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Steinmeier beklagt sein eigenes Scheitern.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Nach Steinmeiers Rede an die Nation titelt die SZ heute: "Die Bilder des 24. Februar markieren das jahrelange Scheitern, auch mein Scheitern". Ganze 45 Minuten salbaderte unser Präsident und strapazierte sein Publikum mit staatstragenden Floskeln, das höflich und mit gespielter Aufmerksamkeit seinen nichtssagenden Worten lauschte.

Eine Rede an die Nation. Den deutschen Ministern schwante, was da auf sie zugekommen wäre, hätten sie sich dem Staatsgeschwurbel einer lebenden Belanglosigkeit ausgesetzt. Immerhin handelte es sich um eine Veranstaltung, bei er die Anwesenheit für das gesamte Bundeskabinett Pflicht gewesen wäre. Doch nicht ein einziger Minister hat sich im Schloss Bellevue sehen lassen. Sie hatten Wichtigeres zu tun. Selbst sein Genosse Olaf Scholz verzichtete auf Steinmeiers verbale Trivialitäten.

Die Zumutbarkeit seiner Auftritte sprengt jede menschliche Belastungsfähigkeit. Ein Klische jagt das Nächste, eine Banalität folgt der anderen. Man möchte vor Scham im Boden versinken. Ein Präsident, der den 24. Februar als „Epochenbruch“ bezeichnet, weil Russland mit der Ukraine im Krieg liegt, mag ja hübsch formuliert sein. Aber epochale Brüche lösten die Amis in der Vergangheit häufiger aus, als alle Länder dieser Erde zusammen. Da hatte Frank-Walter, die Sprechblase unter den Gebenedeiten, verdammt häufig längere Pausen. 

Mit salbungsvollem Duktus räumt er sein jahrelanges Scheitern ein, als müsse man ihn deshalb selig sprechen. Nach Dutzenden von Jahren festzustellen, man kanns einfach nicht, ist niederschmetternd. Du liebe Güte, jeder selbstkritische Mensch würde angesichts dieser Erkenntnis seine Aktentasche gepackt und sich still und heimlich aus seinem Büro verdrückt haben. Nach Möglichkeit so, dass ihm niemand auf dem Flur begegnet. Nicht so Frank-Walter, dessen persönlicher Epochenbruch schon damit begonnen hat, Politiker werden zu wollen.

Stellen wir einmal fest: An der deutschen Russland-Politik, die von Naivität, Arroganz, Überheblichkeit und Unvermögen kaum noch zu übertreffen ist, war Steinmeier über Jahre hinweg maßgeblich beteiligt, sowohl als Kanzleramtsminister in der Regierung Schröder, sowie später als Außenminister in der Regierung Merkel. Schon zu Zeiten Schröder eilte ihm der Ruf voraus, dessen subalterner Aktendeckel gewesen zu sein. Und in der Tat, man hätte den Mann besser im Bundes-Archiv in irgendeinem Regal abgelegt und ihn dort verstauben lassen.

Dass Selenskyj Steinmeiers angekündigten Ukraine-Besuch kurzerhand gecancelt hat, hatte das Zeug zum bundesweiten Fremdschämen. Dass er Monate später auch noch zu Kreuze kriecht und seinen Besuch nur der Glaubwürdigkeit seiner gestrigen Rede halber, nachholte, hat schon etwas Erbärmliches, ja, etwas Unterwürfiges. Wie weit weg von Realitäten, von alltäglichen Problemen der Bevölkerung und auch von persönlicher Selbsteinschätzung muss man sein, um zu glauben, die Bürger warteten sehnlichst darauf, endlich seine Hochleistungsmoral adäquat würdigen zu dürfen.

Und wenn man sich dann Sätze anhören muss, wie: „Auch in Zeiten des Gegenwindes, bleiben wir, was wir sind", oder "auch die Demokratie gehört zur kritischen Infrastruktur", möchte man die Hände vors Gesicht schlagen, angesichts völlig inhaltslose und wertfreie Worthülsen. Wenn er die Stimme erhebt und Deutschland auf harte Zeiten einstimmt, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als sei der Wichtigtuer selbst längst einer profanen Welt entrückt, als spräche er zu uns in vergeistiger Herrlichkeit - herab aus unerreichbaren Sphären. Da ist nichts mehr, was diesen Mann noch mit irdisch-profanem Mittelmaß verbindet, er ist ethisch und moralisch entschwebt, hört nur sich selbst und findet darin Erfüllung. 

Vor meinem geistigen Auge erscheint am Firmament eine große Kumuluswolke, auf der sich unser Präsident dunstumwabert von einem Diener die Aureole zurechtrücken lässt. Ob diese fleischgewordene Plattitüde überhaupt weiß, wer er ist oder wen er darzustellen versucht? Wohl kaum. Aus meiner Sicht passt er am besten in einen Schrebergarten, - Sandalen, weiße Socken und Gärtnerschürze. Salatköpfe gießen und zu ihnen sprechen. Ein besseres Publikum wäre kaum denkbar. Da geht er schlimmstenfalls den Hobbygärtnern von nebenan auf die Nerven. In seiner heutigen Funktion würde er natürlich das Befüllen einer Gießkanne vermutlich nur im Rahmen eines Staatsaktes, mit Fanfarenklängen und in Anwesenheit applaudierender Claqeure absolvieren, aber auch nur dann, wenn ihm jemand den schwarz-rot-gold eingefärbten Gartenschlauch reicht.

Weshalb sich selbst die schlichtesten Politikerköpfe um diesen Termin gedrückt haben, liegt auf der Hand. Niemand will sich diesen Präsidenten antun. Die Bürger nicht, die Politiker nicht und selbst die Entourage hat alle Mühe, bei seinen Reden genervtes Seufzen zu unterdrücken. Dass sogar Annalena Baerbock den Termin geschwänzt hat, will viel heißen. Er ist eine Zumutung für Land und die Leute, die wahrlich ganz andere Probleme haben, sich ausgerechnet einen dozierenden Versager anzuhören, der von sich selbst sagt, er sei jahrelang an seiner Aufgabe gescheitert.

Oh Schmerz lass nach - wäre er doch rechtzeitig gegangen…

                                  

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Kommentare

  1. Unter den derzeitigen Luschen, die als Politiker Deutschland an die Wand fahren, fällt er doch gar nicht auf!

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  2. Steinmeier ist ein Kriecher und Bückling der besonderen Art ,dem jegliche Form von Würde und Anstand fremd sind .Über seine peinlichen und inhaltslosen Reden und Auftritte könnte man ein Buch schreiben .Es wäre allerdings das Papier nicht wert. Besonders ekelt mich seine Schleimerei gegenüber Migranten und dem Islam an. Bei letzterem stach er besonders durch seine Glückwünsche an das iranische Mullahregime zum Jahrestag der iranischen Revolution hervor.

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