Direkt zum Hauptbereich

Olaf Scholz und „The Men in Black“

Der häufigste Satz des Kanzler Olaf Scholz im Untersuchungsausschuss lautete: Daran kann ich mich nicht erinnern. Und das ganze 89 mal. Der Busenfreund und rote Parteigenosse Peter Tschentscher kann sich auch an nichts erinnern. Schon gar nicht an irgendwelche Gesprächsinhalte mit den Gesellschaftern der Warburg Bank und dessen Aufsichtsratsvorsitzenden Christian Olearius.


Ich wills mal so sagen: Wenn ein Bürger sich vorsätzlich weigert, seine Müllgebühren von Zweiundsiebzigfuffzich an die Gemeinde zu bezahlen, dann erinnern sich garantiert ein halbes Dutzend junger Sachbearbeiter bis zu ihrer Penisonierung an den ungeheuren Vorgang. Nicht so, wenn es bei den Finanzbehörden um 46 Millionen Steuern geht, die ein Banker partout nicht abdrücken will. Vor allem dann nicht, wenn eine Anweisung von oben diesem Ansinnen einen Riegel vorschiebt.  

Unsereiner würde ja denken, dass man sich auch noch nach Jahren ganz genau daran erinnern könnte, wenn irgendein Typ mit Glatze zu uns nach Hause gekommen wäre und uns erzählt hätte, dass ein Freund nicht im Entferntesten daran denkt, von der illegal erworbenen Kohle auch nur einen Cent abzugeben. Und ganz sicher würde man sich auch daran erinnern, wenn ein Glatzkopf vor unserer eigenen Haustür den guten Rat gegeben hätte, nichts zu sagen und nichts zu fragen. Selbst, wenn er Tschentscher hieße.

Für Außenstehende gibt es deshalb nur eine einzige, mögliche Erklärung für den kollektiven Blackout. „The Men in Black“. Sie müssen unbemerkt zurückgekehrt sein und die ganze Bagage während der illegalen Verabredungen mit einem Neutralisator „geblitztdingst“ haben. Im Anschluss wurden die Handys gefilzt, eventuell belastende Mail-Accounts gelöscht und Whatsapp-Nachrichten oder sonstige verräterische Hinweise eliminiert. Ein hartes Stück Arbeit für "Agent K" und seinen außerirdischen Partner. Bleiben nur noch ehemalige Sekretärinnen, die bekanntlich mehr wissen als ein herkömmlicher Kanzler.

Doch wie es aussieht, hat es vermutlich Cum-Ex nie gegeben, auch wenn einige Verschwörer hartnäckig das Gegenteil behaupten. Daher scheint es auch wahrscheinlich, dass sich ein Hamburger Glatzkopf vor der nächsten Befragung nach New York absetzt und sich vom Guggenheim-Museum in die die Tiefe stürzt. Denn nur mit einem erfolgreichen Suizid lassen sich Verschwörungen aus der Welt schaffen - sofern die MIB sämtliche Rechtsradikle, Aluhutträger und Spaziergänger anschließend "blitzdingsen". Doch damit ist vorläufig noch nicht zu rechnen, da die Hamburger Bürgerschaft frühestens im Februar 2025 wieder zusammentreten will, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Da kann man noch ein bisschen regieren. 

Ich fürchte, der Untersuchungsausschuss steht vor einer unlösbaren Aufgabe, zumal immerhin damit zu rechnen ist, dass bis dahin die "Men in Black" unerkannt die aggressiven Schaben der CDU unterwandert und sich unter die „Ermittler“ gemischt haben. Ich bin sicher, sobald noch bislang unbekannte Dokumente auftauchen sollten oder sich ein Whistleblower zu Wort meldet, kommt der Neutralisator erneut zum Einsatz und sorgt für eine kollektive Amnesie im gesamten Bundestag. Sicher ist sicher.

Das Gezerre um die 46 Millionen zieht sich inzwischen einige Zeit hin. Genauer gesagt seit 2016, als Max Warburg, Christian Olearius und der damalige Bürgermeister Olaf Scholz sich ein paar Mal in einem verschwiegenen Hinterzimmer eines Nobelhotels getroffen haben. Dank der „geblitzdingsten Beteiligten“ ging es in der Gesprächsrunde im Wesentlichen darum, ob man zum Hauptgang des Abendessens eher Fischstäbchen oder Tiefkühlpizza bestellen soll. Was nun tatsächlich bei den diversen dienstlichen Abendessen serviert wurde, blieb von Olaf Scholz ebenso unbeantwortet, wie die Frage, ob er überhaupt etwas gegessen hat und ob bei den Verhandlungen geistig anwesend war.

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass sich in dem Nobelhotel kein Mensch daran erinnern kann, wer an den drei Treffen teilgenommen haben könnte, die immerhin von Sicherheitskräften abgeschirmt worden waren. Alle acht Servicekräfte einschließlich der Koch leiden unter retrograder Amnesie und können nicht mehr sagen, ob sie überhaupt jemanden in dem keinen Speiseraum des Hotels bedient hätten. Nun ja, auch hierfür könnte der Neutralisator verantwortlich sein. Eines steht fest, die Gedächtnisterminatoren hatten viel zu tun. 

