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Flüchtlinge und Hunde – das gute Geschäft mit dem Mitleid

Tausende und Abertausende von engagierten Tierschützern werben für ihre Arbeit mit Slogans: "Wir helfen Tieren in Not." Ob der „Tierschutzbund“, ob die „Vier Pfoten“ oder die militanten Mitarbeiter von „PETA“, sie setzen sich für unsere vierbeinigen Freunde ein und retten sie häufig vor Leid, Elend oder gar dem Tod.


Beseelt von ihrem Tun, manche fanatisch und militant, oft auch ganz und garnicht uneigennützig, setzen sie sich für die Bergung und Rettung gepeinigter Tiere ein. Doch der Grat des Gebotes der Menschlichkeit und der, übelster Geschäftemacherei, ist verdammt schmal und für Außenstehende selten durchschaubar. Oft genug siegt die mitfühlende Menschenseele, die sich eines verwahrlosten oder kranken Vierbeiners erbarmt und sich mancher damit gleichzeitig ein anerkennendes Alibi für eine gute Tat einkauft.

Wahre Horrorfotos werden in Netzwerken verbreitet. Broschüren und Flyer mit grausam gequälten Tieren werden millionenfach gelayoutet, gedruckt, mit ergreifenden und anrührenden Texten unterlegt und dann unter die Leute gebracht.  Es werden Tierquäler angeprangert und geoutet, mit Recht. Der Slogan: „Auch Tiere haben eine Seele“. Er ist ein Klassiker, mit dem man beim Tierfreund ein verdammt schlechtes Gewissen erzeugt. Leid als Geschäftsmodell.

Hilfreich sind Abbildungen von halb verhungerten und bis auf die Knochen abgemagerte Vierbeiner mit traurigen Augen und erbarmungswürdigem Zustand. Sie sollen die Herzen anrühren, an die Menschlichkeit appellieren, einem dieser armen, geretteten Wesen ein neues, glückliches Zuhause, Freude und Liebe zu schenken. Aus dem Blickwinkel echter Hilfsbereitschaft gesehen, ist der Schritt, ein Tier von seinem Elend zu erlösen, ein zutiefst humanistischer, der zugleich auch eine Bereicherung sein kann. Man hat an seiner Seite einen treuen Freund und oft auch ein neues Familienmitglied. Hunde kann man dazu erziehen, sich in die neue Situation einzufinden und das funktioniert normalerweise auch problemlos. Aber wie ist das mit unseren geretteten Flüchtlingen?

Niemand aber käme auf den Gedanken, diese traurige Wirklichkeit auch auf die Millionen Flüchtlinge zu übertragen, die vor Hunger, Armut, Krieg und Versklavung flüchten und nun zu Hunderttausenden an afrikanischen Ufern bei glühender Hitze und unwürdigen Umständen ausharren. Sie alle haben ein Ziel: Ein besseres Leben. Und doch ähneln die Mechanismen der Helfer, die unter dem Label des Humanismus und der Menschlichkeit mit den exakt gleichen Verfahren und Methoden Europas Bürger mit menschlich erscheinenden Rettungsmaßnahmen in die Knie zwingen wollen. Dafür sorgen vor allem unsere Medien, die uns nicht nur ein sozial erwünschtes Menschenbild aufoktroyieren, sondern auch einer Regierungsdirektive folgen. Kaum jemand registriert den Hintergrund. Not und Leid ist ein boomendes Geschäft.


Es werden Bilder von schrecklichen Kriegen produziert, von Ertrinkenden im Mittelmeer, von gequälten Flüchtlingen in afrikanischen Lagern und vorzugsweise von Müttern, deren Kleinkinder mit großen Augen in die Kameras blicken. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwelche Fernsehsender, Zeitungen, Netzwerker oder Medienschaffende uns mit Berichten konfrontieren, die geeignet sind, ganze Nationen zu spalten, anstatt mit dem Finger auf die Verursacher zu deuten. Mit der Überlegenheit eigener Moral, mit der unantastbaren Führerschaft grünroten Ethos wird medial angeprangert, appelliert und geoutet, was das Zeug hält. Ergebnis: Eine enorme Sogwirkung für die Ärmsten der Armen, für Menschen, deren Lebensperspektive nicht mehr umfasst als Raub, Mord, Gewalt, religiöser Fanatismus, Unterdrückung und Menschenverachtung.  

Doch im Falle der kommerziell aufgezogenen Flüchtlingshilfe trifft es die Falschen. Nicht etwa die Verursacher, die Kriegstreiber, Waffenlieferanten, Regierende und Politiker, sondern zur Moral verpflichtete Bürger, die mittlerweile nicht mehr helfen wollen, nicht mehr können und völlig überfordert sind. Denn eines ist klar und das ist eine Binsenweisheit. Selbst bei bestem Willen können Tierfreunde nicht allen Hunde dieser Welt ein Heim bieten, ebenso wenig können Nationen alle Menschen dieser Welt in ihrem Land beherbergen. 

