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USA – Machtpolitik und Kriegstreiberei at it‘s best…

Donald Trumps bonmot: "I have the greatest" - es bringt uns zum Kern seiner Psyche. Die politische Frage, wie man Macht erwirbt, kann man jederzeit bei Niccolo Macchiavelli nachlesen. Sie folgt immer den gleichen Gesetzmäßigkeiten. Erst verblöde man sein Volk. Zweiter Schritt, man provoziere einen Konflikt. Dritter Schritt, man entwickle ein Angst-Szenario und arbeite an einem Feindbild. Vierter Schritt, man erhöhe das Schutzbedürfnis des eigenen Landes und das seiner Bürger. 


Und damit eventuelle Gegner nicht auf die Idee kommen, sich mit einer armen Sau zu verbünden, die sich wehren will, schnürt man ihr wirtschaftlich und geopolitisch die Luft ab und droht, notfalls auch weltweit, eventuellen Unterstützern mit drakonischen Sanktionen. Selbstredend hat der mächtige Weltführer noch ein paar Schmankerl in petto. 

Man bewaffne die Todfeinde des angeblich eignen Feindes bis an die Zähne, damit er mit eigenen Soldaten die Vorarbeit für den Endsieg vorbereitet. Sodann mache man dem Bekämpften den Garaus und ziehe sich ohne große Verluste zurück. Gleich im Anschluss entmanne man den ehemaligen Bundesgenossen, damit er nicht etwa aufmüpfig wird und Forderungen stellt. Weil der sogenannte Partner auch noch so dämlich war, für den Über-Donald die Kohlen aus dem Feuer zu holen, darf er die Ruinen im eigenen Lande wieder selber aufbauen - Flüchtlingsbewegungen inclusive.

Schöne, beinahe lehrbuchhafte Beispiele dafür kann man derzeit zuhauf aufzählen. Palästina, Ukraine, Iran, Nordkorea, Syrien oder Jemen. Der Rest der Welt wird diszipliniert oder mit Verträgen geknebelt. Auch hier sei ein hübsches Beispiel genannt. Die NATO. Würde sich Amerika von der Nato lossagen, bliebe ein kümmerlicher Rest einer Armee, die mit ihrem desolaten Waffenarsenal nicht einmal Luxembourg verteidigen könnte. Von unserer Bundeswehr will ich erst gar nicht reden, die ihre Panzer bestenfalls zum Kartoffel ernten und die Kampfjets als Agrarflugzeuge einsetzen könnte. Nun ja, zum Ausgleich liefern wir Waffen und militärische Hochtechnologie an die Saudis, die bereits von Trump mit Lieferungen von 140 Milliarden Dollar für Kriegsgeräte beglückt wurden.

Selbstredend kann die USA nur der Allergrößte retten. Donald Trump. Moskau und Peking sitzen auf den Zuschauertribünen und schauen zu, wie Billy the Kid derweil die Revolver schwingt und wie sich Europa zum Obst macht. Unsere Frau Merkel, die nicht nur wegen ihrer kostspieligen Willkommenskultur in die Annalen der Geschichte der größten, politischen Fehlleistung „ever“ eingehen wird, sie hat auch den Beweis für eine dilettantische Innen- und Außenpolitik geliefert, den man getrost in die Kategorie „worst case“ oder auch beispiellose politische Inkompetenz einordnen darf. Die Frage muss erlaubt sein, weshalb sich Europa von Putin abgewendet hat, der zumindest eine machtvolle Verlässlichkeit geboten hätte.

Gerade ist der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ mitsamt einer Bomberstaffel und Begleitschiffen mit Kurs Naher Osten ausgelaufen. Die Befehlshaberin der 6. Flotte der US-Kriegsmarine, Vizeadmiral Lisa Franchetti kommentierte den Marschbefehl mit blumigen Worten: „Die Anwesenheit der Kampfgruppe ist ein Zeichen des Engagements der Vereinigten Staaten für die Förderung eines sicheren, blühenden und freien Europas.“ What a bullshit.

John Bolten, Sicherheitsberater des US-Präsidenten lässt dagegen wissen, dass dieser Befehl eine klare Warnung an den Iran sein soll. Er selbst begab sich kurzerhand auf den Weg nach Bagdad, der Hauptstadt des Nachbarstaates Iraq und ließ einen lang anberaumten Termin mit der Kanzlerin Merkel platzen. Deutschland war ihm bei der vorgeschalteten Reise nach Europa offenkundig nicht wichtig genug. Stattdessen trifft er sich nun mit Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi und dem irakischen Außenminister Mohammed Ali al-Hakim. Wie oben schon ausgeführt – Stichwort: „Verbünden mit einer armen Sau“, dabei vergisst Pompeo freilich zu erwähnen, dass Trump zuvor den Atomwaffensperrvertrag mit Iran einseitig aufgehoben hat und dem Iran mit extremen Sanktionen gerade den Hals abschnürt.

Heiko Maas und die Kanzlerin zeigten natürlich Verständnis für die kurzfristige Absage für Pompeos Antrittsbesuch, schon deshalb, weil unsere gesamte Polit-Elite in jahrelangem Training eine duckmäuserische Haltung entwickelt und vor allem und professionelles Kuschen verinnerlicht hat. Nun ja, wer ist schon die Kanzlerin oder gar dieser Hosenscheißer Maas …?, so in etwa dürfte Pompeo seine Prioritäten gesetzt haben, als er Merkel die diplomatische Höchststrafe verabreichte und seine Reisepläne änderte. Ach stimmt, ich vergaß, wir sind ja nur Vasallen, die stramm stehen müssen, wenn Trump einen Furz lässt und die USA mit ihrer Justiz deutsche Unternehmen mit Milliardenzahlungen in die Knie zwingt.

Nach zwei Jahren Donald Trump darf man die deutsch-amerikanische Freundschaft ohnehin als Scherbenhaufen bezeichnen, obwohl man in Berlin mit eingefrorenem Lächeln keinen Zweifel daran lässt, dem deutschen Bürger die Wichtigkeit der Amerikaner hervorzuheben. Auch wenn der Ami mit Säbelrasseln und Muskelspiel wieder einmal im Nahen Osten die Lunte an die Bombe legt und damit erneut die Gefahr einer weltweiten Eskalation eingeht.

Europa hat nicht die Stirn und nicht die Macht, dem amerikanischen Slogan „we are the greatest“ auch nur das Geringste entgegenzusetzen. Trump erhöht ohne Sinn und Verstand die Zölle, droht aller Welt mit Sanktionen, wenn Öl aus dem Iran gekauft oder Geschäfte mit der Ukraine gemacht werden. Er torpediert Milliardenauftrage wie Seidenstraße der Chinesen oder North Stream 2, und fordert Deutschland ohne rot zu werden, sein umweltschädliches, hochtoxische Flüssiggas zu kaufen. By the way, wo sind eigentlich unsere Grünen? Keine Sorge, sie kümmern sich derzeit um unsere Co2-Problematik, damit auch in China und Afrika die Luft besser wird.


Kommentare

  1. "Die Frage muss erlaubt sein, weshalb sich Europa von Putin abgewendet hat, der zumindest eine machtvolle Verlässlichkeit geboten hätte."
    Nun, die hat George Friedman ja ausreichend beantwortet.
    "Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein" gilt auch in der Amerikanisch-deutschen Zwangsfreundschaft.
    Ich vermute auch mal, dass es nicht Trumpel ist, der den Ton bestimmt, sondern graue Eminenzen, von denen wir ihre Namen allerdings seit langen Zeiten wissen.

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