Mittwoch, 13. Juni 2018

Ralf Stegners unerträgliches Europa

Da tönt er wieder, dieser intellektuelle Unglücksfall aus den Reihen der SPD. Ralf Stegner schien gestern den unwiderstehlichen Impuls zu verspüren, dem deutschen Wahlvolk den Beweis erbringen, dass er SPD's Leader für krude und weltfremde Lebensweisheiten ist. 




„Das ist nicht mein Europa ...“, so sein Statement im sozialen Netzwerk. „... dieser kaltherzige Kontinent der Orbáns, Kurz, Seehofers und Dobrindts, Straches und Salvinis, Le Pen und Kaczynskis und all den anderen aus so genannten christlichen Parteien und ihrer Spießgesellen aus der rechten Nachbarschaft.“

Angesichts der Tatsache, dass dem Bürger aufgrund täglicher Horrornachrichten über Vergewaltigungen, Raub, Mord, Totschlag, Bombendrohungen, Messerangriffen oder wüsten Schlägereien aus den Reihen von Flüchtlingen zwischen Frühstück und Abendessen kaum noch eine Verschnaufpause gegönnt wird, darf ich den Genossen Stegner nur bestätigen, dass er mit diesem Statement im Netzwerk zum ersten Mal in seinem Parteileben richtig liegt. Scheinbar fühlt er sich eher jenen Ländern zugetan, in denen Gewalt an Frauen, bestialische Bluttaten, Steinigungen, Christenhatz und Attentate, aber auch ein paar Kirchensprengungen zum bevorzugten Alltagsleben gehören. Ein kleines Bürgermeisteramt im Hinterland von Jemen scheint mir die nützlichere Zukunftsaufgabe für diesen Herrn zu sein.

Dass all diese Orbáns, Kurz, Seehofers und Le Pens, diese Salvinis, Straches und Kaczynskis in ihren Überzeugungen richtig liegen könnten, kommt diesem an Idiosynkrasie leidenden Schwätzer nicht in den Sinn. Seit letzter Woche hat sich auch der Ministerpräsident Sloweniens der bunten, aber klar denkenden Politikertruppe angeschlossen, die keinen dieser passbefreiten Unruhestifter ins Land lassen. Italien hat's auch begriffen. Es lässt kein weiteres Schlepperschiff unserer fleißigen und von Humanität ergriffenen Menschenhändler in ihre Häfen, besonders nicht jene, die in vorauseilendem Rettungsanliegen schon vor der Küste Libyens die Nichtschwimmer einsammeln und sie von dort aus nach Europa bringen wollen. Ob Spanien in Zukunft mehr als eines dieser Schiff anlanden lässt, wird sich noch weisen.

Aber es ist ja nicht so, als stünde Ralf, der Schmerzbefreite, alleine auf weiter Flur. Auch Angela, die Unerbittliche, verteidigt ihre migrantenfreundliche Hirninsuffizienz mit Zähnen und Klauen. Ihre damalige Entscheidung, Deutschland mit Goldjungs aus Afrika zu fluten, stieß schon damals auf einige kritische Stimmen. Als sich Mahner, Kritiker und Warner gegen den Besuch hunderttausender viriler Jünglinge stellten, beschwerte sie sich in den Medien mit den Worten: Dies ist nicht mehr mein Land.“ Doch scheinbar wird es für die beiden Partei-Geschwister im Geiste ziemlich eng. Der Bürger hat die Schnauze gestrichen voll.

Und nicht nur die Bürger. Angela stürmt eisiger Wind aus der eigenen Partei durchs Haupthaar. Immer mehr Parteifreunde gehen in Deckung. Sie ahnen wohl, dass die Diäten, Reisekosten, Altersversorgung und Dienstwagen in Gefahr geraten, wenn sie unserer Wuchtbrumme weiterhin die Stange halten. Aber sie steckt in einem Dilemma. Jetzt eine Kehrtwendung in Sachen Flüchtlingspolitik zu vollziehen hieße auch, sich selbst und ihre Entscheidung hinsichtlich ihrer Flüchtlingspolitik als „absurdum“ auszuweisen.

Was Pöbel-Ralle angeht, dürfte er nicht nur der Garant dafür sein, die SPD vollends in den Graben zu fahren, er ist meiner Meinung nach das Flaggschiff für die erfolgreiche Torpedierung seiner eigenen Partei. Mithilfe von Nahles und dem abgehalfterten EU-Schulz haben sie gute Karten für eine Minderheitspartei. Ein Glück, dass die rote Truppe sich eine gewisse Immunität für Realitäten erarbeitet hat, was ihnen beim Abstieg große körperliche Leiden erspart. Im Hirn spüren die Genossen schon lange nichts mehr.

Natürlich ist es für stoische Politiker mit unterentwickeltem Aufnahmevermögen schwer zu verstehen, dass mittlerweile jede einzelne Nachricht einer Gewalttat aus dem Milieu der Migranten weitere Wähler ins Lager der AFD treibt. Beinahe könnte man den Verdacht hegen, dass sich unsere Kanzlerin auf eine Mitgliedschaft bei den Blauen bewerben will. Anders kann kein Mensch mehr ihre verbohrte Haltung verstehen. Auch dem Bayernhorst sitzt die AFD im Nacken. Er muss die Flucht nach vorn antreten, sonst wird das nichts mit den 45% der Wählerstimmen.

Doch zurück zu  Angela. Ihr Treffen mit dem österreichischen Kanzler Sebastian Kurz muss wie eine kalte Dusche gewirkt haben. Der CDU-Wirtschaftsrat empfing den 31-jährigen Senkrechtstarter aus dem Land der Nockerln und der Kaffeehauskultur wie ein Pop-Star. Er hat, was die Flüchtlingsproblematik angeht, Nägel mit Köpfen gemacht. Er schloss vor einer Woche kurzerhand die Brutstätten islamistischer Agitatoren, sperrte 7 Moscheen zu und verwies 60 Imame des Landes. Überprüft werden in Österreich 40 weitere, dubiose Geistliche des Vereins ATIP, das Gegenstück zu DITIP.

Aber davon abgesehen, hat sich Merkel in Europa mit ihrer Flüchtlingspolitik weitgehend isoliert, auch wenn sie wie eine störrische Rotznase darauf beharrt, eine „Europäische Lösung“ für die Verteilung der Refugees durchsetzen zu wollen. Immer noch wirbt sie für „offene Grenzen“, auch wenn rings um sie herum Polizei alles abfängt, was nicht ins Land gehört. Schengen ist tot, das darf man inzwischen mit Fug und Recht behaupten. Europa gerät mehr und mehr aus den Angeln. Ob Stegner und Merkel nun auswandern werden, ist jedoch nicht bekannt.


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