Montag, 8. Oktober 2018

Que sera, sera …, die CSU, die bayerischen Wähler und die Zukunft.

Prognosen sind immer kompliziert, zumal sie die Zukunft betreffen. Kaum eine Personengruppe kennt sich da besser aus, als politische Parteien. Angesichts der Bayernwahlen haben visionäre Voraussagen Hochkonjunktur.


Ich wills mal so sagen: Die Interpretation von Wahlprognosen und politischen Entwicklungen hängen immer vom Grad des erwünschten Ergebnisses eines ambitionierten Politikers ab, der in enger Zusammenarbeit mit willfährigen Publizisten die eigene Karriere vorantreiben und seinen Posten sichern will. Man darf gespannt sein, welche Koalitions-Opportunisten das Rennen machen, um unseren Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) den Hals zu retten.

Den Demoskopen zufolge dürfte es sich dieses Mal um die GRÜNEN handeln, denn nach den letzten Umfragen droht der CSU ein Debakel nie gekannten Ausmaßes. Ob INFAS, DIMAP oder ALLENSBACH, sie alle kommen zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Voraussagen liegen zwischen 36 und 32 Prozent, das kommt einem Tiefschlag unter die Gürtellinie gleich. Horst ist schuld, sagen viele. Angela ist schuld, sagen andere. Überhaupt, bei einer Wahlniederlage ist man niemals selbst schuld. Das jedenfalls steht fest.

In der mitternächtlichen Stille Münchens schallt aus dem geöffneten Fenster des 4.Stocks der Staatskanzlei ein herzliches „Himmiherrgottsaketzement, Zefümferlnomanei“. Markus starrt frustriert auf demoskopische Aggregatsdatenanalysen, Hochrechnungen, qualitative und quantitative Erhebungen und Netzwerkparameter, schickt ein Stoßgebet zum Himmel und murmelt ein paar düstere Flüche in Richtung Berlin. Ihm schwant etwas und summt leise vor sich hin: Que sera, sera, whatever will be, will be....

Um erfolgreich den Ministerstuhl zu verteidigen, wird er vermutlich ungewöhnliche Wege gehen müssen. Schon der Gedanke an seine Widersacherin Natascha Kohnen, die „greislige Drutschn“, treibt ihm den Angstschweiß in die Haferlschuhe. Glücklicherweise geht von der „gschnappaden Mistpritschn“ aus dem roten Lager keine große Gefahr aus, landen sie doch nach den letzten Erhebungen bei maximal 14 Prozent.  Anders sieht es mit der AfD aus. Der rührige Robin Hood der AfD, Martin Sichert, hat sich mit seiner Partei in prozentuale Regionen gearbeitet, die unserem Markus echtes Kopfzerbrechen bereitet.

Nun ja, die FDP kann Markus, der fränkische Feldherr, mit leichtem Herzen vernachlässigen. Unter ferner liefen, so kann man jetzt schon die Bemühungen der Mannen aus der gelben Fraktion abhaken. Ähnlich mies sieht es bei den LINKEN aus. Bleiben die GRÜNEN mit dem „Flitscherl“ Katharina Schulze, die mit ihrem Auftreten an eine Schülersprecherin im Max-Planck-Gymnasium erinnert. Und dann noch dieser Anton Hofreiter…!  Markus hasst dessen Frisur und Antons Sprachfehler geht ihm auf die Nerven. Trotzdem sind ihm die GRÜNEN auf den Fersen. Voraussichtlich mit 20 Prozent. „Krutzitürkn“ – das wird nicht einfach mit der Alleinherrschaft. 

Markus brütet immer noch in der Staatskanzlei. Dann fällt ihm das gern zitierte lateinische Sprichwort von Franz-Joseph Strauß ein: „Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.“ Bei allem, was man tut, ist man hinterher immer klüger, weil man später genau weiß, wie man es vorher hätte anstellen sollen, damit es so gewesen wäre, wie man es gerne danach gehabt hätte. Doch es ist zu spät. Markus konzentriert sich jetzt darauf, wie er seinem bayerischen Wahlvolk am besten erklärt, dass man unter Verzicht aller programmatischer Ankerpunkte der CSU eine Koalition mit den GRÜNEN für unabdingbar hält, ohne gleichzeitig das Wohl aller Bierzeltbesitzer und der Firma BMW aus dem Auge zu verlieren. Ergebnis schönreden, Augen zu und durch, - ich schaffe das!

