Dienstag, 12. Dezember 2017

Der Re-Import des Judenhasses – ein deutsches Menetekel

Es musste ja so kommen. Was in Deutschland nach dem Holocaust undenkbar schien, ist nun wieder virulent. Kaum hatte Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt, rotteten sich die Hardcore-Muslime auf Berlins Straßen zusammen. Und dann brannten die Davidsterne. Die Migration Hunderttausender Flüchtlinge aus dem nahen und mittleren Osten tragen nun mit ungeheurer Wucht einen Judenhass in unser Land, der sich in den Wohnghettos wie Neukölln, aber auch Duisburg, Pforzheim oder Bremerhaven zum Flächenbrand entwickeln kann.

© Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa"

 Hunderte junge, hasserfüllte Männer skandierten gestern am Washingtonplatz "Khaybar, Khaybar, oh ihr Juden, die Armee Mohameds wird zurückkehren.“ Ein palästinensisches Fahnenmeer schwappte wie ein antisemitischer Tsunami über den Pariser Platz und führte den verantwortlichen Politikern drastisch vor Augen, dass sie nicht nur auf einem Pulverfass sitzen. Sie haben mit offenen Grenzen und unkontrollierter Einreise auch die Lunte selbst gelegt. Jetzt fehlt nur noch ein Streichholz.

Den Geist, den Merkel und Konsorten gerufen, den werden sie so schnell nicht mehr los. Was in Berlin als genehmigte Aktion gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels angekündigt war, schlug unvermittelt um in Hass, Morddrohungen und Diskriminierung des jüdischen Volkes. Jetzt rächt sich Merkels Parole „Wir schaffen das“ auf eine weit gefährlichere Weise, als unsere Kanzlerin es je für möglich gehalten haben dürfte.

Es lässt sich zwar nicht von der Hand weisen, dass es auch noch einen deutschen Antisemitismus gibt. Der allerdings blüht eher im Verborgenen, hinter vorgehaltener Hand, auch an dem einen oder anderen Stammtisch und schlimmstenfalls offen in einigen rechtsradikalen Köpfen. Aber was sich nun auf unseren Straßen zusammenbraut, das hat uns die naive Einwanderungs-Politik der Regierung aus falsch verstandener Humanität eingebrockt. Seit 70 Jahren hat man sich in Deutschland intensiv darum bemüht, Antisemitismus zu bekämpfen. Dass in arabischstämmigen, türkischstämmigen, ja generell in muslimischen Gemeinschaften endemischer Judenhass existiert, haben unsere Politiker entweder ausgeblendet oder einfach nicht zur Kenntnis genommen.

Die geschäftsführende Kanzlerin Merkel hat sichtlich aufgeschreckt reagiert, als die Berichte eines wütenden muslimischen Mobs über die TV-Bildschirme flimmerten. Es folgte – wie gewohnt -, empathie und emotionslos -, die Verurteilung des „Vorgangs“. Alle Wetter, möchte ich sagen! Ist die liebe Frau Merkel etwa aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht? Es macht den Bürger fassungslos, mit welch grenzenloser Ahnungslosigkeit, bejammernswerter Ignoranz, verbunden mit einem Allmachtsauftreten unsere geschäftsführende Regentin einen gesellschaftlichen Krieg angezettelt hat, ohne das Geringste davon zu bemerken.

Was mich allerdings noch mehr befremdet, ist die Tatsache, dass zwar Fahnen verbrennen verboten, das Skandieren übler Morddrohungen in Richtung Israel aber weiterhin erlaubt ist. Könnte es sein, dass ein Hasspost in Facebook in den Augen unseres Justizministers strafwürdiger ist, als allen Juden den Tod zu wünschen? Nun ja, dann dürfen wir uns bald darauf gefasst machen, dass Muslims mit uns ähnlich blutrünstig verfahren werden, wie mit den Juden.

Aus Protest gegen die Entscheidung Trumps zog gleich eine aufgebrachte Hundertschaft unterbelichteter Fanatiker durch Berlin und verbrannte israelische Fahnen vor der US-Botschaft. Auch am Sonntag war bei einer Demonstration im Berliner Stadtteil Neukölln eine israelische Flagge angezündet worden. Der Judenhass vieler Muslime ist nur das Vorspiel einer herannahenden Katastrophe, die sich nicht nur wegen Trumps Erklärung blutig gegen unsere eigene Gesellschaft richten könnte. Den Vorgeschmack von Gewalt, Mord und Kriminalität bekommen wir längst auf vielen Ebenen zu spüren.

