Direkt zum Hauptbereich

Lauterbachs nächster, großer Wurf

Ganze 38 Abgeordnete von über 730 Mitgliedern des hohen Hauses  lauschten am Donnerstag im Plenum des Bundestages Lauterbachs Geistesblitzen, mit denen er die Pläne seiner Krankenhausreform in strahlendem Licht präsentierte. Allein, die Genialität seiner Konzeptionen schienen nur bescheidenen Anklang bei seinen Parteigenossen zu finden und dort auf fruchtbaren Boden zu fallen. Nun könnte man spekulieren: Ist Karl unwichtig? Ist die Gesundheit der Bürger für die Politik wichtig? Oder liegt es an Karls halbgarem Plan, den keiner zur Kenntnis nehmen will?

Wie es den Anschein hat, verorteten nicht nur die Oppositionsparteien Lauterbachs Masterplan im Körbchen für "Fallobst" und blieben deshalb auch gleich fern. Denn just zu dem Zeitpunkt, in dem die Beiträge für die gesetzlichen Krankenversicherungen signifikant ansteigen, wälzt Karl, der Zahnlose, 25 Milliarden Euro auf die Krankenversicherungen um. Jetzt droht den Bürgern mit einer gesetzlichen Versicherung der höchste Anstieg für ihre Kassenbeiträge, den es jemals gegeben hat. Und damit die betroffenen Versicherten nicht in tiefe Finanz-Depressionen fallen, versprach Karl, wie seinerzeit auch bei Corona: Die „Investitionskosten“ der Reform würden sich dauerhaft auszahlen.

„Er setze sich für weitere Einsparungen ein.“ Das klingt wie seinerzeit der von Lauterbach in Stein gemeißelte Satz: „Mit der Impfung schützt man sich selbst und andere.“ Heute wissen wir, die Geimpften steckten reihenweise die anderen an, litten anschließend unter gravierenden Nebenwirkungen oder verstarben mit, an, trotz oder auch wegen der Spritze. Was wir auch nicht wissen, ob zum Zeitpunkt der staatlich konzertierten Impfwerbung unser Karl aufgrund, trotz, wegen oder ungeachtet fortgeschrittener Karies hinsichtlich seiner intellektuellen Leistungskraft eingeschränkt und Herr seiner Sinne war oder nicht.

Berücksichtigen wir also mit der angemessenen Objektivität die zurückliegenden Geniestreiche unseres Karl und seine Versprechen, darf man erneut gewisse Zweifel an der Belastbarkeit seiner Ankündigungen hegen, dass sich einerseits die Reformkosten in Zukunft auszahlen und die Versicherten kaum belastet würden. Andererseits ließen sie sich finanzieren - irgendwie. Die Kassenbosse jedenfalls stehen kopf. Denn kaum hatten sich die großen Versicherer wie die BARMER, die TKK, AOK und DAK den Krankenhaus-Masterplan in Karls Entwurf eingelesen, stockte den Managern nicht nur der Atem, sondern auch ihre Gesäße gingen kollektiv auf Grundeis. Nicht machbar, heißt es einhellig.

Den Versicherten droht eine massive Kostenlawine, weil a) die Bundeskassen leer sind und der Bund daher seine Anteilspflichten nicht erfüllen kann, b) die Versicherer die erhöhten Kosten ergo an die Beitragszahler eins zu eins weitergeben müssen und c), ein rasanter Kahlschlag Insolvenz gefährdeter Krankenhäuser folgen und eine schlechtere Versorgung nach sich ziehen wird. Auf einen Nenner gebracht: Der Versicherte bekommt in Zukunft für mehr Beiträge, weniger Leistungen bei gleichzeitig erhöhten Wartezeiten und möglicherweise nicht mehr alle notwendigen Medikamente.

Der Faktor der kostenlosen Gesundheitsversorgung illegaler Flüchtlinge, die nie ins System einbezahlt haben, spielt hierbei eine überragende Rolle. Denn jene "Besucher" haben, und das belegen interne Krankenhaus- und Versicherungsstatistiken unwiderlegbar, zu einer unfassbar aus dem Ruder laufenden Kostenexplosion bei den Kassen beigetragen, die jetzt schon unter einer Finanzierungslücke von etwas mehr als 14 Milliarden Euro ächzen. 

Auch dass Privatversicherte, nach Karls Plänen nicht für die Krankenhausreform mitzahlen müssen, kommt erschwerend dazu, wie die Vorsitzende des Sozialverbands SoVD, Michaela Engelmeier, in aller Schärfe moniert. Beide Faktoren werden mittlerweile zu einer unkalkulierbaren Größe anwachsen, sollte sich der Zustrom illegaler Flüchtlinge nicht in kürzester Zeit signifikant verringern.

