Donnerstag, 9. August 2018

Quotencrash - Dunja Hayalis Rentnershow


Es ist ja nicht so, als sei das Thema Altersarmut in diesen Zeiten ein Quotenkiller, zumal es zu viele in unserem Land betrifft, die mehr schlecht als recht über die Runden kommen. Gestern Abend lief die zweite Ausgabe der ZDF-Talkshow "Dunja Hayali". Die nur schwer ertragbare MoMa-Moderatorin holte am Mittwochabend die niedrigste Quote in der Talk-Format-Geschichte.



Überraschend ist es nicht, dass die militant-linke Opportunistin mit ihrer Sendung auf die buchstäbliche Schnauze gefallen ist, hat sie es mit ihrem links-pädagogischen Impetus doch ein wenig übertrieben. Dunja, das synapsenarme Plappermäulchen hat sich auf die Spur von Senioren begeben, die es zwischen Renteneintritt und Rollator noch einmal richtig krachen lassen. Mit der Frage: „Wie geht es ihnen denn tatsächlich, den deutschen Rentnern?“ wartete sie mit einem Kaleidoskop völlig hirnrissiger Beispiele auf. 

Mit geradezu bilderbuchmäßigen Beispielen liquider Pensionäre, die sie über die Bildschirme flimmern ließ, führt sie dem Publikum und den etwa 63 Prozent deutschen Rentnern unterhalb der Armutsgrenze vor, wie man seinen Lebensabend munter gestalten kann. Die geradezu infame Staatspropaganda, mit der diese Halali der dösigen Fernsehgemeinde glauben machen wollte, dass es den Deutschen im Alter gar nicht so schlecht geht. Zu Hilfe kam ihr ein inzestuöser Unglücksfall parteipolitischer Genese, der in der Person von Andrea Nahles in strammer Gesäßbreite auf der Talkcouch Platz genommen hatte, um sich mit einer Wuppertaler Rentnerin auseinanderzusetzen. 
  
Anita Pixberg, so hieß die rüstige Dame, die nach 33 Jahren Arbeit mit 823 Euro Rente monatlich abgespeist wird, nachdem sie drei Kinder großgezogen hat. Jeden Euro muss sie mehrfach umdrehen, bevor sie ihn ausgibt, und doch gibt sie ihren Enkeln sogar noch ein bisschen Taschengeld von ihrer Rente ab. Ganz sicher könnte sie beim Amt eine Grundsicherung beantragen. Doch sie gehört zu einer Minderheit, muss sie sich sagen lassen, wie 550.000 Rentner auch. Was Frau Nahles vergisst, ist die Tatsache, dass 40% aller Senioren eben diesen Anspruch haben, aber stattdessen Pfandflaschen sammeln, anstatt zum Amt zu gehen. Es sind Scham und Selbstwert, was die Alten dazu treibt, in Mülltonnen zu wühlen. Nun ja, Ersteres fehlt der SPD-Politikerin gänzlich.

Angstmachen findet die SPD-Chefin Nahles in der Diskussion falsch, meint sie in süffisant-überheblichen Ton. Und überhaupt käme demnächst der zweite Teil der Mütterrente. Darüber sollte sich doch Mutti Pixberg freuen. Dass ihr dieser Zuschlag von der Grundsicherung gleich wieder abgezogen wird, erwähnt sie nicht. Wäre ja auch peinlich. Auf die Frage, weshalb Politiker und Beamte nicht in die Rentenkassen einzahlen, fällt dieser roten Zumutung ziemlich schmallippig nur der alte Bismarck ein, der das damals so geregelt habe. Schulterzucken, Klappe zu, Affe tot.

Und dann zieht Dunja wie zum Beweis der Richtigkeit Nahles'scher Weisheit, dass alles eigentlich gar nicht so schlimm sei, ihre Show mit den betuchten Pensionären ab. „Mit dem Zweiten reist man besser“, eine Unterhaltungssendung des ZDF, für das zum Halali geblasen wurde. Eine Gruppe betagter Silver Ager durfte auf ZDF-Kosten auf Weltreise gehen. Natürlich nicht uneigennützig, schließlich braucht das ZDF Quote und die Zielgruppe der mittellosen Rentner vor der Glotze ist riesig. Und nachdem wir erfahren haben, wie sich Weltreise mit 80-Jährigen anfühlt, folgte die nächste halalische Unerträglichkeit des Seins.

