Mittwoch, 24. Mai 2017

Die Büchse der Pandora

Auf Weisung des olympischen Zeus hatte Hephaistos die erste Frau aus Lehm geschaffen. Er nannte sie Pandora. Hesiod bezeichnete sie als ein hässliches Übel (καλὸν κακόν) Sie war die Strafe für die Menschheit, weil Prometheus das Feuer gestohlen hatte. Allerdings muss es sich damals um einen Übersetzungsfehler gehandelt haben, denn auf Erden trug sie den Namen Angela.



Der Gott des Olymps wies Pandora an, den Menschen die Büchse zu schenken und ihnen mitzuteilen, dass sie unter keinen Umständen geöffnet werden dürfe. Doch auch das halte ich angesichts der Entwicklung hierzulande für ein Gerücht. Angela öffnete die Grenzen. Und wir wissen, wie die Geschichte weiterging. Die deutsche Politik ist maßgeblich an den kranken Auswüchsen des eigenen Handelns beteiligt.

Seit Angela Merkel die Schleusentore freier Zuwanderung geöffnet hat, ist unsere Welt in Europa in einem gewaltigen Umbruch. Deutschland wurde von Migranten jedweder Art geflutet. Nun müssen wir mit all ihren Begleiterscheinungen damit leben. Selbst die jetzt plötzlich an den Tag gelegte, restriktive Politik wird daran kaum etwas ändern. Im Gegenteil. Jetzt offenbaren sich die Fehler unserer Polit-Elite. Wenn selbst Kriminalbeamte Dokumente fälschen, um im Falle Anis Amrin eklatante Fehler zu vertuschen, dann ist der Höhepunkt der Unfähigkeit unserer Regierung überschritten. Und dann schaue ich auf das Wahlergebnis in NRW. Die Wähler haben mit ihrer Stimme die nicht mehr und nicht weniger die abgrundtiefe Dämlichkeit und Willfährigkeit unserer armen, politischen Tröpfe bestätigt, sie haben sich selbst auch zu Komplizen gemacht.

Die Angst vor terroristischen Anschlägen ist längst Alltag geworden. Europa wirkt wie ein zahnloser Tiger, der solchen Gewaltakten kaum etwas entgegenzusetzen hat. Da nützt es nur wenig, zur Abwehr Polizei und Sicherheitskräfte aufzurüsten. Noch weniger aber nutzen salbungsvolle Auftritte der Politiker, die mit Betroffenheitsminen der Bevölkerung ihr grenzenloses Mitgefühl versichern. Am meisten erstaunt mich immer wieder die bejammernswerte Hirnleere von Berufsschwätzern, die im Bundestag aller Welt erklären wollen, welche Wohltaten und Segnungen sie dem Volk zuteil werden lassen.

Ursache und Wirkung – diese Parabel scheinen jene politischen Verantwortlichen nicht verstehen zu wollen. Vorsätzlich, fahrlässig, unverantwortlich. Zusammenhänge mit Aufrüstung totalitärer Despoten? Nein…, die gibt es nicht. Stattdessen die immer gleichen, standardisierten Worthülsen, die über die Medien auf den Bürger herabrieseln, hat zynische Züge angenommen. Frankreich, Belgien, Deutschland und nun erneut England erleben das reinste Armageddon. 

Inzwischen zählen wir in nur 2 Jahren über 40 terroristische Anschläge in europäischen Städten. Jetzt waren Jugendliche und Kinder das Ziel der Islamisten, die im Namen Allahs auf europäischen Boden blutige Gemetzel veranstalten. Das Einzige, was ich zu hören bekomme ist, dass Terroranschläge nicht zu verhindern sind. Ich bin es leid, mir dümmlich-verkrampfte Politikerfloskeln anzuhören, die wie auf einer defekten Schallplatte den immer gleichen Betroffenheits-Stumpfsinn von sich geben. Denn Donald Trump macht gerade vor, wie man Terror effizient beschleunigt.

Während Präsident Trump dieser Tage ein Hundert-Milliarden Waffengeschäft, mit den Saudis abschließt, im Anschluss zu Netanjahu reist, um sich dort mit gefährlichen Worthülsen und bedrohlichen Standardsätzen um den Weltfrieden zu kümmern. Gleich im Anschluss holt er sich den Segen des Papstes. Europas Regenten schauen stillschweigend zu, wie ein amerikanischer, blonder Maissack das mit Abstand schlimmste und unmenschlichste, arabische Regime mit modernsten Rüstungsgütern ausstattet.

Kein Wort zu den Folgen. Nicht eine einzige kritische Anmerkung zu den Gefahren, zu den Risiken, zu den möglichen Auswirkungen. Und die ach so umtriebigen Journalisten? Jener linken Brut, die normalerweise ob dieser menschlichen Perversion vor Empörung aufschreien müsste, ist eine solche Nachricht gerade eine Randbemerkung wert, währenddessen laut UNESCO berichtet wird, dass nach der letzten Schätzung mehr als 6 Millionen geistig unterentwickelte Muslime in den Startlöchern an den Gestaden des Mittelmeers sitzen.

Es mag naiv klingen, aber mit „Einhundertmilliarden“ Dollar hätte man Brunnen bohren, halb Afrika bewässern können, landwirtschaftliche Geräte und Güter liefern, Flüchtlinge vor Ort ernähren, Ewachsene ausbilden und Schulen zuhauf gründen können. Nein…, Waffen, Öl und Tote, die bringen den wahren, reinen Gewinn. Zerstörung, Leid und Flüchtlingswahnsinn scheinen ganz im Sinne der Regierenden, der Banken und der Waffen-Industrie zu sein. Denn das bringt die richtig dicken Folgeaufträge so richtig in Schwung. Da stellt sich die Frage, wer schlimmer ist. Ein Moslem, der eine Granate in die Menge wirft, ein Politiker, der skrupellos Waffen an Irre verkauft oder Banken, die diese Sauereien finanzieren.

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Europa wird es ausbaden müssen. Mir scheint, es ist an der Zeit, den etablierten Parteien die dunkelrote Karte zu zeigen…


Montag, 15. Mai 2017

Die NRW-Schlacht ist geschlagen

Armin, der nette Langweiler von nebenan hat Hannelore Kraft einen Leberhaken verpasst – jedenfalls waren das die Worte von Martin Schulz. Alle Wetter, das hätte man ihm nicht zugetraut. Nun hat er den Salat, der Lasche ohne Kraft. Jetzt wird er ne Menge Salatdressing und die FDP benötigen, um aus NRW ein gut gewürztes Schlaraffenland zu machen. Es hat es ihn auf dem falschen Fuß erwischt, den Martin. Mit seiner Großmannssucht musste er dem Wähler vorkommen wie einer, der den Weihnachtsbaum für seine Kinder schmücken, aber nicht weiß, wo er Lametta und Kugeln auftreiben soll. Von den Geschenken für die Kleinen will ich gar nicht erst reden.


