Aber so viel kann ich schon verraten“, tönt der Dorfschulze aus Würselen: „In unserem Programm wird es um Gerechtigkeit, Respekt und Würde gehen.“ Aha…! Also nur im Programm, später dann nicht mehr? Und weiß er überhaupt, was diese Begriffe bedeuten? Wenn nicht, er könnte noch einmal in Brüssel bei der Parlamentskasse nachfragen. Die erklären ihm das sicher.

Jetzt, nachdem die CDU/CSU der SPD auch noch die Show stiehlt, indem sie selbst mit Steuersenkungen und Ehe für alle wirbt, ist sie angefressen, die sozialdemokratische SPD-Buchstütze. Immerhin, Schulz bleibt noch, auf die AFD einzudreschen und ansonsten noch drei Monate lang sein Mantra „mehr Zeit für Gerechtigkeit“ herunterzuleiern, derweil das EU-Parlament die Bezahlungspraxis seines Ex-Präsidenten erneut rügt.


Donnerstag, 15. Juni 2017

Politische Moral der USA – das ist wie Scheiße als Brotaufstrich

Noch am Montag den 5. Juni erklärten Saudi-Arabien und seine Verbündeten Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate die diplomatischen Beziehungen zu Katar als abgebrochen. Katar war nach der Abschottung durch Saudi-Arabien nicht mehr auf dem Landweg zu erreichen und US-Präsident Trump feierte den Boykott als seinen persönlichen Erfolg. Kein Wunder, hat er doch nur 10 Tage zuvor mit den Saudis einen 100-Milliarden-Rüstungsgeschäft abgeschlossen.


Doch jetzt wird’s ernst, sollte man meinen. Katarische Bürger müssen die verfeindeten Länder binnen 14 Tagen verlassen. Saudi-Arabien begründete den Schritt damit, seine "nationale Sicherheit vor den Gefahren von Terrorismus und Extremismus" schützen zu wollen. Auch Trump stimmte in diesen Chor ein und warf Katar vor, Terrororganisationen wie dem "Islamischen Staat" und Al-Kaida Unterschlupf zu gewähren, was ihn aber letzte Woche nicht davon abhielt, den Emiren des Terroristenstaates seine Aufwartung zu machen. Wie den Medien zu entnehmen war, wollte er vermitteln.

Wie seine Vermittlung aussieht, kann man seit gestern nachlesen: Zum Dank für den freundlichen Empfang beim Emir liefern die USA den reichen Scheichs in Katar 36 F-15 Kampfjets, so ziemlich das modernste Kriegsgerät, das man auf dem Waffenmarkt derzeit bekommen kann. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass nur ein schwerwiegender Hirnschaden den Milliardendeal zwischen den hochgerüsteten Wüstensöhnen und dem blonden Mais-Sack begünstigt haben.

Ungeachtet der schweren diplomatischen Krise am Golf haben die USA und Katar den Verkauf modernster amerikanischer Waffentechnik besiegelt. Verteidigungsminister James Mattis unterzeichnete am Mittwoch eine entsprechende Vereinbarung mit seinem katarischen Kollegen Khalid al-Attiyah. Der Wüstenstaat zahlt dafür insgesamt 12 Milliarden US-Dollar. Weshalb die Amerikaner nicht gleich die Langstreckenraketen mit Atomsprengköpfen mitliefern, um die Saudis mitsamt ihren Nachbarn auszuradieren, scheint mir angesichts fortschreitender präsidialer Hirnerweichung inkonsequent zu sein. Möglich ist aber auch, dass er von seinem Präsidentensessel aus Wetten abschließt, wer auf wen mit welchem Erfolg losgeht.  

Dass sich im immer noch isolierten Katar das regionale Hauptquartier der US-Streitkräfte befindet, sei nur am Rande erwähnt. Von diesem extrem hoch aufgerüsteten Flughafen starten US-Flugzeuge zum Kampf gegen den IS, der – wir erinnern uns, von den Katari finanziert wird. Jetzt warte ich händeringend nach einem empörten Aufschrei seitens Herrn Gabriel oder wenigstens unserer Angela. Nichts…, beziehungsweise wenig und sehr leise. Wer will da noch über Kleinigkeiten wie Menschenrechte, Moral, Ethik oder gar humanitäre Werte diskutieren?

Ich will ja nicht unfair sein, denn die Emire von Katar haben dazu etwas gesagt, was Trumps Unternehmerherz hat höher springen lassen: Der Deal schaffe 60.000 Arbeitsplätze in den USA, in 42 US-Bundesstaaten und es senkt die Belastungen für das US-Militär, so Katars Verteidigungsministerium. Ah, ja…! Das ist natürlich ein Argument, dem sich der normaldenkende Bürger keinesfalls verschließen darf.  Immerhin: Der saudische König Salman verlieh im Gegenzug Donald Trump für die großmütige Aufrüstungsbemühung des gegnerischen Terrorstaates den goldenen Verdienstorden für strategische Kurzsichtigkeit.

Natürlich möchte ich nicht verschweigen, dass auch unser allseits geliebter Außenminister Siggi im Handelsblatt etwas dazu gesagt hat: Eine „Trumpisierung des Umgangs“ miteinander ist in einer krisengeschüttelten Region ganz besonders gefährlich." Wenn er mir nun auch erklärt, was er damit meinte, und ob dieser Begriff ein Kompliment oder eine wüste Beleidung ist, dann könnte endlich wieder ruhiger schlafen.

