Direkt zum Hauptbereich

David Hasselhoff krempelt für Jens Spahn die Ärmel hoch

Der Mann, der die Wende herbeigesungen und die Mauer eingerissen hat, hat sich jetzt todesmutig ein Pflaster auf den Arm geklebt, um Deutschland noch einmal zu retten. Ach was sag ich – er soll Jens Spahn mitsamt seinen hoch kompetenten Mitarbeitern im Ministerium den ultimativen Impferfolg bescheren. 

 


Summiert man alle Flops des Berliner Gesundsheits-Gurus, kann man sagen: Unser Jens ist ein echter Polit-Kracher. Wer bislang die Slogans unserer Minsiter geglaubt hat, die Impfung sei für die Immunisierung der deutschen Bürger gedacht, wird jetzt von einem amerikanischen „Impfluenzer“ aufgeklärt. Es  geht gar nicht um die Ausrottung des Covidvirus! Nein...! Es geht um die Freiheit der Deutschen, für die nun der unterbelichtete „Serien-Ammi“ seine maximale Erfahrung als singender Baywatch-Schwimmer einbringt und für Jens die Kohlen aus dem Wasser holen soll. Wer weiß, vielleicht holt man ja noch Pamela Anderson für Deutsche Rentner über 80 ins Boot, wenn sie nach der Spritze wiederbelebt werden müssen. Ja, das hältst du nicht im Kopf aus!

Das professionelle „Impfluenzen“ scheint ein einträgliches Geschäft zu sein, zumal sich Moderatoren wie Günter Jauch, oder die abgehalfterte Schauspielerin wie Uschi Glas und sogar Fußballstars wie Sepp Maier um Deutschlands Gesundheit verdient gemacht haben. Die Reihe der Film schaffenden Pharisäer, die sich publikumswirksam für suizidale Gemeinschaftsveranstaltungen nützlich machen, ist endlos, zumal ihr scheinheiliges Engagement nicht nur eine gute Möglichkeit ist, nach langer Corona-Abstinenz nicht vollkommen in Vergessenheit zu geraten.

Nachdem uns vorgestern die ersten Tatort-Ermittler mitsamt Pathologen und Spurensicherern mit Mund-Nasenschutz vor Augen führten, dass die Pandemie grassiert, war klar, der heimtückische Tod ist nun auch in den Serien angekommen. Dass man sogar als Mordopfer mit Mund-Nasenschutz überzeugend ins Gras beißen kann, war für mich der absolute Höhepunkt filmischen Nonsens. Ich habe in den Hauptrollen allerdings Hendrik Streeck, Christian Drosten und einen Tierarzt vermisst. Immerhin erinnerte der Streifen die Zuschauer daran, von Panik getrieben gleich am Montag in der nächstbesten Arztpraxis um einen Termin zu bitten. Immerhin, Hasselhoff, Uschi Glas und die gesamten "Zeugen Coronas" des medialen Zirkus können schon mal nach Mallorca in den Urlaub fliegen.

Doch jetzt hübscht unser Gesundheits- Jens, der sich wegen des Ankaufs preiswerte aber nutzloser Masken den Volkszorn zugezogen hat, mit seiner neuesten Werbekampagne sein Image ein wenig auf. Es würde mich nicht wundern, wenn man in Berlin erwägt, die Muppet-Show wieder aufleben lassen. Miss Piggy würde dann von Kermit dem Frosch mit den Worten: "Mach dich frei, du Sau", telegen geimpft. Solche oder so ähnlich Clips könnten der Impfbereitschaft in Deutschland einen neuen Schub verleihen.  

Wie ließ uns der „Knight Rider“ mit aufgekrempeltem Hemdsärmel in seinem Fernsehspot wissen? “Ich freue mich darauf, wieder zum Alltag zurückzukehren, auf die Freiheit. Die Freiheit, sich impfen zu lassen und um die Welt zu reisen.” Zigtausende gealterte Verehrerinnen werden nun die Impfzelte stürmen, schlichte TV-Serienkonsumentinnen die Hausarztpraxen überrennen, 70-jährige Verehrerinnen sich in glückseliger Reminiszenz an den Superhelden die fünfte Spritze in den Arm rammen lassen, nur um ihrem Superhelden mental nah zu sein.

Ich jedenfalls kann mich nur noch an Hasselhoffs letztes Video 2007 erinnern, als er in seinem Clip sturzbesoffen auf dem Fußboden einer Fastfood-Bude lag und versuchte, einen Burger zu essen. Nur gut, dass er dabei nicht versucht hatte, seinen Song „I am ooking for freedom” anzustimmen. 