Es war schon einigermaßen amüsant, den Genossen zuzusehen, wie eine Minute nach 18 Uhr deren Gesichtszüge entgleisten. Irgendein hinterlistiges Subjekt muss sich an der Weiche für den Schulz-Zug zu schaffen gemacht haben. Aber ich will nicht alles schlecht reden. Stegners Miene im Hintergrund war kaum mit Gold aufzuwiegen. Im Willi-Brandt-Haus war gerade der erste Kugelblitz eingeschlagen, als das Ergebnis der AFD wie eine Bombe den letzten Hoffnungsschimmer zerfetzte. Wie war das doch noch gleich? Gestern noch behauptete Martin trotz seines bejammernswerten Bartwuchses, er wolle Bundeskanzler werden. Heute würde ich ihm raten, sich einen Gillette-Rasierer zuzulegen, damit ihn keiner erkennt, wenn er in Würselen frische Semmeln kauft.

Nun ja, Hannelore war auch nie mein Fall, aber als Bürger von Oberbayern lief ich ja nie Gefahr, sie in heimischen Biergärten anzutreffen. Sie hätte auch gar keine Zeit für mich gehabt, denn die vielen Flüchtlinge und Terroristen in NRW brauchten schließlich ihre maximale Zuwendung. Glücklicherweise fand sie in der Flüchtlingsfrage bei ihrem Innenminister Jäger kompetente Unterstützung. Man hatte in der Vergangenheit das latente Gefühl, dass die roten Genossen in NRW die „Innere Sicherheit“ eher darauf bezogen, Pöstchen und eigene Zukunft abzusichern. Kann man ja verstehen. Gute Renten und ein beschauliches Wassergrundstück wollen schließlich erst mal verdient werden.

Wie tönte es zwei Minuten nach den ersten Prognosen aus der Verliererecke? Eine Landtagswahl ist eine Landtagswahl. Gut, dass man mir das überzeugend erklärt hat, sonst hätte ich das gar nicht mitbekommen. Der nächste komplexe Satz hieß dann: Es ging um Landesthemen und nicht um Bundesthemen. Versteht auch nicht jeder, aber sollte wohl so viel heißen wie: Da darf man schon mal ne Wahl verkacken? Nun ja, Hannelore hat nun mangels Klopapier die Toilette fluchtartig verlassen. Angeschissen ist sie trotzdem. Sofort faselte Frau Schwesig bei Meybrit Illner etwas von Respekt für Krafts Rücktritt. Innerlich dürfte sie frohlockt haben, denn der Weg für sie ist jetzt frei und eröffnet neue Perspektiven. Parteifreunde eben. Klapperschlangen sind dagegen harmlos.

Aber auch die Grünen bekamen ihr Fett weg. Das lag wahrscheinlich auch daran, weil Silvia Löhrmann noch nie eine Schule in Dortmund Nord, Duisburg Marxloh und in anderen heruntergekommen No-Go-Areas von Innen gesehen hat. Und da Grüne und sogar die SPD beliebte Drogenumschlagsplätze mit vorbildlichen Bildungseinrichtungen verwechselt haben, war dieses Wahlergebnis vorauszusehen. Ich sehe ein, es fällt natürlich schwer, den Bürgern zu vermitteln, wenn man in Zukunft wohl besser den Kiddies beibringt, selbst Hanfpflanzen auf dem Schulhof anzupflanzen, um der Abhängigkeit von Drogendealern etwas Handfestes entgegenzusetzen. Verhaften, Einsperren und Abschieben hat schließlich etwas von brachialer Unmenschlichkeit und wäre ein überharter Eingriff in deren erfolgreiche Geschäftstätigkeit.

Von Umweltschutz der Grünen will ich erst gar nicht reden. Ich fürchte, so viele Besen und Kehrschaufeln gibt es gar nicht, um erst einmal den Dreck rund um die Flüchtlingsunterkünfte wegzukehren. Kaum anzunehmen, dass sich die Wähler In Essen, Duisburg, oder im Dortmunder Norden für die gemeine Gelbbauch-Unke oder einen Feuersalamander interessieren. Den arbeitenden Pendlern auf den Straßen von NRW liegt etwas ganz Anderes im Magen. Autokolonnen auf der B 1 oder ihren Autobahnen – beispielsweise.


Nun ja, nach der Wahl ist vor der Wahl. Man darf gespannt sein, wie sich das Theater im 4.ten Akt entwickelt. Ob dann die AFD das Zünglein an der Waage sein wird?

Samstag, 13. Mai 2017

Neues aus dem Osmanenreich

Ein Sturm geht durchs Kanzleramt. In der Türkei will man Ehebruch unter schwere Strafe stellen! Doch längst hat man im Kanzleramt verinnerlicht, dass deutscher Protest den Osmanen nicht juckt. Dort wendet man sich dieser Tage wichtigeren Dingen zu, wie Wahlen beispielsweise. Ich bin allerdings der Meinung, wenn das Thema Flüchtlingsabkommen mit dem türkischen Kalifen seit mehr als einem Jahr hitzig diskutiert werden kann, dann darf uns das Thema Ehebruch allemal mehr, als ein paar Zeilen wert sein.



Nun mal ehrlich! Ehen werden gebrochen, seit geheiratet wird. Daran können auch zweitausend Jahre Christentum nicht rütteln, obwohl die biblischen Gebote keinen großen Unterschied zwischen Mord und Totschlag, gehörnten Ehemännern und betrogenen Frauen machen. Natürlich wissen wir alle, eine Heirat ist eine teuer bezahlte Reise ins Ungewisse. Der beste Beweis für diese These lieferte Casanova, der nach seiner Eheschließung zum Schnäppchenjäger wurde und seine Leidenschaften letztendlich teuer bezahlte. Heutzutage sind wir fortschrittlicher. Bei einer modernen Heirat ist Diskretion Ehrensache, Religion Privatsache, Geld die Hauptsache, alles andere Nebensache.

Historisch und geographisch betrachtet hatten Ehebrecher sowieso noch nie und nirgendwo eine gute Presse. Im antiken Athen bestand die Bestrafung für den männlichen Ehebrecher darin, dem Missetäter einen ausgewachsenen Rettich in den Darmausgang zu rammen. Im Volk der Ibo (Nigeria) wird das ehebrecherische Paar an Händen und Füßen gefesselt, an einer Stange aufgehängt und dann in einen See voller Krokodile geworfen. Über die Strafen in Saudi Arabien will ich erst gar nicht sprechen. Dagegen mutete die Strafe im alten Rom harmlos an, denn man zog den notorisch fremdgehenden Männern alle Zähne (daher das Sprichwort: „…dem ziehe ich den Zahn“).

Ganz anders in unseren westlichen Breiten, denn hierzulande haben sich die Meinungen in zwei Lager geteilt: Pessimisten befürchten, dass alle Frauen fremdgehen. Optimisten hoffen es. Aber da richtiger Sex heute leichter zu haben ist, als sechs Richtige, lohnt sich die Pirsch nach fremdem Fleisch nur in Ausnahmefällen. Vielmehr ist bei Vielen der Weg das Ziel…, besonders im Internet. Machen wir uns nichts vor, in manchen Beziehungen gleicht der Beischlaf eher einem Strafstoß, der so manches Mal auch verschossen wird, um es mal in der Fußballersprache auszudrücken. Und insofern haben auch an Abwechslung interessierte Damen das legitime Recht, sich zwischendurch eine kleine Freude zu gönnen.

