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Was wir schon immer ahnten – Journalisten und Moderatoren von der Regierung gekauft.

Die Bundesregierung und unsere ach so unabhängigen Journalisten der öffentlich-rechtlichen Medien – sie stecken noch mehr unter einer Decke als bislang bekannt. Bundesbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren Journalisten, Moderatoren, Talkshowgrößen mit teils horrenden Summen für staatskonform ausgerichtete Moderationen und Auftritte bezahlt. Von Unabhängigkeit keine Spur.

Auf Anfrage der AfD-Abgeordneten antworteten Regierungsmitglieder und Minister äußerst dünnlippig, aber immer noch entlarvend. Durchgesteckt wurden jedoch Entgelt- und Honorarlisten bekannter Nachrichtensprecher und Moderatorinnen bekannter Talkshows, denen es in der Vergangenheit wichtig war, als integer und unabhängig zu gelten. Jetzt stellt sich heraus, dass diese Politdiskussionen von der Bundesregierung bezahlte Fakeshows  mit klaren, vorgegebenen Zielanweisungen sind, – nicht mehr, nicht weniger. 

Das ganze Ausmaß der "verdeckten" Staatsvergütung käuflicher Journalisten, sowohl der öffentlich-rechtlichen, als auch in den Privatsendern wie SAT 1 oder RTL, ist nicht nur beeindruckend, es ist auch niederschmetternd, erhalten doch gleich mehrere Dutzend sogenannte Berichterstatter für jeden einzelnen, „regierungsfreundlichen“ und „partei-affinen“ Sendeinhalt Tausende von Euros. Im Fall öffentlich-rechtlicher Journalisten stellt sich die Frage nach deren Staatsferne nicht mehr, da man inzwischen von einem systemischen Sumpf ausgehen muss. Fast alle Journalisten von Rang und Namen suhlen sich gemeinsam in der hoch bezahlten Polit-Kloake.

Alleine im letzten Jahr überschritten die „Zuwendungen“ an den Personenkreis „grundehrlicher“ Fernsehmoderatoren 1,5 Millionen Euro, obgleich die Damen und Herren ohnehin schon deftige Festgehälter bei ihren Sendern beziehen. Ich wills mal so sagen: Journalisten auf der Lohnliste des Staates – das ist nicht nur ein Skandal, es untergräbt die Seriosität und zersetzt jede Glaubwürdigkeit. Wenn öffentlich-rechtliche Journalisten im Brustton der Empörung den Begriff Lügenpresse zurückweisen und ihre Unabhängigkeit und Überparteilichkeit sowie die eigene Staatsferne betonen, haben sie sich jetzt selbst ins Abseits geschossen. 

Solche Verlautbarungen klingen nun umso lächerlicher, als doch hinreichend bekannt ist, dass in den Aufsichtsgremien und Beiräten der Sender stets der jeweilige Ministerpräsident des Landes das Sagen hat. Ich befürchte, die einzige Meldung, die ehrlich ist, dürfte die Angabe der Uhrzeit sein.

Wieder einmal haben sogenannte Querdenker, Kritiker, Mahner und Menschen mit klarem Verstand Recht behalten, wenn sie die Seriosität von Nachrichten und Politsendungen anzweifeln. Mit Recht, wie man seit vorgestern schwarz auf weiß nachweisen und auch nachlesen kann. Von den rund 1,5 Millionen Euro entfallen allein auf das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 200.000 Euro. Es ist damit der Spitzenreiter unter den Ministerien, betrachtet man dabei nur die öffentlich-rechtlichen Journalisten. Doch der Filz grassiert wie einst unsere Pandemie.

Alleine das BMBF hat zwischen 2018 und 2023 insgesamt 46 Aufträge vergeben – macht im Schnitt rund 4.300 Euro pro Auftrag. Davon profitierten 30 Journalisten. Auffällig ist dabei eine Journalistin mit der Kenn-Nummer 73 (Namen wurden versucht, von der Bundesregierung aus Datenschutzgründen geheim zu halten), die allein acht Aufträge erhielt und für die ARD, den NDR als „Freie Journalistin“ arbeitet. Unter den Bekannten Namen finden sich Tagesschau-Moderatorin Judith Rakers ebenso wie die Journalistin Linda Zervakis oder die stellvertretende ZDF-Chefredakteurin und Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Anne Gellinek.

