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Europas Staatsführer übertreffen die Muppetshow

Die meisten unter uns dürften die in den 70er Jahren im Fernsehen ausgestrahlte Muppetshow noch gut in Erinnerung haben. Kermit, der Frosch, Miss Piggy, das dralle Sexy-Schweinchen, Waldorf und Statler, die alten Rampendeppen in der Loge, sie alle verblassen mit ihrem unterhaltsamen Schwachsinn angesichts der Show, die sich gerade auf der Europabühne zwischen unseren Staatsführern abspielt.



Während Matteo Salvini in Italien gegen die NGO‘s und insbesondere gegen Carola Rackete tobt und sie eine kriminelle Schlepperin nennt, die von Helfern an der afrikanischen Küste ausgesetzten Flüchtlinge publikumswirksam aus dem Mittelmeer fischt, sieht er sich heftiger Kritik aus Europa ausgesetzt. Doch mit seiner Haltung trifft er bei seinen Wählern den Nerv. Die meisten Italiener sehen nicht ein, weshalb deutsche, niederländische, spanische oder französische Hilfsorganisationen sämtliche afrikanischen Nichtschwimmer ausgerechnet nach Italien bringen wollen.

Außenminister "Fozzi Maas" fühlte sich nun berufen, es diesem Salvini - bildlich gesprochen – einmal richtig zu zeigen, zu was Deutschland in der Lage ist. Er wendet sich in kaum noch zu übertreffender Inkompetenz an die Mitgliedsstaaten der EU. „Wir brauchen ein Bündnis der Hilfsbereiten für einen verbindlichen Verteilungsmechanismus für die Geretteten.“ Sogleich ging er mit gutem, verbalem Beispiel voran und ließ verlauten, er habe große Hochachtung vor der Seenotretterin. Dass Fozzi vergessen hat, dass man in Italien keine Polizeiboote rammen darf, muss man ihm nachsehen. Ist ja auch nicht seine Laus im Fell.

Wir erinnern uns, nicht nur die Italiener hatten die Anlandung der Sea Watch in ihren Häfen per Dekret untersagt. Auch die französische Regierung hat Carola Rackete am langen Arm verhungern lassen und auf ihren Hilferuf, Frankreich möge helfen, erst gar nicht reagiert. Unsere Kanzlerin Miss Angela schwieg beredt, schließlich galt es, sich die Liebe von Kermit Macron nicht zu verscherzen, der gar keine neuen Flüchtlinge haben will. Allerdings achtet er darauf, den Zuschauern weiß zu machen, dass ihm als quakender Staatsführer niemand nachsagen kann, ihm fehle das humanitäre Engagement in seinem Froschteich. 

Während Heiko Fozzi zutiefst erschüttert war, weil Exkanzler Kurz (ÖVP) in Österreich die Verteilungsphantasien unseres deutschen Außenministers als schlicht hirnrissig abqualifizierte, kommentiert Horsti aus der Rentnerloge in Bayern, Matteo Salvini sei unmenschlich und er solle die Häfen wieder öffnen. Aber wie er eben so ist, dieser bayerische Horst Statler, er poltert von seiner sicheren Loge aus los in Richtung Süden, ist aber heilfroh und lacht sich dabei ins Fäustchen, wenn die Schiffbrüchigen in Malta oder Italien abgeladen werden.

Derweil schallt es aus Frankreich: „Applaus, Applaus“. "Kermit Macron", das französische Schlitzohr, konterte mit einem boshaften Tiefschlag. Carola Rackete und ihre Kollegin Pia Klemp sollen nächste Woche mit der „Médaille Grand Vermeil de la Ville de Paris“ für ihre Solidarität und das Engagement für die Achtung der Menschenrechte geehrt werden, teilte das Rathaus in Paris mit. Allerdings lehnt er aber jeden weiteren Flüchtling mit dem Hinweis ab, dass Italien zuständig sei. 

