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Wenn die Gesichtszüge entgleisen und das Begreifen nicht gelingt

Die Republik kann ein bisschen aufatmen. Die größten Zumutungen für die Wähler werden nun weitgehend von den Bildschirmen verschwinden. Bei der SPD sind es Olaf, Saskia, Nancy und Karl, bei den Grünen, Annalena, Robert und die pausbäckige Lisa. Ich wills mal so sagen: Das Volk hat ein schmerzhaftes Ulcus und hat versucht, das Geschwür mit Paracetamol zu behandeln. Die heftigsten Schmerzen sind zwar vorübergehend gemildert, das Ulcus – genauer gesagt die CDU ist geblieben.

Die Bundestagwahl 2025 ist gelaufen und wenn man realistisch ist, haben sich die Prognosen und die Umfrageergebnisse im Vorfeld weitgehend bestätig. Die „Olafdämmerung“ ist jedoch erheblich dunkler, die Konsequenzen für die beiden Abrisskolonnen SPD und Grüne einschneidender und der Auflösungsprozess der wetterwendischen Gelben nachhaltiger ausgefallen, als es die Protagonisten befürchtet haben.

Nichtsdestotrotz ist den Bürgern der endgültige Befreiungsschlag leider nicht ganz gelungen. Nicht etwa deshalb, weil die AfD als neue Volkspartei zu wenig Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte, um die Mehrheit zu erringen, sondern weil sich der Wahlsieger CDU mithilfe der größten Versager der Republik - der SPD und Grüne -, den Mehrheitswillen der Wähler außer Kraft setzt, um sich die AfD vom Leibe zu halten.  

Doch jenseits der bekannten prozentualen Verteilungen, die nun ziemlich sicher auf eine Koalition CDU/CSU und SPD hinauslaufen werden, boten die vollkommen „missverstandenen Grünen“ während der anschließenden Pressekonferenzen den größte Unterhaltungswert, wollten sie doch in einer Regierungsbeteiligung die Bürger weitere vier Jahre vor sich selbst beschützen. Das Ziel, das Wahlvolk zu seinem Glück zu zwingen, ist gescheitert, was unseren Robert emotional auf seine maximale Beleidigungsebene katapultierte.

Bei Caren Miosgas munterer Politdiskussion, in der über Gründe und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der dummen Wähler, die unsere grünen Protagonisten partout nicht verstehen wollten, diskutiert wurde, konnten die Zuschauer bei Robert Habeck ein mimisches Kaleidoskop entgleister Gesichtszüge miterleben. Das Spektrum reichte von herablassender Überheblichkeit bis hin zur geringschätzigen Verachtung, von anmaßender Arroganz über seine egomanische Selbstverliebtheit bis zum blasierten Narzissmus, sobald Alice Weidel das Wort ergriff. Zuweilen verengten sich Habecks Augen zu schmalen, hasserfüllten Schlitzen, die den Beteiligten in der Runde eiskalte Schauer auf dem Rücken hätten bescheren können, würde man ihn noch ernst genommen haben.

Zu keinem Augenblick offenbarte sich Habecks Charakter deutlicher und unmissverständlicher als im Augenblick des Realisierens seines Machtverlustes. Er hat sein Direktmandat nicht verloren, es ist halt jetzt nur woanders - möchte man verschmitzt kommentieren, - eine schmerzliche Erfahrung für Robby, den Allergrößten. Dessen Ego und dessen Selbstherrlichkeit fanden gestern ein jähes Ende und drückte sich in den kritischen Interviews und insistierenden Fragen deutlich aus. Man kennt das Phänomen in der sogenannten „Gestaltpsychologie“, in der die menschliche Wahrnehmung als Fähigkeit beschrieben wird, durch die sich psychologische Strukturen und Sinneseindrücke in Mimik, Gestik und Körperhaltung ausmachen lassen.

„Wie die Umstände, so auch die äußere Erscheinung“, so lässt uns Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536) in seinem Werk Moriae encomium oder Lob der Torheit wissen, eine entlarvende Satire, in der der Humanist die Unmöglichkeit der Selbstbeherrschung beschreibt. Dünnhäutige und sensible Seelen haben weder ihre Mienen noch ihre Reaktionen im Griff. Im Lob der „Lob der Torheit“ portraitiert Erasmus von Rotterdam einen unsäglichen Schwätzer, der sich für einen Philosophen hält und mit Bösartigkeit gegen seine Zweifler agiert.

