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Heimlich, still und leise – RKI ändert Aussagen über Impfschutz

Während über Deutschland ein Inzidenzsturm hinwegfegt und Markus Söder in seiner heutigen Pressekonferenz mit Polizeimaßnahmen gegen Verstöße gegen die 2G-Regel bis hin zu Geschäftsschließungen droht, hat der Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI) am 2. November dieses Jahres „Schlüsselaussagen“ heimlich, still und leise zurückgenommen.



Die Tatsache, dass entscheidende Behauptungen einer hoher Schutzwirkung der Corona-Impfstoffe des RKI, auf dessen Grundlage die gesamte deutsche Coronapolitik beruht, aus der RKI-Homepage gestrichen wurden, ist mehr als nur bemerkenswert. Sie wirft unangenehme Fragen auf. Die Löschung der Passi geschah, ohne dass man die Bevölkerung, die sich einem jetzt 2-jährigen Bombardement fortgesetzter Impfagitation ausgesetzt fühlt, über die gravierenden Änderungen informierte.

Die Ansteckungswahrscheinlichkeit nach Impfung ist nicht quantifizierbar, so der RKI-Chef Wieler. Doch er setzte noch einen drauf. Insbesondere die Übertragungsreduzierung von Corona bei Geimpften können nicht eingeschätzt werden. Auf die Angaben zur Schutzwirkung, die man von Politikern in Pressekonferenzen gerne einmal von „absolut“ über „vollständig“ bis mindestens 80 Prozent“ gehört hat, fehlen über Nacht gänzlich. Bislang galt, das Übertragungsrisiko sei durch die Impfung deutlich geringer, das politische Argument, für die Rückgabe der früher „unveräußerlichen Grundrechte“ an die Bürger, die sich haben impfen lassen.

Stattdessen findet man seit gestern auf der RKI-Homepage den Satz: „In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden.“ Übersetzt: „Wir wissen nichts.“ Zudem wurden weitere Passagen von der RKI-Seit genommen, natürlich so, dass es keiner bemerkt, nicht einmal die Journaille.

    "Die Impfung hat eine hohe Schutzwirkung (mindestens 80%) gegen schweres COVID-19, unabhängig vom verwendeten Impfstoff (Comirnaty von BioNTech/Pfizer, Spikevax von Moderna, Vaxzevria von AstraZeneca)."

    "Die derzeitige Datenlage zeigt darüber hinaus, dass die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff wie auch mit mRNA-Impfstoffen zu einer deutlichen Reduktion der SARS-CoV-2-Infektionen (symptomatisch + asymptomatisch) führt (Schutzwirkung etwa 80-90% nach der 2. Impfstoffdosis)."

Exakt diese Behauptungen veranlassten die Politiker noch vor wenigen Wochen, uns mit der Freiheit zu winken. Und nun sind sie weg. Weihnachten, Neujahr und vermutlich die Osterferien auch. Keine Sorge, darauf werden uns die Politiker noch rechtzeitig vorbereiten.

Gleichzeitig erklärt das RKI plötzlich, dass die Virusausscheidung bei geimpften Personen, die trotzdem mit SARS-CoV-2 angesteckt seien, kürzer sei als bei den Ungeimpften. Da haben wir wieder den Klassiker, wenn Behörden etwas verschleiern wollen, weil sie nichts wissen. Schneller, höher, weiter, schöner als wer oder was? Viel, wenig, schwammiger geht nicht mehr. Was, bitte sind diese Begriffe wert? Genaue Informationen? Fehlanzeige. Auskünfte von Behörden oder Ämtern? Null. Zum Ausgleich fehlenden Wissens hagelt es Einschränkungen, Drohungen, Diffamierungen, Ausgrenzungen bis hin zu Berufsverboten. 

Selbstredend finden Spahn, Wieler und Konsorten mit Hilfe martialisch formulierter Drohszenarien – selbstredend auf Basis von Vermutungen und „Nichtwissen“, immer wieder Formulierungen, die von der eigenen Inkompetenz ablenken, aber Ungeimpfte an den Pranger stellen. Ich erinnere mich noch zu gut an den Tag, als Jens Spahn auf allen Fernsehkanälen, in allen Interviews, Talkshows und Zeitungen die frohe Botschaft an die Bevölkerung übermittelte, dass es gelungen sei, endlich einen Impfstoff entwickelt zu haben, der das Ende der Pandemie einläute.  

Jetzt sind endlich fast 70 Prozent der Bevölkerung geimpft und nun scheint es erst richtig loszugehen. Nie gekannte Inzidenzen – teilweise über 800 in einigen Städten – wüten im Land wie einst die Cholera in Venedig. Beinahe könnte man die ketzerische Frage stellen, ob das Phänomen epidemischen Heimsuchung vielleicht an dem nagelneuen „Impfschutz“ liegt. Nein, der steht nicht in Frage, deshalb muss auch der Rest der Unwilligen "behandelt werden. Erst dann ist Deutsdchland gerettet.

Wenn man Söder hört, kann das nicht sein. Er kennt die Schuldigen. Zwar erkläärt er die bayereicshen Maßnahmen, die Krankenhäuser würden volllaufen. Leider sagt er kein Wort, von wem? Einfach Geimpfte? Doppelt Geimpfte? Für ihn steht fest: Es sind die Gesunden. Deshalb gibt es nur noch eine Möglichkeit, bevor der Katastopfenfall ausgerufen wird. Die 2G-Regel. 

Dann wird geboostert, nachgeimpft und getestet was das Zeug hält. Und jeder, der nicht mitmacht, wird polizeilich überwacht und notfalls sanktioniert. Wie formulierte er es so nett? Die Polizeipräsenz wird maximal erhöht und die Einhaltung der Regeln überwacht. Man darf gespannt sein, wann der Blockwart in den Wohnvierteln wieder installiert wird. Derweil könnte Markus einmal einen Blick auf die neue Homepage des RKI werfen. Möglichweise fällt ihm etwas auf.


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