Montag, 17. Oktober 2016

Daniel Cohn-Bendit, der verhinderte Kindergärtner

Sieben Talk-Gäste – und das 90 endlose Minuten, Maybrit Illner in einer illustren Gästerunde. Das Spektakel endete im Desaster. Nicht zuletzt auch wegen eines äußerst nervigen Gastes. Daniel Cohn-Bendit. Ständig unterbrach er mit unqualifiziertem Geschwätz die Antworten der Talkgäste, fuhr dazwischen, mischte sich ein und die Runde auf und benahm sich wie ein ungehobelter Bauer. Als knapp 45 Minuten herum waren, platzte ihm die Hutschnur. „Langsam verliere ich die Fassung und die Geduld“, grantelte der Ex-Revoluzzer. Nun wolle er doch mal erzählen, wie das mit dem Brexit in Großbritannien wirklich gelaufen ist. Ausgerechnet er fühlt sich berufen, den Fernsehzuschauern und den Teilnehmern die Welt zu erklären.



Offen gestanden, mich wundern gleich mehrere Tatsachen. Wie, zur Hölle, kommt Frau Illner auf die abstruse Idee, diesen unerträglichen Politclown ein Podium im öffentlich-rechtlichem Sender zu geben? Und wen – verdammt – interessiert es, was der Kerl zu sagen hat? Weshalb mutet man dem TV-Gebührenzahler zu, einen Phrasendrescher mit Hang zur apodiktischen Weltverbesserung in bester Sendezeit vor die Nase zu setzen?

Aber von vorn: Worum ging es eigentlich bei Illner? „Wie wird aus zu viel Wut Politik“, lautete das Thema. Illner, man kann sie mögen oder auch nicht, sie hatte so ihre Schwierigkeiten, eine nicht gerade vom Geist erleuchtete Schafherde zusammenzuhalten, was zugegebenermaßen schon von der Fragestellung der Sendung her kaum möglich war. Die Moderatorin ist bekannt dafür, kompetenz- und schmerzbefreit ihre Gäste mit Fragen zu traktieren, von denen sie selber nicht viel Ahnung hat. Dieses Mal glänzte sie mit dümmlichen Phrasen und wenigstens nicht mit Pseudo-Sachverstand. „Ist jeder Populist automatisch ein Rassist?“ Oder: „Bekämpft man Rechtspopulismus mit Linkspopulismus?“ Sie hätte auch fragen können: „Ist es nachts kälter als draußen.“

Noch dämlicher waren die Antworten des Alt-68ers, der heute meint, man habe damals die Propagierung von Sex zwischen Kindern und Erwachsenen verharmlost. Der begatellisierende Begriff "verharmlost" scheint mir beinahe so schlimm wie eine vollendete Vergewaltigung. Aber zurück zu Illners Talkrunde. Gegen Ende hatte dann natürlich noch einmal Daniel Cohn-Bendit das Wort – mit einer überraschenden Erkenntnis: „Vielleicht ticke ich ja nicht richtig.“ Meiner Meinung nach war dies Cohn-Bendits einzige ehrliche Bemerkung, was die Beschreibung seines Geisteszustandes anbetrifft.

Es mag ja Leute geben, die Daniel Cohn-Bendit mögen, und unverständlicherweise beklatschen. Mir dagegen fällt dazu nur ein, dass man dieses unverträgliche "Radieschen" damals (mit Recht) aus Frankreich wegen staatsfeindlicher Umtriebe rausgeworfen hat. In dem Zusammenhang erinnere ich mich auch an sein literarisches Elaborat aus den 70ern. „Der große Basar“. Wie schreibt er dort? „Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten“ – so Cohn-Bendit in seinem Buch. Seine "Affinität zu Kindern war damals Anlass eines Strafprozesses, aus dem er sich auch mithilfe der gesellschaftspolitischen Großwetterlage unbestraft herausgewunden hat.

Wenn die Vita dieses widerlichen Päderasten nicht so verdammt abstoßend, verlogen, ja ekelerregend wäre, könnte man seinen zahlreichen, auch unveröffentlichten Zitaten satirisch begegnen, aber in seinem Falle kämpfe ich gegen akuten Brechreiz. Seitenlang schwadroniert dieser unappetitliche Politclown mit seinen pädophilen Ansichten durch die Kapitel seines Machwerkes. Man kommt mit dem Kotzen gar nicht mehr nach. 

Da schreibt dieser Bastard doch wortwörtlich, Zitat: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen.“ Ein paar Seiten weiter findet man folgende Passage: „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme.“ Spätestens nach dieser Publikation hätte man diesen Soziopathen in Knast stecken und den Verlag schließen müssen.

Cohn-Bendit wurde in Frankreich und in Deutschland der „Perversion“ beschuldigt. Daraufhin unterstellte er seinen Kritikern schlicht politische Gegnerschaft. Im Mai 1968 wurde er prominenter Sprecher der Studenten in Paris. Nach seiner Ausweisung aus Frankreich war er im „sozialistischen deutschen Studentenbund (SDS) und der APO aktiv. In den 1970er Jahren gehörte er zur Sponti -Szene in Frankfurt/Main. Was ich schon als junger Mann kaum für möglich hielt, war die Tatsache, dass Menschen wie Bendit Co-Vorsitzender der Grünen Partei und später Mitglied des Europaparlamentes werden konnte. 

Nun ja, nicht erst seit Cohn-Bendit, Sebastian Edathy oder Volker Beck komme ich mehr und mehr zur Überzeugung, dass es in der Politik beinahe schon zur Normalität gehört, mit kiffen, koksen, Zeugnisse fälschen oder mit erfundenen akademischen Titeln Karriere zu machen. Welch ein Gesellschaftsbild…