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Journalisten und Lohnschreiber in Deutschland – „ … denn sie wissen nicht, was sie tun“

In unserem täglichen Leben gehören Redewendungen, Sprichwörter und Aphorismen zu unserer Sprache, wie die Wurst aufs Brot. Und gerade das schreibende Gewerbe, bei dem man ein Mindestmaß an Denkfähigkeit und Differenzierungswillen erwarten sollte, tummeln sich Hunderte von verantwortungslose Sprachpyromanen, hirnlose Hetzer, instrumentalisierte Hau-Drauf-Provokateure und anderes schreibendes Gesindel.

 


"Wie man in den Wald schreit, so kommt es zurück." Die Redewendung kennt jedes Kind. "Wer Wind sät, wird Sturm ernten." Auch diese Metapher hörten wir bereits von unseren Lehrern oder Eltern. "Auge um Auge - Zahn um Zahn." Den Spruch kennt jeder und weiß, was damit gemeint ist. Und ausgerechnet die Redakteure - die man zur Klasse der Gebildeten zählen müsste, sind so naiv zu glauben, Sprüche seien nur "Schall und Rauch"? Oder sagen sie sich nur einfach, "es wird uns schon nichts passieren...?"

Joseph Pulitzer schrieb einst: „Eine zynische, käufliche, demagogische Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niederträchtig ist, wie sie selbst.“ Pulitzer würde heute vermutlich feststellen, dass unsere Presse längst zwei Schritte weiter ist. Denn sie hat das gesellschaftliche Klima in den letzten 5 Jahren nachhaltig vergiftet und gefällt sich nur noch mit einer Art „Overkill-Vokabular“ gegen Gegenr der rot-grünen Koalition. Man kann den Umgang mit den Mitmenschen nahezu spiegelbildlich in den sozialen Netzwerken ablesen, wo sich das von Journalisten gepflegte Nievau wie ein lauterbachscher Virus unter den Usern weiterverbreitet hat und manche blindwütig auf alles einschlagen, wenn ihnen etwas nicht passt.. 

Gnadenlos wird die Leserkundschaft mit ideologischen Botschaften wie eine blökende Hammelherde in ein Meinungskorsett mit Feindbildoptimierung getrieben, ganz gleich, welche Folgen daraus erwachsen. Misstrauen, Aggression, Denunziation, Ausgrenzung und Diffamierung, das sind nur einige, schäbige Attribute, die sich in unserer Gesellschaft wie ein Verunkel ausbreiten, über deren Urheberschaft keine Zweifel bestehen und unsere Verlage - jedenfalls im heutigen Ausmaß - mitverantwortlich sind.

Politische Opportunität treibt nicht nur seltsame Blüten. Sie macht aus einem völlig hilflosen, grünen Vizekanzler einen Leuchtturm deutscher Kompetenz, lässt eine Außenministerin mit gravierenden Sprach- und Denkausfällen zur begnadeten Diplomatin anwachsen. Im Falle von Skandalen bei regierenden Politikern sorgen die Schreiberlinge zur Vermeidung allgemeinen Volksärgers für verbal-bagatellisierende Schrumpfprozesse und bei völlig misslungenen Beschaffungsmaßnahmen in Sachen Energie für semantisch aufgepeppte Erfolgsmeldungen. Die fachliche oder sachliche Unfähigkeit eines  Regierungsmitglied wird stets mit der Komplexität einer Aufgabe glattgebügelt. "Wir können, wissen und machen sowieso alles besser als ihr...!"