Der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm, keine Ahnung, wer den wiederbelebt und vor die Kamera getragen hat, konstruierte hanebüchene, ja abstruse Rechenexempel, mit der er das deutsche Rentenniveau in beschönigende Metaphern verpackte. Der Mann, längst jenseits von Gut und Böse und bar jeder Realität, stand Dunja Rede und Antwort, dessen Quintessenz darin gipfelte, dass der Durchschnittsrentner heute auf höherem Einkommensniveau stünde, als zu seiner Zeit. Es ist evident, dass der Kerl mit seiner "sicheren Rente" akut an "Altersheimer" leidet.

Dann folgte das Highlight! Schöner Wohnen ab 1.000 Euro aufwärts. Ohne Nebenkosten, versteht sich. In dem Städtchen Uhlenbusch /Schleswig-Holstein entsteht gerade ein Wohndorf für betuchte Rentner, die in altersgerechte Wohneinheiten und Bungalows einziehen. Die örtliche Sparkasse hat mitgemischt. Doch Bankhäuser sind selten altruistisch, ohne Kapital geht auch bei humanitären Geldhäusern nichts. Mutti Pixberg muss freilich draußen bleiben. Sie wird froh sein, wenn sie 400 Euro Miete aufbringen und im Winter die Heizkosten bezahlen kann. Von Teilhabe am gesellschaftlichen Leben will ich erst gar nicht sprechen.

Bei solchen Sendungen bleibt einem der Atem weg, mit welcher Arroganz und überheblicher Attitüde man dem Wahlvolk vorführt, wie gut es uns im Alter gehen wird. Da möchte man angesichts solch selbstgefälliger Lehrbeispiele zu gerne erst zur Schrotflinte, danach zum Jagdhorn greifen und beim Treffer das Halali-Signal blasen: Sau tot. Wer die Melodie noch nicht kennt, möge das Video abspielen....



Kindergeld – wir sind die Deppen der EU

Anfang des Jahres überraschte uns eine Nachricht, die auf einer kleinen Anfrage der AfD basiert. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) überwies im Jahr 2016 rund 343 Millionen Euro Kindergeld an Konten ins Ausland. Damit haben sich die Kindergeldzahlungen für den zahlreichen Nachwuchs außerhalb Deutschlands seit 2010 (35,8 Millionen Euro) fast verzehnfacht. Und kein einziger Politiker hat Alarm gerufen und gegengesteuert?


Es war anscheinend noch nicht schlimm genug. Denn bereits diese alarmierende Entwicklung passt perfekt ins infantile Gesamtgefüge unserer Regierung, die das Flüchtlingsproblem und die damit verbundenen Kosten nicht im Griff hat. Kinder als Kapitalanlage, ein"Geschäftsmodell" das ähnlich reibungslos flutscht wie bei den Karnickeln die fröhliche Bestandsvermehrung.

Heute tickerte über die Nachrichtensender eine neue Zahl. Demnach flossen im letzten Jahr für 270.000 Kinder mehr als 600 Millionen Euro nach Osteuropa, vorwiegend nach Rumänien und Bulgarien. Nicht berücksichtigt sind dabei die Kindergeld- und Unterstützungszahlungen von Migranten und Flüchtlingen, die in unserem schönen Land leben. Selbst den Ausländern, die in Deutschland Sozialhilfe beziehen, stehen laut EU-Recht die gleichen, finanziellen Zuwendungen für die in ihrer Heimat  lebenden Kleinen zu, wie der braven, allein erziehenden und steuerzahlenden Mutter. Die allerdings kann sich die Gebühren für den Kindergarten nicht leisten, während in Rumänien oder Bulgarien ein ganzer Familienclan vom Geld für den zahlreichen Nachwuchs lebt. Hält sich ein deutsches Ehepaar aus beruflichen Gründen mit mehreren Kindern im Ausland auf, entfällt für sie das Kindergeld. Wie das ein Politiker erklären möchte, würde mich interessieren.

Was bis dato von unseren fürsorglich denkenden Regierungsangehörigen sorgsam verschwiegen wurde, ist die Tatsache, dass diese exponentielle Entwicklung der Auszahlungen für die Kiddies auf Abertausende von gefälschten Arbeitsverträgen, gefakten Geburtsnachweisen und betrügerischen Angaben basieren. Das Nachfolgegeschäft mit Flüchtlingen ist mindestens ebenso lukrativ. Der Fachmann nennt das „erweiterte Wertschöpfungskette“ mithilfe freudig gebärender Mütter aus dem Maghreb und den europäischen Randgebieten. 

Dabei ist es laut Bundesnachrichtendienst nicht überraschend, dass auch Terroristen das Angebot weidlich nutzen. Wir hätten eine Menge Probleme weniger in Europa, wenn sich nicht jeder unterbelichtete Terrorist „clean & easy“ und in jeder Stadt Deutschlands unerkannt mit Geld versorgen könnte.

