Direkt zum Hauptbereich

Wahrsager, Hellseher und Corona-Fetischisten – wie sehr die Panikmacher daneben lagen

Kaum jemand ist vergesslicher als Bürger. Selbst ein Hund hat es leichter. Wurde er ein einziges Mal von jemandem gequält, hinterlässt dieses Erlebnis in seinen Hirnwindungen eine Narbe wie ein Brandmal und entsprechend verhält er sich danach. Nein, er vergisst nicht!  Deshalb ist es ist immer wieder aufschlussreich, wenn man mit einem Rückblick zwei Jahre nach Corona an so einige politische Scharlatane erinnert und ihre Prognosen noch einmal hervorholt.

 


Wie dramatisch falsch so mancher Landesfürst mit seinen Voraussagen lag und wie entlarvend sich die Fakten und Zahlen in der Nachschau darstellen, darf man in der Quintessenz – um es freundlich auszudrücken –als völlig absurd und selten dämlich abqualifizieren. Doch weil ein Ministerpräsident aus seiner Glaskugel die düstere Zukunft herausgelesen hat, sehen sich Parteimitglieder, Vasallen und willfährigen Medienvertreter dazu veranlasst, bei jedem Ministerfurz zu applaudieren.

„Alle 4 Minuten stirbt ein Mensch an Corona!“ Ja, das hat Markus Söder am 10. Dezember 2020 wirklich gesagt. Wortwörtlich. Schon damals, - kaum waren seine Worte in meinem Wohnzimmer verhallt, sah ich mich genötigt nachzurechnen, was das bedeutet. Das Jahr hat 525.600 Minuten. Würde also alle 4 Minuten tatsächlich ein Mensch „an“ Corona und nicht „mit“ Corona gestorben sein, müssten wir bis heute 153.000 Tote beklagen. 

Das Statistische Bundesamt zählt jedoch für den gleichen Zeitraum (Februar 2022) 106.000 Verstorbene, von denen 74.000 Personen, also etwa die Hälfte -, über 80 Jahre alt waren, dennoch aber als Corona-Opfer ausgewiesen wurden. Zieht man die Gruppe der über 80-Jährigen ab, weil sie das Durchschnitts-Sterbealter um satte 6 Jahre überschritten haben, bleiben von Söders lächerlicher Prognose 33.000 Verblichene übrig, von denen man bis heute nicht weiß, ob sie nun "an" oder "mit" Corona verstorben sind. 

Pathologen durften Leichen nicht obduzieren, schon um die Behauptungen seitens der Regierung nicht zur Lüge werden zu lassen. Die Pathologen allerdings sind unisono davon überzeugt, dass nicht einmal 10.000 Tote tatsächlich dem Coronavirus als Ursache zuzuordnen sind. In Dutzenden von Talkshows traten bezahlte Experten auf, deren "Expertisen" nicht nur höchst zweifelhaft waren, deren verbale Diarrhö stattdessen ausschließlich den staatlich erwünschten Zweck der Bürgerdisziplinierung erfüllen sollten.

Es galt die Legende der Gefährlichkeit aufrechtzuerhalten. Ob nun das RKI, angeheuerte Virologen und Epedimiologen, ob die so genannten Modellrechner und Pseudoexperten, ganz gleich, sie reihten sich allesamt rückgratslos und willfährig in das gemeinsame, politische Ziel ein, Angst und Schrecken unter den Bürgern zu verbreiten und sie in eine erwünschte Verhaltensnorm zu zwingen.

Die Staatsseuche hat Vorrang. Es war Schluss mit Partys, Strandvergnügen und Ringelpiez. Das Top-Management unserer Polit-Nullen hat längst den eindrücklichen Beweis angetreten, zu welchen Leistungen es imstande ist, wenn es sich mit maximaler Hirnleere und durchtrainierter Naivität den großen Bürgerbeschränkungen unserer Zeit widmet. Ganz gleich, was die angeblich ansteigenden Corona-Fallzahlen auch immer für eine Relevanz haben mögen, Geld und Angst vor Machtverlust sind ihre wahre  Rechtfertigung, jetzt mehr denn jeh, ein ganzes Land unter Kuratel zu stellen.

Was scheren professionelle Polit-Dilettanten die Tatsache, dass Krankheiten wie Hepatitis, Infarkte, Lungenkrebs, Schlaganfälle und sonstige Malaisen in der Rangreihe der Mortalität, das Coronavirus um Längen überflügeln. Selbst die herkömmliche Influenza schlägt Covid 19 im Rennen vorzeitigen Ablebens mit mehr als 15.000 Fällen ebenso klar, wie bei der Formel-Eins-Gladiator Louis Hamilton den schwächelnden deutschen Vettel.

Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn unsere Politiker nicht perfekter und unverfrorener die Bürger hinters Licht führen als andere Länder. So führte man im Mai 2020 eine alternative Zählweise an, damit Söders Prognosen stimmten.  Es wurde alles mitgezählt. Völlig gleichgültig, ob in der Isar ersoffen, aus einem Heißluftballon gefallen oder sich mit Schnaps totgesoffen. Sobald der Verdacht auf eine eventuelle Corona-Infektion bestand, haben die RKI-Mitarbeiter nach dem Ableben den Unglücklichen einer Corona-Statistik zugeführt.  

Noch schlimmer fuhrwerkte damals Jens Spahn und mit ihm im Chor Karl Lauterbach mit aberwitzigen Zahlen herum. Jens Spahn prognostizierte bei der Delta-Variante gleich mehrere Hunderttausend Virentote, Lauterbach sprach gar von einer halben Million. Nichts von alledem ist eingetroffen. Nun grassiert Omikron, eine weit ansteckendere Variante, aber erheblich harmloser. Natürlich könnten Politiker nun behaupten, dass wir die niedrigen Todeszahlen und minderschweren Verläufe nur der Impfung zuzuschreiben haben.

