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Luisa und Yanik – Schöne Grüße aus Bali - Wir werden nie mehr fliegen.

Der Klebe-Urlaub der zwei Aktivisten Yanik und Luisa neigt sich dem Ende entgegen. Der "Ausflug hat nun das Zeug, ein kabarettistisches Highlight für die TV-Zuschauer zu werden. Per WhatsApp-Nachrichten und Videotelefonie wurden die urlaubenden Asphalt-Terroristen wohl vom Vorstand des Zentralkomitees der vereinigten Weltrettungssekte wegen rufschädigenden Verhaltens heftig ins Gebet genommen und stundenlang durch die Mangel gedreht. 

Im Anschluss stand bei den Sponsoren und "Last Generation-Manager" Schadensbegrenzung auf dem Programm, bei dem wohl ein Dutzend eigens angemieteter Linguisten, Framing-Experten und Sprachakrobaten an einer schlüssigen Flug-Urlaubs-Argumentationskette feilten. Der zusätzliche Imageschaden einer ohnehin schon fragwürdigen Sekte, für die jeder Fleisch essende und Diesel fahrende Bürger ein Todfeind ist, musste mit einem öffentlichen Wiedergutmachungsmärchen in Grenzen gehalten werden.

Dass die Entscheidung für den vierstrahligen Jet nach Thailand der russische Angriffskrieg herhalten musste, bot sich geradezu auf dem Präsentierteller an. Hinzu kam noch der syrische Bürgerkrieg, türkische Invasoren im Nordirak und die Machtergreifung der Taliban in Afghanistan. Statt des ursprünglichen Vorhabens, mit Zug und Bus über die Seidenstraße an ihr Traumziel zu gelangen, hätten Yanik und Luisa sich der Not gehorchend für das Flugzeug entschieden.

Bislang kenne ich zwar niemanden, der der "Not gehorchend" in einen Flieger gestiegen wäre, um seinen Traumurlaub zu verwirklichen. Einzige Ausnahmen stellen die sogeannten "Bumsbomber" dar, die jede Woche Dutzende, notleidende Männer von Frankfurt nach Bankog fliegen müssen. Dieses Klientel interessiert sich verständlicherweise nicht übermäßig fürs Klima, sondern viel mehr dafür, wie sich am schnellsten die Leiden lindern lassen. Bei den bei Klimaaktivisten gehen die Uhren natürlich anders.

 Schließlich sind Yanik und Luisa als private Turteltäubchen verreist und nicht etwa als Retter des Weltklimas, so heißt es jedenfalls. Und das anähernd drei Monate. Scheinbar lässt sich mit professionellem Asphaltkleben immerhin so viel Geld verdienen, dass man sich den  solchen Luxus mit allem Pi Pa Po leisten kann.

Da bei der 12.000 Kilometer langen Strecke ein nicht unerhebliches Restrisiko bei der Bahn- und Busdurchquerung von Usbekistan, Tadschikistan und Kaschmir bestanden hätte, überdies der beschwerliche Weg über Nepal, Bhutan und das kriegerische Myanmar führte, habe man sich für den Langstreckenflug entschieden. Außerdem habe man die körperlichen Strapazen, denen man circa 30 Tage lang ausgesetzt gewesen wäre, nicht auf sich nehmen wollen, zumal Sitzplatzreservierungen am Fenster oder Schlafwagenplätze in nepalesischen Zügen nicht möglich gewesen wären.

Deshalb hätten die beiden eine Fluglinie ausgewählt, die den geringsten Co2 Fußabdruck hinterlassen hätte. Da kommt einem spontan die Frage in den Sinn, wie ein herkömmlicher Passagier den Spritverbrauch Hunderter Maschinen ermittelt, bevor er die Reise bucht. Sie hätten ein «möglichst kerosinsparendes Flugzeug» gebucht und seien ohne Zwischenlandung geflogen, «um energieintensive Starts zu vermeiden». 

Alter Falter, entfleucht es mir als Vielreisender. Wie haben die beiden denn das herausgefunden? Klimaretter als undercover-Ermittler und Selektionsspezialisten der besonderen Art. Unsereiner verzweifelt bereits, wenn er im Internet auf den Buchungsdschungel der 50 bekanntesten Buchungsportalen gekämpft hat, um nach mehreren Tagen endlich zwei günstige Sitzplätze zum gewünschten Zeitpunkt zum ersehnten Ziel zu ergattern. Fast möchte man meinen, Robert Habeck hätte als Fachmann für Kinderbücher bei den Formulierungen für Yaniks und Luisas Reisemärchen Pate gestanden. 

Nun ja, die beiden Adhäsions-Experten – ohnehin nicht gerade von jähen Intelligenzschüben heimgesucht, stehen nun kurz vor ihrer klimaneutralen Selbstzerfleischung, müssen sie doch der klebefreudigen Klimagemeinde glaubhaft über die Recherche ihrer Kerosin-Verbrauchs-Analyse verschiedenster Flugzeugtypen Bericht erstatten. Immerhin gilt es, mit handfesten Daten und Fakten die Lächerlichkeit der reiselustigen Pharisäer aufzuwarten. Nichts, dass irgendjemand etwa den guten Willen der beiden anzweifelt.

Ich versuche mir gerade die Miene der Lufthansamitarbeiterin am Ticketcounter vorzustellen, wenn ich sie frage: "Ich muss erst wissen, wie viel Liter Kerosin ihre Boing 737 auf 100 Kilometer verbraucht, bevor ich mich für ihr Flugzeug entscheide." Ich wills mal so sagen: Wahrscheinlich müsste man sich vorher am Tresen des Ticketschalters festkleben, weil man ansonsten Gefahr liefe, von der aufgestauten Warteschlange zum Teufel gejagt zu werden. 

«Mit Zug und Bus wäre nicht in München Schluss gewesen, wir hätten in den Iran gekonnt und erst dort in ein Flugzeug steigen können», heißt es in einem Schreiben – wer immer es auch verfasst hat. „Nun überlegten sie, dies für die Rückreise zu tun. Doch dies sei verunmöglicht – wegen der «Proteste und deren brutalen Niederschlagungen und Unterdrückungen.» Luisa und ihr Partner Yanik wollen bald über die Türkei zurückfliegen. Dieser Flug werde «der letzte unseres Lebens» sein.

Nun folgt in der Erklärung der beiden Weltenbummler eine geradezu rührselige Ergänzung: «Bevor wir diese Reise, die ein langjähriger Traum von Luisa ist, angetreten haben, machten wir uns sehr viele Gedanken und redeten mit vielen Menschen und waren uns selbst nicht sicher, ob wir es mit unserem Gewissen vereinbaren können, in ein Flugzeug zu steigen. 

Für die Rückreise haben die beiden nun geplant, mit dem Flieger nur bis in die Türkei zu reisen, um CO2 zu sparen. Von dort wollen die beiden mit dem Zug weiter nach Deutschland reisen. Und sie geloben: «Der Flug in die Türkei wird der letzte unseres Lebens.» Ach, würden sie doch dort bleiben, wo sie sind, dann bliebe uns wenigstens dieser Co2-Abdruck erspart.

                                          

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