Sicher fragen sich nun viele Leser meines Artikels irritiert, weshalb sich keiner unserer Politiker aus Scham, schierer Verzweiflung und in suizidaler Absicht vom Kanzleramt in die Spree stürzt, dem kann ich zur Beruhigung mitteilen, dass die deutsche Waffen-Industrie in diesem Jahr für 1 Milliarde Dollar das Waffendepot von Katar aufgefüllt hat. Nachfolge-Geschäfte nicht ausgeschlossen. Nun ja, immerhin hört man die Verlautbarung aus dem Kanzleramt: Der Katar-Deal käme zur Unzeit. Alle Wetter…! Das hört sich nach maximaler Entrüstung an.

Mich würde jetzt brennend interessieren, ob man in den USA und Deutschland schon in Vertragsverhandlungen mit der ISIS steht, und ob auch die deutsche Regierung gedenkt, Leopardpanzer samt Munition an unsere Lieblingsterroristen zu liefern. Denn auch hierzulande sind zusätzliche Arbeitsplätze bitter nötig. Gut vorstellbar, dass die Deutsche Bank angesichts des dringend notwendigen Wirtschaftserfolgs unseren zukünftigen Mördern großzügige Kredite zum Ankauf modernster Waffentechnik anbietet. Schließlich ist das Geld gut angelegt, zumal wir überdies ein paar Millionen Flüchtlinge zusätzlich in Deutschland erwarten dürfen.

Ach ja, das Leben kann so schön sein, wenn der galoppierende Wahnsinn bunte Blüten treibt.


Mittwoch, 14. Juni 2017

Bluttat in Unterföhring – Klassiker für willfährige Medien

Die „Lügner“ vom Dienst, damit meine ich die Redakteure unserer ach so objektiv berichtenden Presse, haben wieder einmal in gewohnter Weise zugeschlagen. In der S-Bahn Richtung München City schrecken laute Stimmen die Fahrgäste auf. Zwei Männer streiten sich. Einer der beiden, ein „Dunkelhäutiger“ – drischt mit aller Gewalt auf seinen Kontrahenten ein, bis er blutüberströmt Schutz sucht. Beherzte Fahrgäste gehen dazwischen und trennen die beiden.




Daraufhin verlässt der „südländische Typ“ das Abteil und setzt sich zwei Waggons weiter vorn neben den Theologen Karl Eder, der den noch immer wütenden Mann in englischer Sprache zu beruhigen versucht. Nach Aussage des Zeugen verstand der Aggressor kaum Deutsch und konnte sich auch nur bruchstückweise in Deutsch äußern. Unterdessen hatten verschiedenen Fahrgäste die Polizei informiert. An der Haltestelle Unterföhring steigen die verfeindeten Männer aus, jeweils abgeschirmt non einer Gruppe von Fahrgästen, um weitere Eskalationen zu verhindern. Alles schien soweit im Griff, als Sanitäter und zwei Jungpolizisten – ohne jegliche Erfahrung – anrückten. Das Drama nahm nun seinen Lauf.

Offenkundig konnte der Dunkelhäutige der Polizistin die Waffe entreißen, und ballerte ohne Rücksicht auf Verluste das Magazin leer. Die Polizistin, von einer Kugel in den Kopf getroffen, stürzt auf den Boden, zwei weitere Unbeteiligte werden von Querschlägern verletzt. Diverse Projektile durchschlagen Fensterscheiben der S-Bahn und die Karosserie. Was sich auch immer ganz genau abgespielt hat, mir erschließt es sich nicht, dass man angesichts einer bekannten Gefährdungslage zwei unerfahrene Polizisten an den Ort eines Gewaltgeschehens schickt und sich die Polizistin trotz Information eines gewalttätigen Übergriffes auch noch die "geladene" Waffe entreißen lässt.

Aber davon abgesehen, sofort berichten die Medien über diesen blutigen Vorgang und beschreiben soweit möglich den Tathergang. Unglaublich, dass die Presse immer noch nicht begriffen hat, dass sie mit ihrer Art der Berichterstattung auch noch den letzten Rest an Vertrauen in die eigene Arbeit und unseren Staat verspielt. Vorsätzlich – befürchte ich. Denn wie lese ich gerade in der "TZ" aus München:
Es handelt sich um die obligatorische Einzeltat. Terroristische Motive ausgeschlossen! Der Täter:

- Ein 37jähriger Deutscher
- In Oberbayern geboren
- Ohne gemeldeten Wohnsitz
- Beruf Elektriker
- Hintergründe unklar.

Ach…, denke ich mir, - beinahe so, wie zu Honeckers Zeiten. Ein dunkelhäutiger Deutscher also, der zwar in Oberbayern geboren ist, jedoch kein Deutsch spricht und nur englisch versteht. Wieder einmal entblöden sich diese Zeitungsfritzen nicht, dem Zeitungskonsumenten Grimms Märchen zu erzählen. Kritisch berichten? Fehlanzeige. Hinterfragen? Bloß nicht! Ungereimtheiten aufdecken? Wo kämen wir hin…! Vernebeln, bagatellisieren, diskriminierende Fakten unerwähnt lassen, das scheint das Gebot der Stunde. Für uns Leser beinahe schon Alltag.

Wie heißt es zum wiederholten Male in den Medien? „Ob er zum ersten Mal straffällig wurde, ist unklar.“ Die Hintergründe der Bluttat sowieso.

