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Impf-Betrug mit System – Berlins Märchenerzähler

"SPIEGEL" und "FAZ" – zwei Printmedien, deren Redakteure bekanntermaßen zur Gattung rot-affiner Sozialträumer zugeordnet werden, machen heute mit einer entlarvenden Headline Furore. „Das afrikanische Corona-Wunder.“ Und wer ein wenig im Blätterwald der Tageszeitungen von heute stöbert, findet gleich die nächste, aufregende Schlagzeile in der „BZ“ (Berliner Zeitung). „Trotz 100 Prozent Impfquote in Gibraltar Europas höchste Corona-Inzidenz.“

 

Kiberia in Nairobi mit Arztpraxis im 2. Stock

Wer beide Artikel nacheinander liest, muss davon ausgehen, dass im politischen Berlin nicht nur die Märchenerzähler Gebrüder Grimm beheimatet sind. Nein, dort treibt sich gleich die ganze Familie mitsamt Brüdern, Schwestern Tanten, Onkels, Nichten und Neffen herum. Die Subkontinente Indien und Afrika mit verschwindend niedrigen Impfraten von etwa 6 Prozent, müssen seit Wochen kaum noch Covid-Patienten im Krankenhaus aufnehmen. Dort wütete noch vor 5 Monaten die Deltavariante, nun ist Ruhe. Inzidenz gleich Null.

Ganz anders in Island, Gibraltar oder Israel. Auch Irland gehört zu den Top-Impfern mit nachdenkenswertem Ergebnis. Dort veranstaltete man wahre Impf-Orgien. Gibraltar hat 100 Prozent seiner Bürger in die Knie geboostert. Seither hat die kleine, englische Enklave am Mittelmeer randvolle Intensivstationen, während sich Deutschlands Impfgurus vor jedem Mikrofon, das ihnen vor die Nase gehalten wird, nicht entblöden, von einer Pandemie der Ungeimpften zu warnen. Gibraltar hat gar rechnerisch 140 Prozent der Menschen in ihrem Land geimpft, zugegeben, ein theoretischer Wert, weil man die „Auffrischungsimpfungen“ dazu gezählt hat.

Island und Irland gehören weltweit zu den Top-Leadern, die mit Inzidenzwerten jenseits von 1.000 resp. 650 glänzen, obwohl sie ihre Bürger zu 100 bzw. 90 Prozent durchgeimpft haben. In den beiden Ländern stecken Doppelgeimpfte mit wachsendem Erfolg andere Doppelgeimpfte an, noch bevor sie sich von den gegenüberliegenden Straßenseite einen guten Tag zurufen können. Wenn man es genau nimmt, müsste dort husten, niesen, schniefen, sprechen, singen oder atmen vollkommen verboten werden. Glücklicherweise leben die meisten Bewohner an die man riesigen Booster-Vorräte verimpfen kann. Wär doch schade drum....

Kehren wir zurück nach Indien und Afrika. Dort ist husten, niesen, schniefen, sprechen, singen, atmen und darüber hinaus tanzen und feiern ausdrücklich erlaubt. Die Wissenschaftler vor Ort sind sich einig. Die natürliche Durchseuchung der Bevölkerung in den beiden Kontinenten ist schleichend erfolgt und hat inzwischen für eine weitgehende Immunisierung gesorgt. So, wie es hierzulande jeder normale Feld-, Wald- und Wiesenarzt auch prophezeihen würde. Aber die dürfen ja nicht reden. Wir verlassen uns lieber auf unsere hypchondrischen Top-Wissenschaftler, deren Reputation sich auf die wortgleiche, rhetorische Übereinstimmung mit der Regierung begründet.

Selbst in Indien scheint die Pandemie völlig ausgestanden, owohl die dortige Impfquote bei weit unter fünf Prozent liegt und das Gesundheitssystem nicht annähernd an europäische Standards herankommt. Kein wunsder, der herkömmliche Inder will von Pillen und pharmazeutischen Produkten nichts wissen, der produziert sie im Auftrag der internationalen Pharmaindustrie oder verkauft sie lieber. Dort, wie auch in Afrika könnte man schlussfolgern: No vaczin - no covid. Let it be... das kommt bei uns natürlich nicht in Betracht. Wo kämen wir hin, wenn wir hier nur noch Gesunde hätten. Dann müsste ja das Grundgesetz wieder in Kraft gesetzt werden.

