Direkt zum Hauptbereich

Von allen guten Geistern verlassen – Wer klopft den Regierenden endlich auf die Finger?

Solide Finanzen? Sparsame Haushalte? Werterhalt des Euros? Das sind Vokabeln aus einer anderen Welt. Seit 2019 hantieren unsere Politiker mit dem Geld, als gäbe es kein Morgen mehr. Trotz der Tatsache, dass der Steuerzahlerbund einen Brandbrief nach dem anderen an die Regierungsverantwortlichen schickt, legt man dort parteiübergreifend alle Hemmungen ab.

 


Was früher Ausgabendisziplin hieß, wird nun mit flapsigen Argumenten einer nicht belegten Notwendigkeit abgetan. Da muss so ziemlich alles herhalten, was einigermaßen zwingend klingt. Krieg, Klima, Covid. In Wahrheit wird die eigene Unfähigkeit mit noch mehr Personal erschlagen. Zur Bewältigung neuer Aufgaben wollen die Ministerien ihr Personal deutlich aufstocken. Einem Bericht zufolge soll dies rund 60 Millionen Euro pro Jahr kosten. Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, nannte die Anzahl neuer Stellen bei "Report Mainz" "verheerend".

Die neue Regierung will einem Medienbericht zufolge mehr als 700 neue Stellen in den Bundesministerien schaffen. Einer Auswertung des Haushaltsentwurfs 2022 vom Dienstag zufolge sollen 758 neue Stellen geschaffen. Unterm Strich soll der Regierungsapparat somit um 704 Stellen wachsen. Dabei forderten sämtliche Ministerien neue Planstellen. 

Besonders viele zusätzliche Stellen wollen SPD und GRÜNE: So fordert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dem Bericht zufolge weitere 75 Stellen für das Kanzleramt. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) möchte 101 Stellen für sein Ministerium zusätzlich. Ja, bist du deppat! Da darf es nicht wundern, wenn der Sprit an den Zapfsäulen 2 Euro 20 und das Sonnenblumenöl bei LIDL 5 Euro kosten muss. Denn Kriegs- Logistik- und Pandemie-Argumente fallen in sich zusammen, wenn man den Blick über die deutschen Grenzen richtet.

Der noch von der alten Regierung veranschlagte Schuldenrahmen in Höhe von 99,7 Milliarden Euro werde eingehalten, erklärte Lindner, dem man inzwischen jedwede Finanz- und Wirtschaftskompetenz absprechen muss. Längst hat sich dieser FDP-Scharlatan von seinen Beteuerungen verabschiedet. Er verheddert sich in immer größere Schuldenberge und bekommt nichts mehr geregelt. Er hätte besser nicht regiert, als schlecht regiert. Aber selbst diese, seine eigenen Worte hat er problemlos über den Haufen geworfen. 

Kompetenzbefreit und wie entfesselt werden nun Kredite aufgenommen, die jedes vorstellbare Maß übersteigen. Es wundert nicht, wenn der ehemalige Pleitier Christian Lindner, der seine eigenen Firmen in der Vergangenheit an die Wand gefahren hat, mit Finanzen nicht umgehen kann und angesichts einer weitaus größeren Aufgabe jede Übersicht verloren hat. Wo soll er das auch gelernt haben? Und wer soll einem Dilettanten wie Lindner beibringen, wie man wirtschaftet, wenn ihm die Grundlagen der Betriebs- und Finanzwirtschaft gänzlich fehlen und was er in seiner Überheblichkeit gerade anrichtet? Den einst gesetzten Schuldenrahmen überschreitet er nämlich deutlich. Statt 99,7 Milliarden Euro soll die Neuverschuldung in diesem Jahr bei 138,9 Milliarden Euro liegen, wie aus Regierungskreisen bekannt wurde.

Die historische Dimension belegt ein langfristiger Vergleich: In den Jahren 2020, 2021 und 2022 liegt die Neuverschuldung des Bundes mit insgesamt rund 585 Milliarden Euro höher als in den 26 Jahren zuvor. In der Zeit von 1994 bis 2019 addiert sich die Nettokreditaufnahme auf rund 560 Milliarden Euro. Dass die 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr nicht mit einem Schlag ausgegeben, sondern für die nächsten Jahre reichen werden, ändert daran wenig.