Man kann sich zurücklehnen und die Entwicklung abwarten. Normalerweise mutiert ein traumatisierter, 37jähriger aus Oberbayern nach Ablauf von zwei Tagen zum bekannten Gefährder. Nach einem weiteren Tag ist seit 2 Jahren bekannt, dass er mit Drogen zu tun hat. Ab übermorgen werden wir wissen, dass der gebürtige Rosenheimer aus Marokko stammt, und von jetzt ab im Stundentakt die Metamorphose vom radikalisierten Islamisten zum aktiven ISIS-Mitglied durchläuft.

Nächste Woche werden wir erfahren, dass der Deutsche schon vor 1 Jahr als gewalttätiger Muslime hätte abgeschoben werden sollen, leider hatte ihn die Kripo bei seiner Rund-um-Beschattung wegen Personalmangel aus den Augen verloren. Im Anschluss an diesem Skandal dauert es durchschnittlich drei Wochen, bis wir vom Innenminister erfahren, dass besagter Einzeltäter vor drei Jahren in Syrien einem Dutzend Flüchtlinge den Hals durchgeschnitten und sich in Nordrhein-Westfalen mit 15 verschiedenen Identitäten Sozialhilfe erschlichen hat. Nun ja, das Leben ist halt teuer, besonders in München.

Aber wer weiß alles so genau, was sich in unserem Land sich wirklich abspielt. Vielleicht war es ja der Elektriker, der auf den Dunkelhäutigen eingedroschen und im Anschluss die Polizistin angeschossen hat, weil er keine Leitungen mehr hat verlegen dürfen.

Korrektur: 18 Uhr 20

mittlerweile haben sich die Nachrichten überholt... Der Täter soll ein Starnberger sein, der in den USA bei seinem Vater lebte und ein Waffennarr sein soll...! Der Täter war nicht dunkelhäutig, wie in der Presse fälschlicherweise angegeben. Wie die Sache nun weiter geht? Wir dürfen gespannt 

Freitag, 9. Juni 2017

Des Justizministers muslimische Schutzbefohlene

Nun ist die Nachricht von islamistischen Gefährdern in Deutschland nicht unbedingt aktuell, über die gestern Abend die Magazin-Sendung PANORAMA berichtete. Schon vor Monaten wurde in allen Medien über Islamisten debattiert, die sich scheinbar unbehelligt in unserem Lande aufhalten. Offen gestanden impliziert der Terminus „Gefährder“ im Sprachverständnis der Mehrheit der Bürger, dass da mehr oder weniger harmlose Zeitgenossen die Ordnung gefährden.



Aber wie alle unangenehmen Nachrichten, die in der Öffentlichkeit von Politikermündern regelmäßig zu Wattebällchen geformt werden, finden unsere Regierenden auch für Massenmörder einigermaßen erträgliche Formulierungen. Dass Heiko Maas' waffenstrotzende Schützlinge anscheinend sein ganz besonderes Wohlwollen genießen, kann man auch daran festmachen, dass man so wenige von ihnen einfängt. Aber auch das ist ja nichts Neues. Immerhin reden wir seit der einladenden Grenzöffnung vor zwei Jahren darüber.

Doch was PANORAMA in bester Sendezeit dem bombengestählten Publikum auf gemütlichen Wohnzimmercouchen offerierte, hätte vor 20 Jahren zu unehrenhaften Massenentlassungen in Ministerämtern geführt. Heute suhlen sich diese Herrschaften in ihrer humanitären Versorgungs-Kloake. Anders nämlich kann man 351 extrem gefährliche, terroristische Gefährder in Deutschland nicht erklären. Sie erfreuen sich der Freiheit in einem Land, wo für sie seit 3 Jahren Milch, Honig und monetäre Förderungen fließen. Natürlich nicht für unser Prekariat – damit meine ich unsere Rentner, Geringverdiener und allein erziehende Mütter. Die kleine Anfrage der GRÜNEN vor etwa einem halben Jahr ist dümmer gelaufen als gedacht, da man bei den weltfremden Parteigenossen wohl davon ausging, dass sich weit weniger gemeingefährliche Muselmanen auf freien Fuß befinden.

Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Anzahl potentieller Terroristen um 32% erhöht. Und das, obwohl Politiker jeder Couleur nicht müde werden, auf welche Weise man die Sicherheit für den Bürger verbessert hat. Die Botschaft hört man ja auch gerne. Die Behörden gaben jetzt an, dass Haftbefehle deshalb nicht vollstreckt werden können, weil sich die gesuchten Personen angeblich im Ausland aufhielten oder der Aufenthaltsort unbekannt sei. Doch diese hanebüchenen Schutzbehauptungen sind wieder einmal politische Nebelkerzen mit maximaler Rauchentwicklung.

Man gewinnt zunehmend das Gefühl, dass die Justiz deutsche Gefängniszellen für marodierende Muslime für unzumutbar hält. Sie sind zu eng und die Toilettenschüsseln überdies nicht nach Mekka ausgerichtet. Engpässe sind eben bei uns systemrelevant. Und da unglücklicherweise die Formblätter 0815 Schrägstrich 23 A und B für die Nachbestellung von Fußfesseln in ausreichender Anzahl schon vor 6 Monaten ausgegangen sind, bleibt keine andere Wahl, als bei einem Anschlag ein Auge zuzudrücken.


 Jetzt aber liegen die Fakten auf dem Tisch: Viele Verhaftungen wurden deshalb nicht durchgeführt, weil jene Islamisten – so der Originalton eines ranghohen Polizeioffiziers – „nur“ wegen Raub, schweren Diebstahls oder mehrfacher schwerer Körperverletzung gesucht würden. Nun ja, solche Bagatellen werden locker durch den verstärkten Einsatz von Politessen in unseren Innenstädten kompensiert und falsch parkende „Straftäter“ mit Inbrunst zur Kasse gebeten.

