Freitag, 14. September 2018

Halali – die Hatz auf Maaßen - ein Opfer muss erbracht werden

Ja, sowas! Erst echauffierten sich bundesweit Pressevertreter, überschlugen sich die Partei-Oberen vor Empörung und es geiferten die rot-indoktrinierten Staatsmoderatoren in Talkshows was das Zeug hielt, denn es galt die Hetzjagd in Chemnitz zu verurteilen, ein Ereignis, das bewiesenermaßen gar nicht stattfand. 


Kaum hatte sich herumgesprochen, dass Polizei, Staatsanwälte und Verfassungsschützer Maaßen das blutige Gemetzel auf das Niveau von hasserfüllten Zurufen und auf Drohgebärden „downgegradet“ hatten, verlangen die der Lügen überführten Marktschreier ein Opferlamm. Gesicht wahren - koste es was es wolle. Es kann nicht sein, dass Politiker als Sophisten in Verruf kommen. Es gilt also, den Makel der Berufsschwätzer semantisch auszumerzen und sich den Nimbus der moralisch unfehlbaren zu verleihen.

Einer Kanzlerin zu widersprechen, das kommt unter Beamten und Staatsbediensteten einem Sakrileg gleich – es ist sozusagen die blasphemische Entweihung unserer unfehlbaren Angela. Wo käme unser Rechtsstaat hin, wenn jeder dahergelaufene Verfassungsschützer das Gegenteil dessen behauptete, was „Merkel die Geheiligte“ dem Volk verkündet. Dabei spielt der Wahrheitsgehalt einer Kanzlerverkündigung nur eine untergeordnete Rolle. Nur gut, dass gerade Baumhäuser geräumt werden, sonst müssten Andrea Nahles und Katrin Göring-Eckardt womöglich noch beten gehen.

Nun fällt diesem Hans-Georg Maaßen die Gotteslästerung auf die Füße. Erstaunlicherweise schwingt sich nun die SPD auf, den Frevel, eine Wahrheit laut auszusprechen, mit maximaler Geißelung zu bestrafen. Die Sache spitzt sich zu. Entweder der Kopf von Hans-Georg Maaßen oder Ausscheiden aus der Koalition. Wahrheitserfinder können wir in Deutschland nicht gebrauchen. Die schaffen nur Unruhe im Land und ziehen unsere schönen Lügen in den Dreck. Lieber eine schöne Lüge als eine unschöne Wahrheit. Man könnte es auch so ausdrücken. Eigenes Unvermögen kann nur durch die Darbietung eines fremden Opferlammes gesühnt werden.

Die roten Genossen haben sich mit den grünen Samaritern verbündet. Allianzen schmieden ist das Motto. Sie haben gemeinsam zur Treibjagd auf den Behördenleiter Maaßen geblasen. Untragbar für das Amt, so schallt es aus allen Winkeln und Ecken, vor allem aus jenen, in denen man intellektuelles Prekariat und geistiges Unvermögen vermuten muss. Kanzler-Bashing unter dem Deckmantel einer gespielten und aufgebauschten Entrüstung, während man mit hinterfotziger Scheinheiligkeit erklärt, dass aus dem Kanzleramt ein starkes Signal kommen möge. Danach sieht man weiter.

Kevin Kühnert (SPD), ein kleiner Klugscheißer und gerade der Pubertät entronnen, gehört zu jenen, die es an Augenmaß am meisten missen lassen und mit altklugem Habitus dem Präsidenten des Verfassungsschutzes Unfähigkeit unterstellen. Alle Wetter, das Kerlchen traut sich was. Einer, der sein Studium mangels Hirnmasse vorzeitig beendete, nie einen richtigen Beruf ausübte und in seinem kurzen Leben nichts Erwähnenswertes erreicht hat, spielt den überragend Kompetenten. Ein kleiner Kläffer, der mit den großen Hunden pissen gehen will, aber das Bein nicht hoch genug heben kann.

Nun ja, was soll schon aus den Reihen der SPD nachwachsen, wenn die Erwachsenen dieser Partei selbst nicht zu den hellsten Kerzen zählen. Doch sie haben alle eines gemeinsam. Rachegelüste. Gebeutelt vom Aderlass des Mitgliederschwundes, entnervt von düsteren Wahlprognosen und hilflos, was die Umsetzung ihrer originären Parteiprogramme angeht, muss jetzt unter allen Umständen das Blutopfer Maaßen auf dem Altar der Wahrheit erbracht werden. Inzwischen zählt das Meucheln eines Gegners zu einer bemerkenswerten Parteileistung, die das Selbstwertgefühl wieder ins Lot bringt.

Noch hält der Innenminister Seehofer seine schützende Hand über seinen Behördenleiter. Doch auch er gleicht mehr einem Riesen auf tönernen Füßen als ein Hero und Verteidiger seiner Vasallen. Kein Wunder, er hat jede Menge andere Baustellen in seinem Heimatland Bayern. Sein Stiefsohn Söder kämpft gegen den Untergang seines Parteischiffs und gegen eine sich anbahnende Parteiblamage.

Die öffentliche Auspeitschung von Hans-Georg wurde auf Montag vertagt. Kann gut sein, dass der arme Präsident das gerupfte Huhn spielt und mit zusammengebissenen Zähnen sein Amt aufgibt. Ich fürchte, ein „absolve te“ von Seiten unserer gottgleichen Angela ist nicht zu erwarten. Sie wird den Erzengel spielen und weiterhin den schönen Popanz von Mutmaßungen, Annahmen und Legenden der Hetzjagd in Chemnitz zu heiligen. Nutznießer dieses Spektakels kann nur einer sein. Die AfD. Doch selbst das will niemand wahrhaben.

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