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Markus Lanz und Daniel Günther – Die Nachlese.

Markus Lanz, Berufs-Schönling, Hochleistungsopportunist und narzisstischer Power-Talker ist nach der Medien-Verbotsschlacht und den abstrusen Einlassungen des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins, Daniel Günther, um die Meinungs- und Pressefreiheit in aller Munde. 

Ähnlich wie ein Kletterakrobat, der ohne Seil, Haken und Ösen den Annapurna im Himalaya-Massiv im Handstand bezwingt und die Physik der Schwerkraft ausbremst, hat er die akustische, die visuelle und die inhaltliche Wahrnehmung seiner Zuschauer ad absurdum geführt. Fake News - der ultimative Killerbegriff, mit der eine Aussage zur Unhaltbarkeit einer These erklärt wird und zum Synonym des links-bunten Besserwissers geworden ist.

„Ego-Markus“ bewies dem Millionen-Publikum, zu welch grenzwertigen Leistungen er befähigt ist, wenn es darum geht, einerseits seine Profilneurose in ein glänzendes Licht zu erheben und andererseits bei einem eventuellen Fehltritt sämtliche Fakten, Tatsachen und Realitäten bis zur Unkenntlichkeit zu tranchieren. Doch lassen Sie mich das hier klipp und klar sagen: Auch Extremsportler wie Markus aus dem Hochgebirge Südtirols könnten diese übermenschlichen Erfolge nicht erzielen, würde das mit üppigen Zwangseinnahmen ausgestattete ZDF nicht für angemessene Rahmenbedingungen sorgen und Staatskritik schmerzhaft sanktionieren.

Ich wills mal so sagen: Die Sendung mit den Gästen Daniel Günther und Melani Amann, ehemalige stellvertretende Chefredakteurin des „Spiegel“, hätte auch unter dem Motto stattfinden können: Wie verschaffe ich mir als ideologisch fragwürdiger Moderator mit fundierter Inkompetenz und genetischer Prädisposition zur vorsätzlichen Wahrnehmungsverzerrung einen mentalen Orgasmus und die Zuwendung der Regierenden. Mit Lanz wurde der Werbeslogan des ZDF zunächst zwar perfekt umgesetzt, zumal das Motto des Senders "Mit dem 2.ten lügt man besser", deutlich erkennbar angestrebt, konnte aber nur zu Beginn der Sendung perfekt umgesetzt werden. Aber man arbeitet daran.

Nichtsdestoweniger darf sich Markus rühmen, ein totalitär-dogmatisches Duett mit hohem ideologischen Rüstzeug im Studio zu vereinen, was in dieser Konstellation nur selten gelingt. Als Verstärkung hatte Lanz etwa 30 handverlesene Claqueure mitgebracht, die der Show eine gewisse Meinungs-Authentizität verleihen sollten. Routiniert lockte unser links-opportunistischer Leistungsträger den überrumpelten Daniel Günter mit ausgebufften Fangfragen in die Falle. Nein, dieses Mal ging es nicht um gewöhnliche Alltagsthemen wie Flüchtlinge, Messermorde oder Migranten, Shuttleservice oder Seenotrettungen, Markus stellte dieses Mal Fragen von Hamlet’scher Dimension. Sein oder nicht sein! Wer darf eine Meinung äußern und wer nicht. Wer ist befugt, sich politisch zu äußern und wer nicht. Wem darf man in Deutschland eine Denkerlaubnis erteilen und wem nicht.  

Ich erspare mir an dieser Stelle, das leidige Thema im Detail noch einmal durch die Suppenbrühe zu ziehen, da hinreichend in den Medien und Netzwerken debattiert. Daher beschränke ich mich auf die Gedanken, die wohl die meisten Fernsehzuschauer und politisch interessierten Menschen nach diesem Skandal bewegt: Das Politportal Markus Lanz und dessen Überflüssigkeit und die Perversion der Pseudo-Diskussionen als Unterhaltungssendung mit Disziplinierungsziel.

Doch sprechen wir es einmal offen aus: Fast die Hälfte der Deutschen ist so eingeschüchtert, dass sie erklärt, man könne seine politische Meinung nicht frei äußern. Das ist ja auch genau der Sinn solcher Politsendungen wie Markus Lanz. Denn dort dachte der Ministerpräsident Daniel Günther öffentlich nicht nur explizit über Medienverbote nach, er forderte sie sogar. Zum Glück erinnern sich die Teilnehmer jetzt nicht mehr daran, dass in einer Live-Talk-Show teilnahmen und über was sie dort geredet haben. Das Publikum jedoch hat zugehört und hat die Botschaft verstanden. Aber Lanz ist mit seinem Lügenportal nicht alleine. Die "seriösen" Printmedien stärken ihm noch den Rücken.

Der Zuschauer an der Mattscheibe, Kummer gewohnt, ahnte ja schon nach wenigen Minuten, wohin die „Reise“ gehen sollte, da sich drei überragende Deutungsexperten und Großmeister betreuter Demokratie gegenübersaßen. Das Kaleidoskop verbotswürdiger Medien konnte in der politischen Agitationsshow dem Publikum nicht eindrucksvoller vermittelt und beschrieben werden. Es galt, die vorgeblich "Hass- und Hetze-Portale" der sozialen Netzwerke wie „Facebook“, „X“, „Telegram" in einem Aufwasch mit den journalistischen "Meinungsvergiftern" wie NIUS, Apollo und Tichy abzuräumen und diese Reitschusters, Broders und Kollegen in die Knie zu zwingen. Die Quintessenz? Die Freiheitsrechte von Lesern, Netz-Nutzern und Zuschauern sollen eingeschränkt werden.    