Der Koran – und damit zurück zum Ausgangspunkt -, droht dem Ehebrecher hundert Peitschenhiebe an und mancherorts die Todesstrafe. Verglichen mit der Sharia sind ein oder zwei Jahre Knast, wie sie die Türkei vorgesehen hat, echte Schnäppchen. Das Sträfchen für Affärchen ist meines Erachtens geradezu als Aufforderung zum Ehebruch zu verstehen. Ich finde, bei den meisten Affären handelt es sich ohnehin um pure Abenteuerlust. Wozu also die Erregung im Kanzleramt? Und wenn man es genau nähme, müsste man die Seitensprünge in vier Kategorien einteilen, die man je nach Art und Konstellation strafrechtlich abstufen müsste.

Schlauer Mann + schlaue Frau = Romanze (Vorsatz – strenge Strafe) 

Schlauer Mann + dumme Frau = Affäre (Normalfall – minder schwerer Fall)

Dummer Mann + dumme Frau = Schwangerschaft (Höchststrafe) 

Dummer Mann + schlaue Frau = Shopping (Für den Mann -
mildernde Umstände)



Aber wie sieht es denn aus, in unserer freien Gesellschaft? Die kulturell erwünschte Zwangsmonogamie erodiert, sobald die Versuchung in Form eines grandiosen Knackarsches auftaucht, egal ob weiblich oder männlich. Psychoanalytisch gesehen gibt es kein Leben ohne Schuld, Reue und Vergebung. Niemand will nur nach einem vorgegebenen Muster leben. Der Ausbruch, beschert ungezügelte und ungeahnte Freiheitsgefühle. Sex verschafft Selbstbewusstsein, für Psychologen ein alter Hut. „Jede Frau wäre gern treu“, hat Marlene Dietrich einst behauptet. „Schwierig ist es bloß, den Mann zu finden, dem man treu sein kann.“ Aha, sag ich da nur.

Ehe ist Privatsache, blökt es aus der Ecke der Liberalen. Der Staat hat im Bett nichts zu suchen, tönt es dumpf aus dem Kleiderschrank. Ehebruch unter Strafe zu stellen, lautet das Verdikt der europäischen Union über den verhaftungsgeilen Türken, sei ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot und widerspreche einem modernen EU-angepassten Strafrecht. Aber ist es bei uns in der westlichen Welt wirklich besser? Liberaler? Menschlicher? Ein europäischer Mann hat längst verinnerlicht: Wenn eine Frau bei der Eheschließung verspricht, Freud' und Leid mit dem Gatten zu teilen, setzt sie stillschweigend voraus, dass der Mann das Leid übernimmt. Oft genug auch die Hypotheken des Hauses und die Ratenzahlung des Autos der Gattin.

Auch wenn 50 und mehr Jahre mitteleuropäisches und modernes Strafrecht das Denken und Fühlen der Menschen verändert hat, eine Tatsache ist uns erhalten geblieben. Mit Langeweile fängt es an, mit Ehebruch hört es auf. Wer heute im Internet unter dem Stichwort „Ehebruch“ sucht, erhält bei Google diese altmodisch anmutende Anzeige: »Ehebruch! Wir erbringen den Nachweis für Fehlverhalten in der Partnerschaft!« Nun ja, es steht fest: Fremdgehen hinterlässt bei der Ehefrau und der Geliebten gleichermaßen das Gefühl des schweren Betruges und des Vertrauensbruches. Männern stellt sich diese Frage nur sehr selten!

Obwohl es nach dem deutschen Scheidungsrecht völlig wurscht ist, wer wen, warum, wann und wie oft betrogen hat, treibt die Eifersucht weiterhin seltsame Blüten. Betrogene Ehemänner und Ehefrauen sind wirklich zu allem fähig! Manche schaffen sich einen Garten an, kaufen sich dann einen Spaten und einen Revolver. Dabei ist meistens nur ein Einziger schuld. Moses...! Immerhin erinnere ich mich noch genau, als er nach 40 Tagen und 40 Nächten wieder vom Berg herunterkam.

Die ganze Gemeinde erwartete ihn. »Liebe Brüder und Schwestern«, hob Moses an: Wie ihr alle wisst, habe ich viele Tage mit dem Chef verhandelt und nun habe ich zwei gute und eine schlechte Nachricht für euch! Die zwei guten Nachrichten: Ich habe den Chef von 100 auf 10 Gebote runtergehandelt! Und wir werden Milch und Honig bekommen! Die schlechte Nachricht: Der Scheiß mit dem Ehebruch ist immer noch dabei!« In diesem Sinne kann man nur sagen: Lasst euch nicht erwischen! Denn wie sagt der Volksmund so treffend? Fremdgehen ist ungefährlich – erst beim Fremdfliegen beginnt das Problem.


Donnerstag, 11. Mai 2017

Der fatale Wandel einer 68er-Gesellschaft

Bei allem Verständnis für die Aufregung über die jüngsten Vorkommnisse in der Bundeswehr, der unseligen Flüchtlingsdebatten, dem blinden Polit-Aktionismus, die Zerrissenheit in unserer Gesellschaft wird immer spürbarer. Breite Bevölkerungsschichten fühlen seit langem, dass es in dieser Republik an allen Ecken und Enden brodelt, sich Unzufriedenheit ausbreitet und manchmal auch hochkocht. Die derzeitige Flüchtlingspolitik, unübersehbare Ungerechtigkeiten und Terrorismusgefahren prallen mit voller Wucht mit den derzeitig wahlbesoffenen Politikern und ihren öffentlichen Grabenkämpfen zusammen. Machterhalt statt Arbeit, Siegerposen statt Aufgabenbewältigung.



Niemand spricht die eigentlichen Ursachen an, sie sind auch nicht für jeden so offensichtlich. Der über Jahrzehnte anhaltende politische und gesellschaftliche Wandel nahm in der 68er Generation Fahrt auf, dessen Ergebnis man überall in unserer Republik ablesen kann. Wollte man Bilanz ziehen, müsste man das bürgerliche Selbstbewusstsein verbunden mit den uns zugeschriebenen, typisch deutschen Tugenden mit finnischen Polarnächten vergleichen. Tiefe Dunkelheit und ganz wenig Licht…

Der massive Wertewandel während dieser Zeit zwingt uns die Frage auf: Wie konnte es beispielsweise dazu kommen, dass sich unbemerkt eine kleine Terrorzelle bei der Bundeswehr bilden konnte? Man braucht keinen analytischen Verstand, um die tatsächlichen Gründe nachzuvollziehen, es sind lediglich ein paar lebhafte Synapsen notwendig. Die Nachkriegsgeneration und insbesondere die damals politisch Verantwortlichen haben nachhaltig dafür gesorgt, Bürgern einen kollektiven Verhaltens- und Bewusstseinskodex zu oktroyieren, die sich in der Wurzel auf die deutsche Nazi-Vergangenheit bezieht. Die mentale Demutshaltung hat sich zur gesellschaftlichen Neurose entwickelt und zu einer Vernebelung der eigenen Identität geführt.

Ihre Nachfolger übernahmen die Umerziehung, meist gekoppelt mit hohen Ämtern und schwindelerregenden Rentenversorgungen, während sich die 68er-Generation vorwiegend mit Liebe, Lust und Flower-Power beschäftigte. Dreißig Jahre später sind diese schmerzbefreiten Steinewerfer und Kriegsdienstverweigerer zu Meinungsbildnern, Politiker und Medienschaffenden mutiert, die mit Verve, Sprache und Duktus eine geradezu unterwürfige Haltung zur Vergangenheit predigen, mit der sie selbst nie etwas zu tun hatten. Fleißig biedern sie sich überall dort an, wo es nützlich oder opportun erscheint. Ich erspare mir die Namen.

