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Habeck - ein echter, deutscher Häuptling

Mit einem gewaltigen Co2-Abruck sind Habeck und Özdemir erst in der Hauptstadt Brasiliens und dann im Dschungel gelandet. Der SPIEGEL formuliert es natürlich etwas dramatischer. „Habeck in der grünen Hölle!“

Der Satz ist, wenn man es genau nimmt, natürlich grottenfalsch. Richtig müsste es heißen: "Habeck repräsentiert höchstselbst die grüne Hölle." Und schon deshalb hätte es keiner Reise in den brasilianischen Urwald bedurft. Hierfür hätte ein Grüner Parteitag ausgereicht.

Schwamm drüber. Die Dienstreise in den Regenwald des Amazonas war für unseren Wirtschaftsminister von überragender Bedeutung, weil er nicht nur diesen Herrn Lula – Präsident von Brasilien -, kennenlernen wollte, sondern auch ein paar echte Eingeborene. wenn man schon mal in Brasilien ist. Robert hatte auch das dringende Bedürfnis, 50 Millionen Euro zur Rettung des Klimas im Regenwald vorbeizubringen, aber eigentlich eher zu Lulas freier Verfügung. Das darf man natürlich so nicht sagen. Unterstützungsleistungen dieser Art müssen von staatswegen in Deutschland bürgerbekömmlich "geframt" werden.

Ganz nach dem Motto: Wenn ich schon Geld ausgebe, will ich auch sehen für was. Folgerichtig gings dann ab in den Urwald. Unsereiner denkt jetzt, Robert und Cem bewaffnen sich mit Machete und hohen Schaftstiefeln, kämpfen sich stundenlang durch undurchdringliches Dickicht, Mangrovenwälder, winden sich durch Lianen und Schlingpflanzen, stets auf der Hut vor einem Biss der grünen Mamba oder dem Befall von Blutegeln aus dem feuchten Untergrund, vor giftigen Spinnen, vor Anakondas und aufgescheuchten Jaguaren.

Ich darf den Leser beruhigen. Nichts von alledem war zu befürchten. Unter Einsatz maximaler Dieselkraft geländegängiger Allradfahrzeuge aus dem Hause Mercedes und im Anschluss mit einem kraftvollen Schnellboot, sowie der Begleitung eines deutschen Mitarbeitertrosses reisefreudiger Staatsdiener, erreichte die 17-köpfige Abordnung aus Berlin ein unter dichtem Blattwerk verborgenes Dorf. Trockenen Fußes, versteht sich.

Mit Vorzeigeprojekten wie diesem soll nun nach den Vorstellungen der beiden grünen Minister nicht nur der Regenwald gerettet werden. „Dem indigenen Naturvolk muss geholfen werden“, lässt Robert die anwesenden Journalisten wissen. Möglicherweise erwägt unser nimmermüder Weltenbummler, sämtliche Dschungeldörfer auf energie-effiziente Wärmepumpen umzustellen, um die schädlichen Co2-Emmissionen fossilier Feuerstellen nachhaltig einzudämmen. 

Doch im Dschungel prallt die Theorie grüner Zwangshilfe knallhart auf die Wirklichkeit. Denn aus Sicht der Urwaldbewohner, die diese Eindringlinge aus dem fernen Alemanha mit ungläubigen Erstaunen musterten, hatte der Besuch vom anderen Kontinent vergleichsweise den Stellenwert eines Ausfluges der Familie Schmitt im Frankfurter Zoo. Dort stehen die Schmitts und Lehmanns auch vor dem Affenkäfig und sind begeistert, wenn sich die Schimpansen von Ast zu Ast schwingen und dann eine Banane schälen.

Selbstredend wurde der Staatsbesuch im Busch angemessen mit indigenen Fruchtbarkeitstänzen willkommen geheißen und einer kühlen „Mate“ und einem Schuss Cachaça begrüßt. Auch ein paar undefinierbare Leckereien aus einheimischer Küche brodelten im großen Blechkessel über dem lodernden Holzfeuer. Nur, was Robert, Cem und die vielen mitgereisten "Cinegraphistas" aus einer völlig anderen Welt in dem Dorf in der Nähe von Manaus eigentlich wollten, erschloss sich den lendengeschürzten Buschmännern und barbusigen Indianergattinnen nicht wirklich.  

