Direkt zum Hauptbereich

EU und die feuchten Sanierungsträume - Europa wird abgerissen

Das EU-Parlament will neue Mindeststandards für die Energieeffizienz von Gebäuden in ganz Europa durchsetzen. Es mag ja durchaus richtig sein, dass der Gebäudesektor in Deutschland oder anderswo für rund ein Drittel aller CO2-Emissionen verantwortlich ist. 

Prizzi / Sizilien

Dass eine Minderheit von Klima-Fetischisten und Weltuntergangsfanatiker nun in Deutschlands Häusern und Wohnungen etwa mit neuen EU-Vorgaben sämtliche Heizungen bis 2045 klimaneutral machen möchte, gehört in ein Märchenbuch. Die Umrüstungs-Pläne in ganz Europa zur Norm machen zu wollen, liegt jedoch jenseits jeder Vorstellungskraft. Für solch irreale Ideen sollte man die Urheber ohne Ausnahme in die geschlossene Psychiatrie einweisen. Unverzüglich. 

Es ist wirklich überraschend, dass dieses Thema gerade in Deutschland dermaßen kontrovers diskutiert und in nahezu allen Medien nach dem Russland-Ukraine-Krieg, zum zweitwichtigsten Thema geworden ist. Man möchte vorzugsweise die schlichteren Gemüter unserer Gesellschaft noch einmal darauf aufmerksam machen, dass der Wahnwitz, bei den dem Bürger verpflichteten Politeliten, inzwischen jede vorstellbare Grenze überschritten hat. Denn EU-Vorgaben und deren Konsequenzen, und das sollte sich jeder vor Augen halten, betreffen alle Mitgliedsländer.

Das bedeutet im Klartext, dass die sogenannten mediterranen Länder wie Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und zum Teil auch Frankreich, mit ihren zum Teil Jahrhunderte alten Städten und alten Bausubstanzen ebenso betroffen wären, wie das realtiv moderne Deutschland. Nun wird mein Eindruck zur Realität. Marginal denkende EU-Abgeordnete scheinen noch nie etwas von den Abruzzen gehört zu haben. Offenkundig gehen sogar Politiker hierzulande davon aus, dass Kordilleren, Pyrenäen oder der Sierra Nevada mit ihren Bergdörfern zwar zu den bewohnten Regionen gehören, aber wegen des milden Mittelmeerklimas die Einwohner dort nicht heizen müssten. 

Man darf jetzt ohne Not unterstellen, dass ein unterentwickeltes Abgeordnetenhirn im EU-Parlament noch nie etwas von den griechischen Gebirgszügen Belasiza, Lefka Ori oder Erymanthos gehört hat, weil sein limitiertes Weltbild spätestens am Strand von Agios Stefanos oder in der Luxusabsteige an der Algarve endet.

Möglicherweise haben aber auch Habeck und Konsorten in der Schule nicht so richtig aufgepasst und wissen aufgrund ihrer massiven Bildungslücken nicht, dass selbst in Sizilien 60 Prozent aller Kleinstädtchen und Dörfer 1.000 Meter und höher liegen und dort ab Herbst knackige Temperaturen herrschen. Ich kann durchaus verstehen, dass unser guter deutscher Indianhäuptling Robert vorzugsweise indigene Völker im brasilianischen Urwald unterstützen möchte, auch wenn er keinen blassen Schimmer hat, dass man in spanischen Pyrenäen-Ortschaften genauso heizen muss wie in Wanne-Eikel, Oer-Erkenschwick oder in Brüssel.

Ich sehe es kommen, dass selbst Luigi Canneloni im südlichen Neapel dem Sanierungsaufwand für seine Kellerwohnung im von der Camorra dominierten Stadtteil nur ungern nachkommen wird und er es vorzieht, weiterhin die ausgedienten Reifen seines Fiat-Punto im Kamin verfeuert. Richtige Probleme dürfte Italiens Regierung allerdings in den Altstädten wie Genua, Bari oder Livorno bekommen, wenn sie Ursulas EU-Normen Wirklichkeit werden lassen will.  