Auch wenn die Matthias Seestern (FDP) sich letztes Jahr nassforsch vor die Mikrofone stellte und mit dem Brustton der Überzeugung der AfD Lügen unterstellte, weil sie den extremen angewachsenen Sozialmissbrauch im Bereich der Kindergeldzahlungen anprangerte.  „Einmal mehr wird wahrheitswidrig und bewusst der Eindruck erweckt, dass es einen systematischen Missbrauch von Sozialleistungen gäbe“, so der Originalton des Politikers. „Dies ist nicht der Fall", schob er nach und erntete Beifall. Angesichts solcher Polit-Nullen regt sich bei mir nicht nur akuter Brechreiz. Hat dieser FDP-Dümmling sich nicht kundig gemacht? Ich kläre ihn gerne nachträglich auf, wie der breite Sozial-Missbrauch inclusive des Kindergeld-Transfers organisiert ist.

Wenn selbst der SPD-Mann und Oberbürgermeister von Duisburg Sören Link heute verschämt einräumt, dass Rumänen und Bulgaren mit bandenmäßige Strukturen die Kassen seiner Stadt ausplünderten, dürfte das nur die halbe Wahrheit sein. Inzwischen bezweifeln Insider in vielen Fällen, dass Geld für Kinder kassiert würde, die gar nicht existieren. Da werden untereinander auch schon mal ein paar Kinder ausgeliehen. Die Dunkelziffer scheint astronomische Größenordnungen angenommen zu haben. Dem deutschen Rentner, dem Geringverdiener, der Paketzusteller muss das Messer in der Tasche aufgehen, wenn er zusehen muss, mit welcher pekuniären Missachtung und Versorgung von Seiten der sogenannten "Sozialen Parteien" abgespeist wird und Milliardensummen von staatlich betreuten Plünderern ins Ausland geschafft werden.

Wenn der Bürgermeister aus Fürth heute im Fernsehen erklärt, dass ihm als Kommunalpolitiker die Hände gebunden seien, beweist die Aussage einmal mehr, dass wir es in unserer Regierung mit intellektuellen Trauerfällen zu tun haben. In die Diskussion hat sich nun auch der Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) eingeschaltet, der in seiner bräsigen Überzeugungskraft erklärte, dass eine Europäische Lösung hermüsse. Inzwischen glaube ich, dass er angesichts völlig irrealer Vorschläge schon schwer verwirrt sein muss. Nun ja, bei ihm kann es nicht nur die Hitze sein.

So wurde 2017 für 588.000 türkische Kinder in Deutschland Kindergeld gezahlt, für 155.000 polnische und für 110.000 rumänische Kinder. Das Geld wird zum größten Teil nach Hause geschickt und sorgt dort für weitere Motivation, schnellstens das nächste Schiff mit unbegleiteten Jugendlichen nach Deutschland zu schicken. Es ist den deutschen Steuerzahlern noch weniger vermittelbar, wenn unsere Regierung beispielsweise für Eltern bulgarischer Kinder, die in Bulgarien leben, Monat für Monat Kindergeld in exorbitanter Höhe überweisen. Aufgrund niedriger Lebenshaltungskosten wird dort viel Geld gespart bis genug zusammengekommen ist, schließlich sind Schlepper teuer.

An Sachleistungen ist ein Flüchtling nicht interessiert, er will Geld, Handy und ansonsten eine gute Unterkunft. Denn auch mit dem Smartphone steht die Western Union gerne zur Verfügung. Wer zuvor ein einziges Mal Geld über diese Bank transferiert hat, braucht in der Folge nur paar Tasten zu drücken, und schon funktioniert die Versorgung seiner Sippschaft mitsamt zahlreicher Kinder in Eritrea, Marokko, Bulgarien oder anderswo. Die Sozialabzocke läuft auf Hochtouren. Dutzende von Kommunen und Gemeinden haben sich in den letzten Tagen zu Wort gemeldet, die die Belastungen nicht mehr leisten können. Die Haushaltskassen sind leer.

Wenn sich deutsche Spitzenpolitiker in Interviews oder in TV-Sendern auf Flüchtlingsthemen einlassen und mit entschlossenen Mienen, vorgespielter Kompetenz und larmoyanter Tonlage verlautbaren, man müsse Libyen, Syrien, Marokko oder die Türkei unterstützen, um das Flüchtlingsproblem in den Griff zu bekommen, lügen sie gnadenlos in die Kameras. Aber auch das sind wir inzwischen gewöhnt.

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