Selbst von unseren Kindern, die erst viele Jahre nach dem Krieg geboren wurden und mit Nationalsozialismus, Rassenpolitik rein gar nichts zu tun hatten, wird immer noch erwartet, dass sie ihre „geschichtliche Schuld“ wie eine Monstranz vor sich hertragen. Dem nationalen Selbstbewusstsein, was in soziologischer wie auch psychologischer Hinsicht für jeden Bürger eines x-beliebigen Staates „normal“ ist, wurde systematisch der Garaus gemacht, obwohl es längst Zeit ist, sich mit gesundem und auch stolzem Selbstverständnis auf einen Staat zu besinnen, der durch die Arbeit und das Engagement seiner Bürger eine bemerkenswerte Stellung auf der Welt eingenommen hat.

Rein vorsorglich sei an dieser Stelle gesagt, dass kein Mensch vergangene Verbrechen bestreitet oder gar verleugnet. Im Gegenteil. Die fatalen Folgen des jahrzehntelangen Erziehungsprozesses einer ganzen Gesellschaft jedoch drücken sich in schizophrenen, angepassten Verhaltensweisen und widersprüchlichen Lebenseinstellungen aus. Insbesondere in Sprache, Habitus und Wortwahl. Meinungen werden nur noch geäußert, wenn sie in unserem heutigen sozial erwünschten Kontext stehen, ansonsten droht verbale Prügel, manchmal auch die Knute der Justiz.

Begriffe wie Nationalstolz, Korpsgeist, Vaterland, Patriotismus stehen auf dem sprachlichen Index, Termini, die im Selbstverständnis einer Gesellschaft, und noch stärker in jeder Armee vorhanden sein müssen. Verwendung jener Vokabeln dieser Art werden reflexartig als „braunes Gefasel“ stigmatisiert. In meiner Heimat lächeln wir über die gut erzogenen Kriecher auf der anderen Seite der Alpen. In Italien, Frankreich, England oder anderswo weiß man, gerade Soldaten müssen Verteidigunsmotivation aus ihrem Selbstverständnis beziehen, die eine weich gespülte, deutsche Gesellschaft ihrer eigenen Armee nicht bietet. Das hat Frau von der Leyen offenkundig vergessen. Die Bundeswehr braucht positive Anerkennung bei den eigenen Bürgern, um mit innerer Überzeugung, Einsatzwillen und gefestigter Geisteshaltung ihren Dienst am Vaterland zu versehen.

Wehe dem, der negativ belegte, bzw. verpönte Begriffe wie Heimatstolz oder Patriotismus öffentlich verwendet. Er wird als „Nazi“ abgestempelt, und das von Menschen, die in der Regel weder den Begriff, noch den Sinngehalt definieren könnten. Die weniger Schlauen, und die sind in der Mehrheit, lassen sich von der so genannten Obrigkeit mit dümmlichen und pseudo-kompetenten Argumenten in den Schlaf wiegen. Stattdessen werden wir auch 70 Jahre nach Kriegsende mit einer glatt gebügelten, öffentlichen Geisteshaltung konfrontiert, aus der mehr und mehr Menschen ausbrechen. Viele still und leise, manche mutiger und offen. Doch die Flüchtlingskrise hat dafür gesorgt, dass latent schwelender Unmut nun offen ausbricht.

Es ist evident, die verantwortlichen Politiker haben sich eine herrschende Klasse herangezogen, die gefräßig, faul, rücksichtslos, ausbeuterisch und gierig ist. Heute verteidigen sie in Regierungsämtern - mit weitgehender Inkompetenz - ihre Pfründe, zumal man ihnen einen bequemen Platz am Futtertrog eingerichtet hat. Die große Mehrheit gehört leider zur dominierten Klasse, duckmäuserisch, feige und ohne jede Lust, selbst Verantwortung zu übernehmen. Solange das Einfamilienhaus abbezahlt und die Raten fürs neue Auto beglichen werden können, ist alles in bester Ordnung, man hält den Mund und denkt nicht nach.

Murrend und tatenlos ertragen wir die offenen Grenzen unserer Kanzlerin, verärgert nimmt man die Nestbeschmutzerin Frau von der Leyen in Kauf, wütend verfolgen wir sinnbefreite Talkshows von Maischberger und Konsorten und nahezu ohnmächtig nimmt man zu Kenntnis, dass die Kriminalität in den letzten drei Jahren signifikant gestiegen ist. Einzeltäter, wie wir inzwischen gelernt haben. Nun ja, wie sage ich immer: Manchen Redaktionen und Mediengestaltern müssten die goldene Hoftrompeten für besonders willfährige Berichterstattungen verliehen werden.

Bald ist wieder Bundestagswahl. Ich richte mich schon einmal darauf ein, dass die Kanzlerin am Ruder bleiben und alles beim Alten bleiben wird, denn wir sind schön angepasst, bequem und außerdem gut erzogen.


Dienstag, 9. Mai 2017

Frau von der Leyen – von Blindheit geschlagen

...wenn Frau von der Leyen jetzt nach Devotionalien in Kasernen suchen lassen will, weshalb lässt sie nicht vorher die Beschriftung der "Rommel-Kaserne" entfernen? Der Name des berühmten Nazi-Generals hängt bis heute an der Rommel-Kaserne in Augustdorf und in Dornstadt. Man könnte jetzt Frau von der Leyen bei ihrem im harten Durchgreifen eine gewisse Inkonsequenz vorwerfen, die aber wiederum setzte Wissen über die Nazi-Vergangenheit voraus. Aber mangelnde Bildung, fehlendes, Kenntnisse über Hitlerdeutschland ist in Berlin weit verbreitet. 

Aber sei's drum..., Hauptsache die Frisur sitzt, das rosa Kostümchen ist flott und die Kameraeinstellung stimmt, während die Säuberungswelle auf Hochtouren läuft.



Ach, - eh ichs übersehe, da gäbe es auch noch die "General Fritsch-Kasernen" in Pfullendorf, Breitenburg, Hannover, Itzehoe, Celle und Koblenz. Es macht mich angesichts dieser Hatz auf alte Stahlhelme einigermaßen sprachlos, dass Frau Saubermann, die bis vor zwei Jahren die Rangzeichen ihrer Offiziere nicht unterscheiden konnte, jetzt auch noch von rechtsradikalen Umtrieben in der Bundeswehr spricht. Sie scheint aber vor allem nicht zu wissen, wer die wahren Nazigrößen in der Vergangenheit waren. Ihr Vater hätte ihr alle Namen nennen können.

Ja, und wenn ich schon mal bei meiner Aufzählung bin, sollte Frau von der Leyen auch einmal über die „MÖLDERS-Kasernen“ in Visselhövede und Braunschweig nachdenken. Werner Mölders war "erfolgreicher" Jagdflieger der Nazi-Wehrmacht, von Hitler hoch dekoriert. Ging mit MG- und Raketenwaffen zu Luft und zu Lande gegen den Gegner vor.

Dann hätten wir noch die „RÖTTIGER-Kaserne“ in Hamburg im Angebot. Der General der Panzertruppen Hans Röttiger war 1943-44 Chef des Generalstabes der Heeresgruppe "Südukraine" der Wehrmacht. Wie dem auch sei, ich erwarte ja nicht, dass man eine Kaserne nach Sigmar Gabriel, Peter Altmeier oder Toni Hofreiter benennt, aber ich kanns nicht verhehlen, Claudia-Roth-Kaserne, das hätte was...

