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Der ukrainische Mitleidssieg - ESC - eine politische Veranstaltung at its best.

Endlich war es soweit. Zum X-ten Mal fand der ESC statt. In Turin sollten die neuen Musik-Titanen auserkoren werden. Zugegeben, ich habe mir die ukrainische Mitleidsveranstaltung nicht angetan, als klar wurde, dass auch das Kalush Orchestra und ihrem Song Stefania teilnahmen. Die politisch perfekt vorbereitete Volksverdummung endete genauso, wie man es erwarten durfte.

 


Vorbei ist die Zeit, in man sich mit dem Geträller amerikanischer Entertainer begnügen musste. Denn der Sieg stand schon fest, als der Song noch gar nicht geschrieben war. Wobei Begriffe wie Song, Lied, Hit oder ähnliche Bezeichnungen auf den ukrainischen Vortrag nicht zutreffend wären. Die Wortfetzen erinnerten in weiten Teilen an ein ratterndes Maschinengewehr mit Sequenzen von Trauerchorälen, als würde sich ein weidwund geschossener Rentner im Kiewer Straßengraben wälzen und man ihn gleich zu Grabe tragen.

Über eines waren sich die Juroren weltweit einig. Die ukrainische Truppe musste, koste was es wolle, einen politischen Solidaritäts-Sieg davontragen. Und damit dem internationalen Publikum bei der Punktvergabe nicht etwa ein dummer Fehler unterlief, wiesen Regie und die Sangesbrüder noch einmal mit einem eindringlichen Hilferuf auf die humanitäre Situation der Ukraine hin. Der Leadsänger sendete in die Welt hinaus: „Ich bitte euch alle: Helft der Ukraine, Mariupol und den Menschen im Asow-Stahlwerk.“

Dass der ESC seit Jahren auch ein Beliebtheitsindikator der Nationen ist, liegt auf der Hand. Seit Jahren landen die deutschen Barden auf der Sympathiescala in der Welt auf den allerletzten Plätzen. Deutschland ist rund um den Globus unten durch. Auch ein Verdienst von Angela Merkel. 


Vermutlich wird demnächst entschieden, dass ein ukrainischer Autor für sein Werk den Nobelpreis erhält und die National-Kicker aus dem Osten die Fußbalweltmeisterschaft zugesprochen wird, obwohl sie aufgrund kriegsbedingter Ausfälle selbst gegen Luxembourg, Monaco, Island und San Marino chancenlos wären. Auch die goldene FIFA-Trophäe wird in Solidaritäts-Pokal umbenannt. 

Doch zurück zur Kunst. Im Allgemeinen reicht es völlig aus, wenn einem Sänger ein schlechter Ruf vorauseilt und er über einen IQ knapp über der Zimmertemperatur verfügt, dann stellt sich der grandiose Erfolg dank perfekt getimter Marketingmaßnahmen mit ziemlicher Sicherheit von alleibne ein. Selbst in der Politik sind heutzutage die Attribute völliger Verblödung notwendige Erfolgsgaranten, in der Regierung mitzumischen. Weshalb sollten diese Kompetenzen nicht auch in Turin gute Chancen haben. 

WIll ein profilneurotischer Zeitgenosse ohne jegliches Talent den ultimativen Durchbruch schaffen, ist es hilfreich, wenn die Werbefuzzis und Programmgestalter dem Publikum glaubhaft versichern können, der Künstler sei von einer lesbischen Mutter aufgezogen und aufgrund dessen schwul oder divers geworden Seit Jahren leide dieser an Bulimie, weil die eigene Schwester auf den Strich ging und der Vater wegen pädophiler Neigungen seit Jahren im Knast sitzt. Nur in diesem Zusammenspiel kann man in der heutigen Medienbranche richtig groß herauskommen. 

