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Es geht aufwärts - täglich 50 Firmen-Insolvenzen und dennoch Licht am Ende des Tunnels!

Die deutsche Sprache erfährt seit Jahren eine phänomenale Entwicklung. Ganz gleich, ob wir über Sondervermögen, über klimabedingte Weltuntergänge, lebensgefährliche Verglühungsszenarien, über heimtückische Impfverweigerer, sich erhitzende Weltmeere und neue Fachkräfte aus dem Süden sinnieren. Dank kreativer Begriffs-Umdeuter und Wortschöpfer in Berlin dürfen wir uns glücklich schätzen, dass noch jeden Morgen die Sonne aufgeht und nicht unser Allerwertester auf Grundeis.

Ich wills mal so sagen: Der Begriff „Zeitenwende“ erhält von Staats wegen definitorisch eine völlig neue Bedeutung, auf die wir uns sprachlich einstellen müssen. Denn seit geraumer Zeit haben wir uns laut Kanzler und seinem Vize wieder auf die Erfolgsspur begeben, was dennoch viele nicht glauben wollen. Angesichts von über 50 Firmeninsolvenzen pro Tag und einem Stellenabbau von 30.000 Arbeitsplätzen jeden Monat sowie einer massenhaften Flucht-Odyssee hoch qualifizierter deutscher Arbeitskräfte ins Ausland, haben sich unsere Koalitionäre, insbesondere unser Kanzler zu innovativen Sichtweisen durchgerungen. 

Schon in der Bibel steht geschrieben: "Die Letzten werden die Ersten sein." Seit Friedrichs Kanzlerschaft erleben wir die Adaption des Wortes Christi, denn Fritz definiert er den Wirtschaftsaufschwung in unserem Land nicht nur neu, sondern er fordert auch seine Untertanen appellativ dazu auf, gewöhnungsbedürftige Denkmodelle, Gefühls-Schemata und Befindlichkeiten zu akzeptieren. Zum Glück stehen wir im Vergleich zu sämtlichen europäischen Nachbarn schon ganz hinten. Jetzt gilt es, das Errungene zu bewahren.

Auch deshalb, weil die „Abwanderungsquote“ solider deutscher Unternehmen in Länder mit freundlicheren Standortbedingungen und günstigeren Energiekosten bedauerliche Größenordnungen erreicht hat. Ich will ja nicht unken, aber ich kenne in Europa kein einziges Land, in dem ein Regierungschef derart erfolgreich und hoffnungsträchtig unsere derzeitige Wirklichkeit erklärt: „Wir sind ein starkes Land. Wir nehmen eine Schlüsselrolle in Europa ein“, oder auch, um es mit den Worten des Kanzlers zu sagen: "Deutschland begibt sich wieder auf die Überhohlspur.“ Ja – ich möchte trotz meiner freudschen orthographischen Fehlleistung sagen: In unserem Land macht sich eine euphorische Aufbruchsstimmung breit.

Bei unseren steuerzahlenden Bürgern muss, davon bin ich überzeugt, allerdings noch ein Umdenken stattfinden. Uns geht es nicht schlecht, es kommt uns nur so vor. Uns fehlt, und das möchte ich an dieser Stelle betonen, das blinde Vertrauen in unsere Staatslenker, deren solide Fach- und Sachkompetenz unübersehbar durch das eigene Wohlergehen gekennzeichnet ist. Schon deshalb schließt sich jede Skepsis aus, dass von unseren Eliten falsche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen getroffen werden könnten. Den Zweiflern möchte ich zurufen: Wer in Europa kann von sich behaupten, auf 630 Polit-Koryphäen im Abgeordnetenhaus zu verfügen, die mit geballter Schwarmintelligenz und hohem intellektuellen Potenzial unser Land in eine goldene Zukunft führen? Grün, rot und farbenfreudig zugleich. 

Immerhin kann unsere Regierung dank des billionenschweren Sondervermögens schöne Steigerungsraten beim Zinsendienst verzeichnen, was nunmehr endlich Früchte trägt. Laut letzten Berechnungen wird das zu leistende Zinsvolumen endlich die Staatseinnahmen für den Haushalt 2026 übersteigen und weitere, dringend nötige Fremdvermögen initiieren. Nachhaltiges Wirtschaften macht sich nach sozialdemokratischer Sichtweise nicht nur mit einer defizitären Haushaltführung bezahlt, sondern auch mit stillschweigender Akzeptanz höherer Steuern und Abgaben.