Und eines ist auch sicher: Irgendwo ganz weit draußen lauert das Schlachtschiff der Arquilianer, vollbesetzt mit AfD-Kämpfern. Es steht zu befürchten, dass der eine Milliarde teure Anbau des Kanzleramtes überflüssig werden könnte, sollten die Men in Black irgendein verräterisches Arschloch in Olafs Mitarbeiterstab übersehen haben.


Für eine Patenschaft mit einem monatlichen Betrag bin ich sehr dankbar. Selbst mit der kleinsten Spende helft ihr mir, diesen völlig unabhängigen Blog stets "à jour", spannend und informativ zu halten. 

Auch ein einziger Klick auf einen der Werbebanner im Lesetext oder das Teilen mit anderen (FB oder TWITTER) hilft mir bei der Arbeit und der Finanzierung des Blogs.

Herzlichen Dank - euer Claudio Michele Mancini
SPENDENKONTO
Claudio Michele Mancini
Unicredit Santo Stefano
IBAN IT03S0200882540000106185335

BIC/Swift: UNICRITM1892


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Obermessdiener und Chefopportunist in Mainz ist alles andere, nur nicht lustig.

Der Sitzungspräsident des Mainzer Karnevalsvereins Andreas Schmitt, physiognomisch gesehen einem drall gefütterten Hausschwein näher als einem frommen Betbruder, hat in der Bütt wieder einmal nachhaltig bewiesen, dass die Mainzer Fasnacht so viel mit Humor zu tun hat, wie der dümmliche Kampf der Omas gegen rechts. Nein ..., bei diesem Herrn vergeht einem das Lachen. Da hilft nur noch ein Stoßgebet gen Himmel. "Mainz wie es singt und lacht" ist für ihn und die humorbefreiten Berufskarnevalisten an seiner Seite eine todernste Angelegenheit. Ich wills mal so sagen: Das, was Schmitt als Büttenredner zelebriert, ist weder komisch, oder humoresk, noch witzig oder auch nur anasatzweise amüsant. Noch nicht einmal intelligent.  Mir drängt sich bei dem "närrischen Vortrag" Schmitts inhaltlich wie optisch unwillkürlich die Karikatur der „Reformation und Totenfresser“ von Pamphilus Gengenbach aus dem Jahr 1620 auf. Das Bild zeigt Bischöfe und Mönche, die sich an einer festli...

Politische Schwurbelfachkräfte, Fake-News-Meister und ideologische Leistungsträger

Alter Falter – in diesen Tagen kommt man bei der Berichterstattung politischer Paukenschläge kaum hinterher. Wenn der unschuldige Bürger bei seinem morgendlichen Informationsanliegen versehentlich auf den Kanälen unserer Qualitätsmedien landet, erhält er gegen eine bescheidene Monatsgebühr weit mehr, als er mental jemals verkraften kann. So ging es mir heute Morgen. Kaum hatte ich die Fernbedienung meines TV-Gerätes betätigt, erreichten mich die neuesten Verbal-Pläne unseres Kanzlers. Ja, man kann sagen, Friedrich Merz hatte wieder einmal als intimer Kenner seiner eigenen Gedanken vor einem großen Publikum den großen Auftritt beim „politischen Aschermittwoch“ in Trier. Erlauben Sie mir, liebe Leser, dass ich zu diesem Anlass kurz in die Antike abschweife. Alle kennen ja das berühmte geflügelte Wort der alten Römer, - so um die Zeit von Kaiser Nero -, das sich bei Fritz als verlässliche Verhaltensnorm tief verankert hat und uns regelmäßig zum Staunen bringt. 𝐐𝐮𝐢𝐝𝐪𝐮𝐢𝐝 𝐚𝐠𝐢...

Unsere Annalena mit Völkerrechtshintergrund verschiebt Grönlands Grenzen.

Annalena hat in ihrem glanzvollen Talk-Auftritt bei Maischberger wieder einmal einen ihrer weltpolitischen Rohrkrepierer gelandet. Man könnte auch sagen: Wir und Dänemark sind haarscharf an einer bearbock‘schen Eingemeindung Grönlands vorbei geschreddert. Immerhin, wie die "Diplom-Volksrechtlerin" (WIKIPEDIA) und Präsidentin der UN-Generalversammlung messerscharf und unmissverständlich feststellte, sind Grönländer auch Bürger. Nur wohin sie genau gehören, das ist unserer Vorzeigepolitikerin nicht so ganz geläufig. Politische Landesgrenzen jedenfalls spielen in einem grünenbunten Weltbild keine große Rolle. Was Annalena sagt, ist in Stein gemeißelt. Basta! Die gefährlichsten Potentaten und gewieftesten Staatsführer wie Putin, Xi Ping, Trump, Netanjahu oder Orban können ein Lied von den Begegnungen mit unserer EX-Außenministerin singen. Wenn sie vom Leder zieht, bleibt kein Auge trocken.. Wenn man es genau nimmt, hat hierzulande das Publikum des beliebten Polit-Talks von San...