Ich wills mal so sagen: Seit Jahren sehnen sich Millionen deutscher Bürger, - nach einer nicht enden wollenden und trostlosen Diaspora politischer Hirnrissigkeit, nach ihrem großen Erlöser -, ach, was sag ich, sie lechzen nach einer heilsbringenden Lichtgestalt, die unser Land wieder in den Garten Eden verwandelt. Doch ich sag‘s hier einmal mit Dante Aligheris Worten: Lasset alle Hoffnung fahren. Das, mit der Erlösung wird nix! Es sei denn, Kai reißt das Steuer im letzten Augenblick noch einmal herum! Ich sage es ganz ehrlich: Auf unserem politischen Boris Becker und Immanuel Kant in Personalunion liegen nun die Hoffnungen Deutschlands. Denn während die Anhänger der grünen Religionsgemeinschaft ökologisch abbaubare Luftschlösser bauen, die roten Demokratieverteidiger bürgerliche Plünderungspläne schmieden und die schwarzen Brandmaueraktivisten unablässig neue, unrealistische Märchenbücher unters Volk bringen, kämpfen sich die „Alternativen“ Schritt für Schritt durch die schwarzrote ...
Der Wellenschlag nach Daniel Günthers Auftritt in der kurzweiligen Politshow bei Markus Lanz ist beträchtlich. Handelte es sich bei den Einlassungen des Ministerpräsidenten Günter um sogenannte „Freud’sche Fehlleistungen – einen Lapsus Linguae? Etwa um unbeabsichtigte sprachliche Entgleisungen, die seine wahren Sehnsüchte und verdrängten Wünsche offenbarten? Beschäftigen wir uns zunächst mit der komplizierten Persönlichkeit dieses Ausnahme-Liberalen. Daniel Günther, wirkt bei flüchtiger Betrachtung wie ein treuherziges Exemplar aus einer Studentenverbindung der christlichen Bundesbrüder im letzten Semester. Die für harmlose und unverdächtige wirkenden Gesichtszüge und mimischen Ausdruck zuständige Evolution hat in seinem Fall infame Arbeit geleistet. Ich wills mal so sagen: Jede potenzielle Schwiegermutter fiele auf ihn herein und würde vor Freude erbeben, könnte sie diesem Wolf mit Chorknabenhabitus ihre immer noch unverheiratete Tochter klammheimlich unterjubeln. Doch Vorsicht...