„Insider“ der Justizbehörden fügten allerdings an, dass auf Bundesebene ganze Fahndungsgruppen nicht funktionierten und in desolater Verfassung seien. Dem Bericht zufolge werden nur einem Teil von ihnen Taten bzw. Planungen mit terroristischem Hintergrund vorgeworfen. Tatsache jedoch ist, dass sich die Mehrzahl dieser Zeitbomben immer noch in good old Germany herumtreiben. Ich kann diese Typen ja gut verstehen, immerhin müssen sie sich in der Nähe von Sozialämtern aufhalten, denn wer nicht pünktlich kommt, kriegt auch nichts. Die machen um 15 Uhr zu und am Wochenende ist geschlossen.

Nach diesen PANORAMA-Bericht überwältigte mich akuter Brechreiz, zumal ich ganz nebenbei auf dem TV-Schirm erfahren durfte, dass man längst nicht alle Messerhelden, Äxteschwinger, islamistische Kraftfahrer und radikalisierte „Schläfer“ auf dem Schirm hätte. Zudem warnte die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Deutschen Bundestag, Irene Mihalic davor, Islamisten, die nur wegen kleinkrimineller Delikte gesucht würden, zu unterschätzen. „Wer sich die Anschläge der vergangenen Jahre anschaut, erkennt immer wieder das gleiche Profil bei den Attentätern.

Sie sind den Sicherheitsbehörden bekannt, meinte Irene Mihalic, und diese Leute haben einen kleinkriminellen Background“. In diesem Zusammenhang verweist die Grünen-Politikerin Mihalic auf den Berlin-Attentäter Anis Amri. Nach dem Anschlag war deutlich geworden, dass Amri deutschen Sicherheitsbehörden schon länger als islamistischer Gefährder bekannt war und er sogar zeitweise überwacht wurde. Auch war Amri in der Berliner Drogenszene aktiv und wurde von der Polizei als gewerbsmäßiger Drogenhändler eingestuft.

Aha, sage ich nun zu mir: Verhaftet wurde der Kerl aber nicht. Wen wundert's, wenn in den vergangenen Wochen schwerwiegende Manipulationen an den Ermittlungsakten bekannt geworden waren. Die Überwachungen haben eigentlich nur auf den Berichtsblättern der Bundeskriminalämter stattgefunden. Aber wie wir alle wissen, wird natürlich mit äußerster Härte und ohne Ansehen der Person ermittelt. Weshalb Minister Jäger nach wie vor im Amt ist, erschließt sich nur dem Herrn im Himmel und seinen Parteikollegen.

Mir wird ganz blümerant bei dem Gedanken, dass Ordnungskräfte sich eher darauf konzentrieren, Grillfeuer an der Isar zu ahnden oder Schwarzfahrer zur Rechenschaft zu ziehen. Gnadenlos, versteht sich! Ich will‘s mal so sagen: Wenn uns schon eine Grüne Sprecherin vor integrationswilligen Bombenlegern warnt, dann müssten im Büro unseres allseits geschätzten Herrn Maas sämtliche Alarmsirenen heulen. Wahrscheinlich ist ihm das aber noch gar nicht aufgefallen, weil er gerade seine Wohnung einrichtet und wieder kostenlose Möbel eines freundlich gesinnten Händlers erwartet.

Donnerstag, 8. Juni 2017

...und täglich grüßt das Murmeltier

Wieder ein tödlicher Angriff. Dieses Mal in Burbach. Wieder einmal ein traumatisierter Einzeltäter. Und erneut Bestürzung eines Landespolitikers im Saarland. Gestern war es ein Psychotherapeut, der einem dreißigjährigen Syrer in einem Therapiezentrum des DRK zum Opfer fiel. Angeblich sollen die beiden während der Beratungsstunde in „Streit“ geraten sein, wonach der Täter das Messer zückte und den behandelnden Arzt bestialisch abstach. Sicher werden viele Weltverbesserer und militante Flüchtlingshelfer einen plausiblen Grund aufführen, weshalb ein Patient ein großes Messer zur psychologischen Behandlung mitbringt. Vermutlich nur, weil er sich prinzipiell von Ärzten bedroht fühlt.



Die täglichen Verbrechen scheinen in der deutschen Bevölkerung immer weniger Empörung auszulösen. Inzwischen sind Bombenattentate, Messer- und Axtangriffe, oder marodierende Islamisten derart inflationär, dass die herkömmliche Hausfrau, die gerade das Frühstücksei für ihren Gatten kocht, entsetzt aufhorcht, wenn ausnahmsweise erfreuliche Nachrichten gesendet werden. Ich gebe zu, mir würde direkt etwas fehlen, wenn in den Abendnachrichten nicht über irgendeine Bluttat in meiner Umgebung berichtet würde, zumal ich schon dafür gespart habe, meine Wohnung mit Panzerplatten und Gitterstäben zu sichern.