Wahrscheinlich hat es sich in den unterentwickelten, politischen Kleinhirnen rund um unsere Ursula von der Leyen noch nicht herumgesprochen, dass in den genannten Ländern die Umsetzung „Habeck’scher Heizträume“ und grünideologisierte Co2-Bekämpfer, auf  gewärmten Brüsseler Versorgungsbänken gut versorgt, einem Totalabriss sämtlicher, historischer Altstädte Südeuropas gleichkäme. Ähnlich wie bei Kühlschränken oder Backöfen sollen nun künftig in ganz Europa Gesamtenergie-Effizienzklassen im Gebäudesektor mit einer Skala von „A“ bis „G“ eingeführt werden. Ich bin gespannt wie ein Flitzbogen, wie man das machen will.

Ich wills mal so sagen: Vor drei Jahren hat man im Gesundheitsministerium von "Millionen Covid-Toten geschwärmt". Basis waren Simulationsmodelle. Hätten wir nicht unsere Gesundheitskoryphäe Karl Lauterbach gehabt, wären um ein Haar die Deutschen ausgestorben. Zum Glück aber haben wir nun Klia. Die gleiche Art von Simulationsmodell ist übrigens die "wissenschaftliche Grundlage" für das neue Weltuntergangsklima und in der Folge die Umrüstungsorgie in Brüssel. 

Solche und ähnliche Ergebnisse bilden die Basis für weitreichende, politische Entscheidungen. Nähme man alles ernst, was aus Brüssel kommt, bedeutete das in der Quintessenz, dass Europäer nur noch dann eine Überlebenschance hätten, wenn in den Bergen von Katafigio Agrias der letzte Grieche Korinthos Kakis seinen alten Holzofen auf eine Wärmepumpe umgerüstet hat. Die Pumpe müsste er zwar mit einem Dieselaggregat betreiben, aber wir wollen das mal nicht so genau nehmen.

In den EU-Papieren ist nachzulesen: Dabei sollen auf der Stufe  A Null-Energie-Gebäude“ die besten stehen und in der Stufe G die energetisch schlechtesten 15 Prozent der Gebäude eines Landes" und je nach Klassifizierung besteuert werden. Diese neue und europaweit einheitliche Skala muss die EU allerdings erst erstellen und dann von allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden. Die Einteilung der Gebäude soll in jedem Land bis 2025 spätestens erfolgen und ausgearbeitet sein. 

Na, denn Prost Mahlzeit, kann man dazu nur noch sagen. Der Irrsinn hat nicht nur Methode, er muss noch weit epidemischer als Covid sein. Ich frage mich ernsthaft, ob ich mir nicht besser einen anderen Planeten suchen soll, auf dem gewährleistet ist, dass es dort weder grüne Politiker, noch ein EU-Parlament gibt.

 Ich bin sicher. Die Modelle der EU müssen wir ernst nehmen. Garantiert! Wir werden alle zugrunde gehen. Wenn jetzt nicht schnell etwas passiert, wahrscheinlich spätestens 2025. Aber darüber reden wir hinterher.


                                       

Für eine Patenschaft mit einem monatlichen Betrag bin ich sehr dankbar. Selbst die kleinste Spende hilft mir, diesen völlig unabhängigen Blog stets aktuell, spannend und informativ zu halten. 

Auch ein einziger Klick auf einen der Werbebanner im Lesetext oder das Teilen in anderen Netzwerken (FB oder TWITTER) hilft mir bei der Arbeit und der Finanzierung meines Blogs.

Herzlichen Dank - euer Claudio Michele Mancini

SPENDENKONTO
Claudio Michele Mancini
Unicredit Santo Stefano
IBAN IT03S0200882540000106185335

BIC/Swift: UNICRITM1892 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Obermessdiener und Chefopportunist in Mainz ist alles andere, nur nicht lustig.