Zu den Top-Verdienern dürfte laut der Liste Monika Jones gehören, die vor allem für die Deutsche Welle tätig ist. Mit Einsätzen für das Verkehrsministerium, das Landwirtschaftsministerium und das Bildungsministerium kam sie auf Honorare in Höhe von über 40.000 Euro. Bis zum heutigen Tag hat keine der Damen, auch nicht Frau Jones, Stellung zu den durchgereichten Zahlungsnachweisen bezogen.

Auch ZDF-Moderatorin Anja Heyde gehört zu den Staatsbeglückten, genauso wie Angela Elis– früher bekannt dank ARD, ZDF und 3sat. Jetzt arbeitet sie als freie Moderatorin für fast alle Ministerien, die ein besonders positives Regierungsbild von sich zeichnen wollen. Gut bezahlter Gefälligkeits-Journalismus allenthalben und der Bürger ist der Dumme und zahlt hierfür auch noch abgezwungene Gebühren.

Ebenfalls dabei ist Andrea Thilo, die einen großen Teil ihrer Karriere im öffentlich-rechtlichen Apparat verbracht hat. Gleich sieben Mal taucht sie auf der Liste der Bundesregierung auf, was ihr im Durchschnitt Honorare in Höhe von 40.000 Euro eingebracht haben dürfte. Insgesamt gingen 875.231,92 Euro an Journalisten von ARD, ZDF und Deutschlandradio. 596.596,55 Euro bekamen die, die bei privaten Medien arbeiten. 116 Journalisten, die Honorare von der Regierung bekamen, arbeiten laut Liste für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, 84 für private Medien. Insgesamt zahlte die Bundesregierung 1.471.828,4 Euro an Journalisten, die mit wunschgemäßen Berichterstattungen die Bürger fütterten.

Fassen wir zusammen, was mit dem Skandal dem ARD-Sender RBB rund um Filzvorwürfe an der Spitze begann, ist mit Sicherheit nur die Spitze des Eisberges. Im Zentrum standen seit Sommer 2022 die fristlos entlassene Intendantin Patricia Schlesinger und der zurückgetretene Chefaufseher Wolf-Dieter Wolf. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittelt immer noch. Laut Staatsvertrag unterliegen die öffentlich-rechtlichen Sender der staatlichen Rechtsaufsicht. Es ist schon erstaunlich, dass man die Bundesregierung erst massiv auffordern muss, Auskunft über die „Bürger beeinflussenden“ und „manipulativen Sendungen“ und ihre Vergütungssystematik zu erteilen.

„Der Vorgang ist hoch problematisch“, so der Verfassungsrechtler Rupert Scholz. „Die Pressefreiheit ist verfassungsrechtlich notwendigerweise durch ihre Unabhängigkeit von jeglichen staatlichen Organen und möglicher Einflussnahme staatlicher Stellen gekennzeichnet. Wenn jetzt Pressevertreter erkleckliche Honorare von Ministerien oder Kanzleramt erhalten, nennt man diesen Vorgang Korrumpierung. Von Staatsferne und unabhängiger, kritischer Kontrolle politischen Handelns kann unter diesen Umständen absolut keine Rede mehr sein.“

Ich wage nicht, darüber nachzudenken, welche Honorare und Sondereinkünfte unsere allseits bekannten Kriegsberichterstatter einstreichen, um Spendenmotivation und Hilfsbereitschaft bei den Bürgern stets neu zu befeuern. Ich will auch nicht daran denken, mit welchen geschönten, dramatisierten oder verharmlosten Meldungen wir über Pipelinesprengungen, Pandemien, Klimakatastrophen und sonstigen hiob'schein Heimsuchungen in die Regierungskonformität verschoben werden.

Irgendwie bin ich jetzt auch erleichtert, geht mir doch der Begriff Lügenpresse leichter über die Lippen und ich brauche mir keine Sorgen mehr über diffamierende oder diskreditierende Vorwürfe von ARD-Pharisäern und deren Faktenfinder machen.

                                        

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Kommentare

  1. Egal ob m,w,d ich sage nur Journutten,die sich bei den Mächtigen presstetuieren. Wer sich jetzt noch über die allseits willfährige und schwachsinnige Hofberichterstattung wundert,dem ist nicht mehr zu helfen.

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