Was also haben wir, die Zwangszahler und Gebührensklaven gesehen, gehört, verstanden und tatsächlich wahrgenommen? Darüber entstand nach der lehrreichen Sendung erbitterter Streit. Eine Richtungsänderung bahnt sich an. Man kann sagen, ein militant-ideologisches Bessermenschentum sieht sich plötzlich von einer Phalanx empörter Top-Juristen, Verfassungsrechtlern und renommierten Meinungsbildnern heftig angegriffen und von unserer Verfassungs- sowie vom Grundgesetzkeule bedroht. Daniel Günther und der aalglatte Markus befinden sich rhetorisch und semantisch im Gefechtsmodus. Sie behaupten nun vehement, dass die Sendung einerseits so gut wie gar nicht stattgefunden habe, andererseits das, was dort gesprochen wurde, nie gesagt worden sei und die Zuschauer ergo gar nicht wissen können, um was es in dem Polit-Talk ging. Nämlich ausschließlich um ihr seelisches und politisches Wohlergehen.  

Nachdem gar das Nachrichtenportal NIUS Klage bei Gericht eingereicht hat, weil Daniel Günther den Sender als „Feinde der Demokratie“ bezeichnet hat und deren Moderatoren als "völlig faktenfrei" wertete, lief Markus mit seiner regierungskonformen Heuchelei zur opportunistischen Hochform auf. Jetzt wird es allerdings etwas komplexer für den Leser: Denn die Frage muss nun geklärt werden, woher man wissen soll, was man gesagt hat, wenn man gar nicht darüber nachgedacht hat, was der Zuschauer hören darf? Der deutsche Duckmäuser weiß allerdings genau, was ich meine.

Somit landen wir zwangsläufig wieder bei dem ZDF-Liebling und seinen intellektuellen Zirkusnummern. Ich formuliere es einmal so: Das eigentliche Leiden aller Schwätzer ist unbestritten deren geistige Inkontinenz, gegen die sich ein Zuschauer an der Mattscheibe nur mit einer Fernbedienung wehren kann. Um es vorwegzunehmen, Markus Lanz ist von diesem Manko besonders stark betroffen. Inzwischen haben diese selbstgefälligen Gesprächsrunden und das selbstgerechte Gehabe dieses Talk-Runden-Champion hinsichtlich einer wirksamen Therapie, schon seines hohen Einkommens wegen, kaum Aussicht auf Erfolg. Im Gegenteil - es wird mit saftigen Gebührenzahlungen honoriert.

Und so findet sich die immer gleiche Spezies wieder zusammen - Narzissten, verbale Hochstapler, ideologische Spinner und inkompetente Wichtigtuer, die sich auf Kosten anderer einen mentalen Orgasmus verschaffen. Man würde ihm und seinen Gästen auch dann nicht glauben wollen, selbst wenn sie versehentlich die "bezahlte Wahrheit" beschwören würden. Und so nimmt auch dieses Mal wieder die staatlich erwünschte Indoktrination ihren Lauf, auch wenn sich nun die Topjuristen unseres Landes mit Daniel Günther und den Sendern beschäftigen werden.

Längst ist dem Bürger klar, dass öffentlich-rechtliche Sender keine Nachrichten mehr moderieren, sondern Meinung machen - und zwar ganz im Sinne der Regierungspolitik. Ob nun Lanz, Hayali, Miosga oder Klamroth, Maischberger; Reschke oder Restle, sie bringen mit bejammernswert semantischem Geschick und subtilen Bildern genau solche Suggestionen unter die Leute, die die "politisch gesteuerten" Programmdirektoren, Intendanzen und die Leitungsebenen ihnen vorgeben.

Die Moderatoren machen schon deshalb diese Vorgaben zu "ihrer" Wahrheit, weil sie die gut dotierten Jobs behalten wollen. Doch wie sagte der Lateiner so griffig: Tempora mutantur. Kaum ein Zuschauer hat noch Lust, sich Propagandasendungen zuzumuten, die uns als objektive und ausgewogene Diskussionsrunden verkauft werden. Das tun nur noch jene, die glauben, was sie auch glauben wollen und akzeptieren auch mehr oder weniger stillschweigend, dass die Wahrheit, die Demokratie und ihre ganz persönliche Freiheit auf der Strecke bleibt.

Oder, um es mit den Worten des französischen Schriftstellers Alexandre Lacroix zu sagen: Mit gewissenlosen Medien braucht man keine Diktatur. Die Menschen übernehmen freiwillig und ohne zu denken die Lügen (der Politiker, Demagogen und ihre Verbreiter) und verteidigen sie wie Wahrheiten. Dann wird Freiheit nicht geraubt, sondern freiwillig abgegeben. Ich wünschte, ich könnte diesen Markus Lanz auch irgendwo abgeben, wo er keinen Schaden mehr anrichtet. Und mit ihm noch Dutzende Andere...

                                               

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Kommentare

  1. Ich lese Ihre Kommentare immer mit großem Interesse. Unterschiedliche Blickwinkel, Pressefreiheit und Meinungsvielfalt sind in einer Demokratie selbstverständlich und unverzichtbar.

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