Montag, 20. Juni 2016

Plünderung des Wohlfahrtstaates

BDI-Chef Ulrich Grillo hält Rente mit 85 für denkbar. Klingt utopisch, scheint aber für ihn eine echte Zukunftsperspektive zu sein. Allerdings schränkt er ein, dass dies nur unter der Voraussetzung einer höheren Lebenserwartung realistisch sei. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen jedoch liegt derzeit bei etwa 80 Jahren, deshalb müssen andere Lösungen her. Donnerwetter...! Das Perfide an einer solchen laut gedachten Idee ist, dass damit den Gutgläubigen in unserer Republik die zwingende Logik vermittelt werden soll, weshalb wir für den Zustrom von Hundertausenden Refugies dankbar sein müssen. Dass sie allerdings imstande sein werden, mithilfe ihres enormen Arbeitseinsatzes auf deutschem Boden unsere Renten zu sichern, hat eher satirischen Charakter.



Auf lange Sicht gesehen werden sich unsere Besucher aus dem schwarzen Kontinent und von anderswo vorerst an den Wohlfahrtstöpfen bedienen, in die der Bürger mehr einzahlt, als er selbst herausnimmt. Einfacher ausgedrückt: Aus den Sozialkassen werden von den Neuankömmlingen in den nächsten drei Jahren 95 Milliarden Euro beansprucht, die der Bürger vorher einbezahlt haben wird. Ich bin sicher, unsere Regierung wird als Übergangslösung einen praktikablen Weg einschlagen und uns mit der schon zitierten, zwingenden Logik vermitteln, dass die Milliarden durch Heerscharen, fleißiger und hochqualifizierter Einwanderer über kurz oder lang erwirtschaftet werden. Nun ja, das wird schon irgendwie gehen, zumal der heutige Arbeitsmarkt geradezu unerschöpfliche Aufnahmekapazitäten bereithält. Und wenn das nicht hinhaut, nimmt man sich ein Beispiel an Draghi und wirft die Gelddruckmaschine an...

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarktforschung ist da völlig anderer Meinung. Fehlende Sprachkenntnisse, unterdurchschnittliche Qualifikationen und geringe Arbeitsmoral werden extrem negative Auswirkungen auf das Sozialgefüge haben. Nun sieh mal einer an – es fehlt also an Arbeitswillen. In dieser Hinsicht widerspreche ich dem Nürnberger Institut. Die Herren dort haben keine Ahnung, wie anstrengend einerseits die Entgegennahme von Geld und Lebensmittel ist und wie hoch die Moral sein muss, für Jahrzehnte vom Staat finanziert und von unserm Gesundheitswesen bei Kräften gehalten zu werden.

Schon angesichts der kaum nennenswerten Integrationsleistung in diesem Lande geraten die wortreichen Floskeln unserer Regierenden zur lächerlichen Farce. Die enorme Zunahme der so genannten No-go-Areas, in der sich weder Polizei noch Bürger wagen, vermitteln ein völlig anderes Bild. Auch die Statistik über Zuwanderer aus der Türkei und deren "erfolgreiche Integration" innerhalb letzten 15 Jahre transportieren katastrophale Zustände, die niemand für möglich hielte, würde er nicht mit den tatsächlichen Ergebnissen konfrontiert.

Jeder dritte Türke, der in den vergangenen Jahrzehnten zu uns gekommen ist, und jetzt in unserer Flüchtlingskrise als gutes Beispiel für gelungene Integration herhalten soll, stellt die Gebote des Islams über das Grundgesetz. Jene Muslime denken selbst nach mehr als einer Generation in Deutschland nicht daran, einen deutschen Pass zu beantragen, deutsche Werte zu internalisieren, oder gar auf ihre überlieferten Traditionen zu verzichten, selbst wenn sie gegen deutsches Recht verstoßen.

Egal ob Flüchtling, Migrant oder Asylant, freiwillig oder unfreiwillig - jeder hat Anspruch auf staatliche Leistungen, sobald er den Fuß auf deutschen Boden setzt. Auch jeder Illegale und nicht anerkannte Flüchtling genießt in Deutschland für die Zeit des Aufenthaltes Anspruch auf soziale Leistungen. Wer als anerkannter Asylbewerber nach 15 Monaten nicht vermittelt wurde oder schlicht keine Arbeit gefunden hat, wird mit dem Anspruch auf Arbeitslosengeld II und vollen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung belohnt. Jetzt wird mir auch klar, dass wir schnellsten Hundert Jahre werden müssen, um diese Rechnungen zu bezahlen. Zeigt sich der Deutsche jedoch renitent und beißt früher ins Gras, werden wir für diese politische Meisterleistung aus dem Grab applaudieren.