Wie heißt es zum wiederholten Male in den Medien? „Ob er zum ersten Mal kam oder schon länger in Behandlung war, ist unklar.“ Die Hintergründe sowieso. Man kann sich zurücklehnen und die Entwicklung abwarten. Normalerweise mutiert ein traumatisierter, 30jähriger, jugendlicher Syrer nach Ablauf von zwei Tagen zum bekannten Gefährder. Nach einem weiteren Tag war er seit 6 Monaten polizeibekannt und durchläuft im Stundentakt die Metamorphose vom radikalisierten Islamisten zum aktiven ISIS-Mitglied, der schon vor 2 Jahren hätte abgeschoben werden sollen. Dann dauert es durchschnittlich drei Wochen, bis wir erfahren, dass besagter Einzeltäter vor drei Jahren in Syrien einem Dutzend Flüchtlinge den Hals durchgeschnitten hat und sich in Hessen unter 17 verschiedenen Identitäten angemeldet hat, um in Deutschland einigermaßen würdig über die Runden zu kommen. Nun ja, das Leben ist halt teuer.

Natürlich könnte man lapidar auf die kulturellen Unterschiede zwischen Christen und Muslime hinweisen, die es schon seit Jahren gewohnt sind, sich gegenseitig in die Luft zu sprengen oder gerne mal jemanden köpfen. Überdies sind auch Frauen-Steinigungen dort sehr beliebt. Deshalb sollte man hierzulande kein großes Aufheben darum machen, wenn ab und zu ein schwarz gekleideter Bärtiger mit buschigen Augenbrauen, stechenden Augen und geladenem Sturmgewehr durch unsere Einkaufspassagen rennt. Sie sind halt einfach anders als wir.



„Es ist ganz schrecklich“, sagte der Sprecher des saarländischen DRK-Landesverbandes, Martin Erbelding. „Die Betroffenheit bei den Kollegen ist sehr, sehr hoch.“ Ein Kriseninterventionsteam und die Notfallseelsorge seien vor Ort. Terror sei aber auf keinen Fall im Spiel. Aha, denke ich und frage mich: Wann nennt man einen muslimischen Täter in Deutschland einen Mörder und in welchem Augenblick der Verwandlung sagt man Terrorist? Dabei fällt mir ein, dass der Sammelbegriff Verbrecher so gut wie nie auf Muslime zutrifft. Und solange mir ein besserwissender Gutmensch mit Hang zum humanitären Bahnhofsempfang nicht genau sagen kann, vor welchem Muselmanen ich mich an der Kasse von LIDL vorsehen muss, und vor welchem nicht, solange werde ich auch jene Weltverbesserer zum Teufel wünschen.

Der Fraktionschef der Linken im Saarland, Oskar Lafontaine, erklärte, es sei besonders traurig, dass ein Mitbürger, der helfen wollte, bei dieser wichtigen Arbeit angegriffen und getötet worden sei." Ach was…, tatsächlich? Mir wäre es sympathischer, wenn er stattdessen gesagt hätte: Man hätte diesen Drecksack erst gar nicht hereinlassen sollen. Nach meiner Meinung, nicht nur ihn.

Ich habe das Toleranzgeschwurbel gründlich satt. Nachdem es so aussieht, als würden unsere Damen und Herren Regierungsmitglieder mit den vielen Einzeltätern in unserer Republik nicht fertig werden, sollte man ernsthaft darüber nachdenken, wie wir Bürger mit unseren derzeitigen Politikern fertig werden. Wie gut, dass eine Polizeistreife durch entlegene, ruhige Villenviertel fährt und mir um 6 Uhr 30 in der Frühe ein Knöllchen an die Windschutzscheibe steckt, weil meine ASU abgelaufen ist. Ja..., hier hat die Polizei noch alles im Griff - Verfehlungen werden unnachgiebig geahndet - ja, hier herrscht Ordnung, solange man nur über eine einzige Identität verfügt!


Dienstag, 6. Juni 2017

Die Welt ist aus den Fugen – mein Wort zum Dienstag

Erdogan und Incerlik, Katar, Nordkorea, sie sind die bestimmenden Schlagzeilen dieser Tage, wenn man einmal von den Nebensächlichkeiten wie Terroranschläge in Europa, den Gummibooten voller Abenteurer auf dem Mittelmeer, den Klima-Ausstieg der USA, Griechenlands Milliardenschulden, dem Bombardement der ISIS in Aleppo und den alltäglichen Beileidsbekundungen unserer Politiker an die Hinterbliebenen in unseren Großstädten absieht. Was auf den phlegmatischen TV-Konsumenten auf der heimeligen Couch abendlich hernieder rieselt, ist ohnehin nur noch mit Chips und Bier verdaulich. Wenn nicht ab und zu die Champions-Ligue oder eine AFD-Versammlung stattfände, könnte man sich als unbeteiligter Bürger glatt aufregen.



Syrien ist inzwischen zur Unterhaltungssendung mutiert. Zum Sonntagsfrühstück gibt es Toast, Orangenmarmelade und Life-Beschuss in den Frühnachrichten. Feuerstürme fegen über unser morgendliches Brunch hinweg. Schweinebraten und Knödel werden hastig aufgetragen, während die hübsche Tageschausprecherin mit sensationsintonierter Stimme die gelungene Bratensauce mit Blut, Angst und Leid verfeinert. Der schauerliche Tod als Life-Event und Quotenrenner begleitet uns ins verdiente Wochenende. Mal sehen, wie die Sache weitergeht. Vielleicht haben wir Glück, und es gibt am nächsten Montag die Fortsetzung mit einer französischen Botschaftssprengung oder einem erfolgsversprechenden Attentat auf den Papst.

