Ganz egal, ob wir vom Genossen Lars, von Worthülsen-Fritz oder Hard-Core-Bärbel erfahren, wie sie mit künftigen steuerlichen Strafmaßnahmen, Rentenkürzungen und einem knappen Dutzend weiterer einschneidender „Wohltaten“ Deutschland auf Vordermann bringen wollen, steht eines jetzt schon fest: Der politisch gut indoktrinierte Fernsehbürger fühlt sich angesichts der nervenzerfetzenden Nachrichten nicht nur von unseren dogmatischen Berufsversagern medial missbraucht. Politik und Journaille lassen kaum eine Minute ungenutzt verstreichen, um uns das deutsche Armageddon als Schritt in die richtige Richtung zu verkaufen. Und während im politischen Berlin die Schlacht um die Brandmauer tobt, die Wirtschaft abschmiert, die Mehrwertsteuer erhöht wird, Hunderttausende Arbeitsplätze verloren gehen, bezichtigen Fritz und Lars ihre deutschen Bürger als stinkfaule Spezies. Natürlich ist an allem der Russe und neuerdings auch der Ami schuld. Am Krieg, an der Energieknappheit, an der Migration, am Klim...
Politik und Lügen, das gehörte immer schon zusammen. Die Philosophin Hannah Arendt schreibt: Lügen scheine zum „Handwerk des Politikers und Staatsmannes“ zu gehören, ja es habe schon immer sogar als erlaubtes Mittel gegolten. Der Autor Roger Willemsen hält das Lügen sogar für die „Kernkompetenz“ von Politikern. Doch beide sind in ihren Feststellungen zu kurz gesprungen. Image vor Hirn – das ist das gelebte Leitmotto auf den Regierungsbänken. Und das was noch fehlt, wird mit Lügen komplettiert. Selbstbild, Fremdbild und Zerrbild bestimmen das Leben und Wirken unserer politischen Akteure. Ganz oben auf der vermeintlichen Erfolgsgarantieliste stehen nicht etwa Verstand, Wissen, Bildung, Intelligenz oder Erfahrung, sondern die Außenwirkung. Wie es scheint, dreht sich im politischen Geschäft alles nur noch um das eigene Image und die Frage: Wirke ich sympathisch, vertrauenswürdig und somit glaubwürdig, verlässlich und engagiert – also Merkmale, die in der persönlichen Realität unserer Sta...