Es gehört zu den politischen Highlights dieser Tage, wenn Spitzenpolitiker sich nicht entblöden, in der EU humanitäres Miteinander und Menschlichkeit zu zelebrieren, während die Bürger sich über deren gelebte Hinterfotzigkeit die Augen reiben. Einstein hatte Recht. Das Einzige, was auf dieser Welt grenzenlos ist, das ist die Dummheit. Bei unseren Protagonisten kommt noch dämliche Frechheit dazu. Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, dass es im Vergleich zu unseren Top-Politikern in deutschen Kindergärten intellektuell zugeht.



Dass der öffentlich-rechtliche Fernsehsenders ARD auch noch zum Handlanger von NGO’s macht, hat herausragende, manipulative Qualität. Die Reporter Jonas Schreijäg und Nadia Kailouli waren beauftragt, exklusiv die herzzerreißenden Stunden auf der Sea Watch zu drehen, mit denen man einerseits Mateo Salvinis Unbarmherzigkeit allen Europäern zur Kenntnis bringt, und um andererseits den Heldenmut Racketes zu dokumentieren. Als besonderes Schmankerl des ARD-Schlepperthrillers durften deutsche Fernsehkonsumenten die zu Tränen rührenden Bilder verdurstender Schiffbrüchiger bewundern. Ja, ja, Moral und Ethik sind Fernsehsendern so fremd wie Sonntage für eine Kuhherde. Niemand kommt dem Elend so nah wie die ARD. 

Selbst dem Disney-Channel wäre kein chaotischeres Drehbuch geglückt. Denn Kanzlerin Miss Angela aus Berlin nimmt mit klammheimlicher Häme den grünen Vorstoß aus dem Franzosenland zur Kenntnis und lässt, weil sie weiß, wie die Sache mit der Verteilung, dem Italiener und diesem italienischen Tobsüchtigen enden wird, ihren Fozzi Maas an die Wand rennen. Als Bürger sitzt man vor der Glotze - es fällt einem die Kinnlade herunter. Kein Unterhaltungsprogramm kann unseren Polit-Kasper das Wasser reichen.

Vorsorglich lässt Matteo, der Standhafte alle EU Mitglieder wissen, dass Italien von den europäischen Partnern viele Jahre mit den Bootsflüchtlingen allein gelassen worden sei. Schon deshalb nähme man in dieser Frage keine moralischen Belehrungen entgegen, „weder von Paris, noch von Berlin, noch von Brüssel“.  Und damit Fozzimaas auch kapiert, wo es lang geht, gibt er dem Depperten aus Berlinshow noch eine wertvolle Info mit auf den Weg. „Italien ist keine Müllhalde mehr für nicht gelöste europäische Probleme.“ Unbefugte Eindringlinge in italienische Hoheitsgewässer werden ab sofort mit einer Strafe von 1 Million Euro und der Beschlagnahme der Schiffe sanktioniert.

Ich bin gespannt, wie das Publikum reagiert. Immerhin haben die Visegrad-Nationen, Schweden, Norwegen, Dänemark und Niederlande ein gepfeffertes Eintrittsgeld für die Show bezahlt und erwarten ein Happy End. Schön wäre es ja, wenn alles was sich aus Afrika in Richtung Europa in Bewegung setzt, in Deutschland ein gutes Auskommen hätte. Waldorf und Statler in der Rentnerloge der Muppetshow hätten so Einiges dazu zu sagen. Für gute Unterhaltung ist jedenfalls gesorgt, zumal der Regie in Brüssel die Koordination der Show vollends aus den Händen geglitten ist.

Applaus…, Applaus….!

Kommentare

  1. Die Kombination von soliden Fakten und deren sachkundige Interpretation mit wirklich lebendigen Textpassagen und entlarvender Wortwahl- das ist die Kunst unseres Mancini. Ich bedanke mich (und bin ein wenig neidisch)!

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