Der Sitzungspräsident des Mainzer Karnevalsvereins Andreas Schmitt, physiognomisch gesehen einem drall gefütterten Hausschwein näher als einem frommen Betbruder, hat in der Bütt wieder einmal nachhaltig bewiesen, dass die Mainzer Fasnacht so viel mit Humor zu tun hat, wie der dümmliche Kampf der Omas gegen rechts. Nein ..., bei diesem Herrn vergeht einem das Lachen. Da hilft nur noch ein Stoßgebet gen Himmel. "Mainz wie es singt und lacht" ist für ihn und die humorbefreiten Berufskarnevalisten an seiner Seite eine todernste Angelegenheit. Ich wills mal so sagen: Das, was Schmitt als Büttenredner zelebriert, ist weder komisch, oder humoresk, noch witzig oder auch nur anasatzweise amüsant. Noch nicht einmal intelligent.  Mir drängt sich bei dem "närrischen Vortrag" Schmitts inhaltlich wie optisch unwillkürlich die Karikatur der „Reformation und Totenfresser“ von Pamphilus Gengenbach aus dem Jahr 1620 auf. Das Bild zeigt Bischöfe und Mönche, die sich an einer festli...

Politische Schwurbelfachkräfte, Fake-News-Meister und ideologische Leistungsträger

Alter Falter – in diesen Tagen kommt man bei der Berichterstattung politischer Paukenschläge kaum hinterher. Wenn der unschuldige Bürger bei seinem morgendlichen Informationsanliegen versehentlich auf den Kanälen unserer Qualitätsmedien landet, erhält er gegen eine bescheidene Monatsgebühr weit mehr, als er mental jemals verkraften kann. So ging es mir heute Morgen. Kaum hatte ich die Fernbedienung meines TV-Gerätes betätigt, erreichten mich die neuesten Verbal-Pläne unseres Kanzlers. Ja, man kann sagen, Friedrich Merz hatte wieder einmal als intimer Kenner seiner eigenen Gedanken vor einem großen Publikum den großen Auftritt beim „politischen Aschermittwoch“ in Trier. Erlauben Sie mir, liebe Leser, dass ich zu diesem Anlass kurz in die Antike abschweife. Alle kennen ja das berühmte geflügelte Wort der alten Römer, - so um die Zeit von Kaiser Nero -, das sich bei Fritz als verlässliche Verhaltensnorm tief verankert hat und uns regelmäßig zum Staunen bringt. 𝐐𝐮𝐢𝐝𝐪𝐮𝐢𝐝 𝐚𝐠𝐢...

Unsere Annalena mit Völkerrechtshintergrund verschiebt Grönlands Grenzen.

Annalena hat in ihrem glanzvollen Talk-Auftritt bei Maischberger wieder einmal einen ihrer weltpolitischen Rohrkrepierer gelandet. Man könnte auch sagen: Wir und Dänemark sind haarscharf an einer bearbock‘schen Eingemeindung Grönlands vorbei geschreddert. Immerhin, wie die "Diplom-Volksrechtlerin" (WIKIPEDIA) und Präsidentin der UN-Generalversammlung messerscharf und unmissverständlich feststellte, sind Grönländer auch Bürger. Nur wohin sie genau gehören, das ist unserer Vorzeigepolitikerin nicht so ganz geläufig. Politische Landesgrenzen jedenfalls spielen in einem grünenbunten Weltbild keine große Rolle. Was Annalena sagt, ist in Stein gemeißelt. Basta! Die gefährlichsten Potentaten und gewieftesten Staatsführer wie Putin, Xi Ping, Trump, Netanjahu oder Orban können ein Lied von den Begegnungen mit unserer EX-Außenministerin singen. Wenn sie vom Leder zieht, bleibt kein Auge trocken.. Wenn man es genau nimmt, hat hierzulande das Publikum des beliebten Polit-Talks von San...