Nun ist ein Krieg dazugekommen, ein chancenreiches Ereignis, mit dem sowohl die Ukrainer als auch der Rest der Welt nicht unbedingt rechnen durften. Ich wills mal so sagen. Die Ukraine hätte selbst dann gewonnen, wenn sie auf der Bühne wortlos ihre Notdurft verrichtet und gar nicht erst gesungen hätten. Frenetischer Beifall wäre ihnen bei ihrer urinalen Session sicher gewesen. Weshalb man diese Farce ESC und ihn nicht rechtzeitig in PSC umbenannt hat, - also "Politischen Solidaritäts Contest", ist mir schleierhaft.

Dass die deutsche Truppe mit ihrem Vortrag der „Rockstars“ von der Welt schnöde abgestraft wurde, lag vermutlich auch daran, dass unser Kanzler Olaf Scholz noch nicht genügend Panzer und Haubitzen ins Kriegsgebiet geschickt haben. Welch ein Glücksfall für die aufsteigenden ESC-Kometen, die die weltweite Abneigung gegenüber Deutschland und ihre „Künstler“ erfolgreich nutzen konnten. Wären unsere Truppen rechtzeitig in Russland einmarschiert und hätte Anton Hofreiter mit einem grünen Selbstmordkommando eine russische Panzerdivision vor Kiew aufgehalten, wir hätten ganz sicher einer der vorderen Ränge in Turin belegt.

Auffällig war an den Jurywertungen, dass aus den Ländern, die für sich selbst große Siegchancen sahen, kein einziger Jurypunkt an die Ukraine ging: Italien, Spanien, Großbritannien, Schweden und Serbien, weigerten sich konsequent, ihre Stimmen zu verschwenden.

Vermutlich lohnt es sich auch nicht, auf die restlichen Auftritte einiger wundervollen Vorträge einzugehen, zumal der Siegeszug für kriegsgebeutelte Ukrainer mit einem „7-Ton-Song-Stakkatos“ im Rahmen der „Benefit-Veranstaltung“ vorgezeichnet war. Erwartungsgemäß meldete sich gleich nach dem überragenden Triumpf seiner Landsleute der ukrainische Präsident Selenskyj mit seiner Botschaft zu Wort, er wolle kommendes Jahr trotz rauchender Trümmer und zerschossenen Städten den nächsten Songcontest durchführen. Vermutlich wird er selbst ein Lied vortragen.

Fazit: Die Welt ist einfach verkehrt. Ach, was waren das noch Zeiten, als große Komponisten und Virtuosen unser Land prägten wie kein anderes und ebenso wenig Applaus erfuhren, wie unsere heutigen Möchtegerns auf den Songbühnen. Was hatte im Vergleich zu unseren „Song-Kometen“ beim ESC beispielsweise Beethoven zu bieten? Er wurde im Armengrab verscharrt und das muss seinen Grund gehabt haben.

Ich versuche mir vorzustellen, Haydn und Brahms hätten sich damals in Hotelzimmern geprügelt und dabei die halbe Einrichtung demoliert. Mit dem richtigen Promoter im Rücken wäre aus den Wüstlingen der Romantik „The Synphonic-Brothers“ geworden und sie wären überdies als wegweisende Protagonisten in die Geschichte eingegangen. Aber nein, sie lebten das Leben von Bidermännern.

Was, wenn die Modeberater der Juroren den begnadeten Wolfgang Amadeus Mozart ausgestattet hätte? Wie wäre die Karriere von Meister Bach verlaufen, würde er als Hupfdohle im schrillen Röckchen auf der Empore der Heiliggeist Kirche mit langhaarigen Blondinen im Backgroundchor aufgetreten sein? Wer weiß, Bach trüge heute den schmückenden Beinamen: „The King of the Soul-Organ“ und die Toccata hätte man als Evergreen auf der Straße gepfiffen.

Damals galt: Medien, die den Skandalerwartungen nicht nachgekommen waren, gingen unspektakulär ein. Heute gilt: Wer sich nicht solidarisch mit irgendwelchen Losern zeigt, wird medial maximal abgestraft. Ich bin davon überzeugt, im Zeitalter des politischen Meinungsterrorismus können nur noch die TV-Verweigerer das Blatt noch wenden.

 

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