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Wenn der schöne, grüne Tesla aufgrund von Strommangel in der Garage steht

 Es ist bald vorbei, mit der schönen, grünen Lifestyle-Welt, in dem der Tesla geräuschlos, sauber und umweltfreundlich über die Straßen der besseren Wohnviertel dahinschwebt und sänftengleich auf die Hauptstraße abbiegt. 

 

Es ist vorbei mit dem moralisch überlegenen Besitzerstolz, wenn der 90.000-Euro-Bolide nutzlos in der Garage einstaubt, weil das von einer Minderheit erwünschte Einsparen von CO2 der grün-gesellschaftlichen Doktrin entspricht und gleichzeitig der Betrieb eines Stromers während akutem Strommangel denoch von unserem Staat gefördert wird. Kein anderes Auto übrigens, als der Luxus-Tesla, eignet sich besser, den dieselfahrenden Klimasaboteuren zum Ausdruck zu bringen: Ich kanns mir leisten, Grün zu sein. Nun ja, es war schon immer etwas teurer, ein besserer Mensch zu sein. Doch jetzt schrumpft das zur Schau getragene Elite-Feeling eines Umweltretters - im Augenblick sogar schon stündlich.

Wenn man einmal davon absieht, dass neuerdings eine Tesla-Ladung mit der Schnellstrom-Dröhnung kostenmäßig der Tankfüllung eines Ferraris entspricht, dürften dem einen oder anderen „Edelgrünen“ ein nur mühsam unterdrückter Seufzer entfleuchen. Die grün-religiösen Besserverdiener, mit zumeist überlegen-abfälligem Habitus auf unseren Straßen unterwegs, sehen auf alles herab, was ein Auspuffrohr hat. Ab sofort müssen sie ihre Gefühlswelt neu ordnen. 

Da will ich von Achmeds getunten BMW mit 4 Endrohren erst gar nicht reden. Der Anblick löst bei jedem militanten Aktivisten kaum einzudämmende Wutanfälle aus. Doch, ach, zwei Seelen schlagen in dessen Brust. Ungebremst prallt seine humanistische Willkommenskultur, mit der er Achmed nach dessen Ankunft in unserem Land zum BMW verholfen hat, auf dessen Abgasschleuder, die seine verkehrsberuhigte Wohnstraße verpestet. Dennoch wird sich bei ihm die Erkenntnis durchsetzen, dass ein fahrendes Auto immer noch praktischer ist, als ein Stehendes, vor allem, wenn man vorher im Supermakrt einkaufen war. Ich will ja nicht behaupten, dass deswegen ein Tesla in der Garage völlig unnütz wäre. Schön ist er ja, aber er fährt halt nicht mehr, um es mit Habecks Worten zu sagen. 

Zugegeben, es gibt natürlich auch Bürger, die sich aus innerer Überzeugung jedem realistischen, ökonomischen oder auch ökologischen Vergleich, - ob nun Benziner, Diesel oder Holzvergaser - entziehen und sich für die Steckdose entscheiden. Unter der Voraussetzung eines gut gefüllten Kontos müssen natürlich schlüssige Argumente evaluiert werden, um die Wahl für ein E-Auto zu rechtfertigen, ähnlich wie bei jenen Leuten, die sich die Erde als flache Scheibe vorstellen und nun Kopernikus Lügen entlarven müssen. 

Sei’s drum, ob nun konstruiert, frei erfunden, oder schöngeredet, für E-Fahrer gibt es spätestens nach Abholung der 90.000-Euro-E-Karosse beim Autohändler nur noch eine Sichtweise. Verbrenner haben auf der Straße nichts mehr zu suchen. Oft schon habe ich mich gefragt, wie man ein Grüner wird. Ich bin zur Erkenntnis gekommen: Grün kann man nicht werden, man wird grün geboren. Als Sohn einer Handarbeitslehrerin (vermutlich) und einem Sozialarbeiter, wurde der kleine Detlev zwei Jahre lang mit veganer Muttermilch gestillt, mit Griesbrei, Salat und Grünkohlsuppe großgezogen und zack kauft er einen Tesla.

Doch die schöne, grüne Elektrowelt verändert sich jetzt für die Anhänger des Gesunden, Wahren und Reinen wie die Farbe eines wütenden Chamäleons. Für die Verfechter der militant-ideologisierten Weltbegrünung, dürfte die emotionale Pein ins Unerträgliche anwachsen, müssen sie doch mitansehen, wie der durch ihre Bemühungen, den Rest Andersdenkender CO2-Vandalen zum Konsum- und Energieverzicht zu zwingen, in der gleichen Geschwindigkeit das eigene Glaubensbekenntnis tiefe Risse bekommt. Noch lassen sich diese ökologisch unbedenklichen Lebensformen mimisch wenig anmerken, wenn sie der Gerage stehen und ihren Tesla mit leerer Batterie bewundern. Aber ich bin da guter Hoffnung, das wird sich in den nächsten Wochen steigern.

Man kann jetzt schon zusehen, wie das seelische Gleichgewicht der Besitzer von E-Mobilen zunehmend ins Wanken gerät, wenn öffentliche Ladesäulen entweder schwindelerregende Kilowatt-Preise verlangen oder aufgrund von kommunalen Sparmaßnahmen die Stromabgabe verweigert wird. Besonders schmerzlich muss es für einen solchen Zeitgenossen anfühlen, wenn er zusehen muss, wie der Abschleppdienst, - grauschwarze Dieselfahnen hinter sich herziehend -, den klimaneutralen Blechhaufen Huckepack in die nächste Werkstatt befördert. 