Doch von einer angenommenen Mortalität von 10.000 Toten im Jahr aufgrund eines gemeingefährlichen Virus sind wir soweit entfernt wie die Erde vom Mars. Und dennoch werden Panik erzeugende Nachrichten weiter im Volk verbreitet, um den vernichtend gefährlichen Nimbus aufrecht zu erhalten. Doch längst beweisen jüngste und ernst zu nehmende Studien aus Havard, Princton und Yale, ja sogar die Maximilians Universität in München, dass weder Lockdowns und Maskenpflicht eine nennenswerte Auswirkung auf die Todeszahlen gehabt haben. 

Es wird weiter gelogen und betrogen, Zahlen getürkt, gefälscht und geschönt und mithilfe geschickt aufbereiteter Horrorzahlen, überlasteten Krankenstationen und nichts aussagenden Inzidenzen ein Szenario konstruiert, die jede Staatsgewalt, jeden Polizei-Einsatz und jede dummdreiste Behördenmaßnahme rechtfertigen soll. Denn kein deutscher Politiker will sich für die Milliardenverluste, für Zigtausende vernichtete Existenzen und für die gigantischen Kollateralschäden bei Patienten verantworten. 

Doch was soll man noch sagen, wenn sich ein Vize-Kanzler und Kinderbuchautor aufschwingt, neuerdings medizinische Prognosen ungestraft in die Welt zu setzen und vor einer vorzeitigen Reduzierung der Corona-Maßnahmen zu warnen. In der Tat, jeder noch so inkompetente Schwätzer darf ohne persönliche Folgen dazu beitragen, eine 80-Millionen-Nation in ihrer Freiheit weiter einzuschränken.

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Obermessdiener und Chefopportunist in Mainz ist alles andere, nur nicht lustig.

Der Sitzungspräsident des Mainzer Karnevalsvereins Andreas Schmitt, physiognomisch gesehen einem drall gefütterten Hausschwein näher als einem frommen Betbruder, hat in der Bütt wieder einmal nachhaltig bewiesen, dass die Mainzer Fasnacht so viel mit Humor zu tun hat, wie der dümmliche Kampf der Omas gegen rechts. Nein ..., bei diesem Herrn vergeht einem das Lachen. Da hilft nur noch ein Stoßgebet gen Himmel. "Mainz wie es singt und lacht" ist für ihn und die humorbefreiten Berufskarnevalisten an seiner Seite eine todernste Angelegenheit. Ich wills mal so sagen: Das, was Schmitt als Büttenredner zelebriert, ist weder komisch, oder humoresk, noch witzig oder auch nur anasatzweise amüsant. Noch nicht einmal intelligent.  Mir drängt sich bei dem "närrischen Vortrag" Schmitts inhaltlich wie optisch unwillkürlich die Karikatur der „Reformation und Totenfresser“ von Pamphilus Gengenbach aus dem Jahr 1620 auf. Das Bild zeigt Bischöfe und Mönche, die sich an einer festli...

Politische Schwurbelfachkräfte, Fake-News-Meister und ideologische Leistungsträger

Alter Falter – in diesen Tagen kommt man bei der Berichterstattung politischer Paukenschläge kaum hinterher. Wenn der unschuldige Bürger bei seinem morgendlichen Informationsanliegen versehentlich auf den Kanälen unserer Qualitätsmedien landet, erhält er gegen eine bescheidene Monatsgebühr weit mehr, als er mental jemals verkraften kann. So ging es mir heute Morgen. Kaum hatte ich die Fernbedienung meines TV-Gerätes betätigt, erreichten mich die neuesten Verbal-Pläne unseres Kanzlers. Ja, man kann sagen, Friedrich Merz hatte wieder einmal als intimer Kenner seiner eigenen Gedanken vor einem großen Publikum den großen Auftritt beim „politischen Aschermittwoch“ in Trier. Erlauben Sie mir, liebe Leser, dass ich zu diesem Anlass kurz in die Antike abschweife. Alle kennen ja das berühmte geflügelte Wort der alten Römer, - so um die Zeit von Kaiser Nero -, das sich bei Fritz als verlässliche Verhaltensnorm tief verankert hat und uns regelmäßig zum Staunen bringt. 𝐐𝐮𝐢𝐝𝐪𝐮𝐢𝐝 𝐚𝐠𝐢...

Unsere Annalena mit Völkerrechtshintergrund verschiebt Grönlands Grenzen.

Annalena hat in ihrem glanzvollen Talk-Auftritt bei Maischberger wieder einmal einen ihrer weltpolitischen Rohrkrepierer gelandet. Man könnte auch sagen: Wir und Dänemark sind haarscharf an einer bearbock‘schen Eingemeindung Grönlands vorbei geschreddert. Immerhin, wie die "Diplom-Volksrechtlerin" (WIKIPEDIA) und Präsidentin der UN-Generalversammlung messerscharf und unmissverständlich feststellte, sind Grönländer auch Bürger. Nur wohin sie genau gehören, das ist unserer Vorzeigepolitikerin nicht so ganz geläufig. Politische Landesgrenzen jedenfalls spielen in einem grünenbunten Weltbild keine große Rolle. Was Annalena sagt, ist in Stein gemeißelt. Basta! Die gefährlichsten Potentaten und gewieftesten Staatsführer wie Putin, Xi Ping, Trump, Netanjahu oder Orban können ein Lied von den Begegnungen mit unserer EX-Außenministerin singen. Wenn sie vom Leder zieht, bleibt kein Auge trocken.. Wenn man es genau nimmt, hat hierzulande das Publikum des beliebten Polit-Talks von San...