Die Frage, weshalb sich unser Gesundheits-Entertainer Jens Spahn ausgerechnet die amerikanische Haselnuss ausgesucht hat, bleibt er uns schuldig. Vielleicht liebte seine Mama den damals noch putzig aussehenden TV-Star, was vermutlich eine nachhaltige Umorientierung hinsichtlich der Lebensform beim Sohnemann ausgelöst hat.  

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Obermessdiener und Chefopportunist in Mainz ist alles andere, nur nicht lustig.

Der Sitzungspräsident des Mainzer Karnevalsvereins Andreas Schmitt, physiognomisch gesehen einem drall gefütterten Hausschwein näher als einem frommen Betbruder, hat in der Bütt wieder einmal nachhaltig bewiesen, dass die Mainzer Fasnacht so viel mit Humor zu tun hat, wie der dümmliche Kampf der Omas gegen rechts. Nein ..., bei diesem Herrn vergeht einem das Lachen. Da hilft nur noch ein Stoßgebet gen Himmel. "Mainz wie es singt und lacht" ist für ihn und die humorbefreiten Berufskarnevalisten an seiner Seite eine todernste Angelegenheit. Ich wills mal so sagen: Das, was Schmitt als Büttenredner zelebriert, ist weder komisch, oder humoresk, noch witzig oder auch nur anasatzweise amüsant. Noch nicht einmal intelligent.  Mir drängt sich bei dem "närrischen Vortrag" Schmitts inhaltlich wie optisch unwillkürlich die Karikatur der „Reformation und Totenfresser“ von Pamphilus Gengenbach aus dem Jahr 1620 auf. Das Bild zeigt Bischöfe und Mönche, die sich an einer festli...

Der klammheimliche Paukenschlag – kommt unsere CDU-Genossin Angela Merkel zurück?

Das ist eine faustdicke politische Überraschung! Für den CDU-Parteitag am 20. Februar in Stuttgart gibt es eine Zusage, mit der weder in der Partei, noch in der Wählerschaft jemand ernsthaft gerechnet hätte: Angela Merkel hat ihre Teilnahme angekündigt. Es ist das erste Mal seit ihrer Kanzlerschaft, dass die ehemalige CDU-Vorsitzende an einem Parteitag ihrer rot-mutierten Genossen dabei sein wird. Das klingt ganz so, als ginge es unserem Hochleistungs-Münchhausen allmählich an den Kragen. Denn welche Motivation sollte Angela nach ihrem durchaus glaubwürdigen Rückzug aus allen Amtsgeschäften haben, plötzlich im Haifischbecken der CDU wieder mitmischen zu wollen. Aus „Ihrer“ Sicht, davon darf man ausgehen, läuft in der CDU alles schief, was nur schief laufen kann. Immerhin, das möchte ich an dieser Stelle bemerken, kann es nach aller Erfahrung mit unseren Polit-Scharlatanen, nur noch schlimmer werden. Insofern darf man alles vermuten. Angela Merkel gibt sich sibyllinisch und will nach ...

Politische Schwurbelfachkräfte, Fake-News-Meister und ideologische Leistungsträger

Alter Falter – in diesen Tagen kommt man bei der Berichterstattung politischer Paukenschläge kaum hinterher. Wenn der unschuldige Bürger bei seinem morgendlichen Informationsanliegen versehentlich auf den Kanälen unserer Qualitätsmedien landet, erhält er gegen eine bescheidene Monatsgebühr weit mehr, als er mental jemals verkraften kann. So ging es mir heute Morgen. Kaum hatte ich die Fernbedienung meines TV-Gerätes betätigt, erreichten mich die neuesten Verbal-Pläne unseres Kanzlers. Ja, man kann sagen, Friedrich Merz hatte wieder einmal als intimer Kenner seiner eigenen Gedanken vor einem großen Publikum den großen Auftritt beim „politischen Aschermittwoch“ in Trier. Erlauben Sie mir, liebe Leser, dass ich zu diesem Anlass kurz in die Antike abschweife. Alle kennen ja das berühmte geflügelte Wort der alten Römer, - so um die Zeit von Kaiser Nero -, das sich bei Fritz als verlässliche Verhaltensnorm tief verankert hat und uns regelmäßig zum Staunen bringt. 𝐐𝐮𝐢𝐝𝐪𝐮𝐢𝐝 𝐚𝐠𝐢...