London, Nizza, Berlin. ISIS-Schauplätze vor unserer Haustür. Für die Dramaturgie und das Szenenbild sind unfassbar inkompetente Politiker verantwortlich, denen Weitblick, diplomatisches Geschick und Denkvermögen völlig fremd sind. Ob nun Frau Merkel mit Teppichhändlern in Ankara Verträge vereinbart, Trump mit des Saudis Waffengeschäfte abschließt, England aus Europa aussteigt oder Ungarn, Tschechien, Polen, und viele andere die Grenzen dichtmachen, damit die Flüchtlinge auch ganz sicher zu uns finden, um bei uns mal vorbeizuschauen, - auf magische Weise hängt die eine politische Idiotie mit der anderen zusammen. Ich fürchte, unsere regierende Weltelite hat heimlich Wetten abgeschlossen, um herauszufinden, wer den größten Schaden anrichtet.

Gott sei Dank fällt unseren Auserwählten an der Regierung immer wieder etwas ein, um sich beliebt zu machen. Justizminister Maas bekommt für 10.000 Euro Möbel geschenkt, weil ein Einrichtungshaus seine Wohnung nebst Gattin für ihren Katalog hat ablichten lassen. Wenn das keine freudige Nachricht ist ja was dann? Ach ja, und dann hätten wir noch Steuererleichterungen, Mietpreisbremsen, Rentenerhöhungen, natürlich immer im Zusammenhang mit allein erziehenden Müttern, minderjährigen Kindern und den gebrechlichen Alten im Angebot. Wenn wir nicht unseren Schulz hätten, der seit Monaten mit der sozialen Gerechtigkeit auf uns einprügeln würde, wüsste ich schon gar nicht mehr, ob ich meine Miete weiter bezahlen sollte. Schwamm drüber, es gibt Wichtigeres. Bildung...! Weshalb sich die Mehrheit der Politiker dennoch dem geistigen Zölibat verschrieben haben, erschließt sich mir angesichts ihrer Forderungen nicht.

Allerdings können wir alle hoffen, ja - aufatmen -, denn gestern geisterte die Nachricht über die Bildschirme, dass Donald Trump und Erdogan im Katar-Konflikt vermitteln wollen. Gute Idee, aber ich fürchte, ohne Özdemir und Claudia Roth geht das auch wieder in die Hosen. Eines jedoch kann man auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Der gemeine Bürger scheint dazu zu neigen, in ausgefeilten Selektionsprozessen die dämlichsten und auch gefährlichsten Menschen aus ihren Reihen auszuwählen, um sie zu ihren umjubelten Führern zu machen. Der Turmbau zu Babel ist nichts dagegen.

Ich wage mir kaum vorzustellen, dass politischer Verstand, kluge Diplomatie und prospektive Vernunft dazu führen könnte, jene Schritte einzuleiten, die bei klar denkenden Menschen als Vernunft und Weitsicht bezeichnet würde. Seit Monaten unterdrücke die Angst, dass irgendein geistig umnachteter Potentat auf den berühmten „roten Knopf“ drückt und damit einen Weltkrieg auslöst, nur weil er der Überzeugung ist, er habe Recht. Nun ja, sicher werden die wenigen Überlebenden dann vom siegreichen Ministerpräsidenten hören: Wir haben im Sinne unseres Landes und unserer Bürger gehandelt. Unsere Nation steht zusammen. Ob sich das dann noch lohnt, das Zusammenstehen…?

Sonntag, 4. Juni 2017

Die Konjunktur des blutigen Terrors

Wieder einmal ein Anschlag. Erneut Islamisten. Und abermals unschuldige Menschen in den Tod gerissen. London bekommt zu spüren, was Europa und insbesondere auch Frau Merkel mitverschuldet hat. Es sind 6 Tote und nahezu 50 Verletzte zu verzeichnen. Während sich Touristen im Borough-Market amüsierten, raste ein Transporter, von der London Bridge kommend in die Menge. Im Anschluss sprangen drei Täter aus dem Kleinlaster und setzten ihr blutrünstiges Gemetzel fort. Drei Menschen wurde der Hals durchgeschnitten. Die anderen in Panik Flüchtenden mit Messer und Macheten attackiert.


Man findet keine Worte mehr, und angesichts der kaum noch aufzählbaren Anzahl blutiger Anschläge von marodierenden Islamisten, klingen Beistandsbekundungen und Betroffenheitsformulierungen seitens Politiker und Meinungsbildner nur noch wie standardisierte Floskeln, denen man echte Teilnahme kaum noch abgewinnen kann. Wenigstens scheinen Begriffe wie „Einzeltäter“ oder „geistig Verwirrte“ aus dem Sprachgebrauch unserer Politiker gestrichen worden zu sein. Sie sind der terminologischen Lächerlichkeit zum Opfer gefallen. Auch wenn die Täter nach 8 Minuten erschossen waren, das macht die Sache nicht besser.

Und währenddessen man nach dem verbrecherischen Anschlag ganz beiläufig erfährt, dass anlässlich des Ramadans der IS zu verstärkten Attentaten aufgerufen hat, stelle ich wütend die Frage, weshalb die Politiker - insbesondere Deutsche, nicht in der Lage sind, auch hierzulande die Bürger zu warnen. Wie fürsorglich von unseren Eliten, panische Reaktionen unter den Bürgern vermeiden zu wollen.

Die Summe an Unzulänglichkeiten bei unseren Politikern ließe sich beinahe endlos aufreihen. Massive Fehleinschätzungen, Naivität, Gottvertrauen, auch starrköpfiges Festhalten an eigenen Überzeugungen, Mainstreamdenken und sozial erwünschte Humanität sowie militante Gutmenschen-Standpunkte –, sie nehmen einfach kein Ende. Von Mut machenden Analysen und geplanten Sicherheitsvorkehrungen seitens der Politik will ich gar nicht erst sprechen.

