Mandy Koslowski betrieb seit Jahren eine Bar in Kreuzberg, eine Kaschemme, die ihr jahrelang ein bescheidenes Auskommen sicherte. Bis zu jenem Abend, der ihr ganzes Leben ändern sollte. Der Moderator des ZDF erklärte in den Abendnachrichten, dass die Börse floriere und Schuldverschreibungen sowie Staatsanleihen ein einträgliches Geschäft seien. Selbst Lars Klingbeil, unser begnadeter Finanzminister wurde nicht müde, das erfolgreiche „Deutschlandmodell“ klugen Investierens mit integrierter sozialer Komponente zu empfehlen. Mandy Koslowski, nicht nur dunkelhaarig, sondern auch clever, beschloss sich ein gutes Beispiel am Geschehen der Finanz- und Bankenwelt zu nehmen und Klingbeils Rat aufzugreifen. Kurz entschlossen handelte sie! Sämtliche Getränke wurden sofort nur noch auf den Deckel geschrieben und kreditiert. Das Invest-Modell Deutschland der SPD mit integriertem Sozial-Bestandteil war geboren, - durchaus vergleichbar mit der veralteten Riester-Idee, - nur eben mit Promille. ...
...nicht die Psychopathen, die Borderliner, Neurotiker oder Soziopathen sind unser Problem, es sind die Normalen, also die sogenannten Normopathen. Es handelt sich dabei um diese öden, blassen, blutarmen Gestalten mit harmlosen und nichtssagend wirkenden Gesichtszügen, an die man sich ums Verrecken nicht erinnern kann, obwohl sie uns in einem Zug der S-Bahn oder im Bus stundenlang gegenübersitzen. Wir sprechen also über jene blutarmen, grün-angepassten Standardmenschen in unserer sogenannten „Normalgesellschaft“, die den Nonkonformisten auf den Wecker gehen. Die Bunt-Normalen frönen gemeinschaftlich dem geschmeidigen Duckmäusertum mit dem klammheimlichen Hang zur Denunziation, fürchten das Klima wie der Teufel das Weihwasser, retten mit Inbrunst gestrandete Wale und halten geflüchtete Analphabeten aus Marokko, Syrien, Eritrea und Palästina für Akademiker mit hoher sozialer Kompetenz. Und eine weitere Gemeinsamkeit zeichnet jene Spezies der Normopathen aus. Bloß nicht auffallen od...