Das war wieder einmal ein medialer Auftritt vom Feinsten. Unsere Innenministerin stellte am gestrigen Mittwoch im Rahmen der Berliner Bundespressekonferenz das Ergebnis ihrer explorativen Straftatenanalyse unseres Landes vor. Mit stolzgeschwellter Brust und geradezu beglücktem Lächeln präsentierte sie die desaströse Kriminalbilanz in Hochglanzausgabe Gutenbergscher Machart den versammelten Pressevertretern. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, mit Nancy kann angesichts des erschütternden Inhaltes der blutigen Bundeslektüre irgendetwas nicht stimmen. Von Selbstkritik, Betroffenheit oder gar kritische Reflexion keine Spur. Ich wills mal so sagen: Hätte Nancy in Begleitung von Graf Dracula und Nosferatu die Pressekonferenz in der Aula des Schlosses Brann im fernen Transsilvanien um Mitternacht anberaumt, um dort ihr Druckwerk des Grauens zu präsentieren, wäre vermutlich unter den anwesenden Vampiren frenetischer Jubel ausgebrochen. Aus den Seiten der Dokumentation fließen wahre...
Die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Rücksicht werden von der Verantwortung bestimmt. (Claudio Michele Mancini)