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen lässt ebenso wenig Zweifel an dem sich anbahnenden Irrsinn wie ihre Kollegen: „Durch die geplante Krankenhausreform entstehen erhebliche Mehrkosten, die vor allem die beitragszahlenden Versicherten und Arbeitgeber der GKV zu tragen haben. Das ist nicht akzeptabel.“ Doch woher das Geld für die Reform kommen soll, dürfte derzeit niemand in der Regierung beantworten können.

Auch Karl Lauterbach wollte sich auf Anfrage nicht äußern, sein Sprecher verwies auf die Debatte im Bundestag. Da sparte Lauterbach allerdings den wohl wichtigsten Komplex der Finanzierung wohlweislich aus. Dafür ließ er in einem Interview die Journalisten des Handelsblatts wissen: „Ich werde mit der privaten Krankenversicherung verhandeln. Wenn das nicht klappt, werden wir einen gesetzlichen Weg finden, um sie zu einer finanziellen Beteiligung zu bewegen.“ Da darf man Karies-Karl nur „Good Luck“ wünschen, wenn ihm die Kassen etwas husten.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wer ist der große Energie-Gatsby? Was steckt hinter dem 3-Euro-Dieselpreis?

Immer mehr Autofahrer bezweifeln, dass es an den Tankstellen mit rechten Dingen zugeht, ja, nicht zugehen kann, erinnert sich das mobile Volk noch zu genau an die vergangenen Corona-Zeiten, als man von Merkel, Spahn, Lauterbach und Konsorten mit täglichen Seuchenwarnungen und Corona-Inzidenz-Märchen in Schach gehalten wurde.  Jetzt erfolgt wohl der zweite Anlauf. Wie es scheint, ist die Politik mit uns noch nicht ganz fertig! Das jedenfalls werden sich Millionen Bürger denken, zumal sich unsere gewählten Politiker in den letzten Jahren redlich und erfolgreich bemüht haben, ihre Glaubwürdigkeit vollkommen zu verspielen. Eines ist klar: Bei dauerhaften 3 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff wird Deutschland endgültig zum Dritte-Welt-Land. Wir erinnern uns: Mit Maskenzwang, Abstandsregeln, Versammlungs- und Feierverboten bis hin zu "bundesweiten Hausarresten" (Lockdown) legten vor 4 Jahren unsere Regierungspolitiker nicht nur die Republik lahm, sie beraubten die Bürger auc...

Ein Ruck muss durchs Land gehen – Friedrich Merz macht ernst!

„Diejenigen, die arbeiten, die fleißig sind, die sogar vielleicht bereit sind, ein bisschen mehr zu tun, für die wird am Ende des Monats auch etwas mehr übrigbleiben.“ Das waren die Ostereier, die “Worthülsen-Fritz“ den Bürgern ins Nest gelegt hat. Während sich aufgrund der grassierenden Pleitewelle  mehr und mehr Bürger fragen, ob sie morgen noch einen Arbeitsplatz haben, die Energie- und Spritpreise durch die Decke gehen, die CO2-Abgaben demnächst explodieren und damit zehntausende Existenzen vernichtet werden, möchte Merz, dass am Monatsende für Fleißige mehr rausspringt. Etwa mit Entlastungen oder Steuersenkungen? So weit käme es noch. Jetzt heißt es: „Ärmel hochkrempeln.“  Schon unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog sagte einst: Es muss ein Ruck durch Land gehen. Fritz hat diesen Apell von damals aufgegriffen und ihn mit allerlei  Ankündigungen und Versprechungen verknüpft. Friedrich Merz hat überdies mehrfach den Aufschwung angekündigt und nun soll er wahr...

Wir haben ihn gewählt – jetzt müssen wir ihn ertragen!

... Oder sollte ich sagen: Wir haben ihn nicht gewählt und dennoch haben wir ihn am Hals? Kaum anzunehmen, dass Paul Mustermann, 52 Jahre alt, subalterner Cheflagerist bei Müller & Co, nicht besonders helle im Oberstübchen, aber mit einer großen Klappe gesegnet und daher bei seinen Kumpels in der Firma beliebt, dass man ausgerechnet ihn in die Führungsspitze als Vorstandsvorsitzender eines deutschen Autokonzerns berufen würde. Iris, Mathilde und Rosi, Sachbearbeiterinnen bei Müller & Co allerdings lieben „ihren“ Paul, weil er mit seinen 1,95 etwas hermacht, immer einen guten Spruch auf Lager hat, stets Erwartungsfreude vermittelt und bei Betriebsversammlungen gerne das große Wort führt, was auch einige "helle" Mitarbeiter am Band und in den Büros beeindruckt. Was also lag näher, dass Iris, Mathilde, Rosi und einige andere den unbelehrbaren aber unverdrossenen Pausenclown bei den Wahlen zum Betriebsratsvorsitzenden gekürt und ihn gar zum Chef ernannt haben, auch wen...