Wie dümmlich und schlicht die Begründungen für die Schuldenaufnahmen sind, beweist dass auch in der vergangenen Legislaturperiode - noch unter Führung von CDU und SPD - zu einem Stellenzuwachs um 2.500 Versorgungs- und Schlafplätzen gekommen ist, die ausgerechnet von den Grünen und der FDP damals scharf kritisiert wurden. Eines ist angesichts dieser geradezu schrankenlosen, ja exzessiven Finanzpolitik unabwendbar. Eine Inflation, die für die Mehrheit der deutschen Bevölkerung existenzgefährdend sein wird.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die CDU schlägt zurück! Amthor wird Bundeskanzler!

Das war zu erwarten. Nachdem für die Dauersieger der CDU die Wahlen erst in Sachsen-Anhalt krachend verloren gingen und nun der altehrwürdigen Partei auch in Mecklenburg-Vorpommern ein nie dagewesenes Schreckensszenario droht, hat man sich in der Parteispitze zum ultimativen Gegenschlag formiert, um die AfD zu pulverisieren. Philipp muss es richten und die CDU zur alten Stärke zurückführen. Um den Einsatz dieser personellen Vernichtungswaffe zu verstehen, muss man zweifellos einen Blick auf den Lebensweg des aller letzten Heilsbringers der einstmals christlichen Partei werfen. Begonnen hatte alles am 10. November 1992 in der vorwinterlichen Nacht der pommerschen Kleinstadt Ueckermünde. Noch bevor der kleine Erdenbürger von der Nabelschnur getrennt war, fiel er durch einige Merkwürdigkeiten auf. Das brüllende Wesen unterschied sich signifikant von allen anderen Babys, die in Ueckermünde und auch anderswo jemals entbunden worden waren. Der Kleine erblickte mit einer übergroßen Horn...

Susan Sziborra-Seidlitz – eine hiob‘sche Heimsuchung oder nur eine Laune der Natur?

Kinners, wir sind ja politisch gesehen in letzter Zeit so Einiges gewohnt. Im bunten Schmelztiegel arbeitsverweigernder Bildungsabstinenz und intellektueller Entsagung hat sich im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt eine furchterregende Vertreterin in den Fokus der Sendeanstalten bis ganz nach vorne gekämpft.  Susan Sziborra-Seidlitz, Grünen-Kandidatin und evolutionärer Unfall, führt als "schadstoffarme Galionsfigur" den Werbefeldzug der Bündnis-Verirrten gegen das „rechtsradikale Gesindel“, die „Nazis“ und deren wählende Sympathisanten an. Wenn sie ihre "humorvolle" Stimme am Rednerpult erhebt, bleibt kein "rechtsradikales Auge" trocken! Mit ihrem subversiven Aufruf: "Bildet Banden, Schwestern!" scheut sie sich auch nicht, ihre Geschlechtsgenoss:innen, die (alten, weißen) Männer zu unterjochen, um stattdessen potenten Besuchern aus dem Süden eine angenehmere und "lustvollere" Lebensperspektive zu bescheren.     Und während die „TAZ“ unter Au...

Der Abgesang. Die letzte Rede des Kanzlers

Deutschland und nicht nur Deutschland wurde heute Zeuge einer der sinnbefreitesten, substanzlosesten und erbärmlichsten Reden eines Kanzlers, dessen einzige hoffnungsvolle und positive Feststellung für unser Land darin gipfelte, dass aus seiner Sicht die Armenspeisung, die Suppenküchen und die Archen noch funktionieren, wohl wissend aber, dass VW mehrer Werke schließen will, 50.000 Mitarbeiter entlassen muss und drauf und dran ist, pleite zu gehen.   Man möchte sich als Deutscher und vor allem als denkender Bürger vor Scham heimlich aus dem Land stehlen und sich irgendwo verstecken, wenn der zweithöchste Amtsträger jenseits aller Realitäten und entkoppelt von jeder Tatsache rhetorisch wie inhaltlich öffentlich sein eigenes politische Grab und das seiner Partei schaufelt. In den Mienen der eigenen Parteifreunde machte sich ungläubiges, teilweise fassungsloses Entsetzen und Resignation breit, das selbst vom letzten Höflichkeitsapplaus nicht darüber hinwegtäuschen konnte: Das war’s...