Bereits im Juli mussten in den Ministerien die Vorfälle bekannt gewesen sein, die sich in den Straßen Frankfurts, Stuttgarts und Hagens abgespielt haben. Mit Gesängen wie „Tod, Tod, Israel!“ und „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, zogen Moslems jeder Couleur durch die Innenstädte und schrien ihre Wut auf die Juden heraus. Selbst Mitbürger, die schon seit Jahren in unserem Land leben – darunter sehr viele Türken brüllten: „Kindermörder Israel!“ und „Frauenmörder Israel!“. Chorgesänge, wie „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“, und andere Hassparolen erklangen in den Straßen. Mit starren, oft hassgeprägten Gesichtszügen, dazwischen immer wieder: „Allahu akbar!“

Anstatt schon vor drei Jahren den Anfängen zu wehren, vernahm man so gut wie nichts. Auch die wenigen Pro-Israel-Demonstrationen überließ man weitgehend engagierten Privatpersonen, wenigstens schützte die Polizei diese vor islamischer Wut. In Stuttgart mussten gänzlich unbeteiligte Einheimische in naheliegende Häuser flüchten. Viele Beobachter fühlten sich mit Entsetzen in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückversetzt.

Ein Blick nach Neukölln hätte Frau Merkel gut angestanden. Dort würde sie in den arabischen Vereinen erfahren haben, was sich in unserem Land breitmacht. Die Stadt kooperiert, wie die Neuköllner AfD-Bezirksverordnete Anne Zielisch unlängst zu Tage förderte, seit Jahren mit arabischen Vereinen, die ihre Räumlichkeiten mit Karten des Nahen Ostens schmücken, auf denen Israel nicht existiert.

Dafür ziert ihren Bezirk neuerdings ein Spielplatz, dessen Juwel eine „orientalische Burg“ mit Halbmond auf der Kuppel bildet. Und im „Integrationsausschuss“ wird über die Möglichkeiten der Einführung eines Scharia-Gerichts debattiert. Es ist fünf nach zwölf, verehrte Frau Merkel, und zum Nachdenken beinahe zu spät. Den Geist zurück in die Flasche zu expedieren, das dürfte in der Tat eine Mamutaufgabe werden.  

SPD-Bescherung - Scheiße in Geschenkpapier

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit bereitet sich auch die SPD darauf vor, alle, die sie lieben und nicht lieben, in der Heiligen Nacht mit himmlischen Gaben zu bedenken. Endlich ist es soweit. Nicht nur die Parteibasis, sondern auch der gemeine SPD-Wähler darf sich über die Bescherung freuen. Sankt Martin war heimlich in die Rolle des Santa Claus geschlüpft. Posaunen, die vor mehr als zweitausend Jahren die Mauern von Jericho zum Einsturz gebracht hatten, erfüllten den Himmel mit einem infernalischen TÄTERÄ… TÄÄÄ....



Ho, ho, ho, tönte es aus kosmischen Sphären. Ordentlich Sternenstaub hinter sich herziehend, schwebt Santa Claus aus Würselen mit Schlitten und Rudolf, the rednosed Rendeer durch den Koalitionsnebel hernieder. Mit schnalzender Zunge und Peitschenschlag bringt er den Himmelsschlitten am Montagabend direkt hinterm Rednerpult der Fraktionssitzung zum Stehen. Aus dem Dunst materialisiert sich eine bärtige Gestalt. Ein Raunen geht durch die Menge, als Sankt Martin dem Schlitten entsteigt und seinen gewaltigen Sack auf dem Podium abstellt. Übertreibung war schon immer sein Markenzeichen.

Theatralisch lässt Sankt Martin den Blick über die hoffnungsvollen Mienen der Anwesenden schweifen, bevor er wie ein Heilsbringer die Arme ausbreitet und zu sprechen beginnt. Mit gütigem Timbre in der Stimme lässt er die Gläubigen in den hinteren Reihen wissen: „Kinder … - hiermit verkündige ich euch …, dieses Jahr gibt es KoKo“ unterm Weihnachtsbaum“. Freudige Erwartung wechselt mit atemloser Spannung. Im Saal knistert es vor Neugierde. KoKo …? Wieder erfüllt ein vernehmliches Raunen den Saal. Das gab‘s noch nie.

