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Bei Schnupfen – ab in die Quarantäne

Es ist schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt, dass mit Männerschnupfen nicht zu spaßen ist. Deutsche Ehefrauen können davon ein Lied singen. Wenn der Gatte von einer Erkältung heimgesucht wird, beginnt ein zäher Überlebenskampf im heimischen Schlafzimmer. Auf dem Nachttisch türmen Kartonweise Medikamente, Hausmittelchen und Taschentücher. 



Die Behandlung männlicher Erkältungsopfer ist so einfach nicht, zumal es im Falle erster Anzeichen von Juckreiz und triefender Nase, einer einfühlsamen, psychologischen Unterstützung bedarf. In einigen, wenigen Fällen helfen Fußball-Länderspiele im Fernsehen oder ein Internetbesuch bei Pornhub oder Hamster. Ab einer Körpertemperatur von 37,7 Grad sollte vorsorglich der Gemeindepfarrer benachrichtigt werden.

Bis vor wenigen Tagen wurde von der Politik Schnupfen nicht ernst genommen, doch erst jetzt, seit Covid 19, haben unsere Regierenden die pandemische Gefahr einer Erkältung erkannt, allen voran unser gesundheitspolitischer Bankkaufmann Jens Spahn und der renommierte Cheftierarzt Lothar Wieler. In der heutigen Ministerrunde sollen die Zügel bei der Bevölkerung angezogen werden. Es muss nachgeschärft werden, um es mit Söders Worten zu sagen.

Wer Schnupfen, Husten oder einen Frosch im Hals hat, muss in Quarantäne, so das Credo hochrangiger Politiker. Es wird auch darüber nachgedacht, Ordnungskräfte vor dem Schlafzimmer zu postieren, um eventuelle Quarantänebrechern von vorne herein der Lust auf die Erfüllung ehelicher Pflichten Einhalt zu gebieten. Auch Karl Lauterbach und Markus Söder wollen mit ihrem Vorstoß Zeichen setzen, und der männlichen Erkältung, die man nun als tödliche Gefahr eingestuft hat, eine ihre zukommende Bedeutung beimessen.

Ich sehe es kommen! Sobald der Schnupfen-Inzidenzwert die kritische Marke von 35 überschreitet, werden betroffene Gebiete von der Außenwelt abgeriegelt und an die Bevölkerung kostenlos Hustenbonbons und Wick-Medi-Night ausgegeben. Wer jetzt glaubt, das alles sei Satire, wird mit einem Artikel aus dem „Nordbayern.de“ eines Besseren belehrt. Bereits am 17. Juli erklärte das bayerische Kultusministerium in ihrem Hygiene-Rahmenplan: Virenschleudern gehören nicht in die Schule. Jetzt aber will man in Berlin Nägel mit Köpfen machen. Triefnasen sollen weggesperrt werden.

Virologen, Epidemiologen und Seuchenexperten, die schon seit Jahren unter hypochondrischen Neigungen leiden, sind sich jetzt einig. Bei akutem Schnupfen besteht die Gefahr von Ansteckung. Man könne sich zwar vorbeugend impfen lassen, aber das würde in den meisten Fällen nicht viel nutzen, zumal Covid-Viren andauernd mutieren und nicht immer der richtige Impfstoff verfügbar sei. Ich denke, diese Maßnahmen sind zu kurz gesprungen. Schnupfenopfern sollten nach ihrer Genesung ein zwölfwöchiges, kaserniertes Reha-Programm angeboten werden, um deren Rekonvaleszenz nicht unnötig zu erschweren und die gesunde Bevölkerung zu schützen.

 Dabei darf es keine Rolle spielen, ob sich die Bürger in Hausarrest befinden, oder an ihrem Arbeitsplatz dafür sorgen, dass die Steuereinnahmen weiter sprudeln.

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