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Kiew - Der Lange aus Deutschland zahlt die Rechnung …!

Man stelle sich vor, es herrscht ein erbitterter Krieg zwischen Volodimir und Wolodymyr. Der mit „W“ ist der Ukrainer, genauer gesagt der weltbeste Schnorrer, der andere, also der vorne mit „V“, vertritt die weltgrößte Atommacht. Doch das ist noch nicht alles, denn der weltgrößte Präsident, vorne mit dem „D“, hat sich seit geraumer Zeit eingemischt und bestimmt die Spielregeln des Wahnsinns.

Nein, nicht etwa Putins Spielregeln, denn den mag er ja, sondern die des ukrainischen Profi-Nassauers, der alle Welt um Geld, Waffen und Soldaten anhaut, um die weltgrößte Atommacht in die Knie zu zwingen. Währenddessen eilten der britische Premierminister Starmer, der französische Präsident Macron, Bundeskanzler Merz und der polnische Ministerpräsident Tusk am Samstag nach Kiew. Denn jetzt brennt die Hütte, weil ein plötzlicher Frieden in der Ukraine auszubrechen droht. Welch ein Desaster. Zum Glück kommen die Europäer nicht mit leeren Händen, zumindest was die Geldgeschenke für den kleinen Schnorrer angeht.

Selbstredend sind die Herrschaften nach Kiew gereist, um Solidarität für die Ukraine zu demonstrieren und Russland zu einer Waffenruhe zu zwingen. Sie forderten Putin ultimativ auf, sofort alle Kampfhandlungen einzustellen. Nun stellt sich die Frage, ob die Briten, Franzosen und Polen die Führungsrolle des weltgrößten Kanzlers Merz (1,92) akzeptieren oder ob uns das nur unsere Presse Glauben machen will. Denn wenn Merz etwas sagt, fordert oder anordnet, ist das, wie wir alle wissen, wie in Granit gemeißelt. Ich fürchte allerdings, die Russen lassen sich weder von ihm, noch vom europäischen Friedens-Firlefanz beeindrucken.  

Und Wolodymyr? Ist er wenigstens beeindruckt von den Besuchern aus dem Westen? Ich sage ja, denn immerhin zahlt Friedrich großzügig die Rechnung für die Veranstaltung. Gut, gut, es handelt sich ja nur um das hart verdiente Steuergeld der deutschen Bürger, aber das soll uns hier jetzt nicht weiter irritieren. Wir haben es ja. Außerdem wissen wir, der Pole gibt nichts. Der Franzose auch nicht. Und der Engländer? Kaum anzunehmen, dass er in die Brieftasche greift, er würde, wie diese Süßspeise aus Frankreich, auch lieber seine Soldaten schicken. Sagen sie jedenfalls.

Trotzdem, eine lange Liste weiterer Fragen drängt sich auf: Was wollen Merz, Macron, Starmer und Tusk in Kiew -, außer dass sie beim Wolodymyr die vielen deutschen Euros abliefern und weitere Waffenlieferungen ankündigen? Schöne Influencer-Fotos! Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Niemals zuvor in unserer Geschichte galt hierzulande der Schein mehr als das Sein. Ergo - the show must go on! Der deutsche Untertan braucht unbedingt etwas, an das er glauben kann, zumal immer mehr aus der Kirche austreten. 

Natürlich wissen die europäischen Protagonisten vor Ort, dass der weltgrößte Präsident, vorne mit dem „D“ aus dem fernen Amerika, dem ukrainischen Parvenü bereits die Daumenschrauben angelegt hat. Er soll sich gefälligst in den nächsten Flieger setzen, in die Türkei reisen und sich mit Volodimir an einen Tisch setzen. Auch wenn es für Selenskyj und sein Volk schmerzhafte Friedensgespräche werden, aber was sein muss, muss sein. Immerhin stehen verdammt hohe Rechnungen bei den US-Amerikanern offen. Und die wollen beglichen sein.

