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Olaf Sundermeyer, das propagandistische Kleinod der ARD

Die ARD erhöht die Schlagzahl beim Thema Volksdiffamierung und schickte nicht etwa irgendeinen der Neutralität verpflichteten Berichterstatter auf Wagenknechts Friedenskundgebung nach Berlin. Der öffentlich-rechtliche Sender kommandierte ihren Hardcore-Kommentator an die Tele-Front.


Angesichts von mehr als 50.000 friedlichen Demonstranten, die sich auf dem Potsdamer Platz eingefunden hatten, um Sarah Wagenknechts und Alice Schwarzers Friedens- und Verhandlungsappelle zu unterstützen, schickte die ARD ihren Chef-Diskriminator Olaf Sundermeyer ins Rennen. Hoch motiviert und zu allem bereit, erfüllte er zur besten Nachrichtenzeit „auftragsgemäß“ die staatlich angeordnete Indoktrinierungsinitiative.

Das Lernziel der Staatskonformität wurde mit einer Frage eröffnet: „Nun gab es ja im Vorfeld diese Vorwürfe, Wagenknecht und Schwarzer hätten sich nicht von radikalen Strömungen abgegrenzt“, so die suggestive Einleitung vom Chef-Tagesschausprecher Jens Riewa. Dann legte unser Tageschau-Jens den Ball auf den Elfmeterpunkt. „Nehmen bei der Kundgebung denn auch rechtsextreme Gruppen teil?“ Nun musste der in irgend einem Untergrund demagogisch perfekt geschulte Sundermeier nur noch den Ball im deutschen Publikumstor versenken.

Beinahe schwärmerisch legte sich der ARD-Pharisäer ins Zeug und suhlte sich, unter Vermeidung offensichtlicher Tatsachen im Sumpf von Aluhüten, Rechtsradikalen, Querdenkern und Linksextremen Krawallmachern. Zwar war von diesen „Gruppierungen“ beim Schwenk über die Menschenmassen weit und breit weder etwas zu sehen, noch zu hören, was den Moderator dennoch nicht davon abhielt, über das nicht anwesende „Querdenkermilieu“ zu fabulieren. Selbstredend kamen dabei auch die zahlreichen Coronaleugner nicht zu kurz, die zwar massenhaft im Schutz der Menschenmassen untergetaucht, man sie aber genau dort vermuten musste.

Der Zuschauer wähnte sich auf der falschen Demonstration, weil in den Nachbarsendern "ntv" und "WELT" zur gleichen Zeit die Sprecherin der Berliner Polizei ihr „entwarnendes Statement“ abgab. „Nein, wir können derzeit keinerlei rechte Tendenzen erkennen. Die Demonstration verläuft ungewöhnlich friedlich und diszipliniert.“ Nun ja, Sundermeier hatte eine alternative Sichtweise. Er hatte Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Reichsbürger unter den Anwesenden ausgemacht, deren Bedrohungspotential unübersehbar sei. 

Und während die ARD-Kameras im Hintergrund mehrere Zig-Tausend gewaltbereite Rentner, biertrunkene Hochbetagte mit staatsfeindlichem Gedankengut und brandgefährliche Bürger einfingen, zog dieser rote Strumpf weiter vom Leder, als gelte es, einen Aufruhr niederzuschlagen. Hochdifferenziert ließ er den Fernsehbürger wissen, dass auch jede Menge Altlinke aus einem westdeutschen Protestmilieu für unschöne Bilder gesorgt hätte. Nun ist dieser Sunderman ja kein Unbekannter, wenn es um radikale Verfälschung von öffentlich-rechtlichen Berichterstattungen geht. Ja, es gibt Städte, dort darf er sich nicht mehr sehen lassen.

Wieder erfolgt ein Schwenk der Kamera. Aufmerksame Menschen, ein paar Plakate, die Frieden und Waffenruhe forderten, ja sogar Transparente, die die Umkehr von Waffenlieferungen und Sanktionen einforderten. Sundermeiers Duktus nahm mehr und mehr Fahrt in Richtung Kriegsreportage unserer Generalfeldmarschallin Agnes Strack-Zimmermann auf. Man mochte kaum glauben, mit welcher Präzision der Moderator jeden einzelnen Staatsfeind, am Geruch, an der Physiognomie oder an seinem Mundgeruch unzweifelhaft identifizierte und die dramatisch hohe Anzahl  subversiver Teilnehmer entlarvte.