Ja..., wenn er - der Markus - nach der Wahl auf die bayerische Bevölkerung verzichten und sie allesamt nach Mecklenburg-Vorpommern deportieren könnte, würde ihm die Wahl des neuen Koalitionärs erheblich leichter fallen. Geliebäugelt hat er ja schon, mit der AfD. Aber laut sagen, das traut er sich noch nicht. Aber keine Sorge, das kommt noch.



Jüdische Romanze mit der AfD - ein Mainstream-Killer der besonderen Art

„Juden in der Afd“ Diese Nachricht hat die Dimension einer zerstörerischen Giftpille, die nicht nur die Grundfeste des heiligen Flüchtlingsgrals in Berlin ins Wanken bringt. Sie wird sich mit maximaler Auswirkung auf das gesellschaftliche Mainstreamdenken auswirken. 




Nicht nur in den etablierten Parteien, sondern auch in den rot-indoktrinierten Redaktionszentralen der Printmedien und der links gebürsteten Moderatorenszene. Wie die WELT berichtete, hat sich in Wiesbaden der Interessensverband „Juden in der AfD“ zusammengefunden, die am gestrigen Tag in Offenbach ihre angekündigte Gründungsversammlung durchführen wird. 

Mit über 1.400 jüdischen Mitgliedern bei der AfD, der häufig Antisemitismus vorgeworfen wird, konstituiert sich unter Joachim Kuhs, Mitglied des AfD-Parteivorstands die neue JAfd. Die Installierung des bundesweiten Ablegers für Menschen mit jüdischem Glauben wirkt wie ein schmerzhafter Schlag auf den Solarplexus unserer Kanzlerin. Ihr Gutmenschenherz dürfte bluten.

Für den Festakt der neuen Gruppierung hatte man sich eine Veranstaltungshalle gemietet, dekoriert mit Deutschlandfahnen und Emblemen der AfD. Männer mit Kippa liefen durch den Saal, in einem Foyer gab es koschere Wurstbrötchen und Sekt. Ein paar Journalisten waren auch zugegen. Ob die schon wissen, was sie schreiben oder berichten sollen? Ich fürchte, die roten Schmeißfliegen der schreibenden Zunft werden erst einmal abwarten, aus welcher Richtung der Opportunistenwind weht. Herunterspielen? Diskreditieren? Diffamieren? Oder etwa vorsichtig-sachlich mit einem Quäntchen Kritik berichten? Man darf gespannt sein, ob sich bei einigen der willfährigen Schreiberlinge die eine oder andere Hirnzelle regt.

Bei Emanuel Krauskopf jedenfalls, Delegierter auf den AfD-Parteitagen, regt sich seit einiger Zeit etwas, referierte es doch schon seit 2017 auf diversen Veranstaltungen über die besondere Problematik seiner Glaubensbrüder. „Die Anzahl der Judenhasser steigt – und sie steigt mit jeder Woche, mit der mehr Moslems zu uns kommen." Er konterkarierte damit die scheinheilige Einlassung Angela Merkels, die kurz vor Beginn der siebten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen das enge und besondere Verhältnis zum jüdischen Staat gewürdigt hat. Journalisten allerdings schwiegen Krauskopf tot. 

In Angela Merkels Podcast ließ sie ihr Wahlvolk wissen, dass der Antisemitismus in Deutschland überhand nähme. Keine einzige jüdische Einrichtung könne unbewacht überstehen, beklagte sie – und sagte dem Judenhass dem Kampf an. »Wir haben vielfältige Facetten des Antisemitismus, gegen die wir gleichermaßen vorgehen.« Nur bemerken wollte das niemand. Schon gar nicht bei der CDU/CSU.