Doch dann war Schluss mit lustig. Eingeschlagen in güldenem Geschenkpapier und silbernen Schleifchen präsentiert er die Koalitions-Kooperation – abgekürzt KoKo. "Nein, nicht von Chanel", erläutert Sankt Martin den überraschten Teilnehmern in der Fraktionssitzung sein grandioses Modell. "Wir werden nur noch einige wenige Kernprojekte aus unserem Parteiprogramm im Koalitionsvertrag verankern." Allen Anwesenden verschlägt es die Sprache. "Die meisten Themen werden wir bewusst offen lassen", so spricht er zu seinen Genossen. "Später", so fährt er mit fester Stimme fort, "später, wenn wir mit in der Regierung im Bundestag sitzen, können wir immer noch unsere Forderungen diskutieren und aushandeln."

Die neue Idee hat den Vorteil, dass man die kleinen Unstimmigkeiten mit Christkind Angela ohne heftigen Flügelschlag regeln kann und bei den eignen Wählern keinen Gesichtsverlust erleidet, gleichzeitig aber den Eindruck erweckt, sich erfolgreich durchgesetzt zu haben. "In meinem Geschenkpaket ist zwar nichts von Bedeutung, aber damit lässt es sich allemal mitregieren", so Sankt Martins Argument. Zur Bestätigung erklingt aus dem Hintergrund Engel Nahles' silberhelle Stimme: „Oh…, ein so schönes Geschenk …“ und stimmt gemeinsam mit den Jusos ein Weihnachtslied an. „Vom Himmel hoch, da kommt er her…“

Ah…, ja, denke ich! Was schert Sankt Martin, was der Bürger will. Schließlich reichen die Geschenke nur für jene, die ohnehin nicht im Dreck sitzen. Renten? Gibt’s später. Bürgerversicherung? Später…! Verbesserung der Pflege? Wer braucht das schon! Flüchtlinge? Haben wir bereits, könnten aber gerne ein paar mehr sein. Aber nächstes Weihnachten kommt bestimmt. Wahrscheinlich besteigt er im Anschluss wieder seinen Himmelsschlitten und schlittert mit Rudolf the Rendeer von dannen. Im Stillen übersetze ich die himmlische Botschaft. Bei seinem Weihnachtsgeschenk handelt es sich lediglich um liebevoll verpackte Scheiße. Weckt Erwartungen, will aber niemand, braucht niemand, riecht schlecht und kann weg.

Anders ausgedrückt, alles, was noch vor wenigen Tagen eine „conditio sine qua non“ war und bei der SPD als essentiell bezeichnet wurde, will man in stimmungsvollen Koalitionsverhandlungen bei Kerzenschein und Plätzchen erst gar nicht ansprechen. Die viel gerühmten Inhalte sind für die Führungsnasen in der Partei nicht mehr als vernachlässigbare Verhandlungsparameter, die man auch getrost nach hinten verschieben kann. Das neue Motto der SPD: Wir fordern nichts, aber dafür kämpfen wir. Der Bürger hat ein kurzes Gedächtnis, vergisst schnell und freut sich darauf, dass Rodolf und Martin in nur 12 Monaten aus dem kuschligen Wolkenkuckucksheim wieder auf die Erde herniederschweben.

Besonders interessant war nach Sankt Martins Auftritt das Statement unseres allseits geliebten Siggi. Der heilige Sankt Gabriel erhob seine Stimme: Zitat – „Das Schlimmste was uns passieren kann ist eine Situation wie damals in Belgien, die zwei Jahre lang keine Regierung hatten. Das kann für uns alle wirklich gefährlich werden.“ Zitat Ende. Stimmt, kann ich da nur sagen. Wenn die Bürger erst einmal bemerken, dass man unsere Regierung gar nicht mehr braucht, dann wird es wirklich eng. Dann darf so mancher seinen gut alimentierten Ministersessel räumen. Stille Nacht, heilige Nacht, kann man da nur noch sagen.




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