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Wenn Hypochonder durchregieren

Magenschmerzen. Das ist garantiert Magenkrebs! Und diese Kopfschmerzen… Die können nur von einem Hirntumor kommen. Werden sie von morgendlichen Flatulenzen gequält, vermuten sie gefährliche Divertikel im Darmtrakt. Wenn solche Ängste überhandnehmen, haben wir es möglicherweise mit einem ernsten psychischen Problem zu tun: Hypochondrie. 


Doch wehe, ein Politiker leidet unter den beschriebenen somatoformen Störungen, dann ist Corona ein mehr als nur willkommenes Thema, liefert doch eine solche Pandemie das ideale Alibi für die eigenen Ängste. Und Kandidaten mit solchen latenten Befürchtungen finden wir bei Mitgliedern unserer Regierung, bei Ministern und Abgeordneten zuhauf.

Sorge um die eigene Gesundheit kann zwar überlebenswichtig sein. Doch wer unter Hypochondrie, also Krankheitsängsten leidet, neigt dazu, jedes noch so kleine Zipperlein als Vorboten einer schrecklichen Erkrankung zu interpretieren. Er „katastrophisiert“ sie. Oft spielten frühere, eigene Krankheitserfahrungen oder Erkrankungen eine Rolle. „Sie haben standardmäßig ein hohes Erregungspotenzial“, so Professorin Habel, die an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Aachen tätig ist.  „Man kann einem solchen Menschen die Angst nicht nehmen, zumal man ja nicht weiß, ob er nicht doch irgendwann schwer erkrankt.

Einer der führenden Hypochonder lebt in Bayern und ist dafür bekannt, besonders taff seine Corona-Einschränkungen durchzusetzen. Nicht etwa, weil er unbedingt Bundeskanzler werden will, - sagt er jedenfalls -, sondern weil er sich selbst und seine Einstellung zur Gesundheit zum Maßstab für seine Bürger macht. Den Beweis hat er heute angetreten, er riegelt das Berchtesgadener Land ab, um die Bevölkerung vor sich und anderen zu schützen.

Wenn man einmal davon absieht, dass jeder Mensch Entscheidungen für sein Leben auf der Basis seiner persönlichen Befindlichkeit trifft, braucht man keine Fantasie, um sich vorzustellen, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf Andere hat – besonders, wenn jene mit Macht ausgestattet sind, oder sie sich einfach nehmen – ob berechtigt oder nicht.

Ein prächtiges Beispiel ist auch unsere Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Nach Überwindung ihres Brustkrebses ist sie nicht nur besonders sensibilisiert, sondern sie gehört auch selbst zur Risikogruppe der Corona-Gefährdeten. Dass sie schon aufgrund ihrer „Genese“ andere Maßstäbe für sich anlegt, was ihre Gesundheit angeht, liegt auf der Hand. Aber wenn sie auf Basis ihres eigenen Schicksals und ihrer damit verbundenen Sichtweise in Corona-Zeiten drakonische Entscheidungen für ein ganzes Bundesland und ihrer Bürger trifft, darf man hellhörig werden. Denn „Fehlgewichtungen“ einer möglichen Gefahr oder einer herannahenden Krankheit sind bei solchen Menschen an der Tagesordnung.

Einschränkungen von Grundrechten dürfen schon deshalb nicht im alleinigen Kompetenzbereich eines Ministers liegen, sie müssen unabdingbar im Parlament debattiert und verabschiedet werden. Nahezu jeder kennt das Phänomen sogenannten konsequenten Durchgreifens am Modell der Eltern, wenn die sehr übervorsichtig und ängstlich waren und immer gleich das Schlimmste befürchtet haben.

Sie schränken ihre Kinder in ihren Freiheiten ein, „beglucken“ sie 24 Stunden täglich und sehen überall Gefahren und ergreifen „erzieherische Maßnahmen“ immer mit dem Argument, ihren Nachwuchs unter allen Umständen schützen zu müssen. So hehr und fürsorglich Elternverhalten sein mag, so sehr lösen sie auch auf die Dauer den Widerstand ihrer Kinder aus, die jede kleinste Gelegenheit nutzen, die Kuratel der Eltern ein Schnippchen zu unterlaufen.

Den gleichen Mechanismen sind hypochondrische Politiker mit massiven Krankheitsängsten unterworfen, die ihre eingebildeten Leiden als einzig gültigen und wahrhaftigen Maßstab auf ihre Umwelt anlegen. Wie gut, dass unsere Regierung einer der bekanntesten Hypochonder in der Wissenschaft als Berater in Sachen Corona beschäftigt.

Drostens ehemaliger Professor an der Universität an der Goethe-Universität Frankfurt bescheinigte seinem Studenten schon damals merkwürdige Eigenheiten, weil er während seiner Ausbildung in den 90er Jahren das Unigelände aus Angst vor Ansteckung nur mit Latexhandschuhen betrat und sämtliche Türen mit dem Ellenbogen öffnete. Heute lebt der angstbesetzte "Virologe" die Gefahrenszenarien und hypothetischen Risikobewertungen auf Basis seines ganz persönlichen Panikempfindens öffentlich aus. Für ihn stellt bereits der herkömmliche Schnupfen eine potentielle Todesgefahr dar, der dem Menschen an allen Ecken auflauert.     

Kommentare

  1. Leiderleiderleider ist jener Politdarsteller alles andere als ein Hypochonder. Ein solcher leidet nämlich unsäglich, alldieweil dieser Kreatur geradezu einer abgeht mit jedem neuen PCR-positiven Fall. Er reist auf der Fahrkarte des knallharten Durchgreifers direkt in die Waschmaschine zu Berlin und wer seine giftgrünen Ejakulate zu (ins?) Gesicht bekommen hat, sollte rasch zu Zewa wisch und weg greifen und möglichst schnell seinen SUV made in Bavaristan verkaufen, bevor er Lady Voldemort beerbt. Dann ist nämlich Schluß mit lustig. Genauso wie mit der Folgenabschätzung eines Lockdown in fuckin' Bayern verfahren wurde (es gab nämlich eingestanden gar keine), wirds dann bundesweit weitergehen. Und dieser Polit-Alien hat auch kein anderes psychisches Problem als den Größenwahn, der hienieden im Jammerthale Schland seit Jahr und Tag regelmäßig zum Ausbruch kommt.
    Dieser Schmock reiht sich nahtlos ein in die Serie der Politkatastrophen, die dieses unselige Land seit Schmidt heimsuchen. Mein Barmen hält sich aber in Grenzen: Wie vom Stimmvieh bestellt, so geliefert.

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  2. Drostens ehemaliger Professor an der Universität an der Goethe-Universität Frankfurt bescheinigte seinem Studenten schon damals merkwürdige Eigenheiten, weil er während seiner Ausbildung in den 90er Jahren das Unigelände aus Angst vor Ansteckung nur mit Latexhandschuhen betrat und sämtliche Türen mit dem Ellenbogen öffnete.

    gibt es dazu eine Quelle?

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  3. Sehr gut beobachtet! 👍🏻 Darüber hat noch keiner geschrieben. Jedenfalls bin ich noch nicht darauf gestoßen. Du hast ja auch den Scharfblick. Aber es ist doch mit allem so und hat sich bis heute bewiesen : erst, wenn es den Politikern selbst ans Eingemachte geht, re(a)gieren sie nach ihrem Dünken und dann wird Wille zu Befehl und Gesetz!

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