Und während man in den Unterkünften unserer Soldaten nach Wehrmachtsreliquien sucht, stolziert Frau von der Leyen mit ihrer 4-Sterne-Entourage durchs Tor der „KÜBLER-Kaserne“ in Mittenwald. Da stellt sich doch die Frage nach ihren Geschichtskenntnissen der Nazi-Zeit. Man muss schon unterirdische Hard-Core-Dummheit und vorsätzliche Ignoranz an den Tag legen, wenn man angesichts glorifizierender Kasernen-Namen aus dem Dritten Reich jetzt die Unteroffiziersstuben einer modernen Bundeswehr durchstöbert und dort verherrlichende Devotionalien sucht.

Zum besseren Verständnis: Ludwig Kübler, Generalmajor, nahm am Überfall auf Polen teil und erhielt 1939 von Hitler das Ritterkreuz für "schneidiges Eindringen nach Polen". Er war Befehlshaber der Operativen Zone "adriatisches Küstenland". Dort wurde er der Adria-Schreck genannt. 1945 ließ er jugoslawische, österreichische und italienische Partisanen jagen und ermorden. Jugoslawien verurteilte ihn zum Tode; er starb in der Haft, wurde nicht gehenkt.

Ach ja, die Frau von der Leyen... beinahe hätte ich hole Nuss geschrieben... sie lässt vorher ankündigen, eine Durchsuchung der Unterkünfte durchzuführen, um möglichst nachhaltig verdächtige Wehrmachtsrelikte vorzufinden. Wie weitsichtig! Auch an diesem Beispiel "souveräne Führung einer Truppe"  kann man ableiten, Minister oder Ministerinnen, seien sie noch so einfältig strukturiert, schrecken vor keiner, aber wirklich gar keiner Kompetenz zurück. Die Lächerlichkeit, mit der sich unsere Verteidigungsministerin auszeichnet, wird zunehmend unerträglich.


Montag, 8. Mai 2017

„Macron“ - die französische Süßspeise

Man nehme ein paar Eier, etwas Zucker und schlage mit einem Schneebesen etwa 8 Minuten lang den Schlunz zum luftig-leichten Schaum. Und zack…. schon hat man eine Makrone, besser gesagt, einen französischen Präsidenten. Der knusprig-fluffige Jüngling hat gute Chancen, nicht nur den besser gestellten Franzosen den Appetit auf Süßes zu verderben, sondern auch den arbeitslosen Bewohnern der Bonlieurs, zumal politische Schaumschlägerei nicht für jeden zur Lieblingsspeise avanciert. Man möchte ausrufen: Le suicide français doux.



Frankreich hat das kleinere Übel gewählt, so zumindest so wird es kolportiert. „Dieser Wechsel ist Frankreichs letzte Chance, so der Tenor der internationalen Presse. Wie der parteilose Politiker seine hochfliegenden Pläne verwirklichen will, kann er selbst am wenigsten einschätzen. Zu zerrissen ist das Land, zu stark die Gegner und zu diffus das mögliche Ergebnis. Die Fraktionen von links und rechts werden die Macrone in kleine Krümel zerreiben. Wider besseren Wissen zerreißen sich die Kommentatoren des Spiegels vor Schadenfreude. Macron, der Retter Europas! Donnerwetter, denke ich. In welchem Wolkenkuckucksheim leben diese Tagträumer?

Ganz oben auf seiner Agenda steht die Verschlankung der französischen Bürokratie. Halleluja…! Das hieße, Beamten entlassen, eine Herkulesaufgabe. Die Idee, sich von resistentem und vor allem parasitärem Wildwuchs zu befreien, ist in etwa so verwegen, als hätte man vor, zählebiges Unkraut nachhaltig zu vernichten. Kaum hat man Garten und Terrasse davon befreit, wuchert aus allen Fugen und Ritzen der frische Nachwuchs. Konkret will Macron 120.000 Stellen im öffentlichen Dienst abbauen. Da wird er sich umschauen. Kein Berufsstand verteidigt seine Pfründe nachhaltiger, als Beamten, egal, welcher politische Kurs gerade en vogue ist.

Schwamm drüber, viel interessanter ist, dass Marin Le Pen mit ihrem rechten Flügel nie zuvor so viele Stimmen generieren konnte. Tatsache ist auch, dass die Linken eine starke Fraktion bilden und die Franzosen sich bald an der Süßspeise überfressen haben werden. Die Euphorie in Frankreich wird sich sehr bald legen. Und nicht nur dort. Auch wenn aus Berlin ob des Wahlsieges eines frisch „gebackenen“ Muster-Europäers ein vielstimmiges Hurra erklungen ist, dürfte Frau Merkel über kurz oder lang zur erbitterten Gegnerin von Macron werden.

Ob Merkels offene Grenzen den Franzosen weiterhin viel Freude bereiten wird, möchte ich bezweifeln. Macron jedenfalls ist entschiedener Gegner ungeregelter Einwanderung, was ihn ja durchaus sympathisch macht. Trotzdem, er wandelt auf einem gefährlichen Pfad, denn die Sicherheitslage wird mit jährlich zusätzlichen 10.000 Einwanderern nicht gerade besser. Im Gegenteil.

Europa muss gestärkt werden, so klingt es allenthalben. Dem Franzosen allerdings schweben Reformideen vor, die kaum ein Mitgliedsland mittragen wird. Wirtschaft-, Sozial und Finanzpolitik – klingt super, bedeutet aber auch, einen gemeinsamen Finanzminister für Europa. Ich bin schon jetzt gespannt, was Herr Schäuble dazu sagen wird. Im Klartext heißt Macrons Ziel: Auch Deutschland haftet für die Gesamtschulden Europas. Wir reden hier nicht über Himbeerfüllungen in einer Macrone, sondern über extreme Einschnitte für deutsche Sparer, auch wenn es von Frankreich so verkauft wird.

Auf Macron warten gewaltige Herausforderungen: Nachdem er die Wahl gewonnen hat, muss er nun auch die Millionen von Franzosen für sich gewinnen, die sich bei der Wahl enthalten oder für Le Pen gestimmt haben. Es scheint das Beste zu sein, wenn ich mir einen Schokoladenpudding anrühre und während ich ihn verspeise, dabei zusehen, wie die Launen unserer begeisterten Europa-Politiker allmählich auf frostige Temperaturen fallen. Nun ja, an Tiefkühlkost sind wir ja mittlerweile gewöhnt, während unsere weichgespülte Presse, ähnlich wie linksdrehender Joghurt, den deutschen Bürgern französische Süßspeisen weiter schmackhaft macht.


Sonntag, 7. Mai 2017

Ditib-Muslim im Aufsichtsrat des hessischen Rundfunks.

Ich reibe mir ungläubig die Augen. Unwillkürlich schießt mir der neudeutsche Begriff „Fake“ in den Kopf. Doch die brandaktuelle Nachricht ist eine offizielle Mitteilung des Hessischen Rundfunks. Harald Brandes, Vorsitzender des Rundfunkrates hat in seiner gestrigen Sitzung mitgeteilt, dass Selçuk Doğruer, Vertreter des DITIB-Landesverbandes Hessen e.V. von den drei muslimischen Glaubensgemeinschaften DITIP, Ahmadiyya und der Alevitischen Gemeinde einen gemeinsamen Vertreter in der Führung des Senders platziert hat.