Nicht zuletzt hat sich die Finanzlage auch deshalb positiv entwickelt, weil der Staat als Arbeitgeber mit der Einstellung weiterer 30.000 Mitarbeiter und somit weiterer Belastungen zukunftsweisende Impulse setzen konnte. Immerhin ist mit der Verstärkung des Personalstandes im Bund gewährleistet, dass der zusätzliche und zukünftige Verwaltungsaufwand weitestgehend aufgefangen und neue Steuergesetze möglich gemacht werden. Das gilt aber auch für sicherheitspolitische Aufgaben hinsichtlich der von unseren Bürgern so dringend herbeigesehnten Unversehrtheit im öffentlichen Raum. Denn seit Merkels Grenzöffnung wurden, - laut neuester Kriminalstatistik -, von Sozialbesuchern, fremdländischen Neubürgern, Hilfsbedürftigen und Kernphysikern insgesamt 2,8 Millionen Straftaten begangen.

Die Quote (seit 2015) von knapp 800 "Gast-Delikten" täglich – illegale Grenzüberschreitungen nicht mitgezählt -, darf insofern als Erfolg gewertet werden, weil diese schöne Entwicklung zur signifikanten Erhöhung des Personalstandes bei Ermittlungs- und Sicherheitsbehörden geführt hat. Selbstredend werden in diesem Zusammenhang auch Einsparungspotenziale ausgeschöpft. Richterstellen werden nicht neu besetzt oder eingespart, Verfahrenskosten durch zügige, unbürokratische Freisprüche, überbordende Haftkosten reduziert und der polizeiliche Ermittlungsaufwand durch "ethnische Fahndungs-Boni" in erträglichen Grenzen gehalten.

Keine Frage, dass sich auf dem leidigen Gebiet der Renten- und Krankenversicherung sowie bei den gesetzlichen Leistungen bei ärztlichen Versorgungen eventueller Patienten etwas tun muss. Klar ist, die Leute gehen wegen vollkommen lächerlicher Petitessen wie Kariesbefall oder Zahnsteine, zu hohem Blutdruck, lächerlicher Sehschwächen oder Brechdurchfall aufgrund schlechter Ernährung viel zu oft zum Arzt . Einen Ruck nach vorne kann es nur geben, so unser Kanzler, wenn wir ein paar Jahre länger arbeiten, auf Brillen, Zähne und sonstigen Firlefanz verzichten, wir endlich Schluss machen mit dieser neumodischen „Work-Life-Balance“ und höhere Kassenbeiträge akzeptieren.

Immerhin, wir haben in Sachen Volksgesundheit schon einen guten Schritt nach vorne gemacht. Damals, als das „Gesund“ aufgrund staatlicher Anordnung noch als Krankheit galt und wir sowohl von Impflingen diffamiert, gedemütigt, ausgeschlossen und sogar bedroht wurden, als auch von Leuten mit schlechten Zähnen oder unzureichenden medizinischen Basiswissens, litt nicht nur der gemeingefährliche Aluhut, wie man den Skeptiker volkstümlich nannte. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch  massenhaft Unternehmen, die seuchenbedingt ihre Tore schließen mussten. Schwamm drüber. 

Dass es Kommunen trotz angespannter Lage nicht ganz so schlecht geht, wie man behauptet, kann man an einem überzeugenden Indikator in unserer Hauptstadt ablesen. Öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahnen fahren im jetzigen, bitterkalten Winter vollkommen leer durch die Straßen. Das deutet darauf hin, dass es sich die Stadt leisten kann, Hunderte von Trams durch die Innenstadt tuckern zu lassen, ohne einen einzigen Passagier aufnehmen zu müssen. Sicher, diese neue Verkehrsbereicherung, manche nennen es auch Verhöhnung der arbeitenden Bevölkerung, ist auch dem schmalen Salär der Mitarbeiter der städtischen Verkehrsbetriebe geschuldet, die, wie ihrer Busfahrerkollegen auch, mit einem lächerlichen Jahresgehalt von ca. 50.000 Euro brutto ihr Leben fristen müssen.  

Leider fehlt uns Bürgern jedoch immer noch der Mut und die Zuversicht, das Richtige zu tun, um das Land wieder auf Vordermann zu bringen. Wenn wir Bürger endlich verinnerlichen, dass wir nicht nur auf die derzeitigen Regierungs- und Staatslenker unserer so erfolgreichen Republik mitsamt den Fachkräften aus weniger privilegierten Hemisphären verzichten könnten, wir überdies wieder Öl und Gas beim Russen kaufen, unsere Kredite an die Ukraine zur sofortigen Rückerstattung fällig stellen, unsere Kernenergie reaktivieren, unsere Grundgesetze wieder auf den alten Stand bringen und den Laden in Brüssel komplett und rückstandslos abwickeln würden, dann würde auch alles sehr bald gut. Ich schwöre - uns würde nichts, aber auch gar nichts fehlen.

                                           

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