Ja, es könnte einem das Herz im Leib zerreißen, angesichts des Elendes das in manchen Ländern dieser Welt herrscht. Besonders, wenn wir die Dinge nur vom Ende her betrachten. Denn je mehr Hunde ein neues Heim finden, desto schneller produzieren verantwortungslose Tierschänder in Rumänien, Bulgarien oder China Nachschub. Jede arme Kreatur mehr bedeutet bares Geld. Und jeder Käufer eines solchen Wesens animiert die Tierverbrecher dazu, noch mehr vierpfotige Gebärmaschinen zu Hochleistungsproduzenten heranzuziehen. Der Markt wird plötzlich von kranken, verkrüppelten, verwahrlosten und heruntergekommen Tieren überschwemmt. 

Nicht anders funktioniert diese Cashcow auch mit Menschen. Es ist eine nicht enden wollende und unbarmherzige Elends-Maschinerie, die über Ausbeutung, Waffenlieferungen, Kriege und Unterjochung immer neue Flüchtlinge produziert, die wiederum von Menschenfreunden wie Flüchtlingshelfern, NGO’s, Gutmenschen und Kirchen gerettet und untergebracht werden. Vorzugsweise in Europa. Allerdings mit einem klitzekleinen Unterschied. Ein geretteter Hund, gesund gepflegt, gut untergebracht und versorgt, geht seinem Herrchen äußerst selten an die Kehle. Er legt keine Bombe und vergewaltigt nicht sein Frauchen. Denn wäre es so, landete ein solcher Hund schnell in der Tötungsanstalt.

Gerade wurden an der spanischen Küste aus dem Wasser gezogen wieder 1.200 Flüchtlinge gerettet. Gleiches tun die Tierschützer, die mit Transportfahrzeugen nach Rumänien fahren und Tausende Hunde vor dem Hungertod retten und ungefragt über die Grenzen nach Deutschland bringen. Werden sie erwischt, drohen diesen Tierschleußern saftige Strafen. Nichts anderes tun die NGO's - selbst deren Alibis gleichen sich. Entweder Geld oder Pseudomoral.

Mir ist völlig klar: Tierschützer werden jetzt empört aufjaulen, mich einen Schweinehund nennen und im Brustton der Überzeugung erzählen, dass sie aus reiner Tierliebe handeln, wenngleich die Kassen jener Tierhilfsorganisationen meist gut gefüllt sind. Mit der gleichen Empörung werden mir Moralisten, Ethiker und unbelehrbare Helfer mit blank geputzten Heiligenscheinen begegnen, die mir vorwerfen, dass ein solcher Vergleich schändlich, ja haarsträubend sei. Sie alle mögen ihre eigene Treppe fegen.

Das Geschäft mit Hund und Flüchtling folgt exakt den Gesetzmäßigkeiten und Mechanismen der Marktwirtschaft. Bedarfsweckung und Bedarfsdeckung, es unterscheiden sich lediglich die Marketingmethoden. Wenn Deutschland einerseits mit ihren Waffenlieferungen indirekt dazu beiträgt, neue Flüchtlinge zu produzieren. Gleichzeit sorgen wir als erfolgreiches Exportland in Afrika für billigste Nahrungsmittel, die geradezu zwingend die Existenzgrundlage afrikanischer Bauern komplett zunichte machen. Wäre ich zynisch, würde sich die Frage stellen: Schaffe ich mir einen armen Hund oder einen armen Flüchtling an?

Doch auch hier können wir einen kleinen, allerdings ziemlich pervertierten Unterschied zwischen Tier und Menschenrettung beschreiben. Die große Retterin, Frau Merkel wirbt für Menschlichkeit und Humanismus. Der selbst gewählte Gottesdienst heißt –Rettung heimischer Arbeitsplätze in der Waffenindustrie, die beste Geschäfte mit dubiosen afrikanischen Regenten macht. Und die reproduzieren mit Panzern und Granaten fleißig Nachschub für Deutschland. Das setzt der Scheinheiligkeit unserer regierenden Samariterin die Krone auf. Wer bitte, bringt Frau Merkel und Konsorten bei, dass im Land der Humanisten, Samariter und blauäugiger Helfer die Grenzen der Mildtätigkeit längst überschritten sind? Während der Hundeimport zumeist nur mit Impfpass und gültigen Papieren erfolgt, sorgen unsere gewerbsmäßigen Humanisten für die Besucher aus Afrika "zollfreie" Niederlassung und kostenfreie Unterbringung in Deutschland. 

Man kann es betrachten wie man will. Das Geschäft mit Hunden und Flüchtlingen floriert gleichermaßen. Ob auf dem Mittelmeer oder in den desolaten Tierheimen in Osteuropa. Ob es um Tierarztrechnungen oder Gesundheitschecks in Kliniken geht, oder um die Anschaffung von Hundekörbchen, Leine und Fressnapf oder es sich im Falle der Flüchtlinge um Wohnung, Sicherheit und Nahrungsmittel handelt, Methoden, Verfahren und Vorgehensweisen sind die gleichen.

Was für eine pervertierte Welt, bei der Politiker und ihre Unterstützer sich mit Blick auf ihre Wirtschaft die Hände reiben und sich gleichzeitig einer Mitleids-Sprache bedienen, die den Bürger in die Verantwortung nimmt und ihn schröpft bis aufs Blut. Wie sagt man so schön? Den letzten beißen eben die Hunde.

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