Wo sind sie denn, die bei uns integrierten Muslime, die sich längst hätten massiv gegen diese Entwicklungen in Europa einsetzen oder auflehnen können? Wo sind die Brüder Allahs, die in Moscheen massiv gegen radikales Gedankengut vorgehen? Wo sind die Imame, die öffentlich und lautstark in ihren Gemeinden gegen den Wahnsinn des Mordens ankämpfen? Gerade jene „gemäßigten" Vertreter des Korans wären aufgrund ihrer Mentalität, ihrer Sprache und auch ihres ach so friedlichen Glaubens nahe dran, Informationen und Hilfe unseren Sicherheitsbehörden zu geben. Nichts von alledem. Mehr als Beteuerungen oder Bekundungen, dass man nicht alle über einen Kamm scheren möge, ist nicht zu hören. Schändlich, dass sogenannte Meinungsbildner in diesen Chor einstimmen.

Freiheiten, die wir in Europa genossen haben, werden inzwischen in beängstigender Weise eingeschränkt –, natürlich auch aus dem berechtigten Wunsch heraus geleitet, wieder unsere alte Sicherheit zu erlangen. Allmählich bekomme ich das Gefühl, als verhielten sich Deutsche wie Stallhasen, die sich freiwillig in ihren Käfig hocken, weil sie dort zufrieden sind, vorläufig nicht als Braten auf den Tisch zu landen. Bürger akzeptieren mehr und mehr massive Polizeipräsenz, allgegenwärtige Überwachung und jedwede Überprüfung der eigenen Person. Ja, sie fordern sie geradezu und bestätigen die Perversität des Geschehens.

Das ist die Bilanz, die uns auch Frau Merkel nach ihrer katastrophalen Flüchtlingspolitik eingebrockt hat. Dennoch rennen bei uns bekannte Gefährder immer noch draußen herum. Was ist mit unserem Herrn Maas, unserem handlungsfreudigen Justizminister? Anstatt sich dafür einzusetzen, dass solche Subjekte eingefangen und abgeschoben werden, scheint er sich viel lieber um Face-Book-Bashing zu kümmern. Vermutlich fallen bei ihm Tote auf der Straße weniger ins Gewicht als Beleidigungen seiner Person. Was für ein armes Würstchen!

Es spielt keine Rolle, ob in Frankreich, England oder Deutschland blutrünstige Glaubenskrieger meinen, sie müssten Allahs Wille auf unserem Boden vollziehen, um westliche Lebensweisen und traditionelle Freizügigkeit im Miteinander zu bekämpfen. Es geschieht bei uns! Es spielt auch keine Rolle, ob diese Verbrecher im Namen des Glaubens gerade erst eingereist oder schon 20 Jahre hier leben. Da erhält Donald Trumps Forderung, Einreiseverbote für bestimmte Nationalitäten anzustreben, plötzlich eine vernünftige, ja beinahe zwingende Plausibilität, derweil täglich Tausende neuer „Flüchtlinge“ übers Mittelmeer paddeln.

Ich habe genug von den unbelehrbaren Vertretern gutmenschlicher Parteien, die mir in Medien, Fernseh-Diskussionen und Terror-Interpretationen andauernd erklären wollen, dass die Mehrheit der bei uns lebenden Muslime brave, anständige Mitmenschen seien. Wie soll ich meine Sicherheit noch vernünftig beurteilen können? Wer sagt mir, welcher meiner muslimischen Nachbarn noch vertrauenswürdig ist und welcher nicht? Wie, Frau Merkel, soll das weitergehen?



Selbst einem hartgesottenen Flüchtlingshelfer müsste allmählich klar sein, dass er seine humanitäre Gefühlsduselei, seine naive Blauäugigkeit, ja, auch sein einfältiges Helfersyndrom ernsthaft hinterfragen müsste. Ich fürchte, er wird erst dann seine Meinung ändern, wenn er als in die Luft gesprengte Staubwolke im Nirwana verschwindet. Sollte ich deshalb Genugtuung finden? Sicher nicht. Ich habe auch keine Lust darauf, bei einer Veranstaltung arabisch aussehenden Menschen aus dem Weg zu gehen oder mich in einem Supermarkt hinter Konservendosen zu verstecken, wenn ich an der ALDI-Kasse eine türkische Familie sichte.

Ich weiß, das klingt übertrieben. Menschen können nichts für ihre Gefühle, aber unsere Politiker können etwas dafür, dass diese Ängste mehr und mehr um sich greifen, gerade weil es keinen absoluten Schutz gibt. Man denke nur, was ein einziger Böller beim Public-Viewing in Turin auslöste. Tausend Verletzte sind zu beklagen, weil sich 30.000 Menschen aus Angst vor einer Bombe in Panik wie eine Büffel-Stampede in Bewegung setzte. Es ist Zeit, unfähige und kurzsichtige Regenten abzuwählen. Es ist Zeit, unseren etablierten, linkslastigen Medien deutlich zu machen, dass wir deren „pseudo-kritischen Berichten“ keinen Glauben mehr schenken. Und es ist hohe Zeit, verblendeten Schönrednern auf die Füße zu treten.