Im Slum Kiberia von Nairobi hatten sich mehr als zwei Drittel der Einwohner mit der Delta-Variante infiziert. Heute sind die Bars, Klubs und Restaurants offen, als sei nie etwas geschehen. Wie es aussieht, werden die indischen und die afrikanischen Regierungen keine Impfgeschenke mehr benötigen. Ich fürchte sogar, dass die von Kanzlerin Merkel gespendeten 50 Millionen Vakzin-Dosen in irgendwelchen Hütten vergammeln. Wenigstens wurden die Ampullen von der deutschen Regierung bestellt und geliefert, bezahlt haben es freilich die Bürger.

Die afrikanischen Städte dicht besiedelt, die Gesundheitssysteme sind -, um es höflich auszudrücken- , marode, Hygiene in den Slums ein Fremdwort. Experten rechneten frühzeitig mit der rasanten Ausbreitung des Virus und katastrophalen Todeszahlen, doch die blieben aus. Auf den Abegordnetenbänken der Roten und Grünen schwadronierte man von einer tickenden Zeitbombe in Afrika. Anscheinend haben sich unsere Covid-Koryphäen nicht nur im Land, sondern auch im Kontinent geirrt. 

Nein, das Drama findet hier statt, insbesondere in Bayern und Sachsen, wo man nun erst recht den Bürgern alles in den Arm jagen will, was die Hütte hergibt. "Homo homini lupus" - der Mensch ist des Menschen Wolf. Nirgends kann man den Satz von Titus Maccius Plautus (254 v. Chr.) genauer beobachten als bei so einigen Regierungsvertretern, die gerade dabei sind, ihr Volk zu zerfleischen.

Ganz anders die afrikanischen Wissenschaftler. Sie haben mit ihren Prognosen recht behalten. Sie lagen mit ihren Voraussagen einer raschen Durchseuchung und dem Hinweis auf intakten Immunsysteme der Bewohner völlig richtig, was man von Jens Spahn und Karl Lauterbach nicht gerade behaupten kann.

In Israel ist die Situation eine andere, sie passt aber in der Gegenüberstellung hinsichtlich Ursache und Wirkung perfekt ins Bild. Dort haben die Regierungsverantwortlichen nicht nur früh ihr Volk mit Spritzen malträtiert, sie haben auch ab Mai geboostert, als die Inzidenzen bei den Doppelverseuchten nach oben schossen. Aber da befand man sich bereits in der 4. Welle. Jetzt erwartet das von pumperlgesunden arabischen Muslimen umzingelte Jordanland die fünfte Welle, zumal der sogenannte Immunschutz bereits deutliche Durchbrüche zeigt. Jetzt sorgt man sich, dass diese immunisierten Araber in Israel eindringen könnten, um ihr Land zu verseuchen.

Immerhin ist unsere Republik immer noch ein dankbarer und aufnahmefähiger Absatzmarkt. Ich bin sicher, dass der deutsche Durchgeimpfte an den nun hastig reaktivierten Versorgungszelten und Impfzentren strammstehen wird, um sich kurz vor dem Verfallsdatum den nächsten Schuss abzuholen. Nein, da wird nicht nachgedacht. Mit was auch! 

Dennoch, selbst das schlichteste Hirn hierzulande ist davon überzeugt: Der Fortschritt findet in Deutschland statt und nicht etwa in Afrika oder Indien. Schließlich haben wir das Vakzin als einer der ersten erfunden. Jetzt werden zum dritten uder vierten Mal die Ärmel hochgekrempelt und das Vakzin mit zusammengeschlagenen Hacken und maximaler Durchbruchsbereitschaft empfangen, während der Franken-Taliban schon mal seine Bürger auf die Kontaktverbote unterm Weihnachtsbaum vorbereitet.

Ja, so nimmt alles seinen Lauf, außer in Österreich und den Niederlanden. Bei einer Quote von über 60 Prozent Impfdurchbrüchen versteht der Holländer keinen Spaß mehr. Wie man gestern Nacht unschwer erkennen konnte, haben die Bürger in den beiden Nachbarländern nachgedacht und messerscharf analysiert, dass mit der Verabreichung des doppeltgeboosterten Willenbrechers irgendetwas nicht stimmen kann. 

Denn mit Blick auf die eigenen Krankenhäuser ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit der nächsten Dröhnung relativ zeitnah im Intensivbett zu den Reanimierten gehören wird.


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