Es hat alles nichts genutzt. Der gigantische Aufwand, den Wasserkoloss aus den Untiefen der Ostsee zu retten, ist fehlgeschlagen. Was hat man nicht alles versucht, um dem armen Kerl wieder Richtung und Tiefgang zu geben. Doch wie so oft, findet man im Leben immer wieder frappierende Parallelen. Denn die Tragik seines Schicksals gleicht ums Haar dem nahenden Ende unseres Bundeskanzlers und des Untergangs der CDU. Während Legionen von Helfern, ob wir sie nun „Omas gegen rechts“, „Besitzstandsverteidiger der Demokratie“ oder „sadistische Tierschützer“ nennen, - die einen partizipieren am Weltruhm eines dahinsiechenden Wals, die anderen an der infernalischen Dummheit und Naivität ihrer Steuern zahlenden Untertanen. Welch eine symbolträchtige Entwicklung. Ein Buckelwal, der bezeichnenderweise im Schlick feststeckt, wie der Kanzler mitsamt seiner Partei, der das Wasser bis zum Hals steht. Sie haben, wie der bucklige Meeressäuger, die Richtung verloren und weig...
Kinners, welch ein Auftritt! Der Katholikentag in Würzburg nahm Fahrt auf und die Lightshow auf der Sprecherbühne des Kongress-Centrums begann, begleitet von mystischen Sphärenklängen sanft-sakraler Harfenmusik. Im vollbesetzten Saal wabert über den Köpfen der Teilnehmer der Dunst von Weihrauch und Myrrhe. Bläulich-transparente Wölkchen steigen empor und verbreiteten einen mystischen Thrill. Schemenhaft zeichnen sich die Konturen einer schlanken, hochgewachsenen Gestalt ab, die wie von Zauberhand menschliche Formen annimmt. Im Dunst materialisiert sich der Leibhaftige, - Fritz der Kanzler, über dessen kärglichen Haarbürzel am Stirnansatz eine glänzende Aureole schimmert. Aus dem himmlischen Empyreum des fernen Schwedens, dort wo die heilige Greta wohnt, schleicht sich der autistische Welt-Erretungs-Geist in den "heiligen Kongress-Saal zu Würzburg". Dennoch, ein Ärgernis für Fritz - dem die Fanfarenklänge beim Kirchentag versagt bleiben. Würde es nach dem Wunsch des alle...