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Wenn Sonnenblumenöl gehamstert wird, oder Lauterbach entführt werden soll.

Um ein Haar wäre es passiert, wir können aufatmen. Nicht auszudenken, wenn Deutschlands bedeutendster Mahner und kompetentester Pandemie-Beherrscher in die Hände von militanten Kidnappern gefallen wäre. Sechzig Millionen gehamsterter Impfdosen hätten verwaist in Bundeswehrlagern vor sich hingegammelt und wären in Sondermülldeponien gelandet.

 


Aber nicht nur Karl, berüchtigter Ego-Impfer hierzulande, neigt in Deutschland zum Horten und Hamstern. Nein, auch die Bürger frönen ihrem angstneurotischen Sammeltrieb. Erst waren es Klopapier und Haushaltsrollen, die palettenweise nachhause geschleppt wurden, weil der pandemische Durchfall zu grassieren drohte. Jetzt wird der letzte Winkel jeder noch ungenutzten Ecke in Wohnungen und Einfamilienhäusern genutzt, um die Sonnenblumenöl-Vorräte auf die nächsten 10 Jahre hinaus zu sichern.

Man hält es im Kopf nicht aus, wenn man sich fragt, weshalb eigentlich Sonnenblumenöl, zumal die Italiener, Spanier, Griechen, Südfranzosen und Portugiesen auf ihrem Olivenöl hocken und zu Schnäppchenpreisen ihre Produkte anbieten. Das weiß niemand, nur der Geier. Ein Reporter des ZDF-Morgenmagazins interviewte eine Frau auf einem EDEKA-Parkplatz, die stolz berichtete, dass sie seit vier Wochen täglich drei Flaschen des begehrten Speiseöls käuflich erwerbe und nun etwas mehr als 80 Liter in ihrem Keller gebunkert habe. Der Gatte dieser Frau, so vermutue ich, bevorratete seinen Keller ein Jahr zuvor mit fünf Paletten Klorollen und kann nun bis ins Jahr 2035 bedenkenlos scheißen.

Ja, Deutsche haben sich zu einer merkwürdigen Spezies entwickelt. Während grüne Klimaretter Zehntausende Kinder und Jugendliche dazu motivieren, anstatt fürs Hirn gegen das Klima zu kämpfen, und die gleichen Grünen Traumtänzer ein Drittel der deutschen Grundfläche mit Windrädern bestücken wollen, gehen grüne Tierschützer auf die Barrikaden, um, wie einst Don Quichote gegen diese Art der Energieerzeugung anzukämpfen. Die Windräder sind eine Gefahr für unsere heimischen Vögel, die im Vorbeiflug geschreddert werden, so ihr Anliegen.

Gekämpft wird derzeit an allen Gefechtsfeldern. An den Sonnenblumenöl-Regalen genauso verbissen, wie an der Mehl- und Klorollenfront. Die Konturen der Kampfgebiete sind weitgehend indifferent und oft nicht durchschaubar, wer eigentlich gegen wen, gegen was und weshalb vorgeht. Mitten in den Kriegsschauplätzen finden sich neuerdings martialisch auftretende „Genderinnen“ ein, die gegen alles, was maskulin aussieht, klingt, oder sich männlich anhört, mit irrationalen und indoktrinierenden Maßnahmen den Kerlen und unserer Sprache den Garaus machen.

Wehe ein Typ wie Bud Spencer ersteht im Supermarkt einen ungegenderten Rettich oder einen saftigen Schweineschinken und trägt ihn im Plastiksäckchen nach Hause. Dem droht Ungemach von mindestens vier Seiten. Von Feministinnen, Genderinnen, Tierschützern und Klimaaktivisten.

Und während eine protestierende Splittergruppe einer Sonnenblumenöl kaufenden Hausfrau bei Aldi das Leben schwer macht, sabotieren Tierschützerinnen sämtliche Fleisch verzehrenden Männer an der Fleischtheke mit der gleichen Vehemenz, wie sein ebenfalls unterbelichteter Kollege draußen auf dem Parkplatz. Mithilfe seiner aktivistischen Anhängerschaft diskriminiert er sämtliche SUV-fahrende Autobesitzer, um sich anschließend auf dem Straßenpflaster mit Kontaktkleber zu fixieren.

Überhaupt haben es heute die Menschen in unserer Gesellschaft nicht leicht. Als normal gilt heute nur noch, wenn man als schwuler und vegan lebender Ehemann mit seiner diversen Ehefrau ein Sohn hat, der sich zwar noch nicht entschieden hat, für welches Geschlecht er sich in Zukunft entscheiden soll, aber sich darauf freut, mit einem rosaroten Röckchen bei einer Demo gegen aussterbende Gelbbauchunkenzu zu demonstrieren, weil in Meckpom ein Dorfteich zugeschüttet wird. 

Mindestens aber sollte man sich als Flüchtlingshelfer aktiv einbringen und zwei Refugees aus Ghana im Gästezimmer der Vierzimmerwohnung untergebracht haben. Selbstredend wird man gemeinsam im Sommer von Lübeck aus mit gemieteten Lastenfahrrädern nach Berlin radeln, um vor dem Bundestag Rabatz zu machen, weil die Kohlekraftwerke wegen Öl- und Gasmangels noch zwei Jahre weiter laufen sollen.

Wie gesagt, die Fronten sind indifferent. Auch an den Kriegsschauplätzen des Klimawandels geht es nicht minder verbissen zu. Zwar wandelt sich das Klima seit bestehen der Erde, ohne dass irgendein Mensch in der Lage gewesen wäre, einen Hurrikan erfolgreich zu neutralisieren, die Eiszeit zu stoppen, Gletscherbewegungen mitsamt ihren Moränen aufzuhalten oder klimabeeinflussende Sonnenstürme in den Griff zu bekommen. Nichtsdestoweniger mischen unerzogene CO2-Kiddies mit dem Hintergrundwissen von Grottenolmen die Erwachsenenwelt auf und sind die Einzigen, die wissen, dass man Co2 ausrotten muss.

Dass in dieser Gemengelage Covid-Leugner Professor Lauterbauch entführen und damit den einzigen Bewahrer unserer Pandemie aus dem Verkehr ziehen wollten, beweist, wie weit fortgeschritten die Verblödungskultur schon ist. Was würde sich ändern, wenn Karl Lauterbach auf einer Folterbank langezogen würde. Nichts. Im Gegenteil. Man würde entweder Anton Hofreiter oder Claudia Roth als Nachfolge im Gesundheitsministerium einsetzen.

Aber auch auf dem Mittelmeer treiben sich humanistische Randgruppen grüner und roter Couleur herum, die alles retten wollen, was sich dort selbst in Gefahr gebracht hat und nun herrenlos nach Europa schwimmen will. Ähnlich wie die Waldretter am Hambacher Forst, die sich zu Hunderten in Baumhäuser eingenistet hatten und nach ihrem erzwungenen Abzug eine mittelgroße Mülldeponie hinterlassen haben. Aber das spielt alles keine Rolle, sofern man mit seiner Aktion der Düsternis der eigenen Bedeutungslosigkeit entrinnen kann und ein wenig Beachtung abbekommt.

Nein, kaum einer dieser Aktivisten-Groupies und Hamsterern ist bereit, das Ende zu bedenken, die Konsequenzen ihres Handelns, das insbesondere bei jenen zumeist von Glaubens- oder Hoffnungsgründen geprägt ist und nicht durch Wissen und Kompetenzen getragen wird. Gut hat man es nur noch als Zuschauer. Man kann sich sein Teil denken und genüsslich abwarten, dass es schief geht.

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