Schon die überteuerte Anschaffung eines E-Autos sowie der eigens installierte Ladeanschluss in der Garage macht im Vergleich zur Anschaffung eines Diesels jede vernünftige Amortisation zunichte. Dann wird das hämische Grinsen des Nachbars mit seinem 25 Jahre alten Diesel-Mercedes zur doppelten Folter, vor allem, wenn er ihm bei der Abfahrt noch zuruft: Ich muss heute zu einem Kunden nach Hamburg. 850 Kilometer - aber das mache ich ohne zu laden in einem Rutsch.

Angesichts solcher CO2-Schmerzen habe ich mir selbstredend auch die Frage gestellt, was für ein Typ Mensch ein Grüner sein muss. Auch hier bin ich zu dem Schluss gekommen: Es müssen Masochisten sein. Typen, die sich von einer Domina nach zweistündiger Käfighaltung im Ledertanga mit einer Nilpferdpeitsche verprügeln lassen, um hinterher befreit und glücklich zur Ehefau zurückzukehren. Denn kein Mensch kauft sich ein schickes E-Auto, wenn er damit von Berlin nach Rom in Urlaub fahren will und dabei 7 Übernachtungen, stundelanges Suchen nach einer Ladesäule und halbtätgige Wartezeiten beim Strom tanken in Kauf nehmen muss. Schwamm drüber.

Die abrahamische Glaubenslehre, einen Staat in ein CO2-befreites Lummerland zu verwandeln, hat sogar schon in unserer Regierung um sich griffen. Nur so ist es zu erklären, dass unsere allwissenden Weltklima-Fetischisten in Berlin, die derzeit den aktiven Rückbau der ehemals führenden Industrienation mit der Abrissbirne vorantreibt, selbst an dem Dilemma eines bevorstehenden Blackouts noch etwas Positives abgewinnen kann. Die Leute bleiben zu Hause und das ist gut so. 

Nach wie vor wird von Seiten der Politik die Anschaffung der „Stromer“ empfohlen und teilweise subventioniert, während man gleichzeitig den Dieselgolf besitzenden Pöbel beim übermäßigen Gebrauch eines Heißlüfters in seiner Wohnung bis zur endgültigen Verelendung schröpft und ihm dann noch empfiehlt, ein E-Auto anzuschaffen. Da heißt es: Diesel- und Benzinpreise nach oben, die Strompreise natürlich auch. Und wenn das immer noch nichts hilft: Kalt duschen. 

Nun ja, die Welt ist voller Widersprüche. Insofern darf es nicht wundern, wenn Hardcore-Grüne, deren Hirne traditionell nur wenig belastbar sind, auf russisches Öl, Gas und Kohle verzichten und on top auch die Atomkraftwerke abschalten, ohne zu wissen, wie, wann und woher sie ausreichend Ersatz zur Vermeidung des landesweiten Kältetodes bekommen. „Nachtigall, ick hör dir trapsen“, wird sich so mancher „grüne Zeuge Jehovas“ im Stillen denken, zumindest jene, deren Restvernunft sich angesichts plötzlich auftretender Frostbeulen meldet.

Ich will ja nicht unken, aber ich fürchte, wir werden in Bälde wieder in Höhlen sitzen und an der Feuerstelle in der Gewissheit unseren Murmeltierbraten rösten, der restlichen Welt den Arsch vor einer Klimakatastrophe gerettet zu haben. Millionen von Teslas werden still vor sich hinrosten, Ladesäulen als Kleiderständer für unsere Bärenfelle umfunktioniert, während unsere neue Bundeskanzlerin Ricarda Lang im Winter das Feuerholz rationiert.



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Kommentare

  1. E-Autos sind beim derzeitigen Stand der Technik bis auf wenige spezielle Einsatzzwecke Blödsinn .Sie sind in der Anschaffung teuer ,die Akkus haben nur eine begrenzte Lebensdauer und ihr Austausch kostet ein Vermögen .Aufgrund ihrer begrenzten Reichweite sind sie für lange Strecken wenig geeignet .Ladestellen sind noch zu wenig vorhanden .Gerät der Akku bei einem Unfall in Brand und man Kommt aus dem Auto nicht heraus verbrennt man bei lebendigem Leibe .Was den Leuten nicht gesagt wird, ist der extreme Wertverlust dieser Fahrzeuge aufgrund der begrenzten Akkulebensdauer und der ständigen Weiterentwicklung der Batterietechnik . Von der Stromversorgungssicherheit erst garnicht zu reden .Die Gesamtökobilanz von E.-Fahrzeugen ist höchst fragwürdig.

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  2. Aufgrund der begrenzten Ressourcen (z. B. Seltene Erden) liegt das Potential für E-Autos weltweit bei ca. 30 Mio. PKW. Auf der Erde fahren aber derzeit ca. 1,6 Mia. PKW und weitere Milliarden Menschen wünschen sich ein Auto. Das E-Auto war schon tot, bevor der erste PKW das Band verlassen hat.

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