Montag, 7. August 2017

Ex-Präsident Wulff verkauft türkische Klamotten

Was soll man dazu noch sagen? Christian Wulff nähert sich beruflich allmählich dem Niveau an, auf dem er sich, was seine Qualifikation als Männermodell angeht, noch nicht so ganz wohl fühlt. Angeblich betätigt er sich dort als Prokurist. Und als neuer Chef steht er bald im Laden der türkischen Modefirma Yargici, hängt Klamotten auf die Bügel und preist die Ware aus. Immerhin, man hat ihm einen wichtigen Titel verpasst, wahrscheinlich wollte man sein Selbstwertgefühl nicht über Gebühr beschädigen. Ja, ja, die Türken sind manchmal schlauer als man denkt!



Der neue Nebenjob unseres Ex-Bundespräsidenten ist, was seine Karriere angeht, an hohem Anspruch kaum noch zu überbieten, jedenfalls für seine Verhältnisse. Schon Ende Mai waren Wulff und seine Ehefrau Bettina Gäste bei der Ladeneröffnung des ersten deutschen Yargici-Geschäfts in Hamburg. Ob die beiden dort im Lager schon mal die Kollektion vorsortiert haben, ist nicht bekannt. Immerhin, es gab Häppchen und Prosecco.

Wie ließ der stellvertretende Parteivorsitzende Ralf Stegner verlauten? "In der Regel übernehmen Altbundespräsidenten Ehrenämter und werden nicht Prokuristen von Modefirmen. Der lebenslange Ehrensold wird schließlich gewährt, damit ehemalige Staatsoberhäupter nicht gezwungen sind, sich etwas dazuverdienen zu müssen." Ist diese Politiker-Entwicklung nicht ein Paradebeispiel für das bejammernswerte Selbstbewusstsein unserer angeblichen Elite? Ich will fair sein. Auf der anderen Seite könnte ich mir auch Gabriel nach Feierabend sehr gut als Eis-Verkäufer in Rimini am Strand vorstellen oder Schulz als Teppichhändler in der Altstadt von Izmir. So ein kleiner Verdienst nebenher ist nicht zu verachten und entspräche auch deren tatsächlichen Fähigkeiten.

Dass sich jetzt die SPD echauffiert, halte ich ohnehin für eine schlecht geschlagene Wahltrommel. Aber was Stegner angesichts der Persönlichkeits-Entgleisung eines Mannes mit dem höchsten Amt in der BRD so von sich gibt, kann man eh nicht ernst nehmen, denn wer kann schon von 236.000 Euro „netto“ im Jahr leben? Offen gestanden, wäre ich an Stelle von Wulff, dann ich hätte den Ex-Parteikollegen Stegner abgeworben. Gute Mitarbeiter im Lager sind in Deutschland Mangelware, zumal immer weniger potentielle Mitarbeiter der deutschen Sprache mächtig sind. Ich fürchte nur, Ralf Stegner wäre auch in der Position eines Lagerleiters überfordert, zumal er kein türkisch kann.

Bei der CDU hat man mit der Abwerbung bei der Konkurrenz gute Erfahrungen gemacht. Die erfolglose Politikerin Elke Twesten von den GRÜNEN wechselte in die CDU – nach dem Wahlmotto: Wir sind uns für nichts zu schade - Avanti Dilettanti – Versager versammelt euch. Ob sie in der dortigen Parteizentrale die Verantwortung für die Anpflanzung von Löwenzahn in den Blumenkästen übernehmen wird, muss noch ausgehandelt werden. Angesichts solcher Entwicklungen würde ich mich nicht wundern, wenn der Ministerpräsident von Niedersachsen Stephan Weil nach seinem Rücktritt bald bei VW die Qualitätskontrolle für die Abgasregelung übernimmt.

Auch Anton Hofreiter darf, ganz dem grünen Umweltgedanken folgend, später einmal auf eine adäquate Beschäftigung hoffen. Wieder verwertbare Pfand-Flaschen einsammeln. Schwamm drüber. Was Wulff angeht, vermute ich, dass Bettina ihren Langweiler von Ehemann nur deshalb zum Arbeiten schickt, damit er zu Hause endlich aus dem Weg ist. Kerle wie er sitzen den ganzen Tag auf der Couch herum, schauen TV und stören nur, wenn Staubsaugen und Flur putzen angesagt ist.

Nun gut, wenn schon unser Ex-Bundespräsident jetzt einer geregelten Arbeit nachgeht und etwas Sinnvolles tut, erwarte ich, dass auch andere gescheiterte Politiker in Zukunft ihren Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeiten nachgehen. Bleibt zu hoffen, dass Wulff seinen Arbeitsplatz bei den Türken länger als die 20 Monate im Bundespräsidialamt erhalten kann. Unsereiner muss ja bis zum 68 Lebensjahr schuften, bis er eine monatliche Rente von Tausend Euro erhält. Gute Chancen hat er, denn immerhin bekennt sich der neue Klamotten-Verkäufer immer noch zu dem anheimelnden Satz: Der Islam gehört zu Deutschland. Irgendwie hatte er für sich selbst Recht, nun machte Wulff Ernst, jetzt gehört er zum Islam...

Der Bürger in unserem Land kann nur noch den Kopf schütteln, was sich derzeit in unserer politischen Landschaft abspielt. Fehlt nur noch, dass Bettina sich mit Kopftuch leutselig hinter die Kasse stellt und die Ware eintütet, während Christian sich darauf vorbereitet, zum Islam zu konvertieren. Ich sehe es schon kommen, eines Tages werden unsere ausgedienten Politiker in türkischen Basars ihre Rente aufbessern. Nur der Cem, der nicht, den würde man wegen politischer Umtriebe schon an der türkischen Grenze bei der Einreise verhaften.