Donnerstag, 19. Oktober 2017

Deutsche Universitäten greifen durch – Gebetsteppiche unerwünscht

Unfassbar, was sich klammheimlich in deutschen Universitäten breitmachte, ohne dass ein Sterbenswörtchen an die Öffentlichkeit gelang. Hamburgs Universität sah letzte Woche sich aufgrund aggressiv-religiöser Nötigungen seitens muslimischer Studenten gezwungen, einen strengen Verhaltenscodex für die Religionsausübung zu entwickeln. Eine Philosophieprofessorin und ein Professor für Rechtswissenschaft haben Zehn-Punkte-Plan ausgearbeitet, der Verhaltensregeln für die Religions-Ausübung muslimischer Glaubensanhänger vorgibt.


Bis vor wenigen Jahren konnten Universitäten stolz behaupten, das Mittelalter hinter sich gelassen zu haben. Doch seit dem massiven Zustrom von Flüchtlingen geriet nicht nur der wissenschaftliche Auftrag zunehmend in Gefahr, nein, der Rückfall in steinzeitliche Rieten stand bevor. Junge Männer forderten muslimische Studentinnen auf, ein Kopftuch zu tragen. Salafistische Prediger, was immer jene Menschen an deutschen Unis zu suchen haben, riefen auf Fluren und Gängen öffentlich zum beten auf. Frommen Anhängern verschiedener Religionsgemeinschaften und Nichtgläubige gerieten sich immer öfter in die Haare. Man kann es kaum fassen, wer und was sich an unseren Universitäten breitgemacht hat.

Jetzt griff der Dekan Dieter Lenzen durch. Kurzerhand schloss er den „Raum der Stille“, in dem Gläubige sich zum Gebet zurückziehen konnten, weil fanatische Anhänger ihre Glaubensbrüder massiv drangsalierten. Ab sofort sind religiöse Feste auf dem Gelände der Uni verboten, heißt es. Laut gesprochene Gebete, zum Beispiel in der Bibliothek, sind demnach ebenso untersagt wie rituelle Fußwaschungen in sanitären Anlagen. Kopftücher und Schleier dürfen nur dann getragen werden, wenn dadurch „die wissenschaftliche Kommunikation“ nicht verhindert resp. behindert wird. Bei Prüfungen gilt: Die Studentin muss identifizierbar sein, ansonsten darf sie die Prüfung nicht ablegen.

Richtig so, meine ich. Nur, wenn man beherzt und klar der zunehmenden Islamisierung in beinahe allen öffentlichen Räumen entgegentritt, nur dann können wir auch unsere kulturellen und gesellschaftlichen Werte erhalten. Wie schwierig das noch werden wird, und wie viral die Untergrabung unserer Gemeinschaft bereits fortgeschritten ist, scheinen unsere Politiker zu übersehen. Muslimische Gebetsräume haben nichts an deutschen Universitäten zu suchen. Davon abgesehen ächzen die meisten Hochschulen unter den Rekordzahlen an Studierenden, da gibt es schlicht keinen Platz für alle Religionen. Wo soll das hinführen, wenn Muslime in Treppenhäusern oder zwischen Bibliotheksregalen beten. Dafür gibt es Moscheen wie bei uns die Kirchen, sofern man das Bedürfnis hat, beten zu wollen.

Denn kaum wurde der Verhaltenskodex an der Uni vorgestellt, meldete sich lautstark Bilal Gülbas, Vorsitzender der Islamischen Hochschulgemeinde. „Wenn das Fastenbrechen in deutschen Universitäten nicht gelebt werden darf, dann sollten aus Gründen der Gleichberechtigung auch keine Weihnachtsfeiern mehr an der Uni Hamburg stattfinden“, sagt Gülbas. Hat dieser islamische Vorbeter nicht begriffen, in welchem Land er sich befindet? Hat er geflissentlich übersehen, dass unsere Kultur auf christlichem Glauben basiert. Wer um Himmels Willen lässt es zu, dass ein muslimischer Vertreter religiöse Verhaltensforderungen für deutsche Universitäten stellt?

Klare Worte dagegen finden Lenzen und seine Mitstreiter, wenn es um die Selbstbestimmtheit der Uni-Studenten geht: „Versuche der religiös motivierten Ausübung von Druck auf das Verhalten von Mitgliedern der Universität erfüllen den Tatbestand der Nötigung. Sie werden nicht geduldet“, heißt es in dem Zehn-Punkte-Plan. Die Hochschulleitung werde in derartigen Fällen das Hausrecht anwenden.

Ähnlich gingen auch die Dekanate der Uni Dortmund und Berlin vor. Unhaltbare Zustände haben die Universitätsführung dazu genötigt, die Gebetsräume für Muslime zu schließen. Der Tropfen der das berühmte Fass zu überlaufen brauchte, waren große Decken, die man in den Räumen aufhängte, um männliche und weibliche Muslime beim Beten zu trennen.


Man darf gespannt sein, wie unsere Grünen mit ihrer Vorsitzenden Göring-Eckart auf diese Entwicklung reagieren werden. Ich ahne Übles, zumal sich in deutschen Schulen der Anteil von Migranten dramatisch erhöht hat und sich die fatale Rücksichtnahme auf fremde Religionen längst auf die Qualität der zu vermittelnden Lehrstoffe auswirkt.

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