Begriffe werden umgewidmet, auf den Kopf gestellt und ihres eigentlichen Sinnes beraubt, sodass man als Leser kaum noch grün oder gelb von Rot und Schwarz unterscheiden kann. Je nach Bedarf ist ein Kritiker entweder ein Denker oder ein Rechtsradikaler, ein politisch Verirrter oder ein dummer Mitläufer und im Zweifel Hetzjagden auf friedliche Demokraten erfunden. Die Beliebigkeit feiert fröhliche Urständ. Staatskredite Kredite werden wie von Zauberhand zum Sondervermögen und falsche Wahlsieger in Italien zu Neofaschisten erklärt, je nachdem, wer Richtiges als falsch oder Falsches als richtig bestimmt. Am Ende sitzt ein Redakteur, der keine Ahnung von Politik im Ausland hat, die Sprache nicht versteht, aber trotzdem ganz genau weiß, woran ein Leser zu sein hat. 

Welch skurrile Ausmaße die konformistische Berichterstattung einer staatsindoktrinierten Presse angenommen haben, durfte man gestern wieder einmal an den Wahlergebnissen in Italien ablesen. Würde man die heutigen Sprachparvenüs mit ihren Traktaten ernst nehmen, müsste man sich fragen, was in deren Hirnen verkehrt läuft. 

Giorgia Melonis Leitbild Familie - Gott - Vaterland -. Nach Einordnung unserer Journalisten sind diese Begriffe ein „faschistisches Modell“. Sind diese Figuren in den Verlagen und den in öffentlich-rechtlichen Sendern alle komplett gehirngewaschen, wenn sie der Parteichefin der Fratellis Georgia Meloni rechtsradikales, neofaschistisches Gedankengut unterstellen? Oder leiden sie an einer kollektiv-manischen Wahrnehmungsverzerrung, nur weil sie keine illegalen Einwanderer im Land haben will? Man kann Melonis Leitthemen allenfalls patriotisch oder auch konservativ nennen. Was ist in diesem Land nur los?

Man erkennt, die Würfel sind bereits gefallen. Die Medien haben den Wind gesät und dürften sich selbst in absehbarer Zeit vor den Stürmen retten müssen. Die besagten Würfel, die jetzt aus den redaktionellen Knobelbechern fallen, sind durchweg „gezinkt“, und sagen eine Menge über die obskuren Akteure am Spieltisch staatlich betreuter Meinungsmanipulation aus. Die Begriffe Wahrheit, Tatsachen und schamlosen Lügen haben nicht einmal mehr Konturen, weil sich jeder dieser Schreibtischtäter der semantischen Hurerei hingibt - je nach politischer Zugehörigkeit. Unsere Kommunikation gleicht einem Sprachbabylon, bei dem jeder Gefahr läuft, vom anderen missverstanden worden zu sein. 

Befeuert wird das Ganze von gekauften, opportunistischen, halbseidenen und auch skrupellosen Schreibtischtätern, die sich im günstigen Fall für ein jämmerliches Zeilenhonorar an jeden Auftraggeber verkaufen, und dabei ihren eigenen, ethischen und moralischen Codex zum Schleuderpreis verhökern. Sofern es da je etwas zu verhökern gab. Politker und Verleger arbeiten heute vernetzt und legen das Gebaren von Zuhältern an den Tag, die ihren schreibenden Bordsteinschwalben die Zähne einschlagen, wenn sie die erwünschten Botschaften mit politisch vorgegebenen Zungenschlag formulieren.  

Man erinnere sich an die großen Zeiten des SPIEGELS, der 2008 mit dem Kahlschlag in den Redaktionstuben begann, man sich innerhalb weniger Wochen von 260 „Top-Schreibern“ trennte und sie aufgrund von Sparmaßnahmen in die Arbeitslosigkeit schickte. Ähnliches geschah in dieser Zeit bei der Zeitschrift BRIGITTE, die nahezu alle fest angestellten Textredakteure in die Wüste schickte und stattdessen mehr oder weniger hirnlose Schreibnutten beschäftigte.

Die Flaggschiffe der Presselandschaft, ob ZEIT, SÜDDEUTSCHE, FAZ –, um nur einige wenige zu nennen, die Verleger gingen buchstäblich mit der Kreissäge durch die Büros. Geblieben sind jene, die sachlich, fachlich, geistig und persönlich kaum etwas Erwähnenswertes zu bieten hatten. Immerhin sind diese Leute billig und tun, was man ihnen aufträgt. 