Wird der hessische Intendant nicht von der SPD kontrolliert? Schnell mache ich mich kundig. Stimmt…! Fassungslos lese ich die Nachricht erneut. Bislang ging ich davon aus, dass nur Vögel so blöd sind, sich von einem Kuckuck ein fremdes Ei ins Nest legen zu lassen. Wie ich sehe, hat die SPD, dank Martin und Siggi das geistige Niveau von Spatzen erreicht. Was bitte, hat der türkisch-Islamische Verband für muslimische Religionsunterricht ausgerechnet in deutschen Medien verloren? Wer um Himmels Willen ist dafür verantwortlich, dass der Chefkoordinator bei Ditib in Hessen zukünftig Einfluss auf den Hessischen Rundfunk nehmen kann?

Obwohl Imame des Ditib zweifelsfrei für türkische Behörden und für den Geheimdienst MIT ihre Mitglieder und Besucher politisch ausspionieren, denunzieren und sie der Verfolgung durch türkisch-staatliche Stellen ausliefern. Und nicht nur das. Ditib ist seit geraumer Zeit im Visier unseres Verfassungsschutzes, und dennoch scheint es für den Hessischen Rundfunk kein Problem zu sein, Selçuk Doğruer ins Kontrollgremium eines wichtigen, deutschen Senders aufzunehmen. Genau genommen wäre schon die Ernennung eines Ditib-Mitgliedes rechtswidrig.

Sofort lese ich die Statuten des Senders nach. Dort steht wortwörtlich: »Mitglied des Rundfunkrats kann künftig nur sein«, so heißt es im neuen HR-Gesetz, »wer insbesondere die grundgesetzlich geschützte Meinungs-, Presse- und Rundfunkfreiheit achtet.« Aha, denke ich. In diesem Fall hat man entweder Fünfe gerade sein lassen oder Deutsche Sender sind längst infiltriert oder unterwandert. Weshalb stellt man als Programmdirektor nicht gleich ein Führungsmitglied des IS ein oder ernennt den Chef der Al Kaida zum Intendanten? Selbst die SPD hüllt sich in beredtes Schweigen, obwohl die Observation des Ditib durch den Verfassungsschutz angeordnet wurde.

Nun ja, muslimische Führung im HR, das hat ja auch Vorteile. Endlich kommen wir auch in den Genuss von lehrreichen Sendungen wie: „Isch fick deine Mutter“ oder „Wie singe ich IS-Kampflieder auf deutsch“. Selbstredend erhielte die Oma aus Offenbach oder der Rentner aus Hanau bessere Einblicke in die alevitische Küche. „Fladenbrot – leicht gemacht“ – oder "Wir schächten einen Hammel auf dem Balkon". In den Hörfunksendungen nach 22 Uhr gibt es dann praktische Anleitungen für terroristisch ambitionierten Bastler. „Splitterbombe für den Hausgebrauch“.

Den Bock zum Gärtner zu machen, das scheint besonders bei unseren Medien Hochkonjunktur zu haben. Merkwürdiges geschieht in unserem Land. Rena Tangens von Digitalcourage erhebt schon seit einiger Zeit gegen deutsche Justizbehörden den Vorwurf, dass beim Generalbundesanwalt auf wundersame Weise Briefe verloren gehen oder manchmal erst drei Wochen später wieder auftauchen. In der Zwischenzeit haben sich mehrere dubiose Imame des Ditib in die Türkei abgesetzt.

Der Verdacht liegt nahe, dass die strafrechtliche Verfolgung krimineller Indoktrinierung von Muslimen verschleppt wird, um sich nicht mit der Türkei anzulegen. Gleichzeitig nimmt man in Kauf, dass solche Staatsfeinde ungeschoren davonkommen. Das Ergebnis? Anis Amrin - zum Beispiel. Nein, ich möchte mir das nicht bis zu Ende ausmalen.

Weshalb die Bürger aber trotzdem brav Rundfunkgebühren zahlen, und sich niemand erhebt, um einmal kritisch zu hinterfragen, das nimmt mich mittlerweile mehr als nur Wunder. Wahrscheinlich verlange ich zuviel, denn es regt sich auch niemand darüber auf, dass Ditib jährlich immer noch Millionenbeträge vom deutschen Steuerzahler erhalten.

Selbst wenn die türkischen Politiker solche Vorwürfe heftig bestreiten, es ist schlechterdings nicht möglich, dass es Ditib nicht verborgen geblieben sein kann, was die Imame in ihren Moscheen tun. Ich frage mich allen Ernstes, was sich in unserem Staat so alles tut. Religionsfreiheit hin oder her, staatlich kontrollierte Sender müssen säkularisiert werden, ohne Wenn und Aber. Und das umgehend. Und wenn Religionsführer an öffentlich-rechtlichen Sendern beteiligt werden wollen, dann sollen sie gefälligst mit dem Klingelbeutel an Haustüren für ihre Sendungen sammeln.


Freitag, 5. Mai 2017

Dummes Wahlvolk - "Die Wahl mit leichter Sprache..."

Das ist der Slogan der "Wahl-Benachrichtigungs-Verfasser" von Schleswig-Holstein. Die Überschrift der Einladung an die Bürger lautet: "Sie können auch Brief-Wahl machen". Mir dreht sich der Magen um. Die angeordnete sprachliche Minimierung von „oben“ offenbart die überheblich-anmaßende Haltung der Partei-Eliten, hochgradige Neurotiker, die sich selbst für den Nabel der Welt halten. Wahrscheinlich dürfen bei der nächsten Wahl auch Schafe wählen.




Meine Neugierde, was sich die Kreativ-Werkstatt der Landesregierung bei dieser Werbekampagne gedacht haben könnte, endete mit der Erkenntnis, dass die Wahlstrategen der deutschen Grammatik schmerzhafte Tiefschläge verpasst haben. Überfliegt man die Mitteilung ans Wahlvolk, gewinnt man den Eindruck, dass nicht nur Grundschüler der 4. Klasse angesprochen sind, nein, Sprache, Orthographie, Grammatik und Wortschatz wurden radikal auf das Niveau lernbehinderter Hilfsschüler gesenkt. Denn auch unter ihnen könnte man bald den einen oder anderen engagierten Nachwuchs-Politiker rekrutieren.

In dem Zusammenhang fällt mir die Sendung mit der Maus ein, in der einige Politiker mit „leichter Sprache“ den Kindern erklärten, wer sie sind und wo sie arbeiten. „Mein Name ist Toni Hofreiter. Ich bin ein Politiker von den Grünen … Ich möchte, dass es gerecht zugeht. Und ich möchte die Umwelt schützen. Für die Grünen arbeite ich, seit ich 14 Jahre alt bin. Ist doch toll, oder...?" (Originaltext) Ich bin der Meinung, der Toni hätte bei seiner Zielgruppe im Kindergarten bleiben sollen, zumal er sich dort unter Einsatz seines geistigen Maximalniveaus ständig mit den Kleinen auf Augenhöhe messen könnte.

