Direkt zum Hauptbereich

DSDS 2018 - Der Superstar!

Bald haben wir ihn wieder! Zum 147.ten Mal! Deutschlands neuesten Superstar. Ich frage mich, wie ich bislang ohne ihn, DSDS und die kompetente Jury überleben konnte. Das dunkle Zeitalter unerträglichen Mangels deutschen Liedgutes liegt endlich hinter mir. Vorbei ist die Zeit, in der ich mich mit dem Geträller amerikanischer Entertainer begnügen musste. Endlich würdigt man Arbeitslose, Dünnbrettbohrer und Sozialhilfeempfänger, die um die Wette trällern, ohne eine Vorstellung zu haben, welche Bedeutung ein Violinenschlüssel hat. Welch ein Glücksfall für einen aufsteigenden DSDS-Kometen, der keine Stimme hat, obwohl ihm auch das Gehör fehlt.


Fernsehen hat die Deppen sesshaft gemacht, das bemerkt man an den Einschaltquoten. Täglich fiebern Millionen von Unterbelichtete mit. Woche für Woche! Dieter Bohlens bringt die Zuschauer an den Bildschirmen hinsichtlich Inhalt, Substanz und Dramaturgie an den Rand intellektueller Überforderung. Selbst die Jury, bei der man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass sie vom "Herrn" in einem Anfall von Zorn erschaffen wurde, könnte unterirdischer nicht sein. Ohne Werbepausen würde ich diesen Thrill nicht überleben.

Wären die RTL-Macher nicht auf die geniale Idee eines Sänger-Wettbewerbes gekommen, niemals würde ich von der Existenz hunderter singender Blindgänger erfahren haben. Sie liegen nicht im Wettbewerb mit anderen, sondern mit ihren Irrtümern, sie könnten zum Star reüssieren. Nun ja, ohne Lärm fühlt sich der herkömmliche Prolet nirgends so richtig anwesend, schon deshalb darf man sich nicht über den Andrang wundern, der bei den Atem raubenden Ausscheidungskämpfen herrscht!

Doch so neu sind solcherart Veranstaltungen auch wieder nicht! Schon die Griechen trugen vor mehr als 2000 Jahren Sänger-Wettkämpfe aus. Sie waren Bestandteil des olympischen Ur-Spektakels. RTL hat den ursprünglich olympischen Gedanken wieder aufgenommen und ich muss gestehen, Deutschland befände sich ohne diesen hoch anspruchsvollen Sender in der Diaspora musikalischen Niemandslandes. Er hat sich dank einer weitsichtigen Marketingstrategie um unser Land gleich zweifach verdient gemacht. Niemand weiß besser als unsere Medienmacher, beeindruckende Persönlichkeiten, überragende Intelligenzen oder gar die Fähigkeiten des Noten Lesens sind heutzutage kontraproduktiv und machen beginnende Karrieren sofort zunichte.

Im Allgemeinen reicht es völlig aus, wenn man als Sänger einen schlechten Ruf und über einen IQ knapp über der Zimmertemperatur verfügt, dann stellt sich der Erfolg mit ziemlicher Sicherheit ein. Hilfreicher dagegen ist, wenn man dem Publikum glaubhaft versichern kann, der Künstler sei von einer lesbischen Mutter aufgezogen worden und daher schwul. Seit Jahren leide er an Bulimie, weil die eigene Schwester auf den Strich geht und der Vater wegen pädophiler Neigungen im Knast sitzt. Nur in diesem Zusammenspiel kann man in der Medienbranche richtig groß herauskommen.

Was hatte im Vergleich zu unseren „Song-Kometen“ im DSDS beispielsweise Beethoven zu bieten? Er wurde im Armengrab verscharrt und das muss seinen Grund gehabt haben. Ich versuche mir vorzustellen, Haydn und Brahms hätten sich damals in Hotelzimmern geprügelt und dabei die halbe Einrichtung demoliert. Mit dem richtigen Promoter im Rücken wäre aus den Wüstlingen der Romantik „The Synphonic-Brothers“ geworden und sie wären überdies als wegweisende Protagonisten in die Geschichte eingegangen.
Was, wenn die Modeberater der Juroren den begnadeten Wolfgang Amadeus Mozart ausgestattet hätte? Wie wäre die Karriere von Meister Bach verlaufen, würde er als Hupfdohle im schrillen Röckchen auf der Empore der Heiliggeist Kirche mit langhaarigen Blondinen im Backgroundchor aufgetreten sein? Wer weiß, Bach trüge heute den schmückenden Beinamen: „The King of the Soul-Organ“ und die Toccata hätte man als Evergreen auf der Straße gepfiffen.