Krauskopf, Initiator der jüdischen Vereinigung in der AfD, hat dagegen eine klare Haltung, die er offen ausspricht. Angela Merkel hat mit ihrer Politik millionenfach ausgewiesene Judenhasser ins Land gelassen, lässt aber gleichzeitig keinen Zweifel daran, konservative Werte der AfD als rechtsradikal einzuordnen. Muslime werden von Kindesbeinen zu unbarmherzigen Feinden der Juden herangezogen. CDU, CSU und SPD organisieren systematisch die „Islamisierung Deutschlands“. Diese Tatsache gefährdet nicht die kleinen, jüdischen Gemeinden sondern auch jeden einzelnen Juden in Deutschland.

Ganz nebenbei sponsert die Bundesregierung die palästinensischen Attentate der Hamas, die an Juden begangen werden. Berlin zieht keine Konsequenzen. Im Gegenteil. Ein großer Teil der Budgets der palästinensischen Autonomiebehörde wird aus deutschen Steuergeldern gespeist, mit denen schwere Straftaten an Juden indirekt belohnt werden. Der scheinheilige antisemitische Sophismus ist durch nichts zu überbieten, Angela Merkel allerdings scheint das nicht zu interessieren. Die Scheinheiligkeit unserer Regierung wird nun entlarvt.

Mit den Juden in der AfD nimmt man nicht nur den gegnerischen Parteien das „Spielzeug der Nazikeule“ weg. Auch die willfährigen Medienmacher einschließlich ihrer Moderatoren müssen sich nun sehr genau überlegen, welchen Zungenschlag sie in ihren Nachrichtensendungen und politischen Talkshows anschlagen wollen. Einzig der Zentralrat der Juden versuchte, Meinung zu machen, indem er sich grundsätzlich kritisch zur AfD und die neue Entwicklung äußert. Kein Wunder. Das „Regierungs-Sponsoring“ sorgt für das Überleben des Zentralrates wie auch das aller jüdischer Gemeinden. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde von München, bemüht sich nach Kräften, den Wellenschlag mit aggressiver Rhetorik zu begegnen, beispielsweise im „Spiegel-Gespräch“ unter dem Titel „So schlimm wie heute war es noch nie“ (5.10.2018).

Nichtsdestoweniger wird der zukünftige Umgang der Parteien aber auch der Medienmacher mit der AfD ein Ritt auf der Rasierklinge, an der man sich schnell ins eigene Fleisch schneiden kann. Denn die Argumente von Schwergewichten wie Artur Abramovych, Vera Kosova, neue Vorsitzende der JAfD oder Wolfgang Fuhl, ein ehemaliges Mitglied des Zentralrats der Juden lassen an Deutlichkeit und Inhalt nichts zu wünschen übrig, wie sie zur Flüchtlingspolitik Angela Merkels stehen.

Aus Parteien wie CDU/CSU oder SPD erschallt es platt und dümmlich: JAfD ist nicht koscher. Uwe Witt dagegen, Sprecher der Alternativen Mitte, ließ mitteilen, dass man die Entwicklung des Engagements der Juden in der AfD „außerordentlich“ begrüße. Dadurch werde deutlich, „dass wir ein fester demokratischer Bestandteil in der Parteienlandschaft Deutschlands sind und in der AfD kein Platz für Antisemitismus ist“. Man darf gespannt sein, auf welche Weise „Angela die Großartige“ mit dieser neuen Entwicklung umgehen wird.

Mit ihrem Statement hat sie sich so weit aus dem Fenster gelehnt, dass es ihr schwer fallen wird, vom ihrem Kanzler-Spagat wieder in die Normalstellung zurückzufinden: »Als Erbe aus unserer Geschichte, aus dem Zivilisationsbruch der Schoa, tragen wir als Deutsche eine besondere Verantwortung für die Beziehung zu Israel. Und wir können sehr dankbar sein, dass wir heute enge Partner und Freunde sind.« Die Worte hört man in der JAfD wohl, alleine den Mitgliedern fehlt der Glaube. Aber das geht nicht nur den Juden so. Viele Deutsche glauben ihr auch nicht mehr.



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