Ich habe beim Durchlesen der Wahlbenachrichtigung den leisen Verdacht, dass die „Gemeinde-Wahl-Behörde“ aus pädagogischen Gründen kürzlich eingewanderten Migranten den Auftrag erteilt hat, sich am Text für das Wahlverfahren auszutoben. Genitive wurden ersatzlos gestrichen, mehrsilbige Termini vermieden, lange Sätze verboten, um die sprachliche Integration unserer Gäste zu schulen. Selbst Kommata hat man im vereinfachten Sprachduktus erfolgreich ausgerottet. Konjunktive fanden auch schon deshalb keine Verwendung, weil so ein radebrechender Neudeutscher aus Eritrea die Perversitäten der deutschen Sprache sowieso nicht begreift.

Aha, denke ich, leichte Sprache also. Vielleicht liege ich falsch mit meiner Mutmaßung. Möglicherweise hatten die Väter deutscher Sprachvergewaltigung doch andere Motive. Immerhin ist nicht auszuschließen, dass sie ihren Bürgern zwischen den Meeren und Sielen eher das Melken von Kühen als das Lesen einfacher Texte zutrauen. Aber wer weiß das schon? Jene, die gewählt werden wollen, also Politiker, sie denken allerdings noch weit progressiver als herkömmliche Deutsche. Sie legen Wert darauf, dass Wahlzettel in Türkisch, Arabisch, Russisch und Polnisch ausliegen. Glücklicherweise kann ich die Rechtschreibung mangels Sprachkenntnisse nicht überprüfen.

Immer mehr verstärkt sich bei mir der Eindruck, die langfristige Strategie unserer Politiker scheint die systematische Entmündigung der Wähler unter der Maßgabe zu sein: Infantilisierung der Bevölkerung! Deutsche Sprachkultur stört da nur, wenn in Zukunft sowieso mehr Araber und Türken in Schleswig-Holstein als deutsche Bauern leben.
Außerdem - einfache Botschaften braucht der Mensch. Das haben sie sich im Facebook abgeschaut, deucht mir. Kätzchen- und Hundebilder, oder romantische Sprüche mit Tiefgang und Herzchen! Das zieht und mit Emoticons statt Antworten bekommt man ohnehin mehr Quote als mit vollständigen Sätzen. Oder täusche ich mich ein weiteres Mal in der Motivlage unserer politischen Elite? Halten die uns einfach nur für verblödet oder etwa unisono für Kleinkinder?

So, Leute, ich tu jetzt wählen gehen

Mittwoch, 3. Mai 2017

Eine Nation der Nestbeschmutzer

Während de Maizière gerade seine geistige Diarrhoe in Sachen Leitkultur übers Volk ergießt, kackt unsere Verteidigungsministerin Von der Leyen ins eigene Nest. Es ist unfassbar, mit welche anmaßender Dreistigkeit die oberste Dienstherrin unserer Armee die gesamte Generalität in die Pfanne haut, indem sie ihnen pauschal eklatante Führungsschwäche bescheinigt. Sie wolle jetzt "noch tiefer graben“ und den Sumpf des rechtsextremen Gedankenguts, sexueller Belästigungen, demütigender Mutproben und nationalistischer Umtriebe trockenlegen. Sie kommt mir vor wie eine perfekt frisierte Gelbbauchunke, die ihre kleine Tümpel-Welt mit aufgeblasenen Backen aus der Froschperspektive beurteilt.



Aha, denke ich mir, währenddessen in den Abendnachrichten auf der Mattscheibe gerade der Innenminister dem Volk erklärt, dass wir uns „die Hand reichen“, weil „irgendetwas ins Rutschen“ gekommen ist. Was genau rutscht, will er uns nicht sagen, obwohl er ganz offensichtlich selber gerade auf der Riesenrutsche im Erlebnispark Deutschland hockt und mit Schmackes nach unten rauscht. Seine implizite Botschaft aber ist, dass wir hierzulande mit dem arabischen Gesindel, deren Leitkultur aus der Zeit von Ali Baba und seinen vierzig Räubern stammt, Nachsicht üben. Wir sollen mit humanistischer Rücksichtnahme deren zigtausend Straftaten in unserem Land nicht überbewerten, oder noch besser, gar nicht erst nicht beachten. Der guten Stimmung wegen...

Atemlos lausche ich De Maizièrs Worten: „Es ist unerträglich, dass vor allem in Ostdeutschland Ausländer krankenhausreif geschlagen werden, nur weil sie fremdländisch aussehen, darunter Studenten, die unser Land als Fachkräfte und als weltweite Multiplikatoren dringend braucht – ganz im Gegensatz zu ihren Peinigern, die von „deutschen Werten“ faseln, aber nichts wissen von „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Ich springe auf und eile zur Toilette. Jetzt brat mir doch einen `nen Storch, die Deutschen sind schuld, dass so viele Einzeltäter aus Afrika Frauen belästigen, schießt es mir in den Kopf, während ich kotze. Jetzt bloß nicht auch noch an unsere Kollektiv-Schuld von 1945 denken. Um meinen Darmtrakt zu schonen, verdränge vorsorglich diesen Gedanken.

Erst laden Regierungspolitiker pauschal alle Flüchtlinge und Migranten aus Kulturkreisen ein, in denen Gewalt, Rückständigkeit, mittelalterliche Sitten und archaische Werte den Alltag bestimmen, und wollen dann den Bürgern weißmachen, man müsse dem Bodensatz unterentwickelter Lebensweisen auch noch den „Kitt“ liefern.

Im Schlepptau die deutsche Presse, die unermüdlich mit einem staatlich verordneten Erziehungsprogramm den deutschen Michel indoktriniert und auf Kurs bringen will. Mord, Totschlag, Bombenterror und Vergewaltigungen dürfen keinesfalls pauschal unseren Gästen aus dem Morgenland in die Schuhe geschoben werden, um das Klima in Deutschland nicht zu vergiften. Ich beiße die Zähne zusammen. Nur gut, dass der rote Siggi gerade in Afrika weilt und Martin derzeit eine Sprechpause eingelegt hat.

Wer allerdings vergiftet, sollten sich die Herrschaften auf den Regierungsbänken und Redaktionen selbst einmal fragen. Gefälschte Statistiken, Manipulationen von Nachrichten, geschönte Interpretationen von Integrations-Erfolgen oder Zurückhaltung von unangenehmen Wahrheiten, all jene Verhaltensweisen vergiften systematisch die Haltung der Bürger und ihre Einstellung zu Einwanderern. Nun ja, wie Frau von der Leyen, so auch der Rest verantwortungsloser Polit-Blindgänger-..., wir schieben die Misere mal besser dem Idioten-Volk in die Schuhe und sichern unsere Apanagen.

Ich verfolge im TV weiter, wie unsere Frau Merkel, saudischen Prinzen und Königen ihre Aufwartung macht. Völlig befreit von Moral, Ethik und Respekt vor eigenen, vollmundig gepredigten Werten, gibt unsere Kanzlerin einem Regime die Ehre, die es erlaubt, auf offener Straße Frauen zu köpfen oder zu steinigen, ein Land, in dem ohne Zustimmung des Mannes keine Frau arbeiten oder gar Verträge unterzeichnen darf. Da darf sich der Deutsche Bürger durchaus einmal danach erkundigen, wie es um die Leitkultur unserer schamlosen Polit-Elite bestellt ist, die bereit ist, jedwede Ethik über Bord zu werfen, wenn es darum geht, die eigene Wirtschaft zu füttern.

