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Der Ego-Shooter von Utrecht – oder die pervertierte Berichterstattung

Wieder einmal Schüsse auf unschuldige Menschen. Wieder einmal Tote und Verletzte. Und erneut ein Täter mit muslimischer Herkunft. Dieses Mal ist es ein 37-jähriger Türke, der am hellen Tage in einer Straßenbahn im holländischen Utrecht um sich ballerte, als gäbe es kein Morgen mehr.


Doch was uns hierzulande wie auch in unseren Nachbarländern fast wie die Normalität anmutet, wenn irgend ein Gestörter mit Messer, Knarre oder Bombe seine Umwelt terrorisiert, ergehen sich die Moderatoren aller Medien in geradezu blumigen Kommentaren, fast so, als müsse die Welt Verständnis für einen armen, missverstandenen Moslem aufbringen, der ein Blutbad anrichtet.

Doch zuerst zu den Fakten. Bei dem Schützen handelt es sich um den polizeibekannten 37jährigen Gökmen Tanis, dessen Vorstrafen sich quer durch die Paragraphen des Strafgesetzbuches ziehen. Trunkenheit am Steuer, Vandalismus und fortgesetzter Ladendiebstahl gehören zu den harmloseren Delikten dieses Früchtchens. Raub, Mordversuch, Vergewaltigung sind die Höhepunkte der Gewaltkarriere des Türken. Das Ergebnis: Seit gestern Massenmörder. Drei Tote, drei Schwerverletzte und zwei Leichtverletzte. Von den Menschen, die in der Straßenbahn die Tat miterlebten und in Zukunft jahrelang mit Panikattacken und Traumata zu tun haben, will ich erst gar nicht reden.

Eine Großfahndung wegen zunächst eines angenommenen Terroranschlages führte immerhin nach 8 Stunden zur Festsetzung des Täters, der noch in der gleichen Nacht bis zum Morgen verhört wurde. Gleichzeitig suchte man nach möglichen Komplizen. Deutsche Grenzübergänge, Bundesstraßen und Landstraßen wurden dicht gemacht, um zu verhindern, dass weitere Täter unkontrolliert ins Land kommen. In den Niederlanden jedenfalls herrschte die höchste Terrorwarnstufe.

Während der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte bei einer Pressekonferenz den Standpunkt vertrat, dass es sich für ihn - gleich aus welchem Grund - um einen Terrorakt handele, pflegten deutsche Berichterstatter und Moderatoren in Funk, Print und TV zur Aufklärung des deutschen Nachrichtenkonsumenten den beschönigenden Begriff „Beziehungstat“ in ihre Rhetorik ein. Interessant allerdings ist die semantische Entwicklung des Tatbegriffs. Vom Terroralarm in Utrecht , kaum war bekannt, dass es sich um einen Türken handeln musste, wurde im „ntv“ daraus eine Schießerei in einer Straßenbahn, in dessen weiteren Berichtsverlauf allmählich aus dem Schusswechsel ein Familiendrama wurde. Schon die Begriffswahl „Schießerei“ impliziert, dass Fahrgäste sich gegen den bewaffneten Angreifer gewehrt und zurückgeschossen hätten. Die Sequenz eines solchen Schusswechsels wurde uns allerdings verwehrt.

Umschnitt zur Reporterin des „ntv“, die just nach der Meldung, dass der Täter gefasst sei und Bürger wieder auf die Straße durften, den Vorgang als „Beruhigung“ interpretierte, da der Täter jetzt weitere Bürger nicht mehr mit einer Waffe „belästigen“ könne. Eine solch wortakrobatische Umwidmung schaffen nur deutsche Sender. Wenn man davon absieht, dass es gerade in den Niederlanden extrem schwierig ist, eine Schusswaffe zu beschaffen, darf man getrost davon ausgehen, dass solche Individuen ganz sicher keine "Belästiger" sind.

Seit heute Morgen überschlagen sich alle Sender, insbesondere das Morgenmagazin des ZDF mit der mitleidsheischenden Version eines Familiendramas. Der missverstandene Gökmen Tanis hatte von seiner Tante Geld verlangt, das sie ihm aber nicht gegeben habe. Grund genug für den aufgebrachten Mann, mit einer geladenen Pistole ein öffentliches Verkehrsmittel zu besteigen, in dem er seine Tante vermutete. Und weil mehrere Fahrgäste der guten Frau zu Hilfe eilen wollten, sah er sich wohl dazu veranlasst, sich zu wehren. Fehlt nur noch, dass man von einem traumatisierten Einzeltäter spricht. Doch vermutlich ist dieser Begriff selbst für die Medien bereits zu "abgegriffen".

Man muss sich wirklich fragen: Was ist los in unserem Staat? Offen gestanden, Den Betroffenen und den Bürgern ist es völlig Wurscht, mit welcher Motivlage ein Drecksack unschuldige Menschen umbringt, ganz gleich, ob mit Messer, Revolver, Schnellfeuerwaffe oder Bombe. Es ist und bleibt ein terroristischer Akt, da gibt es nichts zu beschönigen. Auch spielt es für den Ermordeten keine Rolle, ob er von einem linken, rechten oder durchgedrehten Fanatiker vom Leben in den Tod befördert wird. Tatsache aber ist, dass unsere willfährigen Staatsmedien immer noch alles tun, um dem Bürger zu suggerieren, dass man in unserem „Buntland“ gut und gerne leben kann. Es ist längst Zeit, dass sich endlich der Mut zur Wahrheit und damit auch zur ungeschminkten Berichterstattung durchsetzt.

   


Kommentare

  1. Besten Dank für die Formulierung meiner Gedanken die ich nicht so perfekt hin bekommen hätte.

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