Ich weiß, ich weiß, das hört sich alles furchtbar kompliziert an, zumal die „europäische Abordnung“ unter der Führung unseres werten Bundeskanzlers gerne ihrer überragenden Rolle als Unterstützer der Ukraine gerecht werden möchte. Das ist zwar aus Sicht des weltgrößten Präsidenten - vorne mit „D“ - unerwünscht, nichtsdestoweniger verleihen sie dem Treffen eine dekorative und internationale Note mit hohem Unterhaltungswert. In politischen Kreisen nennt man diese Veranstaltung Gesichtswahrung der Loser mit dem Nimbus der Sieger.

Lange Rede kurzer Sinn, die USA will schnellstmöglich einen lukrativen Deal mit Wolodymyr abschließen, den man vorher in vertraulichen Gesprächen und Telefonaten mit Russland abgestimmt hat. Vertraulich auch deshalb, weil der Neidfaktor und die Gefahr, leer auszugehen, die Europäer extrem frustriert, nichtsdestoweniger aber jetzt schon unübersehbar ist. Denn wie es aussieht, bekommen wir nichts ab, absolut gar nichts. Vielmehr laufen wir Gefahr, - also damit meine ich Deutschland -, auch noch den Wiederaufbau der Ukraine finanzieren zu müssen. Wie sagte ein mir gut bekannter Handelsvertreter in Damenunterwäsche einst, wenn er von seinen Dienstfahrten zurückkam? Außer Spesen, nix gewesen. 

Weshalb sonst bemühen sich Merz, Macron, Tusk und Starmer um den kleinen Dreckskerl? Die Sache ist ziemlich durchsichtig: Europa hat Milliarden und Abermilliarden Euros in Form von Waffensystemen, logistischer, medizinischer, humanitärer und sozialer Hinsicht gewährt und sieht sich mit den bitteren Wahrheiten konfrontiert, als gefledderter Zaungast zuschauen zu müssen, wie sich im Falle eines Friedens die Herren Putin und Donald den Ausbeutungskuchen seltener Erden und Rohstoffen untereinander aufteilen werden. 

Der russische Außenminister hat den sophistischen Kiew-Besuchern, die mit medialem Tamtam und publikumswirksamem Großmannsgehabe die europäischen Rahmenbedingungen der Friedensverhandlungen diktieren und Putin mit harschen Worten als Friedensverweigerer diffamieren wollten, mit deftigen Worten zurechtgewissen. Zitat: "Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten und steckt euch den Frieden in eure Ärsche." Ich fürchte, wenn es tatsächlich zu einem Frieden kommen sollte, wird Putin diesem Wolodymyr die Arbeitsbedingungen in einem russischen Gulag nördlich von Novosibirsk genauestens erklären. Apropos diktieren...!

Schon vor zwei Jahren wurden hierzulande die schönen Begriffe wie Diktatfrieden, Aggressor und Täuschungsmanöver erfunden, die den Bürgern in Europa suggerieren sollten, dass nur wir weltweit über die einzig richtige und wahrhaftige Moral verfügen. Das erlaubt uns deshalb auch, Putin als Feind zu dämonisieren und die Schuldfrage zu manifestieren. Und alleine aus diesem Grund sind wir selbst autorisierend als einziges Land prädestiniert, bei den Kriegsverlängerungsmaßnahmen mithilfe von weiteren Waffen und Sanktionen ein gewichtiges Wort mitreden zu dürfen. 

Und unser großer Herr Friedrich? Was ist sein wahres Motiv, wenn man einmal von seinem endogenen Profilierungszwang absieht? Nun ja, was soll man dazu sagen? Dass die Ukraine mit oder ohne deutsche Waffen, mit oder ohne deutsche Panzer oder Taurus gegen Russlands Armee keine Chance hat, ist evident. Ebenso evident ist, dass Sieger immer und bei jedem Krieg die Bedingungen diktieren. Mir jedenfalls ist kein Krieg bekannt, bei dem die Verlierer die Eckpunkte, Auflagen und Regeln aufgestellt hätten. 

Ja, man fragt sich auch an dieser Stelle, was Friedrich für eine Rolle in Kiew spielen will, zumal er als Verhandlungsführer, Vermittler und Mediator schon bei den Koalitionsgesprächen mit der SPD traurige Berühmtheit erlangt hat. Das kann nur in die Hose gehen. Aber Schwamm drüber, wir haben ja die Sondervermögensreserven von einer Billion Euro. Das müsste reichen, um die Ukraine mit Geld zuzuschütten.

                                         

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