Cem und Robert ließen es sich selbstredend nicht nehmen, sich eingehend über die Wohn- und Lebensweise des Naturvolkes zu unterrichten. Wäre Annalena mitgereist, hätte sie vermutlich ein paar Toilettenhäuschen für die Mädels als Gastgeschenk mitgebracht, schon der feminsitischen Außenpolitk wegen. In der Dorfschule warteten bereits die Kinder auf den hohen Besuch. Blasse, merkwürdig aussehende Menschen aus dem Norden bekommt man ja in menschenfeindlichen Regenwäldern nicht alle Tage zu sehen.

Die Dschungelshow im Amazonas steuerte ihrem Höhepunkt entgengen. „Ich bin Robert, das ist Cem“, ließe er die kleinen, schwarzen Nackedeis wissen. „Ich bin ein Minister. Das ist wie ein Häuptling, nur in einem anderen Land“, ließ er über einen Dolmetscher erklären, wobei er geflissentlich auf den Grund der Anwesenheit dieses Türken-Cem erst gar nicht einging. "Er habe viel gelernt", ließ Robert die TV-Zuschauer zu Hause im Wohnszimmer wissen. Was genau, hat er allerdings verschwiegen.   

Nach einem kleinen Plausch folgte eine rituelle Kriegsbemalung, die Cem und Robert geduldig und mit linkisch-amüsiertem Lächeln über sich ergehen ließen. Durchgeschwitzt aber telegen, - eben wie ein echter, grüner Zwangsbeglücker, sendete er eine weitere, wichtige Botschaft ans Deutsche Volk. "Die grüne Lunge, die jede Menge Kohlenstoff speichert, ist schon lange bedroht, mit möglichen schwerwiegenden Folgen für das Weltklima", führte er seine Sorge mit dem Blick eines echten Experten aus. Dann lobte Habeck den politischen Willen der neuen brasilianischen Regierung, die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen.

Für die Überwachung illegaler Abholzungen müssten mehr Sicherheitskräfte und mehr Polizei eingesetzt werden. Habecks eindringliche Forderung ist geradezu "der grüne Klassiker", wurde doch wieder einmal offenbar, dass grüne Häuptlinge aus Deutschland“ nicht die entfernteste Vorstellung haben, welch gigantische Ausdehnung die Bundesstaaten Amazonas und Mato Grosso haben. Beide „Urwaldstaaten verfügen zusammen über eine Gesamtfläche von 7,7 Millionen Quadratkilometer. Man könnte somit ganz Deutschland mit seinen gerade mal 357 Tausend Quadratkilometern 22 mal im Urwald versenken. 

Der bildhaften Vorstellung und des Vergleiches wegen, wäre beispielsweise die Strecke Flensburg München ein Mückenschiss in diesem Regenwald, der sich in eine Richtung etwa 3.200 Kilomter weit erstreckt. Nicht auszumalen, wie viele Polizisten man für die lückenlosen Kontrollen einstellen müsste.

Macht nichts…, man war jedenfalls mal da und hat ein paar echte Eingeborene gesehen, die ihre Notdurft gleich hinter der nächsten Baumwurzel verrichten. Das darf sich der deutsche Steuerzahler schon etwas kosten lassen. Immerhin hat auch Annalena schon einmal barfuß ein entferntes Atoll beglückt, dass es zu retten galt. Und auch sie kam nicht mit leeren Händen. Man lässt sich als deutscher Minister oder auch Minister*in schließlich nicht lumpen, besonders wenn es um grüne Ideen geht.

                                         

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Kommentare

  1. Der Robert mit Kriegsbemalung!!! Ist denn das nicht unerwünschte Annäherung an fremde Kulturen…..? unseren Kindern verbieten die Deppen Indianer zu spielen und bemerken nicht mal die eigene Dummheit und Heuchelei.

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