Heute wissen wir: Medien, die den Skandalerwartungen nicht nachkommen, gehen unspektakulär ein. Ich bin davon überzeugt, im Zeitalter des elektronischen Meinungsterrorismus können nur noch die TV-Verweigerer das Blatt noch wenden. Ich befürchte jedoch, dass dank des unermüdlichen Einsatzes von Heidi Klum, Dieter Bohlen und Dschungelcamp Deutschland im Jahr 3244 nur noch aus Superstars bestehen wird, da hat einer mit Gymnasialreife oder Abitur seine Daseinsberechtigung verwirkt.


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Klima-Karl – Ist er ein Fall für die Psychiatrie oder ein verkanntes Genie?

Klima-Karl hat mal wieder zum ultimativen Rundumschlag ausgeholt. Es ist evident! Nach zwei Jahren konsequentem, gesundheitspolitischen Einsatz an der Virenfront, präsentiert Corona-Titan Karl Lauterbach, ausgestattet mit gestärkter, kognitiver Desorientierung seine neuen Zwangsmaßnahmen für eine nachhaltige Bekämpfung deutscher Volksgesundheit. Es geht vorwärts in unserem Land. Abwarten macht keinen Sinn mehr, ließ er kürzlich Dutzende Pressevertreter unseres Landes wissen. Der internationale Hitzenotstand müsse sofort ausgerufen werden. Die Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dürfe angesichts der gesundheitlichen Notlage und 60.000 Hitzetoten nicht länger zögern und müsse, ähnlich wie bei der Corona-Pandemie, sofort angemessene Maßnahmen veranlassen. Jährlich sorgten die Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Europa für 600.000 Todesfälle, führt Lauterbach aus. Doch renommierte Wissenschaftler der ganzen Welt wehren sich mit Händen und Füßen. Karl l...

Bärbel – die rote Endzeitbedrohung Deutschlands

Wenn wir die Bärbel nicht hätten, Deutschlands Bürger wären ohne sie verloren. Endlich hat uns wieder jemand ins Gedächtnis gerufen, dass wir ein rechts-rassistisches, tiefbraunes Nazi-Land sind. Das mentale Einheitsbraun, so die Vorstellung unserer Fleisch gewordenen sozialistischen Heimsuchung kann nur durch weitere massenhafte Einwanderung tiefbrauner Neubürger ausgemerzt werden. Nur hochqualifizierte tiefbraune Analphabeten und maximal motivierte Zuwanderer aus afrikanischen Steinzeitkulturen und virile männliche Mitglieder sunnitischer Beduinenvölker können unsere bunte Vielfalt nachhaltig beflügeln und die genuinen und kulturellen Fehlentwicklungen unserer Gesellschaft auf ein erträgliches Mindestmaß reduzieren. So, jedenfalls die Überzeugung von Bärbel.  Bertrand Russell sagte: Das Ärgerlichste in dieser Welt ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind. Wie wir wissen, glaubt Bärbel Bas nicht nur das, was sie uns mitteilt, sie ist sich sogar t...

Belfast oder der „europäische Dreifronten-Krieg“ gegen die Bürger

Nichts könnte uns den derzeitigen europaweiten gesellschaftlichen Umbruch schonungsloser und brutaler vor Augen führen als die grauenhafte und barbarische Gewalttat eines Migranten in Belfast. Der Sudanese, offenkundig als Asylsuchender über Paris und Dublin nach Nordirland eingereist, versuchte auf offener Straße, einen Mann zu köpfen. Die verdrängten traumatischen Erinnerungen innerhalb der britischen Bevölkerung rückten angesichts der Horrorbilder im irischen Belfast auf dramatische Weise wieder ins Bewusstsein der Bürger. Denn bereits im Juli 2024 hat in Southport ein junger Schwarzer bei einem Angriff auf Kinder einer Tanzklasse einem kleinen Mädchen fast den Kopf abgeschnitten. Politik und Polizeibehörden versuchten zwar vergeblich, die erschütternde Bluttat „unter der Decke“ zu halten. Jetzt aber bricht sich unter der Bürgerschaft die blanke Empörung und rasende Wut ungebremst Bahn.  Die von der EU verordnete und den Mitgliedsländern aufgezwungene Migrationspolitik mit al...