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Es ist soweit - der Türkei macht die Grenzen auf

Darauf haben sie gewartet, Hunderttausende von Flüchtlingen, die sozusagen bereits marschbereit sind, um die Grenzen nach Europa zu überschreiten. Mehrere Hundert Migranten haben sich bereits in Bewegung gesetzt. Sie fahren mit Sammeltaxis, Bussen und privaten Fahrzeugen in Richtung Edirne oder an die nahegelegenen Küstenorte, um sich dort für den Trip nach Europa zu vorzubereiten. 

Flüchtlinge unterwegs an die griechische Grenze bei Edirne

Während auf dem Sender CNN Türk ein Moderator die Flüchtlinge mit den Worten aufpeitscht: „Hier ist die Tür zu Europa“, spricht sich in den Lägern die neue Situation wie ein Lauffeuer herum. Es gibt bereits eine offizielle Bestätigung: "Die Türkei wird die Grenzen nicht länger für Flüchtlinge schließen, die nach Europa wollen". Das sagte ein ranghoher Regierungsvertreter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Bereits zuvor hatten türkische Medien berichtet, die Türkei habe ihre Grenzen zu Griechenland und Bulgarien "geöffnet".

Fast 300 Migranten, darunter Syrer, Iraner, Iraker, Marokkaner und Pakistaner, erreichten am Morgen die Provinz Edirne an der Grenze zu Griechenland. Eine weitere Gruppe Migranten befand sich laut DHA im westtürkischen Canakkale, von wo aus sie mit Booten nach Lesbos übersetzen wollte. Und während die griechische Bevölkerung auf Lesbos den massiven Aufstand gegen ihre Regierung und die Polizeikräfte proben, um zu verhindern, dass weitere Lager auf der Insel eröffnet werden sollen, schieben sich westliche Politiker gegenseitig die Verantwortung zu.

Seit Anfang Dezember sind nach UN-Angaben rund 950.000 Menschen aus den umkämpften Gebieten in Nordwestsyrien geflohen, darunter eine halbe Million Kinder. Viele von ihnen leben unter katastrophalen Bedingungen in der Grenzregion zur Türkei. Doch jetzt öffnet Erdogan auch dort die Grenzen mit dem Hinweis, die Menschen gleich nach Europa durchzuwinken. Erdogan erhöht den Druck. Die Nato solle eingreifen, sie solle den Beistandspakt mit der Türkei erfüllen, nachdem syrische Regierungstruppen mithilfe Russlands türkische Stellungen bombardiert haben.




Als Vergeltung für die zerfetzten türkischen Soldaten griff die Türkei in der Nacht zu Freitag Stellungen der syrischen Regierungstruppen an, wie der türkische Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun mitteilte. „Wir rufen die gesamte internationale Gesellschaft dazu auf, ihre Pflichten zu erfüllen“, hieß es darin. Na, das kann ja heiter werden. Glauben die Türken etwa, dass die Nato sich mit den Russen anlegt? Glaubt Erdogan, dass Frau Kramp-Karrenbauer Truppen nach Syrien schickt? Die Lage spitzt sich nun für Europa dramatisch zu. 

Welch ein Glück für unsere Politiker, dass der Corona-Virus und die Schlacht um die Parteispitze der CDU alles so schön überlagert. Als habe unsere Angela die Dramaturgie höchstselbst entworfen, bahnt sich nun die nächste Katastrophe an. Doch Angela Merkel ist in ihrer humanitären Versenkung verschwunden. Es scheint wie ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich Parteien nur noch als Karrierevereine betätigen und sich einen feuchten Kehricht um Regierungsgeschäfte und gesellschaftliche Herausforderungen kümmern. 

Nach dem Klima-Djihad und der Greta-Hysterie erleben wir nun ein Pandemie-Szenario, das den Herrschaften in Berlin wie gerufen kommt. Man kann die Bevölkerung so schön von der neuen hiobschen Heimsuchung mit dem Gesundheitsnotstand ablenken. 26 Corona-Verdachtsfälle in Deutschland bei 82 Millionen Bürgern in unserem Land... alle Wetter. Dreihunderttausend oder Vierhunderttausend neue Gäste, nun ja, was solls, Merkel wird sie uns als Bereicherung verkaufen. 

Dabei ist unseren Nachrichtensendern geflissentlich entgangen, dass Erdogan mehr Geld fordert. Erheblich mehr Geld. Die Kosten der Flüchtlingsversorgung gingen ins Uferlose. Mir scheint, sein Waffengang und die weitere Mobilmachung in Richtung Syrien dürfte der Grund für seine chronische Geldknappheit sein. Freilich schiebt er in seiner Argumentation die unhaltbaren Zustände in seinen Lägern vor, die ihm in der Tat allmählich Probleme bereiten. Besonders aber seiner Bevölkerung. 

Sollten sich jetzt Hundertausende von der Türkei aus in Richtung Griechenland aufmachen, wird den Hellenen kaum etwas anderes übrig bleiben, als dem sich anbahnenden Desaster achselzuckend zuzusehen. Kaum anzunehmen, dass massenhafte Flüchtlingsströme durch Militär und Panzer aufgehalten werden. Wir werden uns in Deutschland warm anziehen müssen, Nicht etwa des Winters wegen, sondern mit dem, was uns vom Osten aus ins Haus steht.

Nachtrag 14 Uhr 15 - den neuesten Nachrichten zufolge soll Erdogan seine Grenzen wieder geschlossen haben. In Griechenland ist an den Grenzen Militär aufgezogen...

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