Gillamoos, nicht zu verwechseln mit dem sagenumwobenen Gilgamesch zu Babel, ist wieder einmal traditioneller Schauplatz des bayerischen „summum officium“, das Hochamt des Brachialpolitikers Markus aus Franken. Und wie bei jedem seiner berüchtigten Bierzeltauftritte, ob nun auf der Wiesn in München, in Chieming oder am Tegernsee, durfte der Landesvater auch beim Paulanerwirt in Gillamoos erwarten, dass er wie stets, im Hopfen geschwängerten Bierdunst durstiger Voralpenbewohner die ihm gebührenden Ovationen entgegennehmen könnte. Markus, der „Selbstbeweihräucherte“, weiß zu kalkulieren und abzuwägen, welcher Zeitpunkt der günstigste für seine Auftritte ist und wann er die „Kampfarena" betritt. Denn erst wenn der durchschnittliche Alkoholisierungspegel das Niveau von zwei Promille überstiegen hat, steigern sich bekanntermaßen nicht nur die Stimmungs- und Gemütslagen an den Biertischen, sondern auch die allgemeinen Sympathiewerte für die Heimat und die CSU. Dann ist für ihn der Zei...
Es gibt jede Menge Typen, die unter ihren merkwürdigen oder gar lächerlichen Vornamen zu leiden haben. Ein Name jedoch schlägt mit seinem Stigma alle traurigen Rekorde: Es ist der Sören. Wenn du ein richtiger Kerl bist und bei der Nennung des Namens zusammenzuckst, obwohl du gar nicht Sören heißt, dann wird dir klar: So zu heißen muss die Hölle sein. Sprechen wir es doch offen aus: Wer von seinen Eltern, vermutlich dunkelgrün, klimasensibilisiert und Sojamilch trinkende Veganer, mit dem Namen Sören gebrandmarkt wurde, der ist zweifellos eine arme Sau, zumal ihn dieser Name ein Leben lang verfolgen wird. Fest steht: Sören wird man nicht aus Versehen genannt, das ist Vorsatz von Hafermilch konsumierenden Bunt-Religiösen. Und es wird für das allerärmste Schwein im Universum auch nicht gerade leichter, wenn er sich bewusst macht, dass es viele Leidensgenossen gibt, die diesen unseligen Namen möglicherweise 80 Jahre lang als Bürde mit sich herumschleppen und fortan in Bioläden linksdreh...