Sogar eine Vielzahl „Ostlinke mit DDR-Analogien“ hat Sundermann unter den Zehntausenden Zuhörern aufgestöbert, Menschen, die auf abstruse und völlig abwegige Apelle für Frieden und Sicherheit der beiden Rednerinnen applaudierten. Seiner Ansicht nach haben in Berlin zigtausende Gesellschaftsschädlinge, radikales Gesindel und regierungsfeindliche Kräfte Wagenknechts subversives Anliegen nach diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Ukrainekrieges einen Bärendienst erwiesen.

Sundermann glaubte gar in seinem engagierten Sendungsbewusstsein, im Zusammenhang mit Bundeskanzler Scholz und Annalena Baerbock, Vergleiche mit Hitler gehört zu haben. Zusammengefasst darf man diesem moderierenden Regierungsagitator eine beispiellose Objektivität bescheinigen, die man nur mit jahrelanger grüner und roter Gehirnwäsche erreichen kann. Am Rande sei hier vermerkt, dass es während und nach der Kundgebung unter den 50.000 Teilnehmern außer geringfügigen Rangeleien, weder nennenswerte Polizeimaßnahmen gab, noch Rettungs- oder Krankenwagen Gewaltopfer versorgen mussten.

Der unterhaltungsverwöhnte TV-Konsument sah sich jedoch bitter enttäuscht, weil ihm trotz seiner hohen TV-Gebühren weder eine knackige Randale, noch blutige Massenschlägereien, ja nicht einmal ein Meuchelmord an einem Meinungsgegner geboten wurde. Überhaupt ließ es die Tagschau an den dazu passenden Umsturzaktionen missen. Dennoch muss man konstatieren, dass sich der Moderator alle Mühe gab, ein gewisses, verbales  Gewaltfeeling aufkommen lassen.

Sundermann, begnadet, wie er nun mal ist, ließ kein Klischee und keine noch so polemische Falschinformation aus, um der ruhig verlaufenen Veranstaltung das Etikett einer Gewaltorgie mit sich anschließender Hetzjagd zu verleihen. Zitat: „Hier lebt die Gewalt- und Querfront, die sich hier zusammengerottet hat“, ließ er die Zuschauer unseres zuverlässigen Vorzeigesenders wissen. „Sie alle sind Sarah Wagenknecht und Alice Schwarzer hier her gefolgt und haben sich hier versammelt.“

Kaum zu glauben, wer sich sonst noch so alles auf dem Potsdamer Platz eingefunden hat, um die Kundgebung zu sprengen, will man Sundermanns Aufzählungen Glauben schenken. Vom Holocaustleugner, über Neonazis, Volksverhetzer und Reichsbürger, bis hin zu Querdenkern, Kriegsapologeten und Putin-Fans war alles da, was das Potential für eine telegene Straßenschlacht gehabt hätte. 

Nur eines verwunderte dann doch. Sundermeier moderierte ohne Schutzhelm, Polizeischutz und kugelsicherer Weste, ein Sachverhalt, der angesichts seiner martialischen Wortwahl und des bevorstehenden Umsturzes an Leichtsinn nicht zu überbieten war. Der Mann sollte sich als Ersatz Komiker für Selenskyj anwerben lassen. Auf einen solchen Mann kann und darf man in der Ukraine nicht verzichten. Deppenpropaganda wird dort noch nötiger gebraucht als hierzulande.

Doch es tut sich etwas: Leider hat die ARD darauf verzichtet, hoch relevante Berichte über Italien, England oder Frankreich auszustrahlen. Paris und London erleben gerade massive Proteste gegen Waffenlieferungen in die Ukraine. 

Die Hafenarbeiter in Genua weigern sich seit Tagen, Waffen für die Ukraine zu verladen. In Rom, Mailand, Neapel, Turin, Florenz und Dutzenden anderen italienischen Städten fanden Massendemonstration in kaum gekannten Größenordnungen gegen die kriegstreiberische EU und die NATO statt. Aber das ist unserer öffentlich-rechtlichen Anstalt vollkommen entgangen.

                                       

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Kommentare

  1. Sudelmeyer wäre für diesen Presstetuierten wohl der bessere Name.

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