Erst zehn Jahre später und nachhaltiger Vernichtung des intellektuellen Niveaus platzte die Bombe mit Namen Claas Relotius. Ein Lügner, Betrüger, Fälscher, engagierter roter Handlanger und Sozialträumer, mit dessen Hilfe die Politik ihre Bürger zu einer larmoyanten und zu allem bereiten Willkommensgesellschaft umerziehen wollte. Er flog auf, die Flüchtlinge waren da. Millionenfach. Was sich zu einem Medienskandal entwickelte, den die Presse „aufarbeiten“ wollte, hat sich jedoch auf dem Skandal-Niveau mit dubiosen „Journalisten und sogenannten Meinungsbildnern“ als Normalität etabliert.

Heute haben wir eine schreibende Zunft vom Schlage Claas Relotius, nur wesentlich weniger intelligent, dafür aber unverfrorener. Nicht von ungefähr ist der Begriff „Lügenpresse“ entstanden. Pressefreiheit? Meinungsfreiheit? Glaubwürdigkeit? Termini, die nur für ein paar hundert einflussreicher Menschen Gültigkeit haben und die festlegen, wie die Freiheit auszusehen hat und was der Bürger „meinen“ und „glauben“ soll. Journalisten haftet heute eher der Ruf an, politisch opportune Märchenerzähler zu sein, als seriöse, kritische Aufklärer. 

Qualität und Zuverlässigkeit von Informationen ist von unterwürfigen Lohnschreibern mit ideologisiertem Glaubensbekenntnis zumeist zum Propagandageschwafel verkommen, deren Inhalte mit den realen Tatsachen selten etwas zu tun haben. Und damit der vorsätzlich verblödete Leser auch etwas zur "Erbauung" hat, wird jeder woke Schwachsinn, jedes kunterbunte Wehklagen eines biologischen Geschlechtsirrtums, jede noch so dämliche Klebeaktion auf Autobahnen zu einer gesellschaftsrelevanten Nachricht erhoben. Gendern erhält dank einer rührigen Presse mitsamt den TV-Sendern eine gesellschaftspolitische Bedeutung zur Vermeidung diskriminierender, weiblicher Unterdrückung. Als wenn der Normalbürger keine anderen Sorgen hätte.

Was daraus folgt, ist in der Tat eine Gesellschaft, wie sie Pulitzer beschrieben hat. Das Ergebnis erleben wir in unserem täglichen Miteinander. So wenig, wie die Bürger inzwischen der Presse vertrauen, so wenig vertrauen sich die Menschen im Leben und auch in den Netzwerken. Kein Mensch, der bei klarem Verstand ist, wird im täglichen Leben oder in sozialen Plattformen Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit oder gar Vertrauenswürdigkeit erwarten. Im gegenteil. Wir leben längst in der Dimension einer selektiven Wahrnehmung, bei der auf der Skala der Glaubwürdigkeit und Seriosität die Presse und die Politik am untersten Ende angelangt sind. Armes Deutschland.

                                          

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Kommentare

  1. Hallo Herr Mancini ,ich glaube allerdings schon ,daß viele dieser "Presstetuierten " genau wissen was sie tun .Allerdings müssen gerade die freien Journalisten das liefern was von oben verlangt wird ,damit sie nicht verhungern .Gegen die Lügenzeitungen können wir uns allerdings zur Wehr setzen ,indem wir sie einfach am Kiosk liegen- und ihre Auflagenzahlen abstürzen lassen . Das hilft nebenbei auch den Papierverbrauch zu senken .Beim Fernsehen empfehle ich öfter mal das Klimaschutzprogramm (leicht über die Austaste erreichbar ).Leider hilft letzteres derzeit noch nicht gegen die Gebührenerpressungszentrale .

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