Elisabeth Kutter, Apothekerin in Bielefeld, mit hohem Sendungsbewusstsein, "exklusivem Demokratieverständnis" und klarer politischer Positionierung machte mit einer Netzwerk-Video-Botschaft in „X“ und „Facebook“ ihrer Kundschaft deutlich, wem sie ihre medizinische Fürsorge freudig zuteilwerden lassen will und wem nicht. Nun ist die Panda-Apotheke deutschlandweit in aller Munde. "AfD-Wähler mögen ihr Geschäft bitte meiden. Sie wolle mit diesen Menschen nichts zu tun haben", ließ sie die Internetgemeinde wissen. Zwar würde sie auch dem Kunden mit der falschen politischen Gesinnung Insulin, Abführmittel oder Hustensaft verkaufen, aber sie würde ihn trotzdem nicht mögen. Nichtsdestoweniger bleibt die öffentliche Ausladung politisch missliebiger Kunden. Der Shitstorm in den Netzwerken ließ nicht lange auf sich warten. Nun beklagt sich diese Frau Kutter und es geschieht genau das, was zu erwarten war. Eine klassische Schuldumkehr. J etzt sind es Netz-User, Kritiker, emp...
Der Leser mag sich an dieser Stelle fragen, welcher Teufel mich geritten haben könnte, wenn ich ausgerechnet Sven Schulze, ein glühender Anhänger der neuen „totalitären Demokratie“ in Sachsen-Anhalt in einem Atemzug mit dem Philosophen Heraklit (520 v. Chr.) in einen Zusammenhang bringe. Es ist vollkommen klar: Nichts ist so sicher wie die Veränderung. Aber muss es gleich ein totalitäres System à la Sven Schulze mit vollkommen ideologischer Unterwerfung sein? Nun ist dieser Sven nicht gerade der Hellste unter den Ministerpräsidenten, selbst, wenn man berücksichtigt, dass das intellektuelle Niveau solcher Amtsträger bei den meisten ohnehin mehr als zu wünschen übrig lässt. Zu tiefgründig-philosophischen Gedankengängen haben die aktuellen Macht-Politiker ohnehin eher selten Zugang -, zumeist auch ihrer bejammernswerten Bildung wegen. Es sind im Falle Schulze die charakterlichen und menschlichen Besonderheiten, die mich zu solchen Überlegungen im Zusammenhang mit Heraklit veranlassen. ...