Habecks Mienenspiel offenbarte angesichts einer deutlichen Niederlage nie klarer, wie er über Gegner aber auch Bürger denkt, die sein „unerreichbares Genie“ seine "Unfehlbarkeit" angreifen und ihn in die Enge treiben. Annähernd Tausend Strafanzeigen gegen Bürger, die ihm jedwede Qualifikationen absprechen und Witze über ihn machten, sprechen eine deutliche Sprache und sind nur eines von vielen Indizien. Ofengesetze, sonderbare Pläne zur Rente und Alterssicherung und Dutzende weiterer Einschränkungen wollte er ohne Rücksicht auf Verluste übers das Volk stülpen. Nun ist Habeck dermaßen dramatisch über die Gemeinheit und Verbohrtheit der Wähler entsetzt, ihn einfach abzuwählen, dass er jetzt wutentbrannt den Bettel als Minister hinwirft. Er wird die Bürger drakonisch bestrafen und sich aus der hohen Politik zurückziehen.

Ganz anders Annalena, deren Synapsen schwere Ausfallerscheinungen zeigen und sie sogar noch heute im Morgenmagazin im Stich gelassen haben. Sie hat noch nicht realisiert, dass sich die Sache mit ihrem Job als Außenministerin erledigt hat. Fortan wird sie sich selbst frisieren und schminken müssen. Vermutlich wird sie weitere Monate benötigen, bis sie begreift, dass sie Putin nicht mehr den Krieg erklären, Xi Ping nicht in den Senkel stellen und diesem Trump im Oval Office nicht mehr die Leviten lesen kann.       

Doch halt…! Das Spiel ist noch nicht zu Ende, denn die CDU arbeitet fieberhaft an einem Plan „B“, wie man aus internen Kreisen hört. „B“ wie Brandmauer. Sollte kein Koalitionsvertrag mit der SPD zustande kommen, weil die zur „Zwergenpartei“ zusammengeschrumpften Roten eine interne Revolution der Basis befürchtet, sollten ihre neuen Anführer die in Stein gemeißelten sozialen Eckpfeiler für ein paar Ministerstühle opfern, hat die CDU einen nagelneuen Notausgang angelegt. 

Sollte uns die SPD zwingen, - so hört man heute auf den Gängen der Parteizentralen hinter vorgehaltener Hand, dass wir uns von elementaren  Wahlversprechen verabschieden müssten, um unseren Kanzler zu inthronisieren, werden wir notgedrungen mit der AfD koalieren müssen. Aber das liegt dann natürlich nicht in unserer Verantwortung!

Hört, hört... es scheint sich etwas zu tun! Noch ist nicht aller Tage Abend.

                                     

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Kommentare

  1. Ja, ja, der Robert. Habeck wird im Treibsand der Bedeutungslosigkeit versinken. Jetzt kann er weiter seine Kinderbücher schreiben. Keine Krähe wird ihm nachweinen. Apropos Krähe: Saskia Esken klebt an ihrem gut dotierten Sessel fest und wird dafür sorgen, dass auch die SPD dem Treibsand habe kommt. Warten wir es ab. Die nächste Wahl kommt sicher.

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  2. So schnell kann es gehen.

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  3. Es ist leider gar nicht so sicher, dass alle Genannten wie Olaf, Saskia, Nancy und Karl keine Ministerien mehr beglücken. Geade Faeser hat durchaus Material gesammt – genau wie Merkel es tat und immer noch pflegt – welches sich auch gegen Berufskollegen verwenden lässt. Ich glaube, wir ahnen gar nicht, wie schmutzig Politik wirklich ist.

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  4. Die Politik war schon immer schmutzig!! Wenn ich daran denke, wie Viele Politiker ums Leben gekommen sind, weil sie unbequem wurden!!!!! Dagegen ist die Sizilianische Mafia noch ein lustiger Verein😎😎

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