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Deutschland, eine Nation folgsamer Versuchskarnickel?

Früher gingen die Menschen noch in den Zirkus, wenn sie sich über den dummen Clown, die Gaukler und Taschenspieler amüsieren oder den Zauberer bestaunen wollten, wenn er aus seinem Zylinder gleich mehrere lebende Karnickel zog. Heute reicht es, die Weltuntergangsmärchen und Taschenspielertricks unserer Politiker in Berlin, in Talkshows, in Bundestagsdebatten oder in Nachrichtensendungen zu verfolgen.

 




Impfen, Impfen, impfen, das ist nicht nur ein Appell unserer Kanzlerin, in der Arena der Illusion und Täuschung. In der Politshow der Seifenblasen und Trugbilder mischt die gesamte Mannschaft der politischen Schausteller mit, wenn es um die lebensrettende Spritze geht. AstraZeneca, das Elixier des Überlebens wird angepriesen wie saures Bier. Mit Zuckerbrot und Peitsche treiben uns inkompetente Staatsvertreter wie billige Bauernfänger in die Impfzelte, immer mit der verheißungsvollen Aussicht, nur so unsere Freiheit wieder erlangen zu können. Spahn, Söder mit seinem korrupten Hofstaat, Merkel und Konsorten, sie haben es tatsächlich geschafft, sich rund um die Coronakrise als Schwindler, Hochstapler und Scharlatane zu profilieren.

Inzwischen traue ich dieser politischen Mischpoke mitsamt ihren Beratern weniger zu als einem indigenen Medizinmann im brasilianischen Busch, der sich im ersten Lehrjahr befindet. AstraZeneca hat seit gestern die siebte Metamorphose durchlaufen und man wird bei dem Gedanken ganz irre, wer sich wann, wo, wie oft und überhaupt die Nadel in den Arm jagen lassen soll. Erst hieß es: nicht für Ältere, dann auch für Ältere. Noch keinen Monat später sollte das Vakzin für alle geeignet sein. Plötzlich hieß es: Kommando zurück. Die Verabreichung des Zaubersaftes wird für alle gestoppt. Knapp eine Woche später die frohe Botschaft. Spritze für alle. Doch die Empfehlung wurde zwei Wochen später wiederum gekippt. Jetzt nur noch für die Alten.


Doch seit gestern haben wir Entwarnung. Ab sofort heißt der Stoff, aus dem die Träume sind Vaxzeveria, soll nur noch einmal gespritzt werden, jetzt aber nur die Jungen unter 60 Jahre. Bei Frauen unter 45 weiß man noch nicht so genau, ob überhaupt und wenn doch, dann nur jene, die nicht zu Thrombosen neigen und vorher stundenlang mit ihrem Hausarzt gesprochen haben. Der Rest, dabei handelt es sich um todesmutige Freiwillige, darf sich für zwei Dröhnungen zur Verfügung stellen, muss aber an insgesamt 6 verschiedenen Stationen des Impfzentrums jeweils ein Formular unterschreiben. Nicht, dass hinterher jemand kommt, der an den Staat Ansprüche stellt, nur weil er gestorben ist. Schließlich haben wir vor unserem Ableben eine Einwilligungserklärung unterzeichnet.

Und damit wir Bürger begreifen, wie gefährlich es ist, dass wir leben, ermöglichen uns die Fernsehanstalten Filmsequenzen stündlich ausgestrahlte Schreckensbilder von der Krankenfront. Wir können also vom heimischen Sofa aus hautnah miterleben, wie intubierte Patienten um ihr Leben ringen, während 6 Ärzte und 9 Krankenschwestern gleichzeitig, unterstützt durch fachkundige Regieanweisungen vor Ort, gerade mit Herzmassagen um das Leben des Corona-Opfers kämpfen. 

Mit einem medialen Großangriff aus Intensivstationen und authentischen Berichterstattungen direkt aus der Lungenmaschine, hat die Politik gemeinsam mit den TV-Sendern ein Konzept erarbeitet. Es gilt, einen Feldversuch von nationaler Bedeutung durchzuführen. Ziel: Die Metamorphose des gefügigen Bürgers zum Lemming. Mal subtil, mal ungeschminkt direkt, mal unter Androhung von Sanktionen, mal mit wissenschaftlicher Unterstützung unseres Karl Lauterbach oder eines bekannten Tierarztes vom RKI. Zwischendurch immer mal wieder Lockdowns, Schulschließungen und ein paar Firmenpleiten, damit es auch der letzte Dödel begreift.

Kommentiert werden die gesundheitspolitischen Motivationshilfen mit pädagogisch wertvollen Beispielen mitten aus dem Leben. Es wird abgelichtet, festgehalten und dokumentiert, was das Zeug hält. Ziel: Selbst der aufmüpfige Spross einer grünen Lehrerfamilie mit Hang zur Partie oder die lebenslustige Tochter eines Sachbearbeiters im öffentlichen Dienst soll begreifen, dass sie ohne Masken eine potentielle Todesgefahr darstellen und durch ihr Fehlverhalten ganze Bevölkerungsteile gefährden.

Gleich darauf unterbricht uns der Pausenfüller. Werbung für unverwüstliche Fönwellen, Feuchtigkeitscremes und Prostagutt forte für die, die immer Müssen müssen. Im Anschluss folgen wieder die neuesten Statements der Staats-Redaktionen, bevor wieder zum pandemischen Schlachtfeld umgeschaltet wird. Fehlt nur noch, dass einer der bekannten Bierhersteller die Einäscherung von 21 Covid-Toten mit dem Slogan ankündigt: „Diese Sendung wurde ihnen präsentiert von der Schöfferhofer Weizen.“

 

 

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