Doch ich will unsere Kanzlerin - ganz nach De Maizièrs Vorstellungen, nicht pauschal verurteilen. Vielleicht konnte sie den saudischen König Salman ibn Abd al-Aziz wenigstens davon überzeugen, aufmüpfige Ehefrauen in seinem Land zukünftig mit DIN-zertifizierten Qualität-Pflastersteinen aus deutscher Produktion steinigen zu lassen. Das wäre schon einmal ein erster Schritt eines humanitären Gedankens in dem Land des Öls und der geschärften Klingen.

Kehren wir zurück zu unserer Verteidigungsministerin, die mit allen Mitteln versucht, den schwarzen Peter in ihrer Hand, an die Soldaten weiterzureichen. Schäbiger geht’s nimmer, möchte man ausrufen. Doch der Satz bleibt einem im Halse stecken, wenn man daran denkt, mit welch dümmlicher Bemerkung De Maizière seinen Vortag über unsere Kultur untermauert, dass Deutschland eine «offene Gesellschaft» und Deutschland «weltanschaulich neutral sei.» Wie wäre es, verehrter Herr Innenminister, wenn sie diesen Maßstab zu allererst an alle Parteien, Institutionen und unseren eignen, aufgebrachten Bürgern anlegten, bevor Sie ihre pseudo-pädagogische Kloake in unserem Land verbreiten? Es riecht schon streng.

Wie sagte der CDU-Politiker und Präsident des Regierungsbezirks Kassel Walter Lübcke gestern: Asylkritiker können dieses Land jederzeit verlassen. Erneut springe ich auf und nehme auf meiner mittlerweile so vertrauten Porzellanschüssel Platz…


Dienstag, 2. Mai 2017

Die Sache mit dem Oberleutnant

Man will das alles gar nicht mehr glauben. Gegen einen Bundeswehroffizier mit dem wohlklingenden Vornamen Franco wird von der Staatsanwaltschaft wegen einer schweren, staatsgefährdenden Straftat seit dem 17 Februar ermittelt. Ein harter Knochen, wenn man den offiziellen Verlautbarungen Glauben schenken will, denn immerhin hat besagter Offizier in der Infanterieschule einen Lehrgang zum Einzelkämpfer absolviert.



Jetzt wird ihm unterstellt, dass er einen Anschlag in Deutschland plante, sogar eine Todesliste soll bei ihm gefunden worden sein. Seit Ende 2015 führte er als syrischer Flüchtling ein Doppelleben. Er ließ sich mit neuestem I-Phone, bunten Snikers und modischer Tom-Tailer-Jacke getarnt als Obsthändler aus Damaskus unter dem jüdisch klingenden Namen David Benjamin registrieren. Die Prüfungskommission hieß den vom Krieg gebeutelten mit dem Hinweis willkommen, dass er nun das Paradies betreten habe, sozusagen das "Mekka" des Wohlstandes, in dem ihm nahezu jeder Wunsch erfüllt würde. Durch diese vielversprechenden Ankündigungen ermutigt, beantragte Franco A. sofort das Asylverfahren. Gönnerhaft gewährte man dem vom Krieg verfolgten Attentäter in spe ein Zimmer in einer Sammelunterkunft und ein monatliches Taschengeld in Höhe von 400 Euro. Nun ja, übliche Praxis halt.

Der herkömmliche Bundesbürger jedoch greift sich spontan und fassungslos an den Kopf, ob eines solchen Vorgangs, die Intelligenteren lassen sich diesen spektakulären Hergang amüsiert auf der Zunge zergehen, zumal unsere halbblinde Regierungs-Elite seit Monaten nicht müde wird, alles Notwendige für die Sicherheit zu tun. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, so sinniere ich, dass uns unsere Minister Märchen über die lückenlose Erfassung und Sicherheits-Cheks erzählen. Seit Anis Amrin weht schließlich ein anderer Wind in den Amtsstuben der Regierung.

Dennoch, ich versuche mir seit Tagen vorzustellen, wie ein Bundeswehr-Einzelkämpfer, der kein Wort arabisch und nur bruchstückhaft französisch spricht, gleich bei mehreren, exzellent geschulten Sachbearbeitern mit einem solchen Schwachsinn durchkommt. Haben unsere politisch Verantwortlichen, gleich welcher Couleur, uns nicht erzählt, dass die Registrierungsbehörde die armen Flüchtlinge im Einzelgespräch buchstäblich auseinandernehmen. Wie sagte Herr de Misère im Originalton? Wir prüfen ganz genau, wer in unser Land kommt. Er hat halt nicht bedacht, dass Franco der Soldat schon seit Jahren die Bundesrepublik in Oberbayern verteidigte...

Wie hat der Kerl es nur geschafft, Deutschlands korrekte Sachbearbeiter so zu täuschen? Ich vermute ja, dass sich der in Tarnung geübte Oberleutnant in bayerischer Mundart der strengen Kommission vorstellte und auf ganz hinterfotzige Art und Weise auf christlichen Syrer machte. Der stets anwesende und in allen arabischen Dialekten perfekt ausgebildete Dolmetscher hat die fremdartigen Geräusche als alevitischen Dialekt aus dem syrischen Hinterland erkannt und sofort grünes Licht gegeben. Sodann verabschiedete sich der Alevit aus Damaskus, zog seine Uniform wieder an und übernahm seine Schicht in der Waffenkammer seiner Kaserne.

Bei Grün allerdings klingeln bei mir alle Alarmglocken, aber ich will ja nichts beschreien. Ich traue solchen Grünlicht-Dolmetschern zu, dass sie die Fingerabdrücke der Neuankömmlinge aus dem syrischen Lengries oder dem marokkanischen Reichenhall manipulieren, und im Anschluss, um verräterische Spuren zu verwischen, sich als AFD-Mitglieder ausgeben. Zu allem Unglück haben ausgerechnet die Österreicher bemerkt, dass mit unserem Einzelkämpfer etwas nicht stimmen konnte, was das positive Asylverfahren zugegebenermaßen ein wenig erschwerte. Aber Hürden dieser Art nehmen deutsche Beamten naturgemäß mit Leichtigkeit.

Wie allerdings der Oberleutnant Franco A. dann mehr als ein Jahr lang in seiner Kaserne den regelmäßigen Dienst versah, das wissen nur die Götter, die Sachbearbeiter des BAMF und unsere mit alles Wassern gewaschenen Flüchtlingsbetreuer. Die Bundeswehr jedenfalls weiß von nichts. Immerhin bedurfte es einigen organisatorischen Aufwandes, nach dem Waffendienst in Uniform wieder nach Bayern in die Flüchtlingsunterkunft zu fahren, um sich dort in oberbayerischem Dialekt mit seinen geflüchteten Landsleuten aus Homs, Aleppo und Damaskus über seine zerbombte Heimat auszutauschen. 

Würde ich einen solchen Roman bei meinem Verlag abgeliefert haben, man hätte mir entweder das Manuskript links und rechts um die Ohren gehauen oder mich mit einer Zwangsjacke abholen lassen. Da die deutsche Realität die Fiktion um Längen schlägt, muss man sich vorsehen, was man schreibt. Es stellt sich für mich dennoch die Frage, ob ich wenigstens damit rechnen darf, dass die Knallchargen im BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) in Zukunft auch hessische und schwäbische Syrer durchwinken, schon der Ausgewogenheit wegen... Ich allerdings warte auf die schonungslose Aufklärung.