Freitag, 2. Juni 2017

Geisterfahrer der Klimapolitik

Der empörte Aufschrei ist weltweit zu hören. Trump ist gestern mit Vollgas in den Highway eingebogen. In entgegengesetzter Richtung. Wahrscheinlich mit einem VW-Diesel der dritten Generation. Wenn man einmal davon absieht, dass auf dieser Welt ohnehin jedes Land mit seinem Dreck und seinem Giftmüll tut, was es will, könnte man sich angesichts des Sturmes im Wasserglas der Klimapolitik ersäufen. Denn so klar ist nicht, wie es die Verfechter des gesunden Klimas mit ihren selbst auferlegten Verpflichtungen halten. Fährt man nicht schon seit Jahrzehnten heimlich auf der falschen Seite unserer Klima-Autobahnen und erzählt dem Bürger eine Story? Wobei wir mittendrin wären, im kontroversen Thema.



Trump steigt aus dem Klimaabkommen aus. Kein Nachrichtensender, der sich mit dieser Sensation nicht auseinandersetzt. Man hat das kommen sehen. Doch selbst die optimistischen Anhänger seiner Politik, die diesem Klima-Hasardeur noch einen letzten Rest an funktionsfähigen Synapsen unterstellten, sehen sich nun enttäuscht. Ich frage mich: Weshalb eigentlich? Er hat getan, was er angekündigt hat, etwa mit der Attitüde eines türkischen Türstehers einer angesagten Disko, der jedem anbietet, ihm was aufs Maul zu geben, wenn ihm etwas nicht passt. Mit Logik, Freundlichkeit oder überzeugenden Argumenten kann man einem solch vernagelten Zerberus auch nicht beikommen.

Wie sagte Jean-Claude Junker in einem Interview vor zwei Tagen so prägnant? „Wir haben Herrn Trump in Taormina in einfachen, deutschen Hauptsätzen die Wichtigkeit der Klimapolitik zu erklären versucht.“ Nun ja, wo der herkömmliche Mensch ein Hirn hat, wabern aus Sicht von Junkers und Konsorten in Trumps Oberstübchen übelriechende Darmgase. Daher vermutlich dessen positive die Affinität zur globalen Erderwärmung. Trumps Masterplan allerdings dürfte nur einer kleinen Gruppe eingeweihter Vertrauter geläufig sein. Meine Vermutung ist ja, dass er mit der Produktion von Sonnenschutzmitteln mit Lichtschutzfaktor 30 zukünftig eine marktbeherrschende Position erreichen will. Wir werden es noch erleben: Die USA wird Weltmarktführer bei der Vorbeugung von Sonnenbränden, während die Chinesen und die Inder uns derweil mit Giftgaswolken einhüllen. Die Kombination hat was.

Wäre ich ein Zyniker, würde ich spontan an die Milliardenzahlungen deutscher Automobilhersteller denken, die mit ihrer Schmuddelsoftware den USA weitflächig wahre Abgaswohltaten bereitet haben. Wenn man es genau nimmt, entrichteten sie an die US-Regierung 15 Milliarden Euro Vergnügungsteuern für die erfolgreiche Verbreitung von Diesel-Emissionen. Durch den Trump-Ausstieg zahlen der Volkswagen-Konzern und Bosch im Zuge der Affäre um manipulierte Abgaswerte ihren Kunden in den USA noch einmal mit mindestens mit 1,6 Milliarden Dollar Kundenboni, damit sie anstatt mit amerikanischen Rußbomben mit computergesteuerten Abgasschleudern „made in germany“ noch effizienter ihre Landschaften verpesten. Da erhält der deutsche Qualitätsbegriff eine völlig neue Dimension.

Die Welt ist irgendwie verkehrt, habe ich den Eindruck. Um auf die zuvor erwähnte, mentale Unzugänglichkeit des Türstehers vor der Disco zurückzukommen, wäre es jetzt doch eigentlich nur fair, wenn man Besitzer von TESLA-Fahrzeugen hierzulande mit Strafzahlungen belegen würde. Immerhin benutzen sie „sauberen“ Strom. Dass Trump gleichzeitig mit dem Ausstieg des Klimaabkommens auch die Krankenversicherung abschaffen will, hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, weil dann Lungenkarzinome, Asthma-Anfälle und Hautkrebs eine höhere Verbreitungsrate erfahren und somit unter den ärmeren Schichten der Gesellschaft unerwünschte Bevölkerungszuwächse überschaubar bleiben. Aus seiner Sicht vermehren sich Chinesen, Mexikaner und Muslime bereits wie die Karnickel. Diesem Trend kann man mit gezielten Maßnahmen wie die Maximierung von Co2 Ausstoß oder Schwefelgas-Emissionen regulierend entgegenwirken. In Syrien klappt das ja schon.

Halten wir doch noch einmal fest: Nachdem dieser amerikanische Emissionsguru das Klima-Abkommen gekündigt hat, wird zwar der Austritt frühestens im Jahr 2020 gültig, spart aber 500 Millionen Dollar an Zahlungen nach Paris. Wahrscheinlich wird er das Geld in Waffen oder in Kriegseinsätzen anlegen. Etwas anderes hat er auch noch erreicht: Ab sofort gehört er zu der elitären Minderheit der zwei Staaten Syrien und Nicaragua, die damit die einzigen Länder sind, die nicht mehr Teil des UN-Weltklimavertrags sind. Somit befindet er sich in bester Gesellschaft, zumal er gerade dabei ist, Syrien zu eliminieren. Ich habe den Verdacht, dass er seinen Slogan: „America First“ zumindest auf dem Gebiet der Umweltverschmutzung seinen weltweiten Führungsanspruch durchsetzt. Möglicherweise haben wir alle den US-Präsidenten unterschätzt und er ist tatsächlich gescheit.